Paris verfügte schon bisher über ganz außerordentliche Orte zur Präsentation moderner/zeitgenössischer Kunst. Man denke nur an das Centre Pompidou, das Musée d’Art moderne de la ville de Paris, und natürlich an die wunderbaren privaten Ausstellungsorte: Die Bourse de Commerce, in der François Pinault „die Werke einer der wichtigsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst der Welt“ ausstellt[1], und die Fondation Louis Vuitton von Bernard Arnault, dem Besitzer des Luxuskonzerns LVHM und einem der reichsten Männer der Welt. Der kann es sich auch leisten, dort die bisher umfassendste und schönste Ausstellung der Werke Gerhard Richters zu präsentieren[2].
Jetzt hat Paris seiner „Kulturkrone“ einen weiteren funkelnden Edelstein hinzugefügt: Das Ausstellungsgebäude der Fondation Cartier mitten in Paris, im Zentrum des gesellschaftlichen, künstlerischen, politischen Lebens der Stadt, ja des Landes. Allein die Adresse ist ein Ausrufungszeichen: 2, place du Palais Royal. Es ist ein monumentales, ein ganzes Straßenareal ausfüllendes Bauwerk, an der Pariser Ost-West-Achse rue de Rivoli gelegen, gegenüber dem Louvre, dem Kultusministerium, der Comédie Française und, natürlich, des Palais Royal mit dem Conseil d’État [3].

Das Ausstellungsgebäude im Haussmann-Stil an der Place du Palais Royal. Bild: © Luc Boegly[4]
Der fünfstöckige, 153 Meter lange und bis zu 58 Meter breite Riese aus hellem Kalkstein wurde 1854/55 im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehende Weltausstellung aus dem Boden gestampft. Das Hôtel du Louvre bildete mit 1200 Zimmern eine Miniaturstadt und bot seiner kosmopolitischen Klientel neben Wasserklosets auch Luxusboutiquen unter den ringsumlaufenden Arkaden. Eine dieser Boutiquen, die Galeries du Louvre, wuchs sich zum -laut Werbung- ‚größten Warenhaus der Welt‘ aus und verdrängte, inzwischen umfirmiert zu Grands Magasins du Louvre, 1887 gar das Hotel aus den Mauern.[5] Die Grands Magasins du Louvre waren neben dem noch älteren Kaufhaus Bon Marché Vorbild für die späteren großen Kaufhäuser in aller Welt und für Zolas Roman Au bonheur des dames/Das Paradies der Damen.
1978 allerdings musste das Kaufhaus schließen und machte Platz für das Louvre des Antiquaires. Rund 240 Antiquitätenläden boten dort bis 2019 Kunstwerke aus aller Welt zum Verkauf an. 1995 hatte allerdings eine französische Immobiliengesellschaft den Gebäudekomplex erworben. Zunächst war geplant, dort ein Centre commercial der Mode einzurichten, dann hatte Dominique Perrin, Präsident der Fondation Cartier, das Gebäude als idealen Ort für einen neuen Ort für die Ausstellungen seiner Stiftung ausersehen, wobei zunächst nur daran gedacht war, die Hälfte des Gebäudes anzumieten. Dann war es aber Jean Nouvel, der „Hausarchitekt“ der Fondation Cartier, der Perrin davon überzeugte, den gesamten Gebäudekomplex für die Stiftung zu nutzen: Insgesamt sind in das 8500 für Besucher zugängliche Quadratmeter und davon 6500 m2 Ausstellungsfläche, also fast eine Verfünffachung gegenüber des Gebäudes am Boulevard Raspail. [6]

Dafür waren allerdings erhebliche Umbaumaßnahmen erforderlich, mit denen Jean Nouvel beauftragt wurde. Der hatte schon Ende der 1990-er Jahre das erste, noch erheblich kleinere Pariser Ausstellungsgebäude der Stiftung am Boulevard Raspail konzipiert.

© Philippe Ruault/Fondation Cartier
Dies ist das bisherige Ausstellungsgebäude Boulevard Raspail, „eines der interessantesten Bauwerke Ende des 20. Jahrhunderts,“[7] war für Nouvel sein „monument de Paris“. Es ist ein transparentes Gebäude aus Stahl und Glas, ohne feste Mauern: offen und flexibel für die Bedürfnisse der jeweiligen Ausstellungen. [8] Im Vordergrund eine Libanon-Zeder, 1823 gepflanzt von dem Schriftsteller Chateaubriand, der damals hier wohnte.
Jean Nouvel, inzwischen 80 Jahre alt und ausgezeichnet mit dem Pritzker-Preis, dem „Nobel-Preis der Architektur“, ist den Parisern wohlbekannt als Architekt der Philharmonie, des Institut du Monde Arabe und der extravaganten Duo-Türme am östlichen Stadtrand von Paris.

Jean Nouvel in dem roten Auditorium der neuen Fondation Cartier © Adrien Dirand[9]
Das für die Stiftung vorgesehene kolossale Gebäude entsprach nun allerdings ganz und gar nicht seinen Vorstellungen und dem neuen Verwendungszweck des Gebäudes. Es war weder offen, noch transparent, noch flexibel – ihm fehlte also all das, was das alte Ausstellungsgebäude am Boulevard Raspail ausgemacht hatte. Eine große Herausforderung für den Architekten.
Jean Nouvel im Rückblick: „Der Innenraum war sehr dunkel. Es galt, ihm Tiefe zu verleihen, die Höhen zu variieren und die Lichtquellen zu vervielfachen. Wir wollten eine Perspektive schaffen, die es ermöglicht, sich im Raum zu orientieren.“[10]

Nouvel öffnete also unter Bewahrung der Fassade den jetzt lichtdurchfluteten Eingangsbereich hin zur place du Palais Royal, entkernte den Bau, legte einen 85 Meter langen Innenraum frei und konzipierte drei Glaskuppeln über den Innenhöfen mit steuerbarem Lichteinfall und Blick auf das begrünte Dach.

Bilder: Fondation Cartier/Martin Argyroglo
Außerdem schuf er fünf 200 bis 263 Quadratmeter große Plattformen, die sich mit einer für die Besucher sichtbaren Mechanik über eine Höhe von 11 Metern anheben oder absenken lassen.

Man hat deshalb das Gebäude einen „flexiblen Maschinenraum“ genannt.[11] Assoziationen an die Hebebühnen des Theaters liegen nahe, vielleicht hat es aber auch -so Le Monde- Anleihen bei der Militärtechnik gegeben. [12]

Jean Nouvel zu der so ermöglichten Flexiblität der Ausstellungsflächen:
„In diesem Bauwerk, von dem aus dem 19. Jahrhundert nur noch die charakteristische Fassade und einige strukturelle Elemente erhalten sind, befindet man sich in einer industriellen Kathedrale mit seltener Größe und sehr großen Spannweiten. Es strahlt eine sehr starke Kraft aus. Seine fünf Stahlplattformen, deren Beweglichkeit man sehen kann, stehen in völligem Kontrast zur Haussmann’schen Architektur des Äußeren. Es ähnelt einem Super-Theater, in dem man sehr schwere Böden anhebt. Diese Innovation ist nicht nur funktional oder szenografisch. Für mich ist sie architektonisch, in dem Sinne, dass sie dynamisch wird. Die Innovation besteht darin, dass man über alle möglichen Höhenverstellungen und alle diese Lichter mit variabler Intensität bis hin zur völligen Dunkelheit verfügen kann, je nachdem, wie weit die Glasdächer und Seitenfenster geschlossen sind. Die Fondation Cartier wird wahrscheinlich die Institution sein, die die größte Differenzierung ihrer Räume, die meisten Ausstellungsmöglichkeiten und die meisten Blickwinkel bietet. Die Leistungsfähigkeit der Plattformen ermöglicht es, sehr schwere Werke aufzunehmen und sie auf völlig neue Weise aufzuhängen. Hier kann man, indem man das Ausstellungssystem verändert, Dinge tun, die anderswo nicht möglich wären.“[13]
Was die Umbaukosten für das auf Dauer angemietete Gebäude angeht, hüllt sich die Fondation in vornehmes Schweigen. Es sollen aber zwischen 225 und 245 Millionen Euro gewesen sein.[14] Aber anders als bei staatlichen Kultureinrichtungen, selbst sogar dem Louvre auf der anderen Straßenseite, spielt Geld hier wohl keine Rolle. Denn wenn auch der französische Staat unter seiner Schuldenlast ächzt, die französische Luxusindustrie floriert nach wie vor, und Pinault, Arnault und Cartier stellen das auch ostentativ zur Schau. So musste Nouvel nicht kleckern, sondern konnte klotzen.
Besonders wichtig und typisch für ihn waren „die vielen Durchblicke,“[15] die der neue Bau ermöglicht. Da gibt es die sieben Meter hohen Rundbogenfenster, die früheren Schaufenster, durch die Passanten Einblicke in die Ausstellung haben und durch die die Ausstellungsbesucher nach draußen sehen können.

Blick nach drinnen: Die Trennung von Innen und Außen ist aufgehoben. Mit den Worten von Jean Nouvel:
„Im Erdgeschoss ist die Fassade entlang der gesamten Länge der Rue de Rivoli und der Rue Saint-Honoré verglast, sodass der Blick von einer Straße zur anderen schweifen kann und Innen und Außen miteinander verschmelzen. Diese Transparenz der Seitenfenster bestärkt das Gefühl, im Herzen von Paris zu sein.“[16]

„Im Herzen von Paris“: rue de Rivoli


Besucher des Louvre auf der gegenüberliegenden Straßenseite

Interessierte Blicke auf das kleine Stück Amazonas im Untergeschoss des Gebäudes.



Beim Rundgang durch die Eröffnungsausstellung fällt auf, wie bedeutend der Anteil außereuropäischer, gerade auch indigener Kunst ist. Sie ist ein Schwerpunkt der Sammlungstätigkeit der Fondation Cartier.[17]

Aus der Bilderserie „Künstler des Gran Chaco“. In diesem Wald im Norden Paraquays, der von völliger Zerstörung bedroht ist, leben die autochtonen Volksstämme Guarani und Nivaclé. Sie machen in ihren Zeichnungen auf die Vielfalt der bedrohten Flora und Fauna aufmerksam.

Sheroanawe Hakihiiwe gehört zur Gemeinschaft der Yamomanis in Venezuela. Mit minimalistischen Methoden stellt er Motive der ihn umgebenden Natur dar. Oben: Der Weg der Ameisen, darunter: Blatt mit Früchten.

Jivya Soma Mashe, Fischnetz (2009). Der Künstler aus dem Stamm der Warlis in Maharashtra/Indien hat eine 4500 alte künstlerische Maltradition neu belebt. Seine Szenen des Ackerbaus, der Ernte, der Tierwelt oder -wie hier- des Fischfangs sind mit Kuhdung und Acrylfarben gemalt.
Es gibt immer wieder neue Perspektiven im Innern zwischen den verschiedenen Ebenen des Gebäudes:

Eine Besuchergruppe am Fuß des Miracéus der Brasilianerin Solange Pessoa: ein in der Luft schwebender Pilz aus Stoffen und Vogelfedern ihrer Heimat.

Ron Mueck, Woman with Shopping (2013). Dahinter der obere Teile des Miracéus.

Foto: Sonia Branca-Rosoff [17a] Links an der Wand Masken aus Holz und Metall von David Hammons. Im Geschoss darunter eine Farbkomposition des Bolivianers Mamani.

Blick in das Foyer mit der Petite Cathédrale von Alessandro Mendini (2002)

Blick auf die für die Eröffnungsausstellung konzipierte dreidimensionale Installation von Sarah Sze, speziell für die Eröffnungsausstellung in der neuen Fondation Cartier im Untergeschoss des Gebäudes aufgebaut.

Von dem oberen Geschoss kann man das Spiel der Farben und die Bewegung eines an Foucault erinnernden Pendels beobachten.

Auch das U-Boot Panamarenkos aus dem Jahr 1996 befindet sich natürlich im Untergeschoss, wo man es auf Augenhöhe betrachten kann.

Durchblicke: Baumstämme für den Küstenschutz von Saint-Malo von Raymond Haynes und Pierrick Sorin. Zum ersten Mal ausgestellt in der Fondation Cartier Boulevard Raspail 1994. Auch eine Reverenz an Chateaubriand, der in Saint-Malo aufwuchs und später auf dem Gelände der Fondation Boulevard Raspail wohnte.
Und dann gibt es auch noch die Blicke nach oben, zu den Glasdächern über den Innenhöfen, über denen Bäume wachsen…

Foto: Sonia Branca-Rosoff [17a]
Der Bau der neuen Fondation Cartier wird als eine architektonische Meisterleistung („une prouesse architecturale“), ja als Wunderwerk („une merveille architecturale“) gerühmt.[18] Marc Zitzmann, der ebenfalls begeisterte Pariser Kulturkorrespondent der FAZ, formulierte sogar etwas salopp, Jean Nouvel hänge mit dem Bau „die Konkurrenz ab“. Dem kann ich aber nicht ganz zustimmen. Frank Gehrys Schiff mit seinen 12 aufgespannten Segeln für die Fondation Louis Vuitton, die aus dem 18. Jahrhundert stammende Getreidebörse, von Tadaō Ando wunderbar für die Pinault-Kunstsammlung umgebaut, und auch das von Renzo Piano, Richard Rogers und Gianfranco Franchini entworfene Centre Pompidou kann auch ein Jean Nouvel nicht so einfach „abhängen“.
In einem Punkt allerdings hat Nouvel Gehry und Ando in der Tat „abgehängt“: Die Ausstellungsfläche der Fondation Cartier ist mit ihren 6500 Quadratmetern deutlich größer als die der Fondation Louis Vuitton (3500 qm2) und der Bourse de Commerce (ca 3000qm2). Hinter dem Centre Pompidou mit seinen ca 7500 Metern Ausstellungsfläche bleibt sie allerdings etwas zurück.
Aber ungeachtet aller Unterschiede und „Wer ist die Schönste im Lande? – Eifersüchteleien: Einen weiteren Edelstein hat Jean Nouvel der Pariser Kunstkrone in der Tat hinzugefügt.
Die Eröffnungsausstellung der Fondation Cartier im neuen Domizil ist überschrieben: Exposition générale.

Das knüpft an die Zeit an, als das Bauwerk die Grands Magasins du Louvre beherbergte, die jährlich eine Exposition Générale des Nouveautés veranstalteten.[19]
In der Exposition générale der Fondation Cartier werden allerdings keine Neuheiten des Sommers gezeigt, wie hier auf dem Plakat des Kaufhauses angekündigt. Präsentiert wird eine „Auswahl ikonischer Werke“ früherer Ausstellungen, „die mehr als vierzig Jahre internationales zeitgenössisches Kunstschaffen nachzeichnet.
An der Schau beteiligt sind unter anderem die brasilianisch-schweizerische Fotografin Claudia Andujar, die kolumbianische Textilkünstlerin Olga de Amaral, der chinesische Konzept- und Performancekünstler Cai Guo-Qiang und der Japaner Jun’ya Ishigami, bekannt für seine Rauminstallationen: ein buntes Bouquet von Kunst, das einen von einer Welt in eine andere versetzt.“ [20]
Empfehlenswert ist, frei durch die Ausstellung zu flanieren. „Der Erkundungsgang macht Spaß: Es geht nach unten und nach oben (…), der Parcours führt über Endlosgänge in Sackgässchen, vom Licht ins Dunkel und vom Lauten ins Leise.“ [21] Das Zusammenspiel von Kunst und Architektur, von Innen und Außen, von einigem Bekannten und vielem Neuen, von ganz unterschiedlichen künstlerischen Medien, von europäischer und außereuropäischer Kunst sind Garanten einer spannenden Entdeckungsreise.
Anmerkungen:
[1] https://www.pinaultcollection.com/en/boursedecommerce/deutsch
[2] Der heilige Gerhard. So schön, so umfasend wurde sein Werk noch nie gezeigt. In: Die ZEIT, 30. Oktober 2025
[3] Zum Palais Royal siehe die Blog-Beiträge:
[4] https://www.archdaily.com/1021421/fondation-cartier-reveals-plans-to-move-into-a-historic-landmark-in-paris-reimagined-by-jean-nouvel
Alle Bilder des Beitrags, wenn nicht anders angegeben, von Frauke und Wolf Jöckel
[5] Marc Zitzmann, Neobarocke Kunstmaschine. In: FAZ vom 22. Oktober 2025. Daraus habe ich auch den Ausdruck „Kulturkrone“ übernommen.
[6] https://medias.fondationcartier.com/fondation/documents/press/Fondation-Cartier-DP-40ANS-FR.pdf
Die nachfolgende Abbildung stammt von der Eintrittskarte für die Ausstellung.
[7] https://paris-promeneurs.com/la-fondation-cartier-pour-l-art/
[8] https://medias.fondationcartier.com/fondation/documents/press/Fondation-Cartier-DP-40ANS-FR.pdf
[9] Dana Thomas, La nouvelle Fondation Cartier, une prouesse architecturale signée Jean Nouvel. 29. Oktober 2025 https://www.admagazine.fr/article/fondation-cartier-jean-nouvel
[10] Zit. bei Dana Thomas a.a.O.
[11] Alexandra Wach, Das neue Museum der Fondation Cartier im Herzen von Paris: Schwebend in die Zukunft. Tagesspiegel 9.11.2035
[12] Au cœur de la capitale, l’architecte a transformé le Louvre des antiquaires en jouant la carte de l’ingénierie militaire. Le Monde 25.10.2025
[13] Zit. https://medias.fondationcartier.com/fondation/documents/press/Fondation-Cartier-DP-40ANS-FR.pdf S. 39
[14] Zitzmann, a.a.O.
[15] Zitzmann a.a.O.
[16] Zit. https://medias.fondationcartier.com/fondation/documents/press/Fondation-Cartier-DP-40ANS-FR.pdf S. 38
[17]Siehe: Fondation-Cartier-DP-40ANS-FR.pdf S. 15/16
[17a] https://passagedutemps.com/2025/11/24/fondation-cartier-premiere-visite/
[18] https://www.admagazine.fr/article/fondation-cartier-jean-nouvel, https://odyssea-paris.com/mot-motivations-fondation-cartier/ etc
[19] Abbildung aus: https://artvee.com/dl/grands-magasins-du-louvre-exposition-generale-des-nouveautes-dete/
[20] Malena Ruder, Fünf Gründe, die neue Fondation Cartier pour l’art contemporain zu besuchen
https://bellevue.nzz.ch/reisen-entdecken/kultur/fondation-cartier-in-paris-5-gruende-fuer-einen-besuch-am-neuen-standort-ld.1910015 vom 04.11.2025
[21] Zitzmann a.a.O.