Frankreich und Deutschland: ein romantisches Wunschbild deutsch-französischer Vereinigung aus den 1840-er Jahren

Mit den deutsch-französischen Beziehungen steht es derzeit nicht zum Besten. Da ist von einer Beziehungskrise die Rede oder von einem coup-de-froid (Erkältung). „Der einstige Mitterand-Berater Jacques Attali hat sogar den nächsten Kriegsausbruch zwischen den Erbfreunden noch in diesem Jahrhundert für möglich erklärt“. [1] Das ist sicherlich maßlos übertrieben. Aber in der Tat stottert der vielgerühmte deutsch-französische Motor der Europäischen Union ganz beträchtlich.

Umso schöner und berührender ist es, gerade in dieser Situation ein entzückendes altes Wunschbild deutsch-französischer Verständigung und Einheit zu entdecken.

©Freies Deutsches Hochstift [2]

Es handelt sich um eine Zeichnung Armgart von Arnims (1821 -1880), die kürzlich in der Sonderausstellung „Zeichnen im Zeitalter Goethes“ des Deutschen Romantikmuseums Frankfurt zu sehen war.[3] Angefertigt wurde sie -laut beigefügter Informationstafel- nach Ende Februar 1843 mit „Pinsel in Aquarell- und Deckfarben, Gold und Silber über Bleistift, stellenweise über Applikationen plastischen Materials, auf elfenbeinfarbenem Karton.“[4]  Es waren der in schwarzer und goldener Farbe aufgetragene Titel „Deutschland und Frankreich“, der unsere Aufmerksamkeit erregte, und die malerische Umsetzung dieses Themas. Es handelt sich ja gewissermaßen um ein „Wimmelbild“, und da fängt man fast unwillkürlich an, genauer hinzusehen, wo in diesem fein gezeichneten bunten Gewimmel Deutschland und Frankreich zu finden sind und wie ihre Beziehung dargestellt ist.

Gehen wir also auf Entdeckungsreise:

In der Mittelachse „umwinden sich zwei nach oben wachsende verschiedenfarbige Baumstämme, die das Bildfeld in zwei Hälften teilen. Die Stämme wachsen jeweils aus mehrgliedrigen Wurzeln, die in der linken und rechten unteren Ecke des Bildes ihren Ausgangspunkt haben, sich in der Mitte treffen“, sich umwinden, oben vereinigen. Daraus sprießen dann eine Vielzahl von Blüten- und Fruchtzweigen.  Die beiden Baumstämme „teilen das Bildfeld in eine französische (links) und eine deutsche Seite (rechts). Verschiedene Tier-, Pflanzen- und Figurenmotive sind über das ganze Bild verteilt. Es fallen Gegensatzpaare auf, die dem Titel Rechnung tragen: Weiße Lilien stehen Ästen mit Eichenlaub gegenüber, der gallische Hahn dem deutschen Adler.“[5]

Unten im Bild erkennt man links eine brütende Glucke und rechts einen Beute reißenden Raubvogel; „ein französischen Ritter mit blau-weiß-roter Helmzier“ links entspricht „einem deutschen Ritter mit Adler auf dem Wappenschild“.  (Katalog 2022, Nr. 81)

Aber diese Reiter sind nicht Ausdruck von Feindschaft, sondern eine Erinnerung an frühere Zeiten.

Im Zentrum der Zeichnung steht die Verbindung zwischen Frankreich und Deutschland, symbolisiert durch die beiden sich umwindenden und sich vereinigenden Baumstämme und durch die Motive in der Mittelachse:

Da ist das Fest in der Bildmitte, Ausdruck der Freude,  eingerahmt von Früchten und Weintrauben, von Reichtum und Genuss…

…. unten das Schiff, das auf einem Fluss zwischen den Wurzeln des deutschen und des französischen Stamms  schwimmt, bei dem es sich eigentlich nur um den Rhein handeln kann. Dieses Schiff trägt auf seinem Segel ein Herz….

….. und oben ein friedlich schlafendes Kind, weich gebettet auf einer Rosenblüte und getragen von einem Spinnennetz. Eine Spinne, die dem Kind Unheil bringen könnte, gibt es allerdings nicht. Dafür aber eine Libelle, die über dem Kind schwebt und ihm Luft zufächelt.

Es gibt andere Motive, deren Sinn im Kompositionsschema des Bildes sich nicht unmittelbar erschließt.

Zum Beispiel die Jagdszene rechts im Bild: Da wird eine Schlange von einem auf einem Elefanten reitenden bärtigen Mann und einem eingeborenen Bogenschützen erlegt. Möglicherweise gab es einen poetischen Text, der die Darstellungen erläuterte, der aber verloren ist oder noch nicht identifiziert wurde. [6] So darf der Betrachter sich überlegen, was die Szene bedeuten könnte. Vielleicht personifiziert der Reiter Europa und der Elefant, königliches Symbol von Stärke und Klugheit, Afrika und Asien. [7] Der Bogenschütze könnte vielleicht von der Südamerika-Reise Alexander von Humboldts inspiriert sein und Amerika repräsentieren. Und alle gemeinsam bekämpfen das Böse in Gestalt der Schlange.

Wenn auch dies und manches Andere im Ungewissen bleibt:  Insgesamt ist die Botschaft doch deutlich: Deutschland und Frankreich sind eng umschlungen, vereint, und aus der Verbindung entsteht etwas Wunderschönes, Neues: eine in dem Kind symbolisierte gemeinsame Zukunft.

Und wie sehr dies Anlass zur Freude ist, darauf verweist das noch einmal oben rechts in der Zeichnung aufgenommene Festmotiv:

Hier sind es keine Elfen, die tanzen,  sondern es sind einfache, in ihre heimische Tracht gekleidete Menschen, vielleicht Deutsche und Franzosen, die mit Sektgläsern auf die deutsch-französische Freundschaft anstoßen….

Diese Freundschaft war im Hause von Arnim eine gelebte Selbstverständlichkeit. Herward Sieberg schreibt in seinem Buch über die Schriftstellerin Elisabeth von Heyking, eine Tochter Armgarts: „Der populäre Dichter und Politiker Alphonse de Lamartine hatte nach dem Sturz des ‚Bürgerkönigs‘ Louis-Philippe … das Amt des Außenministers übernommen“ und seinen Freund, den Comte de Circourt, als Geschäftsträger nach Berlin entsandt. Der war im Haus der Arnims ein gern gesehener Gast, und er und seine Frau Anastasia „fassten besondere Zuneigung zu Armgart, woraus später eine lebenslange enge Brieffreundschaft herrührte. Diese Korrespondenz belegt beispielhaft, wie selbstverständlich und unvoreingenommen Angehörige der deutschen und französischen Elite miteinander verkehrten, nachdem die Wunden der napoleonischen Kriege verheilt waren und solange sich noch keine nationalistischen Barrieren zwischen beiden Völkern auftürmten.“ Und Lamartine selbst, der Bettine sehr schätzte, bezeichnete galant Armgart als „Meisterwerk der Mutter“. [8] Circourts Nachfolger war der weltgewandte François-Emmanuel Arago, Sohn des berühmten französischen Naturwissenschaftlers und Politikers Dominique François Arago. Die unerfüllte Liebe Armgarts zu Arago hat vermutlich eine bedeutende Rolle bei der Entstehung der Zeichnung gespielt. Dazu später mehr.

Frankreich und Deutschland: Eine „Salon-Arabeske“ aus dem Kreis der Töchter Bettines von Arnim

Im März 1843 gründeten Armgart, Maximiliane und Gisela, die drei Töchter Bettines von Arnim, gemeinsam mit den Schwestern Caroline und Wilhelmine von Bardua in Berlin den spätromantisch-biedermaierlichen „Kaffeter“-Kreis. Er bestand aus einem festen Mitgliederstamm vor allem kunstbegeisterter junger Damen, aber es wurden auch immer wieder illustre Gäste eingeladen wie Hans Christian Andersen, Emanuel Geibel oder Prinz Waldemar, Sohn des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. Zu den regelmäßigen Sitzungen hatte jedes Mitglied, wie es in den Aufzeichnungen von Maximiliane heißt, „einen Beitrag eigener Erfindung einzureichen: Gedichte, Novellen, Memoiren, Zeichnung, Malerei oder Komposition. Diese Beiträge werden in der Sitzung verlesen und beurteilt und dann in einem Heft zu einer Nummer der Kaffeterzeitung vereinigt“.[9] In diesem Rahmen entstand auch eine Kassette mit Zeichnungen, den sogenannten Salon-Arabesken, vor allem aus der Feder Armgarts von Brentano.[10]

Arabesken haben eine lange kunsthistorische Tradition, die gerade im Klassizismus um 1800 wiederentdeckt und in der Romantik popularisiert wurde.  So schmückten „romantische“ Arabesken diverse Werkausgaben von Armgarts Vater, Achim von Arnim, und ihres Onkels, Clemens Brentano. „Die Erstausgabe der erweiterten Fassung von Clemens Brentanos Gockel Hinkel Gakeleja erschien 1838 mit einem lithographierten Titelblatt, das verschiedene Figuren und Schlüsselmotive des Märchens zu einem dekorativ-arabesken Arrangement verdichtet.“ [11]

Die 1821 in Berlin geborene Armgart war damit schon rein familiär mit der Kunst im Allgemeinen und der Arabeske im Besonderen vertraut. Dies gilt auch für ihre Schwester Maximiliane. Mit ihr gemeinsam wurde Armgart von Oktober 1829 bis Oktober 1834 zu Onkel Georg Brentano geschickt, der teils in Frankfurt und teils im nahe gelegenen Rödelheim lebte. „Dadurch dass Maximiliane und Armgart zusammen aufwuchsen, schlossen sich die zwei Mädchen eng aneinander an, was sich auch nach ihrer Rückkehr nach Berlin fortsetzte. So wurden beide Ende Februar 1840 gemeinsam bei  Hof eingeführt und besuchten Einladungen zu offiziellen gesellschaftlichen Veranstaltungen immer zu zweit.“[12]

Caroline Bardua: Doppelportrait Maxe und Armgart von Arnim (1837) ©Freies Deutsches Hochstift [13]

Wie alle Arnim‘schen Töchter war auch Armgart vielseitig begabt: Sie besaß eine ausdrucksvolle Sopranstimme und war schriftstellerisch tätig:  Sie verfasste das Märchen „Das Heimelchen“, das von ihrer Schwester Maximiliane und anderen Mitgliedern der Kaffeter-Runde illustriert wurde. Vor allem aber verfügte Armgart über eine „virtuose Zeichenkunst“, wie die Salon-Arabeske „Frankreich und Deutschland“ zeigt und ebenso das Huldigungsbild für Friedrich Wilhelm IV., das sie auf Wunsch des preußischen Königs anfertigte. Mehr als zwei Jahre arbeitete Armgart daran. Während die Mutter Bettine führende Vertreter des Vormärz in ihrem Salon empfing, engagiert mit dem König korrespondierte und ihn unmissverständlich zu Veränderungen aufforderte – „Die Welt umwälzen- denn darauf läufts hinaus“-  zeichnet die „streng konservative und glühend monarchistische“ Armgart eine biedermeierliche „Huldigung an einen romantischen König“.[14] Der hatte immerhin bei seiner Thronbesteigung Hoffnungen geweckt: Als eine seiner ersten Amtshandlungen berief er -u.a. auf Initiative Bettines- die Gebrüder Grimm, nach Berlin. Die hatten  wegen ihrer Beteiligung am Protest der „Göttinger Sieben“ ihre Professuren verloren und erhielten nun aus dem Privatvermögen des Königs eine Pension für ihre Arbeit an dem „Deutschen Wörterbuch“.

Armgart und Maximiliane übergaben dem König die Zeichnung mit den Initialien des königlichen Paares am 29. März 1843 in Schloss Sanssouci in einer feierlichen Audienz, gefolgt von einem Konzert mit Felix Mendelssohn Bartholdy.[15] Maximiliane hatte dazu ein erläuterndes Gedicht verfasst, das sie vortrug, während Armgart auf die entsprechenden Stellen des Bildes deutete. Maximiliane schrieb später zu dem Bild:

„In der Mitte saß ein Elfenkönigspaar auf einem Blumenthron, auf dessen Stielen muntere Elfengeisterchen geschäftig ein Fest vorbereiteten, während in den Wurzeln kleine Köche und Konditoren und Küfer tätig waren. Rund herum waren die Elemente, die Weltgegenden, die Jahreszeiten, das Tierreich, und alle huldigten dem Königspaar. Ganze Regimenter von kleinen Käfern und Schmetterlingen in den Farben der Garde-Infanterie und -Kavallerie waren aufmarschiert. Umrahmt war das Ganze von einem arabeskenartigen Gewinde von Eichenlaub und Lorbeer.“[16]

Von dem Huldigungsbild wissen wir also ganz genau, wann es entstanden ist und dem König übergeben wurde. Bei der Salon-Arabeske Frankreich und Deutschland ist das anders. Allerdings scheint es einen Hinweis für die Datierung zu geben, nämlich die Tanzszene im Mittelpunkt des Bildes. Sie bezieht sich, wie im Katalog der Salon-Arabesken-Ausstellung von 2006 und dem der Ausstellung von 2022 mitgeteilt wird, auf das „Fest von Ferrara“, das Maximiliane und Armgart zur Fastnacht Ende Februar 1843 am preußischen Hof besuchten. Sie tanzten dort als Nymphen verkleidet in „weißen Gewändern mit Lotusblumen und Schilf bekränzt, mit den verzauberten Rittern“. Danach wird die Zeichnung im Katalog von 2006 auf das Jahr 1843 datiert und mit der Rheinkrise der Jahre 1840/1841 in Beziehung gesetzt. In Frankreich forderten damals Regierung und Öffentlichkeit von Preußen die Abtretung der linksrheinischen Gebiete an Frankreich. Sogar mit Krieg wurde gedroht: Der Rhein sei die natürliche Grenze zwischen Frankreich und Deutschland- eine Position, die auch Victor Hugo 1842 in seinem Buch „Le Rhin“ vertrat. (Noch heute wirkt das ja -sicherlich eher unbewusst- in der gängigen Bezeichnung „outre-Rhin“ für Deutschland nach). Dort heizten diese Forderungen nationalistische Strömungen und antifranzösische Emotionen an, und die „Erbfeindschaft“ zwischen beiden Ländern wurde beschworen.  Vor diesem Hintergrund wird im Katalog von 2006 die Zeichnung Armgarts als „Wunschbild für eine friedliche Lösung des Konflikts“ interpretiert.

Es gibt aufgrund neuer Forschungen inzwischen allerdings auch -verbunden mit einer späteren Datierung- eine biographische Deutung der Zeichnung. Bettine Zimmermann schreibt im Katalog der Ausstellung von 2022:

„Möglicherweise spielt das Bild auf Armgarts unerfüllte Liebe im Revolutionsjahr 1848 zum französischen Gesandten in Berlin, François-Emmanuel Arago, an. Dieser war nach der Februarrevolution von der neuen provisorischen französischen Regierung als Gesandter eingesetzt worden und traf im Juni in Berlin ein. Schon bald war er regelmäßiger Gast Bettina von Arnims, die den politischen Umwälzungen in Frankreich aufgeschlossen gegenüber stand und sich auch für Preußen Veränderungen erhoffte. Armgart war von Aragos weltmännischem Auftreten beeindruckt, erteilte ihm sogar Deutschunterricht. Leider blieb er nur bis zum Ende des Jahres im Amt und kehrte im Januar 1849 nach Paris zurück. Die sich umwindenden Stämme, das Schiff mit dem Herz auf dem Segel und das friedlich schlafende Kind sind in diesem Fall als Wunschbild für eine glückliche Verbindung zwischen Armgart und Arago zu deuten.“ [17]

Ich bin weder hinreichend kompetent, vor allem aber glücklicherweise nicht verpflichtet, mich für eine dieser Deutungen entscheiden zu können bzw. zu müssen. Beide, die politische und die persönliche, sind mir nämlich ausgesprochen sympathisch: Die Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich hat natürlich eine eminente poltische Dimension, aber sie ist auch getragen von vielfachen persönlichen Verbindungen und Sympathien. Deshalb musss es einem auch nicht bange sein, wenn es einmal (wieder) auf der politischen Ebene etwas hapert….

Zum Schluss soll noch auf eine andere, fast gleichzeitige künstlerische Darstellung des Themas der deutsch-französischen Verständigung hingewiesen werden. Sie findet sich auf einem Relief, das David d’Angers 1842 für das Grabmal Ludwig Börnes auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise anfertigte.

Foto: Wolf Jöckel

Die Bronzeplastik trägt den Titel: „La France et l’Allemagne unies par la Liberté“/Frankreich und Deutschland von der Freiheit vereint. Hier ist -passend zu dem Engagement des politischen Publizisten Ludwig Börne- die deutsch-französische Einheit kulturgeschichtlich fundiert und politisch konzipiert.

Mehr dazu auf dem Blog-Beitrag:  Das Grabmal Ludwig Börnes auf dem Père Lachaise in Paris – Eine Hommage an den Vorkämpfer der deutsch-französischen Verständigung:  https://paris-blog.org/2018/07/10/das-grabmal-ludwig-boernes-auf-dem-pere-lachaise-in-paris-eine-hommage-an-den-vorkaempfer-der-deutsch-franzoesischen-verstaendigung/

Armgarts Zeichnung und das Grabrelief für Ludwig Börne sind ganz unterschiedlich, aber ich denke, dass sie sich gut ergänzen und ein Gegengewicht bilden zu den (nicht nur!) in der damaligen Zeit wuchernden nationalistischen Tendenzen. Und man darf beide, Zeichnung und Relief, wohl auch als „Vision deutsch-französischer Verständigung und Freundschaft nach dem Zweiten Weltkrieg begreifen.“ [18] 


Anmerkungen

[1] https://www.dw.com/de/deutsch-franz%C3%B6sische-beziehungskrise-macht-europa-handlungsunf%C3%A4hig/a-63543178 und https://www.ifri.org/fr/espace-media/lifri-medias/coup-de-froid-relations-franco-allemandes-0 

Daniel Cohn-Bendid und Claus Leggewie, Europa abgemeldet. FAZ 17. 11. 2022.  Jacques Attali in Les Echos vom 27.10.2022: https://www.lesechos.fr/idees-debats/editos-analyses/la-guerre-entre-la-france-et-lallemagne-redevient-possible-1873570  Siehe dazu auch: Jürgen Kaube, Keiner sieht den andern. FAZ 10.11.2022

[2] Ich danke dem Freien Deutschen Hochstift für die Abdruckgenehmigung der Zeichnung und vor allem Frau Dr. Neela Struck für Ihre wichtigen Hinweise zu der Zeichnung

[3] Zeichnungen und Aquarelle aus den Beständen des Freien Deutschen Hochstifts, 27.8. bis 6.11.2022 

[4] Bild aus: https://www.ebay.de/itm/283483698383?mkevt=1&mkcid=1&mkrid=707-53477-19255-0&campid=5338722076&customid=&toolid=10050  (Zugriff 24.10.2022)

[5] Zitate aus dem Katalog der Ausstellung „Salon-Arabesken. Die beiden Salons im Hause der Bettine von Arnim“ im Deutschen Romantik-Museum/Frankfurter Goethe-Haus (1.1. – 31.12.2006) und dem Katalog der Ausstellung von 2022.

[6] Gerhard Kölsch, Ein Album der Bettine-Töchter aus den Jahren 1839 bis 1846. In: Gerhard Kölsch/Hartwig Schultz, Salon-Arabesken. Ein Album von Armgart, Maximiliane und Gisela von Arnim. [begleitende Publikation zur Ausstellung „Salon-Arabesken“ im Freien Deutschen Hochstift – Frankfurter Goethe-Museum, 12. März bis 21. Mai 2006], S. 18

[7] Zur Symbolik des Elefanten siehe den Blog-Beitrag: https://paris-blog.org/2022/02/02/der-elefant-der-bastille/

[8] Herward Sieberg, Elisabeth von Heyking. Ein romanhaftes Leben. Hildesheim/Zürich/New York 2012, S. 51/52 Das Buch enthält ein langes Kapitel über Armgart von Arnim, in dem der neueste Forschungsstand berücksichtigt ist. Den Hinweis darauf verdanke ich Frau Neela Struck vom Freien Deutschen Hochstift.

[9] Hartwig Schultz, Arabesken der Arnim-Familie. In: Kölsch/Schultz, Salon-Arabesken, S. 21/22

[10] Zu der Kassette siehe den Beitrag von Neela Struck in museum-digital: hessen https://hessen.museum-digital.de/object/70386

[11] Gerhard Kölsch, Ein Album der Bettine-Töchter aus den Jahren 1839 bis 1846. In: Kölsch/Schultz, Salon-Arabesken, S.17  Bild aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Brentano_Gockel_Hinkel_Gackeleia_1838.jpg

[12] Wolfgang Bunzel, Einleitung zu: Armgart von Arnim, Das Heimelchen. Darmstadt 2012, S.9 

[13] Bild mit freundlicher Genehmigung des Freien Deutschen Hochstifts aus:  https://nat.museum-digital.de/object/1102742

[14] Zitat zu Bettine aus: Gerhard Kölsch/Hartwig Schultz, Salon-Arabesken. Ein Album von Armgart, Maximiliane und Gisela von Arnim. Zum Geleit.

Zitat zur politischen Gesinnung von Armgart (und ihrer Schwester Maximiliane) aus: Herward Sieberg, Elisabeth von Heyking, a.a.O., S. 44

[15] Bild aus: FAZ vom 11.11.2020. Beitrag von Florian Balke, Gute und böse Feen. (Kunstwerke in Rhein-Main)

[16] Zitiert von Bunzel a.a.O., S. 10 nach Johannes Werner, Maxe von Arnim, Tochter Bettinas/Gräfin von Oriola 1818-1894. Ein Leben und Zeitbild aus alten Quellen geschöpft. Leipzig 1937, S. 111f

[17] Bettine Zimmermann folgt hier der Darstellung Siebergs (a.a.O., S 61), der die Zeichnung Armgarts als Ausdruck ihrer Seelenstimmung interpretiert angesichts der unerfüllten Liebe zu Arago.

[18]  Sieberg a.a.O., S. 61/62 Sieberg bezieht das nur auf „Armgarts Malerei aus ferner Biedermeierzeit“, aber es gilt sicherlich auch bzw. umso mehr für das Grabrelief Börnes.

4 Gedanken zu “Frankreich und Deutschland: ein romantisches Wunschbild deutsch-französischer Vereinigung aus den 1840-er Jahren

  1. mihca55

    Sehr geehrter Herr Jöckel,

    wieder einmal möchte ich Ihnen für den neuesten Blog danken. Die sorgfältig recherchierten Informationen genieße ich sehr. Ich wohne ganz nah am Rand von Frankfurt und habe die besagte Ausstellung und damit auch das Bild natürlich gesehen. Es war leider mit einem spiegelnden Glas gerahmt, was die Betrachtung der Details etwas erschwerte. Nun habe ich – Ihnen sei gedankt – eine Fülle von Informationen dazu. Ich, besser gesagt meine Frau und ich verbringen so viel Zeit wie nur irgend möglich in Paris, dank TGV von Frankfurt aus schnell zu erreichen als Berlin oder Hamburg. Und schon einige Male haben mich Ihre Informationen durch die Stadt, die ich recht systematische erkunde, geführt. Meistes per Fahrrad, dort ideal geeignet. Mein letztes Projekt war (und ist noch nicht ganz fertig) die Erkundung des Verlaufs der Bièvre von Ihrer Quelle im Dep. Yvelines bis zu Ihrer Mündung nahe des Gare d’Austerlitz in die Seine, ein Fluss von ehemals hoher wirtschaftlicher Bedeutung.

    Ich freue mich über jeden Ihrer Blogs, die Liste meiner Ziele in Paris wird dadurch aber immer länger…

    Wenn ich Ihre Anschrift im Impressum richtig einordne, war ich sogar schon einmal in Ihrer Nähe (20. Arr.) In der Rue de la Croix Faubin, Ecke Rue de la Roquette habe ich einmal die Dalles de Guilllotine gesucht und gefunden.

    Mit freundlichem Gruß und herzlichem Dank.

    Joachim Henrichs

    Wiesenau 11

    61137 Schöneck

    T +49 6187 2082120

    F +49 6187 2081880

    M + 49 171 2748775

    joachim@henrichs.de

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    1. Vielen Dank für Ihre freundliche Zuschrift. Die Fundamente der Guillotine können wir sogar von unseerer kleinen Terrasse aus sehen. bien cordialement und schöne Grüße aus Paris Wolf Jöckel
      PS. Siehe die Blog-Beiträge „Blicke von unserer Terrasse“ und „Wohnen, wo einmal die Guillotine stand“.

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  2. arnebirgid

    Danke, Danke Danke!!!!!Ich habe eine neue E-Mail-Adresse:hanspeterjansen7792@gmail.comHerzliche Grüße sowohl aus Hohen Neuendorf als auch aus Berlin-Heiligensee!Seit zwei Jahren bin ich wieder verheiratet!Meine Frau ist eine echte Berlinerin, im Westend großgeworden und war Journalistin beim SFB, heute rbb.Wir erleben dankbar das unfassbare Glück einer zweiten Großen Liebe in einem Leben.Euch wünsche ich von ganzem Herzen alles erdenklich Liebe & Gute!Hans-Peter JansenVon meinem/meiner Galaxy gesendet

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