Die Mauer für den Frieden (le mur pour la paix) auf dem Marsfeld

Im November 2016  wird in Dresden ein Kongress von Französisch-Lehrern/innen stattfinden zum Thema Friedenspädagogik und Französischunterricht  100 Jahre nach Verdun. Im Rahmen dieses Kongresses werde ich ein Atelier für Lehrkräfte gestalten zum Thema „Orte der Erinnerung an Frieden und Krieg in Paris“. Es soll Anregungen geben für entsprechend thematisch orientierte Studienfahrten.

Was  Orte angeht, die im Zusammenhang stehen mit Kriegen und Siegen, so sind die –wie in der Hauptstadt der „grande nation“ nicht anders  zu erwarten- reichlich gesät:  Das Stadtbild von Paris ist geprägt von Orten der Erinnerung an Kriege und Siege: Man denke nur an die Place Vendôme mit der Siegessäule, an die Place des Victoires mit dem Reiterstandbild Ludwigs XIV. oder an die vier Triumphbögen Napoleons und des Sonnenkönigs. Und wenn man die topographischen Bezeichnungen hinzunimmt, so begeget man Kriegen und  französischen Siegen auf Schritt und Tritt: La gare d’Austerlitz, rue de Wagram, avenue d’Iéna, rue d’Ulm, die Paris umgebenden Boulevards des maréchaux, allesamt benannt nach napoleonischen Heerführern. 

Aber Orte des Friedens? Natürlich gibt es Friedhöfe, auf denen auch die „in Frieden ruhen“, die Opfer von inneren Kämpfen geworden  sind: So die Opfer des jacobinischen Terrors auf dem wunderbaren Cimetière  de Picpus oder die Opfer der Commune auf dem Père Lachaise.

Aber spezifische Pariser Orte, die dem Frieden gewidmet sind?  Spontan fiel mir der Sitz der  Unesco ein: eine Einrichtung, die dem Frieden dient, und ein bemerkenswerter, von prominenten Künstlern ausgestatteter Bau ist.  Dort war ich vor vielen Jahren  schon einmal mit einem Politik-Leistungskurs gewesen, und in dem großen Sitzungssaal hatte ich 2011 an einem Benefizkonzert teilgenommen, bei dem –passend zu diesem Ort- die 9. Sinfonie von Beethoven aufgeführt wurde.

Dann dachte ich natürlich an die Cité Internationale Universitaire de Paris, die sich  als Cité pour la paix darstellt. Nach den Schrecken des Ersten Weltkrieges gegründet, sollte sie jungen Menschen aus aller Welt ermöglichen, sich kennenzulernen, zusammen zu leben und zu arbeiten  und so zur Völkerverständigung beizutragen. (Ein Text über die Cité internationale wird im Dezember in den diesen Blog eingestellt)  Dort gibt es auch das deutsche Haus, das Maison Heinrich Heine, das viele außerordentliche politische und kulturelle Veranstaltungen anbietet.  Wir sind  dort oft zu Gast sind und viele Bekanntschaften und Freundschaften unserer Pariser Jahre haben dort ihren Anfang.  

Und dann gibt es die Mauer für den Frieden, le mur pour la paix, oft auch le mur de la paix  genannt,  eine Installation vor der École Militaire auf dem Marsfeld.-  ein einzigartiges dem Frieden gewidmetes Monument an einem einzigartigen Ort. Diese Mauer für den Frieden ist  Gegenstand dieses Blog-Beitrags.

An dessen Schluss  wird der Bericht über ein Atelier mit Schülerinnen und Schülern des Romain-Rolland-Gymnasiums in Dresden stehen, die sich  in eindrucksvoller handlungsorientierter Weise mit diesem Friedensmonument  beschäftigt haben. 

Welch einen  besseren Ort könnte es geben für ein Friedensdenkmal als das Marsfeld- benannt nach dem  römischen  Kriegsgott- da also, wo früher die in der Kriegsakademie ausgebildeten Soldaten  exercierten, und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Denkmal des Marschalls Joffre, neben Foch und Pétain einer der großen Marschälle des 1. Weltkriegs.

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Er  ausgerechnet war es, der den Angriff bis zum äußersten, die „offensive à outrance“ als militärische Doktrin propagierte. Ihr fielen zu Beginn des 1. Weltkriegs hunderttausende französischer Soldaten zum Opfer, am 22. August 1914, einem einzigen Tag, allein 27.000! Es war „le jour le plus meurtrier de l’histoire de France“ (Michel Steg).  Joffre hatte damals den Angriff angeordnet:   ‚il faut passer, quel que soit le prix‘. 

2015 setzte Joffre die mörderische Strategie unbedingten Angriffe fort, um einen Durchbruch durch die feindlichen Linien, also ein Ende des Stellungskrieges,  zu erzwingen, die sogenannte „rupture“. Aber eine ganze Serie von Angriffen in diesem Jahr blieb spätestens an der zweiten deutschen Verteidigungslinie stecken, die Geländegewinne waren minimal. Bei der  großen September-Offensive in der Champagne wurden gerade einmal 4 Kilometer Geländegewinn erreicht.  Insgesamt ließen bei diesen Kämpfen zwischen 310 und 350 000 französische Soldaten ihr Leben- wesentlich mehr als auf der Gegenseite. Ein französischer Offizier schrieb am 15. März 2015 an seine Frau:

„ Dieu sait si je suis soldat dans l’âme et si j’ai le culte de la discipline! Mais il est des choses qui sautent aux yeux et qui sont criminelles dans leur but et dans leur résultat! Et cette façon de faire la guerre (…) est l’une de ces choses. Elle fait sacrifier  sans résultat des millier de vies humaines.“

Um die von ihm befohlenen Attaken zu rechtfertigen, hatte Joffre eine Formel parat, die aufgrund der vielen und sinnlosen Opfer traurige Berühmtheit erlange: „Je les grignote!“

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Auf dem hohen Podest, auf dem die Reiterstatue Joffres steht, ist ein Tagesbefehl von ihm in Stein gehauen mit dem  „coute que coute“: Ausdruck der Geringschätzung des Lebens seiner Soldaten, des „Menschenmaterials“.

Daneben steht also  die  Mauer für den  Frieden. Die Bezeichnung mur pour la paix ist eigentlich unzutreffend, vielleicht  ironisch gemeint. Denn um eine trennende, undurchdringliche Mauer handelt es sich ganz und gar nicht. Man kann (bzw. konnte bis Herbst letzten  Jahres) durch die „Mauer“ hindurchgehen, wurde geradezu dazu angeregt. Wenn auch die Ausmaße mit 16 Metern Länge, 13 Metern Breite und 9 Metern Höhe durchaus beeindruckend sind und insgesamt 52 Tonnen Stahl, Holz und Glas für den Bau verwendet wurden, ist es eine eher leichte, elegante Konstruktion. In das Glas ist in 32 Sprachen und den entsprechenden, von Clara Halter entworfenen Schriftzeichen das Wort Frieden eingraviert.

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Die Installation verwehrt durch ihre Konzeption weder den Blick noch den Durchgang. Vielmehr eröffnet sie sogar  – in guter Pariser Tradition- ganz besondere, attraktive und beziehungsreiche Perspektiven…

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… bei Tag und auch bei Nacht…

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Allerdings sind derzeit ein Betreten der Anlage und also auch das Hindurchgehen  nicht möglich. Die Mauer für den Frieden sei, wie die Mairie de Paris plakatiert hat, unstabil und gefährlich. In der Erwartung, dass sie wieder normgerecht instandgesetzt werde, könne der Bereich nicht unterhalten werden. Also –mit der Bitte um Verständnis- Betreten verboten! Eine  Aufforderung, der durch einen entsprechenden Zaun Nachdruck verliehen wird.

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In gewisser Weise handelt es sich jetzt doch um eine Mauer, dafür aber, wie eine auch nur oberflächliche Internetrecherche ergibt,  nicht (mehr) um eine Mauer des Friedens: In den Medien ist von einer „mur de la discorde“ die Rede [1a],  von einer mur de la polémique,  von der „affaire de la mur de la paix“  oder gar dem „Mauerkrieg“.[2]

Da wird man neugierig: Was hat es mit dieser Mur pour la paix auf sich? Wann wurde sie von wem errichtet? Warum an dieser Stelle? Warum löst ein solches Bauwerk  solche extremen Emotionen aus und mobilisiert entschiedensten Widerstand? Und was ist die Zukunft dieser mur pour la paix?

Am besten der Reihe nach:

Die „Mauer für den Frieden“  wurde im Jahr 2000 anlässlich der Jahrtausendwende auf Anregung des französischen Kultusministeriums errichtet.[3]  Entworfen hat sie die französische Bildhauerin und Schriftstellerin Clara Halter. Sie hat sich dabei von der Klagemauer in Jerusalem inspirieren lassen:  „Les visiteurs peuvent déposer sur place leurs messages de paix dans les interstices du Mur prévus à cet effet“.[4] Die technische Gestaltung und Umsetzung übernahm Jean-Michel Wilmotte, einer der prominentesten und international gefragtesten Architekten Frankreichs. In Paris wird –unter anderem- gerade die von ihm entworfene neue russische Kathedrale am Pont de l’Alma gebaut. Der Figaro feierte ihn kürzlich als den Architekten, „qui redessine Paris“.[5] Wenn ich mit Freunden oder Parisien-d‘un-Jour-Gästen durch den Faubourg Saint Antoine gehe, versäume ich es nie, auf das Büro Wilmottes hinzuweisen, das –eher bescheiden- mitten im Viertel liegt und nicht etwa im noblen 16. Arrondissement oder im Büroviertel La Défense. Jedenfalls finde ich das sehr sympathisch- und dass ein so prominenter Architekt an diesem Projekt beteiligt ist, verleiht ihm natürlich zusätzliche Bedeutung. Clara Halter und Jean-Michel Wilmotte haben danach auch noch mehrere weitere Monuments pour la  Paix entworfen:

La Tour de la Paix in St. Petersburg, die Portes de  la Paix in Hiroshima zum 60. Jahrestag des Abwurfs der Atombombe und die Tentes de la Paix in Jerusalem.

Nimmt man all das zusammen: die Anregung durch das Kultusministerium, die Prominenz von Clara Halter und Jean- Michel Wilmotte,  die  Originalität des Bauwerks und seine Ausdruckskraft gerade auf dem Champ de Mars, dazu auch noch den besonderen Anlass seiner Errichtung am Beginn des neuen Jahrtausends, dann erscheint es folgerichtig, dass die offizielle Einweihung durch den damaligen Präsidenten Jacques Chirac erfolgte. Ich gebe seine Rede im Wortlaut wieder, weil sie die Bedeutung der mur pour la  paix unterstreicht und –vor dem Hintergrund der Situation des Jahres 2000- grundsätzliche Überlegungen zum Verhältnis von Krieg und Frieden enthält.

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Präsident Chirac und Clara Halter bei der Eröffnung der mur pour la  paix[6]

 

Allocution de M. Jacques CHIRAC, Président de la République, prononcée lors de l’inauguration du „Mur pour la paix-2000“[7].

Champ-de-Mars, Paris, le jeudi 30 mars 2000

Monsieur le Ministre de la Défense,

Monsieur le Maire de Paris,

Chère Clara HALTER,

Vous qui avez prononcé votre discours avec toute la fantaisie qu’un artiste de grand talent, comme vous, peut mettre dans les choses,

Mesdames, Messieurs,

C’est un heureux signe des temps. Le Champ de Mars, dédié jadis à la guerre, à ses héros et à ses chefs, cette grande perspective ouverte par notre Ecole militaire et la statue du maréchal Joffre, accueille aujourd’hui le “ Mur pour la paix „.

Je voudrais saluer ses créateurs, et d’abord Clara Halter, qui a mis tout son talent et toute la force de ses convictions humanistes au service de ce beau projet. Beau parce qu’il exalte l’esprit de paix qui doit habiter chacun d’entre nous. Beau parce que cet élan généreux s’exprime en un geste épuré, lumineux, d’une extrême élégance, où l’on reconnaît aussi, bien sûr, l’empreinte de notre ami Jean-Michel Wilmotte, qui en a été le brillant architecte.

Vous avez voulu que ce mur témoigne du désir universel de paix et réunisse les hommes, en lieux et places de tous les murs qui les ont si souvent séparés dans l’histoire. Vous avez fait oeuvre de passeurs.

Passeurs entre les pays et entre les êtres. Il n’est pas indifférent que cette oeuvre d’art s’élève dans ce site exceptionnel, emblématique de Paris. Paris qui, depuis si longtemps, est une ville de débats, de dialogues et d’échanges. Paris qui accueille le siège de l’UNESCO, institution-phare dans le combat pour la démocratie, la tolérance et le respect des cultures. Paris où se croisent chaque année des millions de visiteurs. Paris, ville-rencontre.

Passeurs, vous l’êtes aussi entre les traditions et les civilisations, avec ce Mur qui donne la parole à toutes les langues, et qui s’inspire du Mur des Lamentations de Jérusalem, ville sacrée pour les trois religions du Livre, et dont le nom même est promesse de paix. Le Mur des Lamentations qui recueille les souhaits les plus ardents de ceux qui viennent y prier. Et d’abord le souhait de voir la culture de paix s’enraciner dans ce Proche-Orient si durement éprouvé par des siècles d’incompréhension et de haine.

Passeurs, vous l’êtes enfin entre hier et aujourd’hui, le passé et le présent.

Le passé, marqué par le risque de guerre, la guerre qui a si souvent écrit l’histoire, dessiné les frontières, décidé du destin des peuples. Le passé, qui a vu s’affronter nos vieilles nations européennes dans des conflits meurtriers dont chaque village de France, chaque monument aux morts, porte encore l’émouvante cicatrice.

Le présent, marqué par le refus de la violence et le désir de paix, après tant d’affrontements. La volonté, aussi, de toujours mieux respecter la dignité et la liberté humaines, valeurs dont le parvis des Droits de l’homme rappelle, en face de nous sur la colline de Chaillot, l’exigence absolue.


     Si cette oeuvre est symboliquement importante, c’est parce que beaucoup reste à faire sur le

     chemin de la paix, sur le chemin de la tolérance.

Bien sûr, la construction européenne a rendu la guerre impensable entre des nations qui, au long des siècles, n’avaient cessé de se déchirer.

Bien sûr, nous avons vu émerger peu à peu une conscience universelle, sous l’égide des Nations Unies.

Bien sûr, il y a onze ans, la chute du Mur de la honte éloignait les menaces de la guerre froide et ouvrait grandes les portes de l’espérance.

Il n’empêche qu’aujourd’hui, alors que tant de régions du monde continuent de s’abîmer dans des rivalités territoriales, ethniques ou religieuses ; alors qu’à l’est de l’Europe, un demi-siècle après la Shoah, l’on a vu resurgir les démons de la pureté raciale, avec leur cortège d’atrocités, nous avons parfois le sentiment que l’histoire recule ou balbutie.

En dépit de ces piétinements ou de ces retours en arrière, j’ai la conviction que, si nous le voulons vraiment, le XXIe siècle verra progresser la paix et l’exigence éthique.

Parce que les peuples, de mieux en mieux informés, de plus en plus conscients, rejettent la violence, sous toutes ses formes. La violence entre les nations. Celle qu’exercent les dirigeants d’un pays à l’encontre des citoyens ou d’une minorité. La violence infligée par quelques-uns au nom d’une vision fanatique ou totalitaire de la société.

Parce que de plus en plus, l’opinion publique exige que la Communauté internationale réagisse quand les Droits de l’homme sont bafoués.

Parce que dans cet esprit, la Communauté des nations s’est donnée les moyens pour rétablir la paix et pour faire passer la justice.

C’est l’effort inlassable de nos démocraties, et l’implication personnelle de leurs dirigeants pour trouver, grâce à une diplomatie agissante, des solutions pacifiques aux conflits.

C’est l’action de la Cour internationale de justice, qui dit le droit et rend des arbitrages.

C’est, lorsque la diplomatie et la médiation ont échoué et que se produit l’inacceptable, le recours à la force, sous l’égide des Nations Unies, comme cela s’est passé en Bosnie ou au Kosovo.

Ce sont les tribunaux qui sanctionnent les atteintes à l’éthique. Au sortir de la guerre, ceux de Nuremberg et de Tokyo ont, pour la première fois, condamné les fauteurs de guerre et les criminels contre l’humanité.

Aujourd’hui, qu’il s’agisse du Tribunal pour l’ex-Yougoslavie, de celui qui doit juger les responsables du génocide au Rwanda, ou de la prochaine Cour pénale internationale, l’ambition est la même : faire en sorte que le crime contre l’humanité ne reste jamais impuni.

Mais, au-delà de ces instruments nouveaux, au-delà de ces politiques au service d’une certaine idée de l’homme et qui fondent notre espérance, nous savons bien que la paix se gagne d’abord dans les coeurs. Contre les préjugés hérités du passé. Contre l’ignorance, terreau privilégié de l’intolérance et de la haine. Avec la mémoire des souffrances que l’homme peut infliger à l’homme. Avec la conviction que la paix est le bien le plus précieux, la condition même du bonheur des peuples.

Ce sont ces messages essentiels, je crois, que porte le Mur pour la paix. La paix, aspiration universelle. C’est bien le sens, Chère Clara Halter, d’une oeuvre qui décline le mot paix dans toutes les langues, toutes les écritures. Qui invite chacun à témoigner. Chaque visiteur mais également tous ceux, toutes celles qui, des quatre coins du monde, et grâce à Internet, pourront lui confier leurs espoirs.

Remercions chaleureusement ses auteurs qui ont su traduire et inscrire dans le paysage parisien le rêve de paix de l’humanité tout entière. Je vous remercie.

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Bei so viel Lob und präsidialer Anerkennung ist es auch nur folgerichtig, dass die noble garde républicaine in ihrer Selbstdarstellung auf der Kasernenmauer des Boulevard Henri IV in Paris sich mit einer besonders kunstvollen Formation vor der Mauer für den  Frieden und dem Eiffelturm präsentiert.

 

Warum so viel Streit um die Mauer für den Frieden?

Liest man diese Eloge Chiracs auf die Mauer für den Frieden und ihre  Schöpfer, dann kann man sich nur wundern, warum seit Jahren ein erbitterter Streit um dieses Bauwerk tobt. Der Figaro sprach  sogar 2011 von einem „guerre des tranchés“ – eine noch schärfere Formulierung ist in dem Land des Verdun-Gemetzels kaum denkbar.[8]

Die Auseinandersetzung bezieht sich auf drei wesentliche Bereiche:

  • die ursprüngliche zeitliche Befristung des Bauwerks
  • sein Ort und seine Qualität
  • seine aktuelle Baufälligkeit
  • und insgesamt seine unzureichende juristische Grundlage

Ursprünglich war die Mauer für den Frieden als eine zeitlich befristete Installation, ein  monument éphémère,  mit einer Genehmigung für 4 Monate geplant[9]– manchmal werden auch 6 Monate, manchmal  nur 3 Monate als zeitiche Befristung genannt. Appelé à un droit de séjour de trois mois seulement, ce mur a bénéficié depuis 11 ans de reconductions successives, de trois ans en trois ans, par les autorités publiques.  Wie bei dem Eiffelturm  bei seinen Anfängen  handele es sich um ein provisoire durable,  wie Marek Halter feststellt, der Mann Clara Halters, der sich besonders für die Erhaltung der Friedensmauer einsetzt und der in den teilweise mit härtesten Bandagen geführten juristischen Auseinandersetzungen an vorderster Front steht. [10]

Während die Befürworter der Friedensmauer also auf das anfängliche Provisorium Eiffelturm verweisen, das heute ganz unverzichtbar zum Stadtbild von Paris gehört, pochen  die Gegner auf die Verbindlichkeit des Rechts und die Lage auf einem „site classé“ zwischen École militaire und Eiffelturm, wo für eine solche Installation kein Platz  sei.  So argumentiert auch die auf der Seite der Gegner besonders engagierte Bürgermeisterin des betroffenen 7. Arrondissements, Rachida Dati (LR), immerhin eine  ehemalige Justizministerin. «Cette construction provoque l’exaspération des habitants (…) car elle obstrue la perspective classée de l’École militaire à la tour Eiffel, en violation de la loi».[11] Das hatte der damalige – und ebenfalls konservative- Präsident Chirac in seiner Eröffnungsrede im Jahr 2000 ganz anders gesehen, als er  gerade den Standort auf dem Champ de Mars und die Nachbarschaft zur École militaire und zum Platz des Marschalls  Joffre als besonders sinnfällig bezeichnet hatte. Dies gilt für den 2011 von Frédéric Mitterand vorgeschlagenen alternativen Standort in La Vilette[12] sicherlich nicht.

Tatsache ist jedenfalls, dass die Friedensmauer auf einem höchst wackeligen juristischen Fundament steht: Als sie gebaut wurde, hatte sich, wie ein Verantwortlicher der Pariser Stadtverwaltung feststellt, niemand große Gedanken darüber gemacht. Es habe  allgemeine Übereinstimmung geherrscht, dass es eine gute Idee sei, die Friedensmauer auf dem Champ de Mars zu installieren. „Cela montre bien qu’il y avait une adhésion forte et à la démarche du Mur pour la paix et à la qualité de l’œuvre.“ Diesen Konsens gibt es inzwischen nicht mehr,  und da rächt sich das juristische Vakuum und nährt die  Polemik. [13]

Inzwischen hat Rachida Dati in ihrem erbitterten Kampf gegen die Mauer für den Frieden noch nachgelegt. Sie spricht ihr jede Bedeutung und Qualität ab:  „Cette structure n’est pas un monument et n’a pas qualité d’œuvre“. Außerdem sei es allein schon aus Sicherheitsgründen geboten, jetzt endlich diese „structure illegale“ zu beseitigen. Zumal wegen der Fußballeuropameisterschaft in Paris im Sommer 2016, während der das Marsfeld als Fanzone diene und dort die Spiele auf Riesenleinwänden übertragen würden.[14] Aber die mairie von Paris als die Besitzerin des Geländes und die damit zuständige Institution hat der Aufforderung nach Entfernung der mur pour la paix nicht stattgegeben.

Die Auseinandersetzung um diese Installation erhält noch eine zusätzliche Dimension durch den Vandalismus, dem sie von Anfang an ausgesetzt war:  Sie war regulièrement… victime d’attaques racistes et antisémites.[15] 2014 wurden beispielsweise Scheiben der Installation mit dem  Slogan „Vive la Shoananas“ beschmiert (Bild aus Metronews).

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Das ist der Titel eines antisemitischen Liedes, das der vielfach wegen Antisemitismus und Apologie des Terrorismus verurteilte selbsternannte „Humorist“ Dieudonné M’bala M‘bala regelmäßig ans Ende seiner Vorstellungen platziert und das dann von seinen Anhängern mitgesungen bzw. wohl eher mitgegröhlt wurde.[16] Der damalige Pariser Bürgermeister Delanoë verurteilte diesen Vandalismus: „Ce détournement d’un monument symbolisant la paix et la concorde pour exprimer un message insultant à forte connotation antisémite est à la fois minable et scandaleux“, erklärte er und sah einen Angriff auf die demokratischen Werte, für die Paris stehe.[17]

Die Zukunft der mur pour la paix

Die Stadt Paris, die als Eigentümerin des Grundstücks, auf dem die Mauer für den Frieden steht, für sie und ihre Zukunft allein verantwortlich  ist, [18] hat sich allerdings nie für ihre Unterhaltung zuständig erachtet und engagiert.  Als Verantwortlichen für die Renovierung, die die Sicherheit der Besucher garantiert und die Aufhebung der Absperrungen ermöglicht,  sieht sie die Vereinigung «le Mur pour la Paix-2000», in der das Ehepaar Halter eine wichtige Rolle spielt.

Bei bisherigen Renovierungen, die es natürlich in den 15 Jahren des „Provisoriums“ auch schon mehrfach gab, waren es wohl – wie auch bei seinem Bau- vor allem große Unternehmen gewesen, die die Finanzierung sicher gestellt haben. Diesmal hat Marek Halter  über die Internet-Plattform Ulule zu einer Spendensammlung aufgerufen. Die Wahl dieser Plattform sollte eine  breit gestreute Beteiligung und damit auch eine gesellschaftlich verankerte Identifikation mit der mur pour la paix  ermöglichen. Ziel war, das Bauwerk bis zur Fußball-Europameisterschaft renovieren zu können. Da würden nämlich besonders viele ausländische Besucher und Fans zu dem zur Fanmeile umfunktionierten  Champ de Mars kommen.  « L’image d’un Mur pour la Paix en piteux état serait désastreuse pour la France et la ville de Paris. On ne peut  pas laisser une ruine au milieu de la ville » s’insurge l’intellectuel.[19]

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https://fr.ulule.com/sauvonslemurpourlapaix/

Hier der Wortlaut des Spendenaufrufs vom Februar 2016, nach den Terroranschlägen von Paris, auf den er sich auch bezieht:  

Nous lançons aujourd’hui un appel pressant aux Internautes du monde entier, pour nous aider à sauvegarder ce monument sur lequel l’artiste Clara Halter a inscrit le mot „PAIX“ dans toutes les langues.

Sommes-nous en guerre ?

Des milliers de monuments en hommage aux victimes

des conflits qui ravagent l’humanité

sont disséminés à travers le monde.

L’artiste Clara Halter et l’architecte Jean-Michel Wilmotte

ont répondu, eux, par la création de monuments dédiés à la paix : 

Hiroshima, Saint-Pétersbourg, Paris… (www.murpourlapaix.org)

Or, au moment où tous les monuments du monde, par solidarité,

affichent les couleurs de la France,

le seul monument qui s’oppose à la violence,

le Mur pour la Paix sur le Champ de Mars à Paris,

risque de disparaître.

Vous qui lirez cette page, aidez-nous! [20]

 

Offenbar sollten insgesamt 45.000 Euro an Spenden zusammenkommen, Ende Juni waren  aber schon 103% erreicht und die Kampagne wurde gestoppt.  Ich hätte auch gerne meinen Obolus dazugegeben, aber dazu gab es keine Möglichkeit mehr.  Zur Fußball-Europameisterschaft im Juni konnte die Friedensmauer zwar nicht mehr erneuert werden, aber man kann nun hoffen, dass die mur pour la paix bald wieder in frischem Glanz  erstrahlt und transparent und zugänglich sein wird. Das spannungsreiche und historisch gesättigte Ensemble von Marsfeld, auf dem am 14. Juli 1790 das Föderiertenfest gefeiert wurde, von École Militaire, Joffre-Standbild, Eiffelturm von 1889 und Menschenrechtsdenkmal von 1989 wäre durch dieses attraktive und symbolisch bedeutsame Kunstwerk dauerhaft und wunderbar ergänzt und bereichert.

Im Moment allerdings bietet die Mauer für den Frieden ein ganz trauriges Bild.

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Das die Mauer umgebende Gelände ist völlig verwildert, ein Teil der Glasplatten abmontiert,  es gibt keinerlei Information darüber, was nun passiert, wie es weitergeht – noch nicht einmal  mehr die Hinweistafeln der Stadt Paris …  Seit neuestem (März 2017) allerdings ein Warnschild, dass gerade eine Rattenbekämpfungsaktion im Gange ist…

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Als Passant kann man  nur ratlos, irritiert und traurig sein… und hoffen, dass ihr das Schicksal ihres Sankt Petersburger Pendants, der Friedenssäule (la tour pour la paix) erspart bleibt.

Dieses Monument -ein Gegenentwurf zu den üblichen Triumph- und Siegessäulen- war 2003 von Frankreich der Stadt Sankt Petersburg zum 300-jährigen Jubiläum der Stadt geschenkt worden. 2010 wurde der Turm allerdings wegen Baufälligkeit abgerissen – endlich! – wie es in einem Petersburg-Blog heißt. Der Turm sei ein Fremdkkörper in der Stadt gewesen und habe einfach nicht zu  ihren Traditionen gepasst…. (21)  Vertraute Argumente für Pariser Beobachter…

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Unumstritten scheinen immerhin die ebenfalls von Clara Halter und Wilmotte entworfenen Portes de la Paix zu sein, die zum 60. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima im Friedenspark der Stadt errichtet wurden.(22)

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Es sind neun Tore, die den 9 Höllenkreisen von Dantes göttlicher Komödie entsprechen – und ein zehntes Tor symbolisiert die Hölle von Hiroshima.

Ein Schülerprojekt zur „Mauer für den Frieden“

Im November 2016 fand in Dresden ein von unserem Freund Kristian Raum organisierter deutsch-französischer Kongress des Carolus-Magnus-Kreises statt. Thema waren „Friedenspädagogik und Französisch-Unterricht 100 Jahre nach Verdun.“

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 Im Rahmen dieses Kongresses nahm ich auch an einem Schülerprojekt zur „Mauer für den Frieden“ teil, das Steffi Wolf und Kerstin Plötner, zwei Kolleginnen des Romain-Rolland-Gymnasiums in Dresden für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 vorbereitet hatten.

Nach einer kurzen Vorstellung der „Mauer für den Frieden“  erhielten die Schüler folgenden Auftrag:

Qu’est ce que vous voyez, entendez et sentez en pensant au mot ‚la paix‘?

Quel lieu associez-vous à la paix?

Notez vos idées sur une carte (mot-clés)“

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Auffällig war, wie oft als Schlagwort „liberté“ genannt wurde, aber daneben wurden auch viele andere Begriffe und Orte assoziiert wie silence, nature, ma maison, forêt…

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Danach arbeiteten die Schüler/inn sehr konzentriert und motiviert in Kleingruppen zu den hier vorgestellten Aufträgen. Die Ergebnisse wurden am Ende der Doppelstunde an einer vor der Aula aufgstellten „Mauer für den Frieden“ zusammengetragen.

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Drei Beispiele:

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Und wie die Mauer für den Frieden in Paris,  so hat auch diese „Mauer“ im Romain- Rolland-Gymnasium von Dresden Aufforderungscharakter: Auch andere Angehörige der Schulgemeinde sind eingeladen, Beiträge zum Thema Frieden dort zu befestigen: Ein schönes handlungsorientiertes und mit vertretbarem Aufwand durchzuführendes Projekt – und ein Projekt ganz sicher auch im Sinne der Schöpfer der Friedensmonumente in Paris, Petersburg und Hiroshima und des Namensgebers der Schule, denen es ja gemeinsam darum ging, „Brücken menschlichen Verstehens“ im Zeichen des Friedens zu bauen…

 

Ein Interview zum Projekt

Im Februar hat mich eine Schülerin vom Romain-Rolland-Gymnasium in Dresden, die an dem Projekt zur Mauer für den Frieden  teilgenommen hatte, gebeten, einige Fragen zu beantworten. Hier der Wortlaut des Interviews:

 INTERVIEW MIT DR. WOLF JÖCKEL

Sehr geehrter Herr Jöckel,

am 11. November 2016 fand an unserer Schule ein Projekt für die 11. und 12. Klassen statt, in dessen Rahmen wir von Ihnen einen eindrucksvollen Vortrag zur „Mur pour la Paix“ in Paris und weiteren Friedensmonumenten hörten und uns danach in Gruppenarbeit mit dem Thema Frieden befassten.

Vielen Dank, dass Sie sich Zeit nehmen und einige Fragen dazu  beantworten.

 

  • Wie empfanden Sie den Umgang der Schüler mit dem Thema Frieden?

Die Arbeit der Schüler/innen an  diesem Projekt hat mich sehr beeindruckt. Ich lebe nun schon seit einigen Jahren in Frankreich und weiß, wie schwer es an den Schulen dort ist, offenere  Formen von Unterricht zu organisieren. Das Atelier am Romain-Rolland-Gymnasium hat gezeigt, wie intensiv und produktiv das Arbeiten in Projekten sein kann. Frau Plötner und Frau Wolf hatten das hervorragend vorbereitet, und dann haben die Schüler/innen selbstständig und motiviert gearbeitet. Da habe ich mir gewünscht, einige Kolleg/innen aus Paris hätten das miterleben können.

Sicherlich waren die beteiligten Schüler/innen auch und gerade deshalb so motiviert, weil es um das Thema „Frieden“ ging.  Die Schüler/innen waren ja am Anfang aufgefordert, stichwortartig aufzuschreiben, was Frieden für sie bedeutet. Die Antworten darauf waren sehr vielfältig: Oft wurde „Freiheit“ genannt, aber auch „Ruhe“, „mein  Haus“, „die Natur“, der „Wald“, der „kulturelle Austausch“, natürlich auch die „Abwesenheit von Krieg“ u.v.m.: ein Hinweis auf die vielen Dimensionen des Friedensbegriffs und auf die Vielfältigkeit dessen, was Frieden für jede/n einzelne/n bedeuten kann.

 

  • Als wie wichtig erachten Sie solche Projekte, welche den Frieden und Friedensmonumente in unserer heutigen Welt thematisieren und Schüler damit in Kontakt bringen?

Nach den großen Umbrüchen 1989/1990, dem Ende des Kalten Kriegs, dem Fall der Mauer und der Überwindung der Spaltung Europas in zwei sich feindlich gegenüberstehe Lager schien ja endlich eine Zeit des Friedens angebrochen zu sein. Das hat sich als Illusion erwiesen.  Als Präsident Chirac im Mai 2000 die Friedensmauer in Paris einweihte, war  seine Rede von vorsichtigem Optimismus geprägt. Heute könnte ein verantwortungsvoller Politiker eine solche Rede kaum noch halten, wollte er nicht als  weltfremder Träumer erscheinen. Wie könnte und müsste  aber heute eine Rede zum Stand des Friedens in der Welt aussehen? Und wo könnte oder sollte sie gehalten werden? Vielleicht bei der Einweihung eines neuen Friedensdenkmals? Wo sollte es stehen? Wie könnte es aussehen? Da sind Träume durchaus erlaubt und erwünscht.

Selbst in Europa, dessen Gründung nach zwei selbstmörderischen Kriegen  einem „nie wieder!“ zu verdanken war und in dem der Friede zur Selbstverständlichkeit geworden zu sein schien, ist Krieg –in verschiedenen Ausprägungen-  als Realität oder Möglichkeit wieder präsent. Dabei ist das vereinte Europa ein außerordentliches  Friedensmonument, und wir können nur hoffen und unseren Teil dazu beitragen, dass es nicht zur Ruine verkommt wie die Friedensmauer in Paris.  Und wenn wir uns auch ohnmächtig fühlen und es weitgehend ja auch wirklich sind:  Die Konsequenz sollte nicht Resignation sein, sondern vielmehr die Frage an sich selbst, was man tun kann, um dort, wo man lebt, einen noch so kleinen Beitrag für den Frieden zu leisten. Dazu können solche Projekte wie das im Romain-Rolland-Gymnasium ermutigen.

 

  • In Ihrem Vortrag sprachen Sie außer der „Mur pour la Paix“ noch  weltweit weitere Monumente des Friedens an. Wie schätzen Sie den gesellschaftlichen Bedarf am Aufbau weiterer Mahnmale für den Frieden ein?

Mahnmale für den Frieden kann es eigentlich gar nicht genug geben, aber leider gibt es viel zu wenige davon. In Paris zum Beispiel wimmelt es nur so von Denkmälern, die an Kriege und Siege erinnern, viele Straßen und Monumente tragen die Namen von Feldherren und erinnern an siegreiche Schlachten. Die wunderbare  „Mauer für den Frieden“ auf dem Champ- de- Mars dagegen ist einzigartig, allerdings  immer noch umstritten und immer noch eine abgesperrrte Ruine….  Und dabei ist sie –wie die Friedensmauer aus Kartons, die Frau Plötner und Frau Wolf vor der Aula aufgebaut hatten-  ein Anlass zum Nachdenken über Frieden und zum gegenseitigen Austausch. Zu der benachbarten Reiterstatue des Marschalls Joffre, der im Ersten Weltkrieg sein „Menschenmaterial“ rücksichtlos einsetzte und verbrauchte,  soll man dagegen bewundernd aufschauen. Aber gerade solche zum Denken und Handeln  aktivierenden  Denkmäler wie die Friedensmauer sind wichtig. Ich bin deshalb auch froh, dass es am Berliner Schloss ein begehbares und bewegliches Denkmal für die friedliche Revolution von 1989 geben wird.

 

Vielen Dank für Ihre Antworten.

Außerdem danke ich Frau Plötner und Frau Wolf, die dieses Projekt organisierten.

Helene Krämer

 

Anmerkungen:

(1) Jean-Jacques becker und Serge berstein, Victoire et frustrations. 1914-1929. Nouvelle histoire de la France contemporaine. Éditions du Seuil, Paris 1990, S. 47f

[1a] http://www.franceculture.fr/architecture/le-mur-de-la-discorde   Entsprechend: Le monde diplomatique,  April 2012

[2] http://www.leparisien.fr/espace-premium/paris-75/dati-gagne-une-manche-dans-la-guerre-du-mur-de-la-paix-08-05-2014-3823805.php#xtref=https%3A%2F%2Fwww.google.fr%2F

http://www.exponaute.com/magazine/2016/03/07/paris-il-faut-sauver-le-mur-pour-la-paix/

[3] http://www.aufeminin.com/portraits-de-femmes/clara-halter-d48116.html

[4] http://www.murpourlapaix.org/site/mur.html

[5] Le Figaro, 18.2.2016. Siehe auch:  http://plus.lefigaro.fr/tag/jean-michel-wilmotte

http://www.wilmotte.com/en/projects/programs In der umfangreichen Präsentation seiner Arbeiten auf der Homepage hat Wilmotte die mur de la paix allerdings nicht aufgenommen- vermutlich deshalb, weil die künstlerische Gestaltung ein Werk Clara Halters ist und Wilmotte hier wohl eher nur für die technische Ausführung verantwortlich war.

[6] https://fr.ulule.com/sauvonslemurpourlapaix/

[7] http://www.jacqueschirac-asso.fr/archives-elysee.fr/elysee/elysee.fr/francais/interventions/discours_et_declarations/2000/mars/allocution_du_president_de_la_republique_lors_de_l_inauguration_du_mur_pour_la_paix-2000.2394.html

[8] http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2011/10/18/01016-20111018ARTFIG00760–paris-le-mur-pour-la-paix-continue-de-diviser.php

http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2011/05/16/01016-20110516ARTFIG00753-mur-pour-la-paix-la-guerre-entre-halter-et-dati.php

[9] siehe Brief des damaligen Kultusministers Frédéric Mitterand an die Bürgermeisterin des 7. Arrondissements, Rachida Dati, vom 9. November 2009  http://www.mairie07.paris.fr/mairie07/jsp/site/Portal.jsp?page_id=381

[10] http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2011/05/16/01016-20110516ARTFIG00753-mur-pour-la-paix-la-guerre-entre-halter-et-dati.php

[11] http://www.mairie07.paris.fr/mairie07/jsp/site/Portal.jsp?page_id=381 Dort gibt es eine ausführliche Zusammenstellung von Initiativen/Anfragen der Bürgermeisterin des 7. Arrondissements bezüglich der mur pour la paix seit dem Jahr 2009

2012 hat das Comité d’Aménagement ein Buch über die mur pour la paix herausgegeben, in dem die Kritik zusammengefasst ist. Auszüge daraus in:  http://www.comiteamenagement7eme.fr/publication-dun-nouveau-livre-le-mur-de-la-paix-et-letat-de-droit-499

http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2011/10/18/01016-20111018ARTFIG00760–paris-le-mur-pour-la-paix-continue-de-diviser.php

[12] http://www.comiteamenagement7eme.fr/publication-dun-nouveau-livre-le-mur-de-la-paix-et-letat-de-droit-499

[13] http://www.franceculture.fr/architecture/le-mur-de-la-discorde

[14] http://www.leparisien.fr/paris-75/paris-75007/a-paris-le-mur-de-la-paix-en-ruine-et-dangereux-cherche-des-mecenes-04-03-2016-5598831.php

[15] http://www.franceculture.fr/architecture/le-mur-de-la-discorde

http://www.leparisien.fr/paris-75/paris-75007/a-paris-le-mur-de-la-paix-en-ruine-et-dangereux-cherche-des-mecenes-04-03-2016-5598831.php

[16] http://theinglouriousbasterds.com/archives-antisemitisme-2-0/photos/shoananas/

http://www.francetvinfo.fr/societe/justice/dieudonne/

[17] http://www.metronews.fr/paris/des-tags-antisemites-sur-le-mur-pour-la-paix/mnaf!DOx5kaI22KNw/

[18] Brief von Frédéric Mitterand an Rachida Dati vom 9. November 2009

[19] http://www.la-croix.com/Culture/Marek-Halter-veut-sauver-le-Mur-pour-la-Paix-a-Paris-2016-04-05-1200751232

[20] https://fr.ulule.com/sauvonslemurpourlapaix/

http://www.leparisien.fr/paris-75/paris-75007/a-paris-le-mur-de-la-paix-en-ruine-et-dangereux-cherche-des-mecenes-04-03-2016-5598831.php

(21) http://www.lizotchka-russie.fr/article-bonne-nouvelle-pour-ceux-qui-aiment-saint-petersbourg-54734439.html

(22) http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fmurpourlapaix.org%2Fsite%2Fdiapo%2Fimage%25203.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fmurpourlapaix.org%2F&h=270&w=270&tbnid=v66iAWOe8ZqOqM%3A&vet=1&docid=CjJYYLv_YBOIvM&hl=de&ei=Q_UhWKyQCsK2Ubzkq5AM&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1386&page=0&start=0&ndsp=19&ved=0ahUKEwjsvaDFwpnQAhVCWxQKHTzyCsIQMwgmKAkwCQ&bih=662&biw=1366

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