Die Petite Ceinture (Teil 1): Kinder und Kohl statt Kohle und Kanonen

Es war vor ein paar Jahren, als wir die Petite Ceinture entdeckten.  Eines Tages rief eine französische  Freundin an: Sie hatte gelesen, ein Stück dieser ehemaligen, seit Jahren stillgelegten und sich selbst überlassenen Bahnlinie rund um Paris sei an einem Wochenende ausnahmsweise zugänglich und man könne dort außergewöhnliche  botanische Beobachtungen machen.  Als Gartenfreundin hatte das ihr Interesse geweckt. Und unseres natürlich auch. Also machten wir uns am bezeichneten Tag auf zur angegebenen Einstiegsstelle im quartier Bagnolet im  20. Arrondissement. Da gab es zwar ein Tor, aber das war geschlossen – und unsere Enttäuschung groß. Da wir nicht einfach aufgeben wollten, versuchten wir, eine  andere Zugangsmöglichkeit zu finden.

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Und dass es die geben musste, bestätigten die jungen Leute, die wir auf der Brücke der Petite Ceinture an der Place du Salamandre sahen, die allerdings schon einen längeren Spaziergang hinter sich hatten.  Mit einer Leiter wäre  es durchaus möglich gewesen, über eine Mauer zu den Gleisen heraufzukommen, aber ohne… Als wir etwas ratlos herumstanden und überlegten, wie wir weiter vorgehen  könnten, kam ein junges Paar vorbei, das uns fragte, ob sie uns helfen könnten. Sie dachten, wir würden eine bestimmte Adresse suchen. Als wir ihnen erzählten, worum es uns ging, hatten sie einen wunderbaren Einfall: Der junge Mann bot an,  eine „Räuberleiter“ zu machen. Für uns doch schon etwas ältere Semester ein unkonventioneller, aber wunderbarer Vorschlag. Also zuerst ich, dann –mit Hilfe von unten und oben- die beiden Damen…

Oben angekommen befand man sich in einer anderen Welt: alte Gleise auf verrotteten Bohlen, Gestrüpp rechts und links, aber auch ein offenbar noch bewohntes Häuschen am Rande.

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Und dabei gab es auch ein kleines unter dem Gestrüpp verstecktes Gärtchen, in dem Kohl angebaut wurde.

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… und Artischocken; aber vielleicht eher zum Anschauen als zum Essen….

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Dort kam ein junger Mann auf uns zu, der uns sehr energisch darauf hinwies, dass wir uns auf einem Privatgelände der Bahn befänden, dessen Betreten strafbar sei und dass Zuwiderhandlungen hoch bestraft werden könnten. (Über die mögliche Höhe der Strafen gab es wilde Gerüchte[1] ).  Er dagegen war, wie sich herausstellte, ein Biologe, dessen Interesse oder Auftrag es war, das Biotop, das sich hier allmählich entwickelt hatte, zu erforschen und zu kartografieren. Besser hätten wir es ja  nicht treffen können! Jedenfalls trennten  wir uns nach einer kleinen  Führung in bestem  Einvernehmen und von drohenden  Strafen war nicht mehr die Rede.

Rosen gab es allerdings nicht in dem Gärtchen, die gab –und gibt- es nur am Rand der Gleise – denn die Petite Ceinture ist nicht nur ein Biotop, sondern auch ein bevorzugter Ort für Freunde der Street-Art.

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Das die Gleise überspannende Gebäude, das wir auf unserem kleinen Spaziergang auf der Petite Ceinture sahen, ist übrigens die ehemalige Bahnstation Charonne.  (102, rue de Bagnolet)

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In den  1990-er Jahren wurde dort von ehemaligen Studenten der Pariser Kunsthochschule eine Musikkneipe eingerichtet, die nach dem Zug „La Flèche d’Or“  benannt war, der seit den 1920-er Jahren  Paris mit London verband.[2]

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Inzwischen ist auch diese Kneipe stillgelegt, aber die Mairie des 20. Arrondissements bemüht sich, das „bâtiment magique“ zu erhalten. Was daraus wird, scheint aber noch völlig unklar zu sein. Überlegt war wohl,  dort einen irischen Pub einzurichten.[3] Aber danach sieht es derzeit (Februar 2020) nicht aus. Einige junge Leute hatten 2019 zu Versammlungen in der Flèche d’Or aufgerufen, um über die Zukunft des Gebäudes nachzudenken. Ob da etwas/was da herausgekommen ist, weiß ich aber nicht. 

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Aufgenommen am 30.1.2020

Immerhin ist inzwischen  gleich nebenan in der rue Florian der Zugang zu dem Gärtchen mit dem Kohl und den Artischocken und damit  zur Petite Ceinture möglich.

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Und er wird auch gerne, vor allem von jungen Leuten, genutzt.

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Man kann auf oder an den alten Gleisen entlanglaufen und sich dabei etwas als Entdecker fühlen und seiner Phantasie freien Lauf lassen, was man alles – auch jenseits der Street-Art- aus dieser alten  Bahnstrecke und ihren Resten machen  könnte.

Hier zum Beispiel ein Blick auf die alte Bahnstation Avron.- zu schade, um sie weiter verfallen zu lassen.[4]

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 Dass die Petite Ceinture  endlich aus dem Dornröschenschlaf einer Verkehrsbrache erwacht, ist überfällig; und zwar gerade in einer dicht besiedelten Stadt wie Paris, in der ein eklatanter Mangel an Grünflächen und Naherholungsmöglichkeiten herrscht. Da bietet das zwar schmale, aber immerhin ganz Paris umspannende Gelände der ehemaligen Ringbahn ein interessantes Feld der Gestaltung, das sicherlich das Herz jedes Stadtplaners höher schlagen lässt.

Und immerhin ist die Erschließung des Ringbahngeländes auch eine späte und hoffentlich konsequente Fortsetzung eines  nach dem ersten Weltkrieg begonnenen Prozesses. Denn damals wurde der  längst obsolete Festungsgürtel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts beseitigt und zum Bau von Sport- und Parkanlagen, Sozialwohnungen und –last but not least- zur Errichtung der Cité Internationale Universitaire genutzt.[5]  Dieser Prozess könnte nun durch die neue Nutzung der Petite Ceinture abgeschlossen  werden. Ihr Bau  steht nämlich  in engem Zusammenhang mit dem Bau des nach Thiers benannten Festungsgürtels, zu dem  die Ringbahn weitgehend parallel verlief- ebenso wie die nach  napoleonischen Marschällen benannten und heute noch existierenden Boulevards des Maréchaux.  Die Ringbahn hatte ebenso wie diese Boulevards die strategische Funktion, die die Stadt umgebenden Festungen rasch mit Truppen und Material zu versorgen. Dies galt vor allem für den Fall einer Belagerung, wenn Paris von seinem Umland abgeschnitten wäre.[6]  Denn in einem solchen Fall war die logistische Situation der Stadt besonders prekär: Paris war das Zentrum des französischen Eisenbahnnetzes und es besaß eine ganze Reihe von Kopfbahnhöfen, von denen aus die Züge in alle Himmelsrichtungen abfuhren bzw. von wo aus sie dort ankamen.

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Diese Karte zeigt die Eisenbahnverbindungen rund um Paris im Jahr 1863.[7]

Die Pariser Endstationen dieser Linien gibt es  meist noch heute: die Bahnhöfe St. Lazare, du Nord, de l’Est, de Lyon, d’Austerlitz, Montparnasse, Invalides. Aber zwischen diesen und den weiteren heute nicht mehr existierenden Bahnhöfen wie Luxembourg, Bastille/Vincennes und d’Orsay gab es keine Verbindungen.  Eine schnelle Verschiebung von Truppen und Material innerhalb der Stadt war deshalb nicht möglich. Da konnte die Petite Ceinture Abhilfe schaffen.

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Hier eine Karte der vier Sektionen der Petite Ceinture, die zwischen 1854 und 1869 in Betrieb genommen wurden und auf denen auch der Verlauf des Thiers’schen Festungsgürtels zu erkennen ist. [8]

Im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 wurde die Petite Ceinture zum Transport von Truppen, insgesamt etwa 800 000 Mann, und Material genutzt, vor allem aus dem Süden Frankreichs nach Osten.  Und es sollten auch drei Armeekorps mit 50 000 Mann, 12 000 Pferden und 1300 Kanonen aus dem Elsass via Paris an die  Front in die Champagne  verschoben werden. Bevor sie allerdings dort ankamen, hatte Napoleon III. schon nach der Niederlage von Sedan  kapituliert.[9]  Die Petie Ceinture sollte aber auch ganz direkt für den Kampf genutzt werden, und zwar für den Einsatz gepanzerter,  von Lokomotiven gezogener Batterien bei der Verteidigung von Paris.

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Diese Batterien sahen sehr eindrucksvoll aus und hatten auch entsprechende Namen: „Dévastation“, „Foudroyante“, „Gloire“ und „Belliqueux“. Allerdings spielten sie keine Rolle in den Kämpfen, fielen dann allerdings in die Hände der Commune, die sie zum Teil bei den Kämpfen gegen die Versaillais nutzte.[10]

Dass die Petite Ceinture auch lange nach der Umnutzung des Festungsgürtels militärisch genutzt wurde, zeigt diese Erinnerungsplakette:

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Sie befindet sich auf der Brücke rue de Ménilmontant (20. Arrondissement), die die Petite Ceinture überquert und ehrt 5 Mitglieder der Résistance, die anlässlich der Befreiung von Paris im August 1944 Züge der Besatzungstruppen angegriffen hatten –auch „bataille de Ménilmontant“ genannt- und dabei getötet wurden.  An einer dieser Aktionen nahm übrigens auch Peter Menden,  ein deutscher Antifaschist,  teil: Er stoppte in einer unblutig verlaufenen Aktion im Tunnel in der Nähe des Bahnhofs Ménilmontant einen deutschen Munitionszug, die Besatzung wurde gefangen genommen, die Munition erbeutet.[11]

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Der Bahnhof Ménilmontant existiert heute nicht mehr. Erhalten ist aber noch die Treppe, die von der rue de Ménilmontant zu den Bahnsteigen herabführte und kürzlich wieder geöffnet wurde, um ein kleines Teilstück der Petite Ceinture für die Öffentlichkeit  zugänglich zu machen.

Und  eine Fußgängerbrücke mit einem entsprechenden Hinweisschild erinnert noch an den früheren Bahnhof.

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1948 machte Willy Ronis dort ein Photo, das seinen 1954 erschienenen Bildband „Belleville Ménilmontant“ einleitete. Es zeigt einen Zug der Petite Ceinture-Linie, der gerade den Bahnhof passiert.[12]  .

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Dieser Zug diente nicht militärischen Zwecken, sondern dem Personentransport. Denn natürlich war die Petite Ceinture  nicht nur für einen militärischen Notfall bestimmt, sondern diente auch – und dem Umfang nach: vor allem- dem Transport von Personen und Waren innerhalb der Stadt, zumal es im 19. Jahrhundert noch keine Metro gab, die die Pariser Kopfbahnhöfe miteinander verband. Diese Verbindung schuf  –wenn auch etwas umständlich- die Petite Ceinture.  Sie wurde deshalb  mit einer Vielzahl von  Bahnhöfen für den Personenverkehr ausgestattet und zusätzlich auch mit Güterbahnhöfen, die mit  einer entsprechenden Infrastruktur versehen waren. Bahnhöfe für den Personenverkehr gab es übrigens überall auf der Petite Ceinture,  Güterbahnhöfe nur in der Nähe von Industrieanlagen, also nicht im schon damals noblen Westen der Stadt.

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Auf dieser Karte ist der Verlauf der Petite Ceinture schwarz eingezeichnet- die schwarzen Punkte markieren die Bahnhöfe für den Personenverkehr, die Quadrate die Güterbahnhöfe. Die Tunnelstrecken sind gepunktet.  Zur Erleichterung der Orientierung ist auch der boulevard périphérique eingezeichnet (orange), der in den 1950-er bis 1970-er Jahren überwiegend ebenfalls auf dem Gelände des Thiers’schen Festungsgürtels errichtet wurde.[13]

Die Bedeutung der Petite Ceinture lässt sich an der Entwicklung der Passagierzahlen ablesen: 1878 waren  es 5 Millionen Menschen, die die Ringbahn nutzten, 1900 wurde der „Rekord“ von fast 40 Millionen erreicht.[14]Dazu beigetragen hatte eine Modernisierung der Infrastruktur, die pünktlich zu der vom Bau des Eiffelturms gekrönten prestigeträchtigen Weltausstellung  von 1889 – dem 100. Jahrestag der Französischen Revolution- vollzogen wurde. Teile der Ringbahn wurden damals abgesenkt oder erhöht, um die niveaugleichen Bahnübergänge zu beseitigen und den Verkehr so zu beschleunigen. Im Jahr der Weltausstellung gab es eine Frequenz von 6 Zügen pro Stunde.  In einer Stunde und zwanzig Minuten konnte man damals die Stadt umrunden, seit 1903 mit der Einführung leistungsfähigerer Lokomotiven sogar in einer Stunde und fünf Minuten. [15]

Der Bau  der von der Petite Ceinture unabhängigen Pariser Metro – die erste Linie wurde 1900 eingeweiht- führte allerdings zu einem zunehmenden Bedeutungsverlust der Ringbahn. Die Metro war nicht nur komfortabler –immerhin waren die Stationen vor Wind und Wetter geschützt und die Zugänge verfügten teilweise über Rolltreppen-  mit ihrem elektrischen Antrieb präsentierte sie  sich als modernes Verkehrsmittel  und mit den  Art-nouveau- Eingängen Hector Guimards entsprach sie dem Zeitgeschmack.[16] Und vor allem: Mit der Metro wurden für Passagiere (mehr oder weniger) direkte und auf jeden Fall schnellere Verbindungen zwischen den Pariser Kopfbahnhöfen geschaffen als mit der Petite Ceinture. Die Folge davon war, dass die Ringbahn immer weniger Fahrgäste transportierte, während andererseits ihre Rolle für den Transport von Waren immer mehr zunahm. 1914 wurde der Ringverkehr für Personen eingestellt und auch nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr aufgenommen. Danach gab es noch auf Teilstücken  Personenverkehr, allerdings mit wenigen Ausnahmen nur noch bis 1934.

Der Aufschwung des Warenverkehrs auf der Petite Ceinture war aber nicht von Dauer. Die dort zugelassene Geschwindigkeit und Tonnage der Güterzüge waren zu begrenzt, um der zunehmenden Konkurrenz durch Lastkraftwagen standhalten zu können – zumal nach dem Bau des Boulevard péripherique. 1993 wird auch auf dem größten Teil der Petite Ceinture der Güterverkehr eingestellt.[17]  Die Bahntrasse bleibt bis auf ein vom RER genutztes Teilstück sich selbst bzw. der Natur überlassen. Und sie dient als Rückzugsort für Wohnsitzlose, als  abenteuerlicher Treffpunkt von Jugendlichen oder als Fotoobjekt für Fotographen auf der Suche nach dem Besonderen…  Bis dann gut 20 Jahre später die Rückeroberung  („reconquête“) der stillgelegten Bahantrasse begann. Darüber  mehr in dem nachfolgenden  Beitrag.

 

Anmerkungen

[1] https://entreprendrelemonde.com/voyages-a-velo/promenade-petite-ceinture/

[2] https://www.lesinrocks.com/2017/05/05/musique/la-fleche-dor-ferme-ses-portes-dans-lindifference-generale-11941888/

[3] http://www.leparisien.fr/paris-75020/paris-la-fleche-d-or-va-renaitre-en-pub-irlandais-musical-04-05-2017-6917781.php

http://www.lylo.fr/lieu/concerts-la-fleche-d-or-paris-20

[4] Zu den aktuellen Planungen für eine Nutzung der Anlagen der Petite Ceinture gehört auch die Erhaltung und  kommerzielle Nutzung dieses Bahnhofs. Siehe: https://www.petiteceinture.org/Ouverture-au-public-de-troncons-de-la-Petite-Ceinture-d-ici-2020-le-saut-vers-l.html#3_planning_des_travaux_et_des_ouvertures

[5] siehe dazu den entsprechenden Blog-Beitrag über die Cite Internationale  https://paris-blog.org/2017/01/02/die-cite-internationale-universitaire-in-paris-ein-ort-des-friedens-und-der-voelkerverstaendigung/

[6] https://www.petiteceinture.org/Histoire-de-la-Petite-Ceinture-ferroviaire-de-Paris-des-origines-a-1934.html

und https://www.paris.fr/petiteceinture

[7] Karte aus: https://www.petiteceinture.org/Histoire-de-la-Petite-Ceinture-ferroviaire-de-Paris-des-origines-a-1934.html

[8] Karte aus: https://www.petiteceinture.org/Histoire-de-la-Petite-Ceinture-ferroviaire-de-Paris-des-origines-a-1934.html  Im Nordosten weicht der Verlauf der Petite Ceinture vom Verlauf des Festungsgürtels ab. Eine plausible Erklärung dafür gibt es offenbar nicht.

[9] Siehe: Ricroch, La Petite Ceinture, S.23

[10] Carrière, La Saga de la Petite Ceinture, Bd 1, S. 51

[11] A.a.O., S. 21/22  Zur plaque commémorative siehe: http://www.museedelaresistanceenligne.org/media.php?media=5019

[12] Bildausschnitt. Aus einer Ronis-Ausstellung im Pavillon Carrée de Baudoin in Ménilmontant (April 2018 bis Januar 2019)

[13] http://keblo1515.free.fr/souterrinterdit/pc.htm

[14] https://www.petiteceinture.org/Les-principales-dates-de-l.html

[15]  J. Kœchlin, Les locomotives 51-65 du Chemin de fer de la Petite Ceinture, Revue Générale des Chemins de fer, mai 1904, pp 334-350. Zit in: https://www.petiteceinture.org/Histoire-de-la-Petite-Ceinture-ferroviaire-de-Paris-des-origines-a-1934.html  s.a.http://paris1900.lartnouveau.com/paris00/gares_de_la_petite_ceinture%20.htm

[16] Siehe den Blog-Beitrag über Hector Guimard: Jugendstil in Paris.  https://paris-blog.org/2018/02/01/__trashed-3/

[17] https://www.paris.fr/petiteceinture

 

Literatur:

Bruno Carrière: La Saga de la Petite Ceinture 1836-1991, tome 1, Paris  2017

Bruno Carrière, La Saga de la Petite Ceinture 1991-2017, tome 2, Paris 2018

Nicolas Chaudun, Le promeneur de la Petite Ceinture. Récit de Voyage. Actes Sud Nature 2003

Johannes Freybler, Das zweite Leben der Gütellinie. In: FAZ Reiseblatt. 5. Dezember 2019

René Ricroch, La Petite Ceinture. Hrsg. von der Association d’histoire et d’archéologie du XXe arrondissemet de Paris. 2000

Jean-Pierre Rigouard, La Petite Ceinture. 2002

Evelyne Rigouard/ Jean-Pierre Rigouard, La Petite Ceinture, Tome II . 2009 (Postkarten und Photographien)

 

Weitere geplante Beiträge:

  • Die Petite Ceinture (2): Die „Rückeroberung“ der ehemaligen Ringbahntrasse
  • La place des Victoires in Paris: Das Modell eines königlichen Platzes
  • Die Mauer der Generalpächter, Ledoux und  Lavoisier 
  • Die Mauer der Generalpächter (2): Die vier erhaltenen Torhäuser von Ledoux
  • Pariser Erinnerunsorte an den Holocaust (Fortsetzung) 

 

 

 

 

Aktionskunst im Rentenstreik: McDo Paris/Place Voltaire (6.2.2020)

Am 6. Februar 2020 fand in Frankreich der 9. Aktionstag gegen die von Staatspräsident Macron geplante und derzeit im Parlament beratene Rentenreform statt – allerdings mit stark nachlassender Beteiligung: Während es zu Beginn der Demonstrationen und Streiks am 5.  Dezember letzten Jahres noch –nach Angaben der Organisatoren- über 1 Million  Teilnehmer waren (nach Angaben der Polizei  immerhin 805 000), so beteiligten sich diesmal in ganz Frankreich nach Gewerkschaftsangaben nur noch 130 000 Menschen an Streiks und Demonstrationen, also 50 000 weniger als die Woche davor. Aufgerufen hatten  diejenigen Gewerkschaften, die jede Reform des Rentensystems ablehnen (vor allem die der kommunistischen Partei nahe stehende CGT), und linke Parteien und Gruppierungen (vor allem Melenchons  La France insoumise, die mit 19 000 –sic!-  Änderungsanträgen die Beratungen im Parlament zu blockieren versucht…)  

In Paris gab es eine Demonstration zwischen der place de la République und der place de la Nation. Sie  führte damit an der in der Nähe unserer Wohnung gelegenen place Voltaire vorbei. Diesmal gingen keine Schaufensterscheiben zu Bruch – einige an der Demo-Meile gelegenen Banken hatten sich vorsorglich wieder verbarrikadiert-  dafür wurden aber die Schaufensterscheiben der an der place Voltaire gelegenen Mac Donald-Filiale von oben bis unten mit Handzetteln beklebt.

Als wir kurz nach dem Ende der Demonstration vorbeikamen, war der beklebte McDo umringt von Menschen, die die politischen Botschaften betrachteten und Fotos machten. Das hat mich dazu angeregt, auch eine kleine Foto- Serie  der Aufkleber zusammenzustellen, die nachfolgend präsentiert wird. Die Aufkleber werden unkommentiert vorgestellt, die Aufschriften allerdings (sinngemäß) übersetzt. Wo mir Erläuterungen zum besseren Verständnis sinnvoll erschienen, sind diese in den entsprechenden Anmerkungen enthalten.

 

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Schlecht behandelt/schlechte Renten

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Rente vor der Arthrose

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Rücknahme der Gegenreform der Renten! Widerstand! Handeln wir gemeinsam: Macron Rücktritt! Austritt aus der Europäischen Union des Kapitals[1]

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Für eine Rente mit 60 Jahren, nach 35 Beitragsjahren und mit 75% des (im Lauf des Berufslebens erreichten) höchsten Gehalts

Rücknahme des Gesetzesvorhabens!

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Die Finanz soll zahlen! 

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Mit den von der Arbeit produzierten Reichtümern verdient die Bourgeoisie Milliarden. Es ist an ihnen, für die Renten zu zahlen! 

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60 Jahre. In welcher Sprache muss man dir das sagen?[2]

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verlängerbarer Streik[3] , Demos, Blockaden. Macron hau‘ ab! 

 

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Metro- Linie 2: Streik[4]

 

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Sehe ich aus wie ein/e Privilegierte/r? [5]

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Zu viel ist zu viel! Renten, Löhne, Beschäftigung, die schlimmen Schläge hageln nur so. Alle gemeinsam kann man sie aufhalten.

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Die Lehrer sind zornig. Ein empathischer Minister. (Sprechblase:) Ich verstehe wirklich nicht, warum, die Lehrer streiken. Eingefrorene Gehälter, erzwungene Reformen, verschlechterte Arbeitsbedingungen, kümmerliche Renten.

Das Unterrichten beeinträchtigt schwerwiegend die finanzielle Gesundheit[6]

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Ich streike, aber ich kümmere mich um meine Patienten[7]

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Ende der Welt, Ende des Monats: Der selbe Kampf![8]

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Nein zum sozialen Staatsstreich[9]

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Brechen wir die Ketten der Europäischen Union!

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Retten wir die EDF vor der tödlichen Zerschlagung[10]

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Flughäfen von Paris: Privatisierung ist Diebstahl[11]

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Löhne, Arbeitsplätze, soziale Gerechtigkeit.  Schluss mit der Austerität

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Für bezahlbare Sozialwohnungen nahe am Arbeitsplatz[12]

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Arbeitsministrium: Jeder sechste Arbeitsplatz in den letzten 10 Jahren abgeschafft

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Konsumiere![13]

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Am Tag danach: Das große Reinemachen.

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Schade! Der beklebte McDo war eine Attraktion für alle Passanten

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Aber es wird wohl weitergehen:

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Unterrichtsstunde der Regierung: (Thema:) Ich werde nicht mehr demonstrieren.              (Die Schülerin schreibt:)  Ich werde weiter meine Meinung sagen! Ich werde nicht meinen Mund halten! Ich werde  nicht….. [14]

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Wir machen keinen Rückzieher[15]

 

Und in der Tat: Für den 24. Februar ist der nächste Aktionstag angekündigt…..

Anmerkungen:

[1]Im Zusammenhang mit dem Brexit interessiert(e)  es natürlich auch sehr, wie die Franzosen zur Europäischen Union und einem möglichen FREXIT stehen, der auf Seiten der extremen Linken und Rechten gefordert wird. Dieser Forderung stimmen nach einer Umfrage vom Mai 2019 allerdings nur 11 % der Franzosen zu. (siehe: https://www.bva-group.com/sondages/francais-lunion-europeenne-sondage-bva-tribune/)  Die  Vorsitzende des rechtsradikalen Rassemblement national, Marine Le Pen, aussichtsreichste Gegenkandidatin Macrons bei den nächsten Präsidentschaftswahlen, hat deshalb wohl inzwischen ihre diesbezüglichen Forderungen erheblich abgemildert. (Gäbe es jetzt Präsidentschaftswahlen, lägen  nach aktuellen Umfragen Macron und Le Pen bei dem ersten Wahlgang mit jeweils 29% Stimmenanteil  gleichauf: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/marine-le-pen-praesentiert-sich-als-alternative-zu-macron-16572734.html ). 

[2] Ein allgemeines Renteneintrittsalter von 60 Jahren gehört zu den Hauptforderungen von CGT und KPF. Dagegen möchte die Regierung das allgemeines Renteneintrittsalter (âge pivot), das derzeit bei 62 Jahren liegt, bis 2027 auf 64 Jahre erhöhen. âge privot bedeutet, dass auch ein früheres Eintrittsalter mit Abschlägen oder ein späteres Eintrittsalter mit Zuschlägen möglich ist – so wie bisher schon im öffentlichen Dienst. Inzwischen hat die Regierung die Erhöhung auf 64 Jahre zurückgezogen: Für die reformorientierten Gewerkschaften wie die mitgliederstärkste Gewerkschaft CFDT, die im Prinzip die geplante Rentenreform unterstützen, war die Heraufsetzung des Rentenalters nicht akzeptabel. Jetzt sollen die Sozialpartner Vorschläge erarbeiten, wie mittelfristig das Defizit der Rentenkassen beseitigt werden kann- ein allerdings kaum aussichtsreiches Vorhaben….

[3] /verlängerbarer Streik/ Grève reconductible: Dabei handelt es sich um eine in Frankreich bei größeren sozialen Auseinandersetzungen manchmal – zum Teil auch bei der Auseinandersetzung um die Rentenreform- praktizierte Streikform: Der Streik ist nicht von vornherein limitiert, sondern es wird nach jedem Tag  von den Streikenden auf Vollversammlungen beschlossen, ob er fortgesetzt wird. Siehe zum Beispiel: https://www.cts-strasbourg.eu/fr/Article/Mouvement-de-greve-reconductible/.

[4] Die Beschäftigten der Staatsbahn SNCF und der Pariser Verkehrbetriebe RATP waren bei der Streikbewegung ab 5. Dezember 2019 besonders engagiert. Der Streik vor allem von Metro-Fahrern der RATP beeinträchtigte in Paris etwa  6 Wochen lang einen wichtigen Teil des öffentlichen Nahverkehrs massiv. An dem Aktionstag am 6. Februar nahmen die cheminots und die RATP-Beschäftigten aber nicht mehr teil.

[5] Dieser Aufkleber bezieht sich ganz offensichtlich auf einen zentralen Punkt der aktuellen Diskussionen um das bestehende Rentensystem. Unter den bisher existierenden 42 verschiedenen Systemen gibt es nämlich eine ganze Reihe, die für die Beteiligten äußerst günstig sind. Das sind zum Beispiel die Anwälte, die eine eigene Rentenkasse haben und sich sehr öffentlichkeitswirksam dagegen wehren, in ein  einheitliches Rentensystem integriert zu werden. Und es sind Angehörige öffentlicher Betriebe wie der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft EDF oder der Verkehrsbetriebe SNCF und RATP, die über spezielle vom Staat/Steuerzahler alimentierte  Rentensysteme verfügen. Etwa mit einem sehr frühen Renteneintrittsalter und ohne jede Abschläge. Die Fahrer von Metros, Bussen und S-Bahnen (RER) konnten bis 2017 schon mit 50 Jahren in Rente gehen, bis 2022 wird das Alter auf 52 heraufgesetzt.  (siehe: https://www.lepoint.fr/economie/retraite-les-vrais-avantages-du-regime-special-de-la-ratp-25-11-2019-2349455_28.php). Dazu sind sie unkündbar. Insofern ist es auch nicht erstaunlich, dass diese Gruppen bei der Streikbewegung besonders aktiv waren/sind.

[6] Zu den von der geplanten Rentenreform besonders betroffenen Bevölkerungsgruppe gehören auch die Lehrkräfte. Die Gehälter –besonders die Anfangsgehälter- der meisten Lehrer//innen sind –gerade auch im Vergleich zu den deutschen Gehältern- ziemlich gering. Relativ hohe Pensionen gelten dann gewissermaßen als Ausgleich. Würden die Lehrkräfte ohne Ausgleich in das neue allgemein geltende Rentensystem integriert, würde das zu einer Absenkung der Renten von etwas über 10% führen. Zum Ausgleich hat der französische Bildungsminister eine Erhöhung der Gehälter um zunächst 500 Millionen Euro pro Jahr angekündigt. Unklar ist allerdings, wer genau und in welcher Höhe davon betroffen sein wird. Die mit der Rentenreform eigentlich angestrebte Transparenz lässt auch in diesem Bereich zu wünschen übrig. Siehe: https://www.lemonde.fr/education/article/2020/01/14/reforme-des-retraites-500-millions-d-euros-pour-les-augmentations-de-salaire-des-professeurs-en-2021_6025757_1473685.html

[7] Das Krankenhauspersonal beteiligte sich zum Teil auch an Streikaktionen. Allerdings ging es dabei nicht um die Renten, sondern um die schlechten Arbeitsbedingungen.

[8] Die Unterscheidung und Kombination der Begriffe fin du mois und fin du monde geht auf den ehemaligen Umweltminister Macrons, Nicolas Hulot, zurück. Dieser unterschied auf dem Höhepunkt der gilets-jaunes-Bewegung die Aktivisten der Umweltbewegung, die auf die Klimakatastrophe verweisen, und die Aktivisten der gilets jaunes, denen es vor allem um die Kaufkraft ging und für die eine –ökologisch begründete- Benzinpreiserhöhung der Anlass für ihre Aktionen war. Hulot forderte,  in der Politik soziale und ökologische Anforderungen nicht als Gegensätze zu behandeln, sondern zu verbinden. Siehe: https://www.liberation.fr /france/2018/11/23/nicolas-hulot-combiner-les-problemes-de-fin-de-mois-et-de-fin-du-monde_1693737

[9] Abgebildet ist hier die Spitze der Juli-Säule auf der place de la Bastille mit dem genie de la liberté. Dem behaupteten „sozialen Staatstreich“ Macrons  wird also die glorreiche revolutionäre Vergangenheit Frankreichs gegenübergestellt.

[10] Der Aufkleber zeigt eine Guillotine vor dem Elysée-Palast, dem Sitz des französischen Präsidenten.  Thematisiert wird hier die Zukunft des staatlichen Energiekonzerns EDF.  Die Regierung plant, das hoch verschuldete Unternehmen aufzuspalten.  Es soll einen profitablen „grünen Bereich“ geben, der teilweise privatisiert werden soll. Daneben einen „blauen Bereich“ mit den Atomkraftwerken, die etwa 75% des in Frankreich verbrauchten Stroms produzieren- ein Weltrekord.  Die vorhandenen französischen AKWs sind zwar aktuell profitabel, allerdings ist die geplante Laufzeitverlängerung teuer. Dazu kommen riesige, ständig wachsende und unkalkulierbare Kosten für die schon begonnenen und geplanten Neubauten von AKWs einer neuen Generation (EPR), von den Kosten für die Endlagerung ganz abgesehen. Die Erlöse des Verkaufs des „grünen Bereichs“ sollen also dazu dienen, die Kosten und Risiken des AKW-Bereichs zu finanzieren, auf den Frankreich nicht verzichten will. (Der Anteil des Atomstroms an der Stromversorgung soll mittelfristig 50% betragen).  Insofern ist die geplante Aufspaltung –anders als es der Aufkleber nahelegt-  eher eine Rettungsaktion, die allerdings von allen Gewerkschaften abgelehnt wird. Sie gehören zu den vehementesten Verteidigern der französischen Atomindustrie.

[11] Die Privatisierung der Pariser Flughäfen gehörte zu den Vorhaben von Präsident Macron. Sie ist allerdings höchst umstritten und wird –auch wenn hoheitliche Aufgaben nicht betroffen sind- von rechts und links als Angriff auf die nationale Souveränität und Verschleuderung von Volksvermögen angegriffen. Inzwischen ist es sehr ruhig geworden um das Projekt. Die Regierung hat wohl genug andere Baustellen…

[12] Bezahlbarer Wohnraum ist gerade in Paris eines der größten Probleme. Im letzten Jahr ist der durchschnittlicher Quadratmeterpreis für den Kauf einer Wohnung auf 10 000 Euro gestiegen. Die Mieten sind entsprechend hoch, zumal das Angebot -auch aufgrund der Weitervermietung durch Agenturen- eher zurückgeht. Es gibt in Paris zwar einen relativ hohen Bestand an Sozialwohnungen – etwa 245 000. also etwas über  20% des Angebots-  aber die Nachfrage ist noch höher- sie liegt bei etwa 250 000. Bei 11 000 vergebenen Sozialwohnungen im Jahr 2018 kann man sich vorstellen, wie lange die Wartezeiten sind…    Siehe: https://www.apur.org/fr/nos-travaux/derniers-chiffres-logement-social-paris

[13] Dieser Aufkleber zitiert eines der bekanntesten Plakate des Mai 1968. Siehe den Blog-Beitrag: https://paris-blog.org/2018/05/01/50-jahre-mai-1968-plakate-der-revolte-eine-ausstellung-im-musee-des-beaux-arts-in-paris/

[14] Faire de la pédagogie: Das ist ein in der politischen Diskussion in Frankreich häufig verwendeter Ausdruck.  Damit ist der Anspruch an die Regierung gemeint, ihre Pläne und Handlungen der Öffentlichkeit verständlich zu machen, und zwar besonders in Zeiten weitreichender Reformen. Macron wird in letzter Zeit häufig kritisiert, diesem Anspruch nicht zu genügen.

https://www.francetvinfo.fr/replay-radio/tout-est-politique/tout-est-politique-il-faut-de-la-pedagogie-autour-des-reformes-du-gouvernement-estime-francois-patriat-president-du-groupe-lrem-au-senat_2356083.html

https://www.la-croix.com/Journal/Emmanuel-Macron-fait-pedagogie-2018-04-13-1100931292

https://www.larepubliquedespyrenees.fr/2020/01/14/a-uzein-emmanuel-macron-fait-la-pedagogie-de-sa-reforme-des-retraites,2649274.php

[15] Hier  handelt es sich um ein Wortspiel mit dem Begriff retraite. Denn dieses Wort bedeutet nicht nur Rente, sondern auch Rückzug. Der Ausdruck „battre en  retrait“ stammt aus der militärischen Terminologie.

 

Weitere geplante Beiträge:

  • Pariser Erinnerungsorte des Holocaust (Fortsetzung) 
  • Die Petite Ceinture, die ehemalige Ringbahn um Paris (1): Kinder und Kohl statt Kohle und Kanonen 
  • Die Petite Ceinture (2): Die „Rückeroberung“ der ehemaligen Ringbahntrasse
  • Die Mauer der Generalpächter, Ledoux und  Lavoisier 
  • Die Mauer der Generalpächter (2): Die vier erhaltenen Torhäuser von Ledoux