Zum letzten und vorletzten Jahreswechsel habe ich den Leserinnen und Lesern dieses Blog ein gutes und friedlicheres neues Jahr gewünscht. Auch wenn Präsident Trump sich als Friedens-Deal-Maker inszeniert: Im Nahen Osten herrscht noch nicht einmal ein völliger Waffenstillstand, wirklicher Friede ist nicht in Sicht; und in der Ukraine gehen die Kämpfe an den Fronten und die Angriffe auf die Zivilbevölkerung im Land in unverminderter Härte weiter. Und friedlich geht es auch in vielen anderen Gegenden der Welt leider ganz und gar nicht zu.
Zu Hoffnung ist also derzeit wenig Anlass. Da gibt es wenigstens die Kunst: Im Januar werde ich zweimal das Glück haben, an Aufführungen der 9. Sinfonie von Beethoven teilzunehmen und die Hymne an die Freude mitzusingen. Sie ist ja auch die Hymne eines Europa, dem Trump und Putin den Kampf angesagt haben. Der Text stammt ja bekanntlich von Friedrich Schiller, der, was vielleicht weniger bekannt ist, während der Französischen Revolution als Ehrenbürger Frankreichs geadelt wurde.
Hoffnung heißt auch das „neo-pointilistische“ Wandbild des Street Art-Künstlers Kan, das derzeit auf der M.U.R Bastille in der Rue de la Roquette im 11. Arrondissement von Paris zu sehen ist.

Meine Hoffnung: Dass es Ende dieses jungen Jahres keinen Anlass gibt für ein neues Wandbild der Tränen und der Trauer!
2025 war immerhin, was den Blog angeht, wieder ein sehr intensives und gutes Jahr: Die Zahl der Abonnenten, der Besucher/innen und der Aufrufe hat weiter zugenommen. Zum erste Mal haben in einem Monat über 10 000 Menschen den Blog besucht. Dazu beigetragen haben gegen Ende des Jahres zahlreiche Aufrufe aus China, die zeitweise sogar die aus Deutschland auf den zweiten Platz verdrängt haben.
Natürlich ist im abgelaufenen Jahr auch die Zahl der Beiträge gewachsen: 51 Beiträge kamen hinzu, ein neuer „Rekord“. Das hängt auch damit zusammen, dass mit dem „Bild des Monats“ ein neues, zusätzliches Format in den Blog eingeführt wurde und dass der Blog wieder durch einige schöne Gastbeiträge bereichert wurde, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchte.
Deutliche „Spitzenreiter“ im vergangenen Jahr waren diese beiden Beiträge:
und
Trotz der vielen Beiträge des Jahres 2025 wurden aber noch nicht einmal alle vor einem Jahr angekündigten Projekte verwirklicht:
- Die Bauten Le Corbusiers in und um Paris I (Doppelhaus La Roche und Jeanneret, Miets- und Atelierhaus Porte Molitor und Schweizer Pavillon in der Cité Universitaire)
- Le Corbusier II: Villa Savoye
- Le Corbusier III: Le Corbusiers Paris-Pläne (Plan Voisin ff): Kahlschlag und totalitäre Neugestaltung
- Wem „gehört“ er? Die Gutenberg-Denkmäler in Straßburg und Mainz
- Der frisch restaurierte Arc de Triomphe du Caroussel
Diese Beiträge werden dann -hoffentlich- im Laufe des neuen Jahres in dem Blog erscheinen. Und natürlich -und ganz gewiss!- die beiden schon für 2024 vorgesehenen Beiträge über das Schloss und den Park von Vaux-le-Vicomte.
Und dann gibt es natürlich wieder viele neue Projekte für 2026:
- Galette aux Rois (Bild des Monats Januar)
- La Rue de la Femme sans Teste auf der Île Saint-Louis in Paris oder Die Angst der Männer vor starken Frauen
- Das Louxor: Der „ägyptische“ Art-déco-Kinopalast von Paris
- Das Palais d’Iéna: Ein Meisterwerk von Auguste Perret, dem Pionier des Eisenbetons.
- Das Grab Antoine Parmentiers, der die Kartoffel in Frankreich heimisch machte, auf dem Père Lachaise
- Das Café des Chats im 11. Arrondissement von Paris
- Der neue Metro- Bahnhof von Villejuif (Linie14): Ausgezeichnet als schönster Bahnhof der Welt des Jahres 2025
- Die Gerhard Richter- Ausstellung in der Fondation Louis Vuitton
- Die Eva Jospin-Ausstellung im Grand Palais
- Die Ausstellung der neuen Kirchenfenster von Notre-Dame de Paris im Grand Palais
- Das Zisterzienser-Kloster von Fontenay in Burgund
- Die Bouillons von Paris
- Die Pariser Getreidebörse (Pinault Collection)
- 40 Jahre nach Christo und Jeanne-Claude: Die Umgestaltung des pont neuf im Juni 2026
Dazu wird sicherlich -wie im letzten Jahr- noch einiges Weitere hinzukommen, was sich im Lauf des Jahres ergeben wird. Ich hoffe also, dass für jede und jeden etwas Interessantes dabei sein wird. Bedanken möchte ich mich für freundliche Zuschriften und Rückmeldungen. Auch über kritische Hinweise und Verbesserungsvorschläge freue ich mich.
Mit vielen guten Wünschen für das neue Jahr und natürlich auch weiterhin Interesse und Freude an dem Paris- und Frankreich-Blog
Wolf Jöckel
Toller Jahresrück- und Ausblick! Weiter so!
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auch ihnen alles Gute und schöne. Danke, für ihr Blogs die interessant sind und nachspürenswert. Herzlichst aus wien, Hans ponsold
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Werter Wolf,
seit einigen Jahren lese ich den Blog immer mit Freude und Aufmerksamkeit, Er erinnert mich an 7 Jahre Paris und 11 Jahre Frankreich. Alles wunderbar.
Aber: Bei „40 Jahre nach Christo und Jean-Claude: Die Umgestaltung des pont neuf im Juni 2026“ habe ich mich doch gewundert, dass aus Jeanne-Claude plötzlich ein Jean-Claude geworden ist. Habe ich die Verabschiedung des retrograden Selbstbestimmungsgesetzes in Frankreich verpasst?
Gleichwohl. Alles Gute für 2026 und machen sie weiter!!!
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Nein! keine posthume Geschlechtsumwandlung! Jeanne-Claude bleibt Jeanne-Claude – auch in diesem Blog. Vielen Dank für den Hinweis! Wolf Jöckel
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Auch Ihnen ein gutes Neues Jahr 2026!
Ihre Blog – Aktivitaeten sind wirklich bewundernswert, auch, weil sie nur faktenbasierte Informationen vermitteln und damit einen echten Wissenszuwachs bei Ihrem frankophilen Lesepublikum erzeugen!
Vielen Dank dafür, und herzlichen Gruß!
Gertrud Pawlik
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Danke für das schöne motivierende feed-back! Wolf Jöckel
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