Die Fontaine des Innocents, ein Kleinod der Renaissance im Zentrum von Paris: frisch renoviert und mit einer Ausstellung im Musée Carnavalet gewürdigt

2023/2024 wurde die wunderbare Fontaine des Innocents im Viertel der Pariser Hallen zwischen dem Centre Pompidou und dem Verkehrs- und Einkaufszentrum Les Halles renoviert.  Seit Ende Juni 2024 erstrahlt sie nun wieder in neuem Glanz.[1]

Der Brunnen steht auf der kleinen etwas abseits der Menschenströme gelegenen place Joachim du Bellay. Dort kann man sich an den Brunnenrand setzen, dem plätschernden Wasser zuhören….

Fotos: Wolf Jöckel

….oder sich in den Schatten der den Brunnen umgebenden Bäume setzen und den plastischen Schmuck des Brunnens, vor allem die acht graziösen Nymphen, bewundern.

Fotos: Wolf Jöckel

Aus Anlass der Renovierung widmet das Musée Carnavalet, das Museum der Pariser Stadtgeschichte, bis zum 25.08.2024 der Fontaine des Innocents eine kleine, aber feine Ausstellung.[2]

Aus mehreren Gründen lohnt es sich, die Fontaine des Innocents etwas genauer zu betrachten:

  • Ihr Schöpfer, Jean Goujon, war einer der bedeutendsten Bildhauer der französischen Renaissance
  • Seit dem 18. Jahrhundert galt der Brunnen als eine der wesentlichen Pariser Sehenswürdigkeiten
  • Die von Goujon geschaffenen Skulpturen haben eine große Ausstrahlung gehabt und spätere Künstler nachhaltig beeinflusst
  • Der Brunnen hat eine höchst wechselhafte Geschichte, in der sich die radikale Transformation des Pariser Zentrums spiegelt
  • Zusammen mit der benachbarten Fontaine Stravinsky erstrahlen jetzt zwei der schönsten Pariser Brunnen, einer der ältesten[3] und einer der jüngsten, in neuem Glanz und lohnen einen Besuch.

Jean Goujon: Der Einzug der Renaissance nach Paris

1544 erhält der aus den Normandie stammende Bildhauer Jean Goujon seinen ersten Auftrag in Paris, und dies ist auch gleich ein sehr bedeutsamer: Es geht um den Lettner der direkt neben dem Louvre gelegenen Kirche Saint Germain l’Auxerrois. Der Lettner trennte den der Geistlichkeit vorbehaltenen Chor der Kirche von dem Langhaus, zu dem die „normalen“  Gläubigen Zugang hatten.  Auf der für sie sichtbaren Seite des Lettners gestaltete Goujon fünf Reliefs: die vier Evangelisten und eine Beweinung Christi.[4]

Der vom Kreuz genommene Jesus ist modelliert wie ein Olympionike der griechischen Kunst. Dass die Antike hier Pate gestanden hat, ist wohl offenkundig. Foto: Wolf Jöckel

Noch deutlicher wird dies bei der zweiten großen Pariser Arbeit Goujon, die im Zusammenhang steht mit der Umgestaltung des Louvre. Die ursprüngliche Festungsanlage mit einem großen Bergfried soll unter König François I zu einem königlichen Palast nach italienischem Vorbild umgestaltet werden: Eine Mammutaufgabe! 1846 erhält der Architekt Pierre Lescot den entsprechenden Auftrag, und wie schon bei dem Lettner von Saint Germain l’Auxerrois zieht er Jean Goujon als Bildhauer heran. Zentrum der unter seinem Sohn Henri II fortgesetzten und fertiggestellten Arbeiten ist der riesige königliche Ballsaal, mit dem die Renaissance in Paris ihren Einzug hält. Unverkennbar ist das an der Tribüne für die Musiker, die von vier Karyatiden, Säulen in Gestalt weiblicher Figuren, getragen werden- ein Werk Jean Goujons. Vorbild waren dabei die Karyatiden des Erechteion-Tempels auf der Akropolis und -in deren Nachfolge- die des Augustus-Forums in Rom.[5]

Dieser Saal wird schnell zum Zentrum des neuen königlichen Palasts: Am 18. August 1572, kurz vor der Bartholomäusnacht, wird hier die Hochzeit des jungen Henri von Navarra, des späteren Königs Henri Quatre, mit Marguerite de Valois gefeiert[6] – und 1658 tritt hier um ersten Mal Molière vor Henri Quatres Enkel Ludwig XIV. auf ….

Heute sind im Karyatiden-Saal des Louvre antike Kunstwerke ausgestellt. (Sully-Flügel, Saal 348)[7] 

Die Fontaine des Innocents : Brunnen und royale Ehrentribüne

1548 beginnt der Bau eines neuen Brunnens, der das Stadtviertel rund um Kirche und Friedhof der Innocents (benannt nach den ermordeten Kindern von Bethlehem) mit Wasser versorgen soll. Es ist wieder ein prestigeträchtiger Auftrag für Jean Goujon, vermutlich wieder in Verbindung mit dem Architekten Pierre Lescot. Der Brunnen liegt an dem Weg zwischen der Basilika von Saint-Denis und dem königlichen Palast. Als König Henri II mit seiner Frau Katharina von Medici 1549 in Paris einzieht, kommt er mit seinem Gefolge an der neuen Fontaine des Innocents vorbei. Und der neue Brunnen ist für solche festlichen Ereignisse speziell ausgerichtet.[8]

Es war nämlich nur der untere Teil des an einer Straßenecke gelegenen Baus, der als Brunnen diente. Darüber aber – und weit raumgreifender- erhob sich eine Loggia nach italienischem Vorbild, die man über eine Treppe erreichte; ein hervorragender Logenplatz für die Beobachtung des Einzugs Henris II. und späterer Festlichkeiten. 

Zeitgenössischer Stich der beiden Fassaden des Brunnens von JacquesAndrouet du Cerceau(1511?-1586)[9]

Dass der Brunnen zu Ehren von Henri II errichtet wurde, hat Gujon entsprechend in Stein gemeißelt.  

Foto: Wolf Jöckel

Der Figurenschmuck Jean Goujons

In einer ersten zeitgenössischen Würdigung wird der Bau als „einzigartiges Werk“ gewürdigt, „aus gutem weißen Stein, überaus sorgfältig ausgeführt und durch Figuren bereichert.“ [9a] Der Figurenschmuck Jean Goujons hatte als gemeinsamen Nenner das Wasser: Muscheln, Delphine, Nymphen, Tritone und andere mythologische Meeresbewohner- möglicherweise das erste Beispiel einer Darstellung mythologischer Figuren im öffentlichen Raum Frankreichs.[10] Wegen der Nymphen-Reliefs Jean Goujons, die den Brunnen schmücken, wurde die Fontaine des Innocents auch Fontaine des Nymphes genannt.

Die drei unteren horizontalen Reliefs, heute in der Ausstellung und dann im Louvre zu bewundern, verherrlichen die Ozeane: Das verdeutlichen die wilden Geschöpfe, auf denen kleine Genien reiten:

Alle Fotos des Figurenschmucks: Wolf Jöckel

Ein kleiner Genius mit Fischen auf einem Hippokamp

Ein anderer reitet auf einem Meeresdrachen[11]

Aber es gibt auch elegante liegende Nymphen…

….und eine Nymphe und einen Triton beim Liebesspiel

Die zwischen den Arkaden platzierten aufrecht stehenden Nymphen repräsentieren Flüsse.

Aus den Kannen, die sie tragen, fließt das Wasser.

Eine der Nymphen hält ein Ruder in der Hand:

Der Brunnen als Pariser Sehenswürdigkeit

Aufgrund seiner exponierten Lage, seiner Doppelfunktion als Brunnen und Tribüne, und vor allem seiner außergewöhnlichen und modernen Gestaltung und eleganten Ausschmückung wurde der Brunnen bald zu einer Attraktion der Stadt und auch in Reiseführern entsprechend gewürdigt.

Ein Reiseführer aus dem Jahr 1752: Beschreibung der Stadt Paris und all dessen, was sie an Bemerkenswertem enthält.

In diesem Gemälde hat der berühmte „Ruinenmaler“  Hubert Robert 1789  in freier Anordnung bedeutende Pariser Bauwerke zusammengestellt, zu denen auch die einige Jahre zuvor umgestaltete Fontaine des Innocents gehört.[12] Rechts daneben die Medici-Säule (heute an der Bourse de Commerce/Sammlung Pinault), links die zu Ehren Ludwigs XIV. errichtete porte Saint-Denis. Bei dem Reiterstandbild in der Mitte handelt es sich wohl um eine Darstellung der -noch nicht gestürzten- Statue Ludwigs XIV. hoch zu Ross auf der Place Vendôme. Dahinter der Louvre und die Kirche Sainte-Geneviève (das spätere Pantheon), die 1789 noch das höchste Bauwerk der Stadt war. Bemerkenswert übrigens, dass die -damals allerdings arg heruntergekommene und als gotisches Bauwerk wenig renommierte- Kathedrale Notre-Dame von Robert nicht berücksichtigt wurde.[13]

Die Ausstrahlungskraft der Skulpturen

Der Skulpturenschmuck Jean Goujons hat viele spätere Künstler nachhaltig beeinflusst. Hier einige Beispiele:

Im Hof des in den 1620-er Jahren im Marais errichteten Hôtel de Sully sind an den Wänden der Seitenflügel allegorische Darstellungen der vier Elemente zu sehen. Die Allegorie des Wassers, zu deren Füßen ein Delphin schwimmt, ist ganz offenkundig von der Fontaine des Innocents beeinflusst, erreicht aber bei weitem nicht die Eleganz der Goujon’schen Nymphen.

Foto: Wolf Jöckel

In der Carnavalet-Ausstellung ist auch ein Relief von David d’Angers ausgestellt: die hingelagerte Nymphe Tetis, die ihrem Sohn Achill, dem Helden von Troja, gerade einen von Hephaistos geschmiedeten Helm reicht.

Foto: Wolf Jöckel

In der beigefügten Informationstafel wird ausdrücklich auf den Einfluss der Reliefs Jean Goujons von der Fontaine des Innocents hingewiesen.  Dies gilt auch für das Gemälde Ingres‘ „La Source“ (Die Quelle) aus dem Jahr 1856. Wie bei der Allegorie des Wassers im Hôtel de Sully entspricht die Haltung des Armes der einer Nymphe Goujons, die Ingres, so die beigefügte Informationstafel,  schon 1806 gezeichnet hatte.[14]

Dass das Motiv der Quellnymphe bis heute seine Anziehungskraft nicht verloren hat, bestätigt übrigens der Invader mit seinem entsprechenden Mosaik in Montauban, dem Geburtsort Ingres‘.[15]

Die Transformationen des Brunnens und seiner Umgebung

1756 wurden in Paris Bestattungen im Stadtgebiet (intra muros) untersagt. Der Friedhof der Innocents wurde also aufgehoben, die Überreste der dort Beerdigten geborgen und in die Katakomben überführt, die Kirche zerstört. Der frei gewordene Platz diente seit 1785 als Obst- und Gemüsemarkt.

Da inzwischen der Brunnen aber als bedeutendes Kunstwerk allgemein anerkannt war, blieb er erhalten und inmitten des neuen Marktes, der „place du marché des Innocents“, neu aufgestellt. Entsprechend dieser zentralen Lage erhielt er die Gestalt eines Pavillons mit einem quadratischen Grundriss. Dafür schuf Augustin Pajou drei neue Nymphen-Reliefs, die sich an den Vorbildern Goujons orientierten. Der ursprüngliche Sockel wurde durch eine Reihe übereinander angeordneter Becken ersetzt, die dazu dienen, das Wasser aufzufangen, das aus einem Bronzebecken in der Mitte des Pavillons entspringt.

Der Brunnen ist jetzt Zentrum eines belebten Viertels. Hier wurde am 18. September 1791 die neue Verfassung proklamiert, die Frankreich in eine (kurzlebige)  konstitutionelle Monarchie verwandelte.

Radierung von Pierre-Gabriel Berthault [16]

Durch den Anschluss des Brunnens an den neuen Canal de l’Ourcq 1808 erhöhte sich das Wasseraufkommen erheblich: ein Segen für den Markt, eine drohende Katastrophe für die liegenden Nymphen der Reliefs Goujons, die deshalb ins Louvre überführt wurden.

John Jamas Chalon, Le Marché et la Fontaine des Innocents (1822). Musée Carnavalet

50 Jahre später: erneute Veränderung. Im Zuge des Stadtumbaus des Barons Haussmann verschwindet der Markt mit seinen offenen Marktständen und es entstehen die Markthallen Baltards aus Eisen und Glas, von Zola in seinem Roman Le Ventre de  Paris (1873) wegen ihrer Modernität gerühmt.  Auf dem früheren Marktgelände entsteht 1860 ein neuer kleiner Platz, la place Joachim-du-Bellay, mit der -erneut versetzten- fontaine des Innocents in seinem Mittelpunkt. Dabei wird auch der Sockel des Brunnen-Pavillons neu gestaltet.

René Giton, Blick auf den square des Innocents 1947

Die letzte große Veränderung vollzieht sich dann Anfang der 1970-er Jahre mit der Verlegung des Großmarkts nach Rungis und der Zerstörung der Pavillons von Baltard. Es entsteht das riesige unterirdische Einkaufszentrum Forum des Halles und die ebenso riesige neue unterirdische RER-Bahnstation Châtelet-Les Halles mit dem geschwungenen Canopée-Dach. Diesen Bauarbeiten fallen die Bäume um den Brunnen zum Opfer, er selbst bleibt an seinem Platz, weil er eine nochmalige Versetzung wohl schwerlich überlebt hätte. Der Platz um den Brunnen wird nun betoniert, es entsteht eine neuer „place minérale“.

Dieser Platz ist nun im Zuge der Renovierung des Brunnens und im Einklang mit einer klimagerechten Stadtplanung, die sich die Bürgermeisterin Anne Hidalgo auf ihre Fahnen geschrieben hat, neu angelegt und begrünt worden. Und nachdem die Baugerüste entfernt und die Zäune gefallen sind, erstrahlt einer der älteste monumentalen Brunnen von Paris nun wieder in wohl verdientem neuen Glanz.

Foto: Wolf Jöckel

Und von hier aus sind es nur wenige Schritte zu einem der neuesten Brunnen von Paris, der ebenfalls kürzlich renovierten fontaine Stravinsky von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle am Centre Pompidou…

Foto: Wolf Jöckel


Anmerkungen:

[1] https://www.paris.fr/pages/la-fontaine-des-innocents-est-l-une-des-plus-anciennes-de-la-capitale-26746

[2] https://www.carnavalet.paris.fr/expositions/la-fontaine-des-innocents-0

Siehe auch: Helmut Mayer, Der Nymphen bewegte Geschichte. Die Fontaine des Innocents im Quartier Les Halles ist der älteste monumentale Brunnen von Paris. Anlässlich seiner gerade abgeschlossenen Restaurierung zeichnet eine Ausstellung im Musée Carnavalet seine Geschichte nach. In: FAZ vom 30. Juli 2024

[3] Laut Le Parisien vom 22. November 2022 sogar la plus ancienne fontaine de Paris  https://www.leparisien.fr/paris-75/paris-avec-la-restauration-de-la-fontaine-des-innocents-cest-toute-la-place-joachim-du-bellay-qui-va-revivre-22-11-2022-SY4J2X4TDJEPRGYL4VZERX6PQE.php

[4] Zum Leben und zur Bedeutung Goujons siehe

Bedeutung Jean Goujons  https://museeprotestant.org/notice/jean-goujon-c-1510-1567/

[5]  https://www.louvre.fr/decouvrir/le-palais/au-coeur-du-palais-de-la-renaissance

Bild aus: https://www.meisterdrucke.lu/fine-art-prints/Jean-Goujon/948146/Architecture-Renaissance-%3A-le-balcon-des-Cariatides.-Sculpture-en-pierre-de-Jean-Goujon-%281510-1567%29-XVIe-si%C3%A8cle-Paris%2C-Mus%C3%A9e-du-Louvre.html  

[6] Bild aus: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3d/Mariage_d%27Henri_IV_dans_la_salle_des_Caryatides.jpg  Leider gibt es dort keine weiteren Angaben zu dem Bild  (Maler, Datierung, Aufbewahrungsort). Ich habe es trotzdem wegen seiner Anschaulichkeit verwendet. s.a. https://www.sortiraparis.com/arts-culture/histoire-patrimoine/articles/257930-ephemeride-du-18-aout-a-paris-le-mariage-d-henri-iv-a-notre-dame-de-paris

[7] Bild aus: https://www.louvre.fr/decouvrir/le-palais/au-coeur-du-palais-de-la-renaissance

[8] Bild aus: https://fr.wikipedia.org/wiki/Fontaine_des_Innocents#/media/Fichier:Fontaine_des_Innocents2.jpg  Ebenfalls präsentiert während der Bauarbeiten des Brunnens auf dem Bauzaun.

[9] https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b525039123

[9a] Zit. von Helmut Mayer in FAZ vom 30. Juli 2024

[10] Informationstafel zu den Reliefs im Louvre

[11] https://collections.louvre.fr/ark:/53355/cl010091945

[12] Bild aus: https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Fichier:Hubert_Robert_-_The_Monuments_of_Paris_-_1789.jpg

[13] In der Nachfolge Roberts hat Pierre François Léonard Fontaine in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts „die bemerkenswertesten (historischen) Bauwerke von Paris“ in einer Zeichnung dargestellt. Auch da ist die Fontaine des Innocents berücksichtigt – und Notre Dame, inzwischen dank Victor Hugo rehabilitiert und geadelt- überragt jetzt sogar das Pantheon. https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b530829625/f1.item 

[14] Eine entsprechende Abbildung bei: https://www.meisterdrucke.fr/fine-art-prints/Jean-Auguste-Dominique-Ingres/1099855/Une-nymphe-%28graphite-sur-papier%29-%28pour-la-paire-voir-283230%29.html

[15]Bild aus:  http://solexine.over-blog.fr/2017/10/montauban-sur-les-traces-de-space-invader.html

[16] Bild aus: https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Fichier:Proclamation_de_la_Constitution,_place_du_March%C3%A9_des_Innocents.jpg#:~:text=Fran%C3%A7ais%20%3A%20Proclamation%20de%20la%20Constitution,et%20non%20le%2014%20septembre.  Anders als auf der Radierung angegeben, fand die Verfassungsproklamation am 18. September statt.