Naturparadies aus Menschenhand: Das Europareservat Kühkopf am Rhein

Dieser Bericht fällt etwas aus dem Rahmen dieses Blogs: Denn der Gegenstand hat -wenn überhaupt- nur marginal etwas mit Frankreich zu tun. Er schließt sich aber an den vorausgegangenen Blog-Text über den „Rheindompteur“ Tulla in Paris an:

https://paris-blog.org/2022/04/14/johann-gottfried-tulla-der-rheindompteur-in-paris/

Die Kühkopf- Insel verdankt verdankt ja ihre Entstehung der von dem badischen Wasserbauingenieur Tulla am Oberrhein begonnenen und dann von seinem Freund Kröncke im hessischen Bereich fortgesetzten „Rectification“ des Rheins: Begrenzt wird der Kühkopf seitdem von dem Altrhein, einer großen ehemaligen Rheinschlinge, und dem durch einen Rheindurchstich entstandenen Neurhein. Gezeigt werden soll an diesem Beispiel, dass diese Rheinbegradigungen nicht nur ursprüngliche Naturlandschaften zerstört, sondern auch natürliche Lebensräume erhalten oder sogar neu geschaffen haben.

Ein naheliegendes Beispiel dafür wäre sicherlich auch der Taubergießen gewesen, der „Amazonas am Oberrhein“, zumal es sich dabei auch um ein deutsch-französisches Projekt handelt. Denn das auf badischer Seite gelegene Naturreservat gehört zum Teil elsässischen Gemeinden auf der anderen Rheinseite: Ein Relikt aus der Zeit vor der Tulla‘schen Rheinbegradigung.[1]

Die Entscheidung für den Kühkopf hat ganz persönliche Gründe: Es gibt in dieser Gegend familiäre Wurzeln. Meine Mutter erzählte manchmal, wie sie in der Notzeit nach dem Weltkrieg mit Hilfe eines alten Bekannten auf den Kühkopf übersetzte -damals gab es noch keine Brücke über den Altrhein- um dort heimlich Kartoffeln und Runkelrüben auszugraben. Und ich erinnere mich noch an den ersten Familienurlaub am Kühkopf- vor allem an die Myriaden von Stechmücken, die einen vor allem bei Einbruch der Dunkelheit überfielen.  Dann hatten wir einen Grundschullehrer, mit dem wir zur Vogelbeobachtung auf den Kühkopf fuhren- da war es vor allem die große Reiherkolonie, die uns beeindruckte. Für den Jugendlichen war es dann ein aufregendes Abenteuer mit einem Freund, dessen Vater ein Auto besaß, zum Kühkopf zu fahren und im Rhein zu schwimmen: Es gab damals noch Schlepper, die mehrere tief im Wasser liegende Lastkähne langsam stromaufwärts zogen. Da konnte man vorsichtig an den letzten Kahn heranschwimmen und sich auf die Reling hieven. Nach einiger Zeit sprang man dann wieder ab und ließ sich von der Strömung zurücktreiben. Und natürlich war es auch immer ein aufregendes Abenteuer, auf die andere Seite des Rheins zu schwimmen- auch wenn man dann mehrere hundert Meter mit nackten Füßen etwas mühsam stromaufwärts laufen musste, wollte man wieder an seinem Ausgangspunkt ankommen. Von gefährlichen Strudeln im Rhein wussten wir damals noch nichts, und selbst wenn: Es hätte uns sicherlich nicht von der Rheinüberquerung abgehalten…. Mein erstes etwas linkisches „Rendezvous“ fand auch auf dem Kühkopf statt: Mit einem Mädchen, das ich in einem kleinen Ort im Ried kennengelernt hatte, wo ich mir während der Ferien in einem Tiefbauunternehmen als Hilfsarbeiter etwas Geld verdiente.  Später war immer wieder der Kühkopf das Ziel, um mit Kindern und Freunden am Strand des Neurheins Feste zu feiern oder auch, um Bärlauch zu sammeln oder einfach nur die Natur zu genießen. Und inzwischen kann man dank der verbesserten Wasserqualität auch wie früher wieder einigermaßen unbedenklich im Rhein baden.

Wie der Kühkopf zur Insel wurde

Betrachtet man die historische Karte von 1735, so ist deutlich die ausgeprägte Rheinschleife zwischen Gernsheim und Oppenheim zu erkennen.[2] Der Flurname der so gebildeten Halbinsel ist abgeleitet von ihrer ungefähren Kopfform und dem mittelhochdeutschen Wort für König: künec. Denn das Land gehörte ursprünglich zu dem kaiserlichen Bannforst Dreieich. Und allmählich schliff sich der Künec-Kopf ab zu Kühkopf.

Der Kühkopf hat eine gewisse historische Bekanntheit, weil dort während des 30-jährigen Krieges,  am 7. Dezember 1631, der schwedische König Gustav Adolf den Rhein überquerte und auf der anderen Rheinseite die dort verschanzten Spanier in die Flucht schlug.[3]

Der Rheinübergang war ein äußerst schwieriges und gefährliches Unternehmen. Immerhin war der Fluss dort etwa 300 Meter breit und hatte eine hohe Fließgeschwindigkeit. Der Übergang gelang, weil man mit Hilfe von gefundenen Booten und in der Nacht herbeigeschafften Scheunentoren eine Pontonbrücke baute. „Mehrere Nachen wurden mit Seilen nebeneinander gebunden und ebenfalls vertäut. Hierzu konnten die Finnen im schwedischen Heer ihre Erfahrung im Bau von Flößen aus ihrer Heimat mitbringen. Solche improvisierten Wasserfahrzeuge waren durch die Tragkraft der Kähne dann auch in der Lage, schweres Gerät und Pferde zu transportieren.“[4]

Zur Erinnerung an diesen Rheinübergang wurde 1632 noch vor dem Tod des Königs auf dessen Geheiß die auf vier Kanonenkugeln postierte sogenannte Schwedensäule errichtet.[5]

Foto: Wolf Jöckel

Auf dem historischen Plan ist die „Schwedische Säule“ ausdrücklich -auf der rechten äußeren Seite der Rheinschleife- markiert und mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet. Hier eine historische Darstellung des imposanten Bauwerks aus dem Jahr 1642 :

„Abbildung der Seülen so ihr M. / dem Konig in Schweden an dem/ ort da er über Rehin gesetzt, / zu gedechtnus aufgericht worden“. [6]

In seiner „Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“ hob Friedrich Schiller 1792 den Rheinübergang Gustav Adolfs hervor. „Ein marmorner Löwe auf einer hohen Säule, in der rechten Hand ein bloßes Schwert, auf dem Kopf eine Sturmhaube tragend, zeigte noch siebenzig Jahre nachher dem Wanderer die Stelle, wo der unsterbliche König den Hauptstrom Germaniens passierte.“ Allerdings kann Schiller wohl kaum vor Ort gewesen sein- sonst hätte er nicht von einem marmornen Löwen gesprochen- der Löwe oben auf der Schwedensäule war und ist nämlich aus Sandstein.[7] Er zeigt mit seinem Schwert in Richtung des Schlachtfeldes auf dem Kühkopf. Der Ort, an dem die Kämpfe im Dezember 1631 ausgetragen wurden, trägt heute noch den Namen “Schwedenkirchhof”. 

© Hans-Jürgen Pilgerstorfer 

Allerdings befindet sich die Schwedensäule heute nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort. Sie wurde im 18. Jahrhundert wegen drohender Unterspülung durch das wiederholte Hochwasser landeinwärts versetzt.

Blick auf die Schwedensäule vom Kühkopf aus. Foto: Wolf Jöckel

Dass die Rheinschleife um den Kühkopf – die größte des Flusses  überhaupt-  sich den „Rheindompteuren“  Tulla und Kröncke für eine Rheinbegradigung geradezu aufdrängte, zeigt ein Blick auf die Karte.  Allerdings gab es schon früher Pläne, die Rheinschleife abzuschneiden und den Kühkopf zur Insel zu machen.  Und das hat etwas mit Frankreich zu tun : Während der Koalitionskriege 1794 bis 1797 mit dem revolutionären Frankreich sollte nämlich ein zu schaffender Durchstich den Rhein als Frontlinie begradigen.  Auf dem zur Insel werdenden Kühkopf, also zwischen den Festungen Mainz und Mannheim, war ein starker Stützpunkt vorgesehen, der ein Vordringen der Franzosen verhindern sollte. Der Kriegsverlauf machte diese Pläne dann entbehrlich. Auf dem Wiener Kongress von 1814/15 wurde die Provinz Rheinhessen an das Großherzogtum Hessen angegliedert. Somit wurde ein Durchstich, der nun nicht mehr militärische Gründe hatte, allein hessische Angelegenheit.

Der zuständige Oberbaudirektor Dr. Claus Kröncke machte sich für die Rheinbegradigung stark. Mit ihr sollten die gewaltigen Überschwemmungen, die damals die Uferlandschaften auf beiden Seiten des Rheins heimsuchten, verhindert werden. Dazu kamen die Vorteile für die Rheinschifffahrt. Die Schiffe wurden damals stromaufwärts getreidelt, also mit Pferden den Strom hinaufgezogen. Unter den Hochwassern litten allerdings die Treidelpfade, die ständig erneuert oder sogar verlegt werden mussten. Und selbst auf der Kühkopf-Rheinschlinge mussten die Pferde beim Treideln mehrfach die Seite des Flusses wechseln, was äußerst zeitaufwändig war. Durch den geplanten Durchstich wurde die Schifffahrt zwischen Mainz und Mannheim wesentlich verkürzt und erleichtert. Dazu kamen gesundheitliche Gründe: Der Kühkopf und seine Umgebung waren, wie es in einem zeitgenössischen Bericht heißt, „ein Paradies mit Leichengestalten bevölkert“, weil dort „das Fieber, das entzündlicher Art ist“, die Malaria also, noch weit verbreitet war.[8]  Trotz dieser Argumente lehnte die für die Finanzierung zuständige zweite hessische Kammer des Großherzogtums Darmstadt 1824, 1825 und 1826 den Durchstich ab. Vor allem wegen der dafür erforderlichen  Geldmittel, aber auch wegen lokaler Widerstände: Immerhin gerieten die an der Rheinschleife gelegenen Orte Stockstadt und Erfelden mit dem Durchstich ins Abseits, und manche Bauern wurden durch ihn von ihren Feldern auf dem Kühkopf abgeschnitten oder verloren die auf dem Gelände des neuen Rhein-Betts gelegenen Besitzungen ganz.  Johann Gottfried Tulla riet deshalb seinem Freund Kröncke, sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Kröncke publizierte also 1826 die Denkschrift „Über die Durchgrabung der Erdzunge am Geyer“ [8a] und hatte Erfolg:  Nach mehreren öffentlichen Diskussionen genehmigte der hessische Landtag im Frühjahr 1827 einstimmig die Mittel zur Ausführung des Durchstichs.

Karte von 1826 mit dem Verlauf des geplanten Rhein- Durchstichs.[9] Eingezeichnet ist auch das ehemalige Bett des Rheins mit einer weiteren Rheinschlinge bei Eich: Der naturbelassene Rhein hatte sich immer wieder ein neues Bett gesucht…


Am 31. März 1828 konnte Kröncke mit der praktischen Arbeit beginnen. Geschickt bezog er, wie vorher schon Tulla bei den Begradigungen des Oberrheins,  die Erosionskraft des Flusses in das Werk ein: Er ließ lediglich einen gut 16 Meter breiten und 3625 m langen Graben ausheben. Den vertiefte der Strom selbst, verbreiterte den Durchstich auf 308 Meter und schuf den Durchbruch von insgesamt fünfeinhalb Kilometern. Der Rheinlauf war  dadurch um fast 10 Kilometer verkürzt worden, was für die Schiffe eine erhebliche Zeitersparnis bedeutete: Stromabwärts 4-6 Stunden, stromaufwärts eine ganze Tagesreise weniger. Und die Anwohner waren von nun an vom unheilvollen Hochwasser und von der Malaria befreit. Nicht zu vergessen die Freude für die Steuerzahler: Die Kosten der Baumaßnahme waren deutlich geringer als von Dr. Kröncke selbst veranschlagt – ziemlich außergewöhnlich bei einem solch umfangreichen und komplexen Vorhaben. Da gibt es genug andere Beispiele….

Kein Wunder also, dass man Dr. Kröncke schon zu seinen Lebzeiten in Groß-Rohrheim ein Denkmal setzte- den von dem Darmstädter Hofbildhauer Philipp Johann Joseph Scholl geschaffenen Kröncke-Stein.

„Die Gemeinde Großrohrheim/Zur dankbaren  Erinnerung/der/Segensreichen Wirksamkeit/des Großh. Hess./ OBERBAUDIRECTORS/ KRÖNKE“ Foto: © Armin Kübelbeck[10] 

Auch auf dem Kühkopf erinnert man an Kröncke: Kurz vor seiner Einmündung in den Neurhein weitet sich der Altrhein und es gibt noch einen zusätzlichen Altrheinarm: den Krönkesarm mit der Krönkesinsel.

Hier wie auf dem Denkmal wird der Name übrigens ohne das „c“ geschrieben.

Blick auf Krönkesarm  und Krönkesinsel  Foto: Wolf Jöckel, April 2022

Der Kühkopf als herrschaftliches Jagdrevier

Gerade als Insel bot der Kühkopf natürlich beste Voraussetzungen als Jagdrevier. Der Wormser Freiherr von Heyl zu Herrnsheim, ein begeisterter Jäger, hatte dort 1888 den Hof Guntershausen erworben (bis dahin Schmittshausen genannt) und seinen Landbesitz auf dem Kühkopf durch den Ankauf einer Vielzahl von Parzellen erweitert. Er bemühte sich auch, das Jagdrevier interessant zu machen, vor allem durch die Pflege von Fasanen und der damals noch dort verbreiteten wilden Truthähne. Unter den herrschaftlichen Jagden, die in dieser Zeit öfters auf dem Kühkopf veranstaltet wurden, ragt die mit dem Zaren Nikolaus II. am 3. November 1903 heraus.[11] Nikolaus war damals mit seiner Frau zu Besuch in Darmstadt: Die Zarin Alexandra Feodorowna war nämlich eine geborene Prinzessin von Hessen und bei Rhein, und es gab darüber hinaus auch weitere familiäre Beziehungen zwischen dem Zarenhaus und der großherzoglichen Familie und entsprechende gegenseitige Besuche.[12] Das Gruppenbild zeigt den Großherzog Ernst Ludwig mit seinen drei Schwestern und Schwägern am 8. Oktober 1903 [13]:

von links:  Ernst Ludwig, Zarin Alexandra Feodorowna und Zar Nikolaus II.; Prinzessin Irene Luise Maria Anna  und Prinz Heinrich von Preußen; Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna (geborene Elisabeth von Hessen-Darmstadt)  und Großfürst Sergei Alexandrowitsch Romanow; Prinzessin Victoria Alberta Elisabeth Mathilde Marie und Prinz Ludwig Alexander von Battenberg

An der Jagdgesellschaft vom 3. Oktober nahmen neben dem Zarenpaar und dem Großherzog auch Prinz Heinrich von Preußen, der Bruder Wilhelms II., teil: eine wahrhaft noble Jagdpartie. Es handelte sich um eine Treibjagd, in die der ganze Kühkopf einbezogen war.  

Hier ein Bild des Zaren während der Kühkopf-Jagd im Ansitz mit seiner Frau.[14] Die Jagdausbeute war erheblich. Geschossen wurden: 67 wilde Truthähne, 1 Königsfasan, 1 Schnepfe, 158 Fasanenhähne, 5 Fasanenhennen, 23 Hasen, 69 Kaninchen und 2 Raubvögel.[15] Bemerkenswert ist, dass Hirsche, Rehe oder Wildschweine nicht zur Jagdbeute gehörten: Ich vermute, dass die damals auf dem weitgehend noch landwirtschaftlich genutzten und waldarmen Kühkopf eher nicht verbreitet waren.

Hier ein Gruppenfoto der um die erlegten Tiere gruppierten Jagdgesellschaft.[16] In der Mitte Zar Nikolaus II. mit den Händen im Muff, rechts neben ihm der Gastgeber Freiherr von Heyl zu Herrnheim. Die zweite Person links neben dem Zaren, ebenfalls mit den Händen im Muff, ist der Großherzog Ernst Ludwig.

Der Kühkopf wird Naturschutzgebiet

Seit 1952 sind der Kühkopf und die im Norden angrenzende Knoblochsaue Naturschutzgebiet. Mit einer Fläche von 2.370 ha ist es das weitaus größte Naturschutzgebiet Hessens.  Der Kühkopf selbst ist etwa 1700 ha groß. Davon werden 100 bis 350 ha von Flachwasserbereichen bedeckt, 150 ha von Röhricht und 620 ha von Auwald.

Dem fast 24 Quadratkilometer großen Auenschutzgebiet mit der Rheininsel Kühkopf und der Knoblochsaue wurde durch die Deutsche Sektion des Internationalen Rates für Vogelschutz e.V. 1983 das Prädikat „Europareservat“ verliehen. Es ist Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und hat mit seiner ökologischen Bedeutung europäischen Rang. Nachdem im Frühjahr 1983 wieder die Hochwasserdämme brachen und das komplette Gebiet des Kühkopfs überflutet wurde, wurden die Dämme nicht mehr instandgesetzt. Dadurch sind mehr als 1.000 ha Aue wieder an das natürliche Abflussgeschehen des Rheins angeschlossen. Die in Teilarealen noch betriebene intensive Landwirtschaft wurde damals aufgegeben – begünstigt durch den Umstand, dass die Familie von Heyl ihren Landbesitz auf dem Kühkopf und das Gut Guntershausen schon 1961 an das Land Hessen verkauft hatte.  Im Zentralbereich der Insel und auf der Knoblochsaue werden aber noch 400 ha extensiv als Grünland genutzt. Auch die umfangreichen Streuobstbestände des Schutzgebietes werden erhalten und gepflegt. Das sind vor allem Apfelbäume, die auf dem Kühkopf eine lange Tradition haben: Früher gab es noch am südlichen Altrheinarm den alten  „Äppeldamm“, dessen Bäume aber inzwischen weitgehend abgestorben und überwuchert sind. Aber dafür gibt es jetzt den Apfelbaum-Lehrpfad (auf der Karte: Nr. 4, Weißstorchweg) mit einer Vielzahl von Apfelbaum-Sorten. 

200 ha im Jahre 1983 aufgegebene Ackerflächen wurden weitgehend sich selbst überlassen. Dort erobert der Hartholzauwald sein Territorium zurück. Auch die Pflege der Deichsysteme auf der Insel wurde 1983 eingestellt, so dass sich seitdem wieder eine natürliche Hochwasserdynamik entwickeln kann.  2005 endete schließlich die Forstwirtschaft im gesamten Schutzgebiet.

Eingestellt wurde auch die Erdölförderung auf dem Kühkopf, an die noch die Pferdekopf- Pumpe bei Stockstadt erinnert, die als Industriedenkmal erhalten ist.  

Foto: Wolf Jöckel

Sie gehörte zu dem seit 1952 erschlossenen Erdölfeld bei Stockstadt. Insgesamt 47 Bohrungen zur Erschließung des Feldes wurden vorgenommen und bis 1994 mehr als 1 Million Tonnen Erdöl gefördert. Heute dienen die leergepumpten Kavernen als Erdgasspeicher.[17]

Die Auenlandschaft des Kühkopfs

Die Landschaft des Rieds und damit auch des Kühkopfs ist literarisch gestaltet worden in dem Roman „Gang durch das Ried“ von Elisabeth Langgässer. Als junge Lehrerin an der Volksschule in Griesheim bei Darmstadt entdeckte und erkundete sie das Ried und den Kühkopf mit dem Fahrrad. 1936 erhielt sie als „Halbjüdin“ Publikationsverbot. Der im gleichen Jahr erschienene Ried-Roman ist ihr letztes Werk, das im „Dritten Reich“ noch erscheinen durfte. 1950 starb sie und erhielt ein Jahr später den Georg-Büchner-Preis, den bedeutendsten deutschen Literaturpreis.

Im Naturschutzgebiet Knoblochsaue gibt es -ausgehend vom Parkplatz Knoblochsaue- einen Elisabeth-Langgässer-Wanderweg.

Auf einer Informationstafel wird folgende Passage aus dem „Gang durch das Ried“ wiedergegeben:

„Die Erde ist fett, die Erde ist lehmig und hängt sich an die Räder, der Himmel sehr hoch, nur schwach bewölkt und entleert von den Durchzugsvögeln. (…) Es geht nach Südwesten, wenn nicht der Horizont wäre, könnte man endlos weit sehen. Nur im Osten führt eine blaue Welle von Waldbergen ihren Geländestrom bald höher, bald tiefer dahin. Man sieht sie von allen Riedorten  aus: den Frankenstein und den Felsenberg mit seiner handvoll Häusern, den Malchen- schneidest du ihn heraus, so denkst du, es ist der Vesuv. Und wer oben steht, dort auf den Höhenwegen, dem zeigt sich das Land wie ein Teller, auf dem man Kresse gesät hat, beworfen mit unregelmäßigen Dörfern aus einer Spielzeugschachtel. Es sind Backsteinbauten, mit Ziegeln  bedeckt, mitten drin ist der Kirchturm, daneben das Schulhaus, von Dorf zu Dorf läuft ein schnurgerader Weg, der von hohen Pappeln besäumt wird. An manchen Stellen blitzt Wasser auf, das sind die großen Tümpel, die Löcher, wo Torfstücke ausgetrocknet und Weidenzweige gehauen werden, um Kiepen und Körbe zu flechten. Wie von dem Glasbläser hingezogen schlingt sich der Altrhein durch die Gebüsche. Jetzt teilt er sich und umarmt eine Aue, jetzt wieder und wieder eine; seine Strömung geht langsam, langsamer, leiser; gleich wird er einschlafen, auslaufen, …“ (Aus dem Roman „Gang durch das Ried“. Erstveröffentlichung 1936)

Die Auenlandschaft des Kühkopfs ist außerordentlich vielfältig: Es gibt viel Wasser, nicht nur den  Alt- und den Neurhein, sondern dazu auch noch andere stille Arme des Rheins, Tümpel und Wasserlöcher, es gibt Röhricht, Wiesen mit Sommerblumen, Orchideen und Herbstzeitlosen, Apfelbäume, Urwald mit armdicken Lianen, Weich- und Hartholzauen….

Hier einige Eindrücke: 

Der Altrhein bei Stockstadt (oben) und beim Forsthaus Knoblochsaue (unten) Fotos: Wolf Jöckel

Bärlauchblüte in der Knoblochsaue.  Sie trägt den Namen der Familie von Knobloch, der das Gebiet Ende des 15. Jahrhunderts gehörte. Fotos: Wolf Jöckel

Heuernte Fotos: Frauke und Wolf Jöckel

Urwald auf dem Kühkopf Fotos: Wolf Jöckel
Armdicke Lianen

Misteln sind auf dem Kühkopf weit verbreitet. Es sind Parasiten, die besonders häufig Pappeln, aber auch Apfelbäumen besiedeln. Fotos: Wolf Jöckel

Dort allerdings sind sie wenig willkommen, denn sie gefährden seltene Apfelbaum-Sorten, die Teil des Biotops sind.

„Kopfweiden“ sind Zeugen vergangener Nutzungsformen. Es sind Silberweiden, deren Regenerationskraft früher vielfach genutzt wurde.  Weidenruten in geflochtener Form fanden bei der Ufersicherung am Rhein, dem sogenannten Faschinenbau, Verwendung. Einjährige Weidentriebe dienten den Korbmachern als Ausgangsmaterial.[18]  Fotos: Wolf Jöckel

Ganze Kopfweidenwälder wurden früher am Rhein angepflanzt. Auf dem Kühkopf sollen sie erhalten werden.

Im September blühen auf den Wiesen des Kühkopfs die Herbstzeitlosen Foto: Wolf Jöckel

Altarm des Rheins am Schusterwörth in der Knoblochsaue. Foto: Frauke Jöckel

Der Kühkopf: Ein Paradies für Tiere

Das Natursschutzgebiet Kühkopf ist vor allem ein Vogelparadies.  Auf dem Parkplatz an der Stockstädter Brücke werden wir meist schon von dem Gesang einer Nachtigall empfangen. Und wenn wir dann mit den Fahrrädern an der alten Ölpumpe vorbeifahren und links in den Apfel-Lehrpfad Richtung Neurhein einbiegen (Karte Weg Nummer 4), freuen wir uns schon auf das Zwitschern einer Goldammer.

Foto: Wolf Jöckel

Sie sitzt meist ganz oben auf einem der alten Bäume, ist deshalb auch gut zu erkennen und zu bewundern. Ihren typischen Gesang trägt sie nicht nur im Frühjahr vor, sondern auch den ganzen Sommer und Herbst. Und abends auf dem Weg zurück ruft es „Kuckuck, Kuckuck“ aus dem Wald.  Kuckuck und Nachtigall zeigen sich zwar nicht, ihr Ruf und Gesang ist aber nicht zu überhören. Auf dem Weg zurück vom Neurhein an der Knoblochsaue zum Parkplatz sind es oft sogar mehrere Nachtigallen, die versteckt in dem buschigen Gehölz ein mehrstimmiges Konzert anstimmen. Da bleiben wir gerne ruhig stehen und freuen uns über den schönen Abschluss eines Tages im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue.

Der Symbolvogel des Kühkopfs ist der Schwarzmilan.[19]

© Herbert Zettl

In Deutschland vom Aussterben bedroht, hat er im Europareservat – im Auwald des Kühkopfs – Überlebenschancen gefunden. Nirgendwo sonst in Mitteleuropa siedeln und brüten so viele Milane wie hier. Elisabeth Langgässer hat dem Milan in ihrem Ried-Roman diese poetische Passage gewidmet:

„Sie fuhren die Wasser- und Weidenschleife in großem Bogen entlang, im Westen schwärmte ein Vogelheer über dem Altrhein hoch, es waren Milane und Krähen; wenn die Krähe stürzte, stieg der Milan mit hellem Schrei noch ein Stück in die Höhe, der Raubvogel über der Bettelliese und zeichnete große Spiralen an den geläuterten Himmel, die, wenn sie vollendet waren, wie eine Kielspur noch weiter zu strömen und nur langsam zu schwinden schienen…“[20]

© Andrea’s Kreativwerkstatt [21]

Hier das schöne Foto eines Schwarzspechts. Die Spechte finden in den alten Bäumen und Baumruinen des Kühkopfs ideale Höhlen und Brutstätten.

Schwarzstörche im Flug über den Kühkopf © Andrea’s Kreativwerkstatt

Wasservögel sind in dem Europareservat natürlich besonders reichhaltig vertreten.  Für seine Reiherkolonie, die inzwischen etwa 180 Paare umfasst, war und ist der Kühkopf besonders bekannt.[22]

Hier ein Graureiher, aufgenommen von dem Beobachtungsstand am Krönkesarm. Foto: Frauke Jöckel

Seltener zu beobachten ist der Silberreiher.

© Andrea’s Kreativwerkstatt

„Noch vor zehn, 20 Jahren war ein Silberreiher in unserer Region eine Sensation, die Vogelliebhaber in Scharen anlockte“, berichtet Ralph Baumgärtel, der Revierförster im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue und Leiter des dortigen Umweltbildungszentrums.  Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, erzählt er, sei das für lange Zeit letzte Brut-Exemplar auf der Königsinsel am Rhein abgeschossen worden: Wegen der langen Schmuckfedern auf dem Rücken der Vögel, die bei den Damen als Hutschmuck en vogue waren, sei die Art fast ausgerottet worden. Und obwohl die Reiher-Jagd verboten wurde, ließ sich bis Anfang der sechziger Jahre keines der Tiere mehr in Hessen blicken.

Mittlerweile allerdings freut sich der Revierförster über regelmäßige Besuche der eleganten weißen Schreitvögel. Gelegentlich sind sie sogar in kleinen Trupps unterwegs. „Die ersten sind bei uns in den neunziger Jahren zugewandert“, erläutert Baumgärtel. Davor pilgerten Vogelfreunde und Fotografen aus ganz Mitteleuropa zum Neusiedler See an der österreichisch-ungarischen Grenze, um die Tiere zu beobachten.[23]

© Andrea’s Kreativwerkstatt

Ein noch seltenerer Gast ist der Löffler, der  hier einmal auf der „Durchreise“ von seinem Winterquartier im Mittelmeerraum zurück zum Wattenmeer auf dem Kühkopf Station machte.

Und es gibt sogar recht stattliche Schildkröten in dem Naturschutzgebiet.

Europäische Sumpfschildkröten am Schusterwörth in der Knoblochsaue. Es ist die einzige heimische Wasserschildkrötenart in Deutschland Foto: Wolf Jöckel

Rehe, Füchse und Wildschweine sind inzwischen auf dem Kühkopf auch reichlich vertreten.

© Andrea’s Kreativwerkstatt

Besonders gute Orte für Tierbeobachtungen sind die Aussichtsplattformen am nördlichen Altrheinarm (Karte Weg Nummer 3). Von dort wurde auch diese Wildschweinfamilie aufgenommen.

© Andrea’s Kreativwerkstatt

Wie an der Nordsee: Der Rheinstrand

Sowohl am Kühkopf-Neurhein als auch an der Knoblochsaue gibt es ausgesprochen schöne und -wenn der Rhein nicht gerade Hochwasser hat- auch breite Strände.

Die hat Alexander Jürgs in dem „Familien-Tipp“ der FAZ vom 29. April 2021 sogar als „Traum“ gefeiert.  „Man kann dort im Sand buddeln, Muscheln sammeln, Steine übers Wasser springen lassen und in der Sonne dösen… Also: Schuhe aus, Hose hochgekrempelt, rein ins Wasser ….“ Es fühle sich zwar nicht nach Rimini an, aber „nach Nordseeinsel“…

Fotos: Wolf Jöckel

Muscheln gibt es mehr als genug. Das ist vor allem die Grobgerippte Körbchenmuschel, deren Schalen stellenweise Spülsäume wie am Meeresstrand bilden.[24]

Wurzeln der Silberpappeln am Strand – ein wenig Mangroven-feeling. Fotos: Wolf Jöckel

Rheinstrand mit Blick auf die Oppenheimer Landskron

Vögel kann man hier natürlich auch beobachten….

…. wie diese Bachstelze und die Kormorane, denen man beim Fischen zusehen kann. Fotos: Wolf Jöckel

…. und danach beim  Sonnen….

Das Hofgut Guntershausen und Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf

Sehr empfehlenswert ist auch ein Besuch des in der Nähe der Stockstädter Altrheinbrücke gelegenen Hofguts Guntershausen. Foto: Wolf Jöckel

Es handelt sich um einen früher landwirtschaftlich genutzten und denkmalgeschützten Gebäudekomplex, für den eine neue Verwendung gesucht wurde, nachdem die intensive Landwirtschaft auf dem Kühkopf 1983 aufgegeben wurde. Seit 2014 findet sich dort das Umweltbildungszentrum „Schatzinsel Kühkopf“ mit drei Dauerausstellungen, Wechselausstellungen, Seminarräumen, Werkstätten und einem angeschlossenem Verwaltungstrakt.

Die drei Dauerausstellungen zur Kultur und Geschichte der Auenlandschaft werden im Nordflügel des Gutes präsentiert, dem ehemaligen weiträumigen Stall, der aus einem Untergeschoss mit Kreuzgewölben und einem Obergeschoss besteht.

Am „Grünen Tisch“ können die Besucher an der Planung des Rheindurchstichs von 1829 teilhaben. Schon damals wurden Großprojekte heiß diskutiert und ihre Folgen wirken bis heute. Projizierte Karten zeigen die Landschaftsveränderungen am Kühkopf quasi im Zeitraffer. Auf Monitoren kommen verschiedene Akteure wie der damalige Großherzog oder die örtliche Bevölkerung zu Wort und Flussbaumeister Kröncke erläutert seine Planungen: Geschichte wird lebendig.[25]

Insgesamt gibt es sehr viele anschauliche und pädagogisch aufbereitete Informationen über die Auenlandschaft des Kühkopfs und ihre ökologische Bedeutung.

Hier der Eingang zum Ausstellungsraum über Fische und andere Lebewesen in den Gewässern des Naturschutzgebiet Kühkopfs, den „Schätzen im Fluss“.

Zu den Schätzen des Kühkopfs gehört allerdings wohl kaum die berühmt-berüchtigte Rheinschnake, die in der Ausstellung auch entsprechend in Szene gesetzt ist.

Foto: Frauke Jöckel

Für die Bewohner und Besucher des Rieds war die äußerst anpassungsfähige Schnake eine große Belästigung. „Bis zu 1000 Angriffe pro Mensch und Minute wurden schon gezählt“.[26] Inzwischen wird die Schnake mit dem selektiv wirkenden „Bacillus thuringiensis israelensis“ (BTI) bekämpft, aber als wichtiger Bestandteil des Lebensraums soll sie durchaus ihren Platz behalten.  Bei optimalen Entwicklungsbedingungen können trotz der erlaubten Bekämpfung die Schnaken vor allem im Frühsommer „den Naturgenuss erheblich beeinträchtigen“, worauf die Homepage des Umweltbildungszentrums vorsorglich hinweist.[27]

Allerdings gilt das weniger am Rheinstrand und vor allem in der Zeit des Sonnenuntergangs. Wenn man sich da entsprechend anzieht und mit einem geeigneten Mittel die freien Körperpartien schützt, sollten die Schnaken auch im Sommer kein Hinderungsgrund für einen Besuch des Kühkopfs sein. Er ist immer ein lohnendes Ziel. Das bestätigten auch die Störche, die auf dem Dach des  Hofguts vernehmlich klapperten, als wir kürzlich die schöne, anschauliche Ausstellung verließen. Foto: Frauke Jöckel


Öffnungszeiten:
April bis Oktober Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr; November bis März Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr;
Samstag, Sonntag und Feiertag 9 bis 17 Uhr; Montag Ruhetag sowie am 24. und 31. Dezember


Anmerkungen:

[1] Siehe: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpf/abt5/ref56/naturschutzgebiete/naturschutzgebiet-taubergiessen/

[2] Historische Rheinlaufkarte aus dem Verlag der Homännischen Erben anno 1735 (Ausschnitt)

https://www.kuehkopf.de/geschichte.html

[3] Siehe dazu auch: Ludwig  Bechstein, Die Schwedensäule. In: Deutsches Sagenbuch. Leipzig 1853 http://www.zeno.org/Literatur/M/Bechstein,+Ludwig/Sagen/Deutsches+Sagenbuch/49.+Schwedens%C3%A4ule+bei+Oppenheim

[4] Hans Pehle, Der Rheinübergang des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf. Ein Ereignis im Dreißigjährigen Krieg 1631. Riedstadt: Forum Verlag 2005, Seite 97/98

[5] Schwedensäule. Dankaerts, Historis 1642   https://de.wikipedia.org/wiki/Schwedens%C3%A4ule

http://docplayer.org/109583804-Die-schwedensaeule-im-kreis-gross-gerau.html

[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Schwedens%C3%A4ule#/media/Datei:Dankaerts-Historis-9315.tif

[7] Hans Pehle, Der Rheinübergang des schwedischen Königs Gustav II. Adolf. Riedstadt: Forum-Verlag 2005, S. 87  Bild aus: https://www.fotocommunity.de/photo/schwedensaeule-hans-juergen-pilgerstorfer/36764516

[8] Gemeinde Guntersblum (Hrsg), 150 Jahre Rheindurchstich Kühkopf. Eine geschichtliche Darstellung des Rheindurchstichs und der Insel Kühkopf.

[8a] Siehe dazu: Gerold Bielohlawek-Hübel, Wie der Kühkopf entstand : (Krönckebuch) ; das Werk des Großherzoglichen Darmstädter Wasserbaudirektors Claus Kröncke mit Auszügen aus seinem Buch „Über die Durchgrabung der Erdzunge am Geyer“ (Anno 1826) Riedstadt: Forum 2004

[9] Karte aus: 150 Jahre Rheindurchstich Kühkopf, S. 11

[10] https://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Kr%C3%B6ncke#/media/Datei:Kroenke_Denkmal_01.jpg

[11] Dazu: Jörg Hartung und Otto Kraus, Der Zarenbesuch auf dem Kühkopf. Eine Dokumentation zum Jagdausflug des Zaren Nikolaus II. von Russland auf dem Kühkopf am 3. November 1903. Forum Verlag Riedstadt 2004

[12] Siehe Hartung/Kraus, S. 30/31. Zarenbesuche bei der hessischen Verwandtschaft sind in den Jahren 1891,1894, 1896, 1897, 1899, 1903 und 1910 nachzuweisen. Die Großmutter von Zar Nikolaus II. war übrigens auch eine hessische Prinzessin, Marie von Hessen und bei Rhein.

[13] Bild aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Hessen-Darmstadt_(1864%E2%80%931918)#/media/Datei:Gruppenbild_1903.jpg

[14] Bild aus: https://hofgut-guntershausen.de/hofgutnachmittag-der-jagdausflug-des-zaren-auf-den-kuehkopf-2

[15] Der Zarenbesuch auf dem Kühkopf, S. 55

[16] Bild aus der Ausstellung des Umweltbildungszentrums Schatzinsel Kühkopf. Erläuterungen dazu bei Hartung/Kraus, S. 56

[17] https://wirtschaft.hessen.de/sites/wirtschaft.hessen.de/files/2021-12/Energiemonitoringbericht_2021_web.pdf Seite 85

[18] https://schatzinsel-kuehkopf.hessen.de/kopfweiden

[19] https://schatzinsel-kuehkopf.hessen.de/schutzgebiet/weiterf%C3%BChrende-informationen/arten/v%C3%B6gel

[20] Elisabeth Langgässer, Gang durch das Ried. Roman. FFM/Berlin/Wien: Ullstein 1981 (Ullstein-Buch Nr. 37025, S. 118/119

[21] Nachfolgend sind einige außerordentlich schöne Fotos von Andrea’s Kreativwerkstatt abgebildet. Mit ihnen hat es folgende Bewandtnis: Im letzten Herbst haben wir bei einem Ausflug auf den Kühkopf an einem Beobachtungsstand die Bekanntschaft mit Andrea gemacht. Sie war uns aufgefallen wegen ihrer bemerkenswerten Fotoausrüstung. Also sprach ich sie an, um sie auf die Wildschweinfamilie aufmerksam zu machen, die wir gerade beobachtet hatten. Daraufhin zeigte sie uns die Fotos, die sie schon vor uns aufgenommen hatte- eines davon ist nachfolgend zu sehen. Wir kamen ins Gespräch, sie erzählte von ihrem Hobby, auf dem Kühkopf, in dessen Nähe sie wohne, Tierfotos zu machen. Ich berichtete ihr von meinem Vorhaben, einen Blog-Artikel über den Kühkopf zu schreiben und fragte sie, ob sie vielleicht dazu einige Tierbilder beisteuern könnte. Sie war damit einverstanden und schickte mir kurz danach u.a. die nachfolgend in den Beitrag aufgenommenen Bilder. Bei der Arbeit an diesem Beitrag hätte ich sie gerne noch einmal kontaktiert, hatte aber leider ihre e-mail Adresse nicht gespeichert. Aber vielleicht ermöglicht es dieser Beitrag ja, den Kontakt zu erneuern. Das würde mich sehr freuen.

[22] Zu den Reihern auf dem  Kühkopf siehe auch: https://www.zobodat.at/pdf/JBer-Vogelkdl-Beobachtungsstat-Untermain_7_0019-0051.pdf 

[23] . https://www.echo-online.de/lokales/kreis-gross-gerau/stockstadt/exotischer-gast-kommt-regelmassig_17721760

[24] https://rheinstation.uni-koeln.de/tiere-im-rhein/muscheln-und-schnecken-im-rhein

[25] https://schatzinsel-kuehkopf.hessen.de/bildungszentrum/ausstellungen

[26] Schautafel der Ausstellung

[27] Homepage des Naturschutzzentrums: https://schatzinsel-kuehkopf.hessen.de/bildergalerien/juni

Weitere geplante Blog-Beiträge:

Das Château Rosa Bonheur in By bei Paris

Das Pantheon der großen (und der weniger großen) Männer und der wenigen großen Frauen, Teil 2: Der Kult der großen Männer

Das Reiterstandbild Heinrichs IV. auf dem Pont Neuf

Der König der Tiere: Das Labyrinth und die Menagerie Ludwigs XIV. im Park von Versailles

3 Gedanken zu “Naturparadies aus Menschenhand: Das Europareservat Kühkopf am Rhein

  1. hmorel.scheller

    Eure Schilderung erweckt grosse Lust, es Euch gleich zu tun und dieses schoene Gebiet kennen zu lernen. Lieben Dank Helgaenvoyé : 1 mai 2022 à 09:56de : Paris und Frankreich Blog <comment-reply@wordpress.com>à : hmorel.scheller@orange.frobjet : [Neuer Eintrag] Naturparadies aus Menschenhand: Das Europareserv

    Gefällt mir

  2. Pingback: Naturparadies aus Menschenhand: Das Europareservat Kühkopf - Patrimoine culturel et monument historique

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