Das Dilemma der französischen Benzinpreise

Die hohen Benzinpreise sind in Frankreich ein zentrales Thema der politischen Debatten und der Medien. Kein Wunder bei der Entwicklung der Preise, die nach dem israelisch-US-amerikanischen Angriff auf den Iran, der Ausweitung des Krieges auf die ganze Region und der Blockade der Meerenge von Ormuz weiter drastisch angestiegen sind.[1]

Rekord- Preise

Entwicklung der französischen Durchschnittspreise für E 10 zwischen September 2025 und 2026.[2]

Überall ist von einer „crise du carburant“,  einer „explosion des prix“ die Rede,  oft als Aufmacher der Nachrichten, von einem „Schock für die französische Wirtschaft“ und dem seit dem Sturm auf die Bastille sprichwörtlichen und gefürchteten Volkszorn (colère populaire). Die Benzinpreise können ja wirklich deftig sein: Vor allem in der Hauptstadt.

Tankstelle in Paris, 18. September 2026. KENZO TRIBOUILLARD/AFP[3]  

Sicherlich hat Le Monde hier ein besonders drastisches Beispiel herausgesucht. Aber die Benzinpreise in Paris sind traditionell besonders hoch und die dort oft kleinen Tankstellen am Straßenrand werden entsprechend wenig genutzt. Getankt wird eher im Umland bei den Tankstellen der großen Einkaufszentren von Leclerc, Casino, Intermarché, Auchan etc, die auf ihren Parkplätzen über eigene Tankstellen verfügen, die Benzin deutlich günstiger verkaufen: Nach unseren Beobachtungen derzeit für Preise um die 2.15 Euro für einen Liter E 10.

Auf der Auchan-Tankstelle in Hyères/Var -wir sind derzeit in Südfrankreich- kostet der Liter E 10 derzeit 2.13 Euro. Das ist auch im Vergleich zu anderen Tankstellen, bei denen die Preise nach unseren Beobachtungen bei 2.30 bis 2.40 liegen können, ziemlich günstig; und aus deutscher Sicht sowieso.[4]  Trotzdem ist die genannte Auchan-Tankstelle -auch zu beliebten Einkaufszeiten- eher schwach besucht. Kein Wunder: Denn nicht weit davon entfernt gibt es eine Total-Tankstelle.

Rekord-Gewinne und Rabatte

Auf ALLEN Tankstellen des französischen Marktführers kostet der Liter Benzin (ob E 10 oder Super) nämlich 1.99 Euro! Das gilt auch für Total-Tankstellen in la France profonde, dem französischen Hinterland,  oder Autobahntankstellen, die im Allgemeinen ja -wie in Deutschland- ausgesprochen teuer sind.

Total-Autobahntankstelle bei Cannes. Aufgenommen am 23.9. von Wolf Jöckel

Und an dieser Tankstelle hatten wir Glück, denn es gab keine Warteschlangen- während die an der Total-Tankstelle in Hyères immer, wenn wir dort vorbeifahren, sehr lange sind. Ich vermute mal, dass da die Wartezeiten bis zu einer Stunde betragen kann. Aber das nehmen viele Autofahrer in Kauf.  

Und dass es an unserer Zapfsäule bei Cannes kein E 10 mehr gab, war auch kein Problem[5]: Denn das Super-Benzin SP 98 gibt es -anders als bei Tankstellen anderer Marken- ohne Aufpreis.

Es handelt sich hier um einen französischen Sonderfall, der abgekoppelt ist vom normalen Marktgeschehen. Total hat nämlich seit dem 13. März seine Preise für Benzin gedeckelt: 1.99 für E 10 und Super, 2.25 für das in Frankreich viel verwendete Diesel. [5a] Anlass war der Angriffskrieg von Israel und den USA auf den Iran, der am 28. Februar begann und der zu einem steilen weltweiten Anstieg der Preise für Rohöl führte. Und diese Maßnahme soll nach den Worten des Total-Chefs gelten, „solange der Iran-Krieg dauert“ – was noch lange dauern kann…

Total kann sich diese Aktion ohne Probleme leisten: Zwar soll die Firma seit Einführung des Preisdeckels dadurch 250-300 Millionen Euro Verlust gemacht haben. Aber gleichzeitig hat Total horrende Gewinne erzielt: Total fördert und raffiniert nämlich auch selbst Erdöl und hat damit im ersten Halbjahr 2026 11,2 Milliarden Dollar verdient, doppelt so viel wie im Jahr zuvor.[6] Da lässt sich der Verlust an der Tankstelle via Quersubventionierung fast schon aus der Portokasse bezahlen. Also wurde auch gleich die Dividende deutlich erhöht und der Aktienkurs kletterte entsprechend in die Höhe.

Die Preisdeckelung ist für die Firma ein gutes Geschäft. Sie kann sich als patriotisches Unternehmen vermarkten. Indem es seine Konkurrenten aussticht, gewinnt Total, wie die Schlangen vor den Tankstellen zeigen, auf jeden Fall in der aktuellen Krise, aber vielleicht dauerhaft, zusätzliche Kunden. Und auch die Aktivitäten im Strom- und Gasmarkt können und sollen davon profitieren:  Wer Strom oder Gas von Total bezieht, konnte zeitweise sogar das Diesel zum Vorzugspreis von 1.99 Euro bekommen. Ein grandioser Marketing-Coup.

Über den freut sich auch der französische Staat: Er ist zwar nicht mehr Aktionär von Total, aber die Firma hat ihren Sitz in Frankreich, dem Hochhausviertel La Défense bei Paris, direkt neben der Grande Arche. Als Aktiengesellschaft ist Total im CAC gelistet, dem französischen Pendant zum deutschen DAX. Mir ihrer Aktion mildert sie den Handlungsdruck auf die Regierung – dass die anderen Marken und Tankstellenbetreiber eine illoyale Konkurrenz beklagen, nimmt er hin.[6a]

Gilets-jaunes-Revival?

Allerdings kann die einseitige Maßnahme von Total das Problem der hohen Benzinpreise nicht lösen und die Unzufriedenheit in der Bevölkerung nicht beheben. Da gibt es viel Unmut, Empörung. Vor allem natürlich bei Gruppen, bei denen die Benzinpreise ein wesentlicher Faktor ihrer beruflichen Existenz sind. Dazu gehören die gut organisierten,  kämpferischen Fischer und Bauern, die durch publikumswirksame Aktivitäten auf ihre Forderungen nach staatlichem Eingreifen aufmerksam gemacht haben.

„Unser Zorn steigt. Eure Politik ruiniert die Fischerei“. (Notre colère monte, Votre politique coule la pêche) Demonstration von Fischern gegen die Steigerung der Benzinpreise im Hafen von Grau-du-Roi (Gard) am 17. September 2026.[7]

So haben im September Fischer den Zugang zu mehreren Häfen blockiert und die Blockade erst beendet, als sie von der Regierung Zusagen für Erleichterungen erhalten hatten.[8]

Und am 16. September blockierte eine größere Gruppe von Fischern ein Treibstoffdepot im Hafen von Fos-sur-Mer (Bouches-du-Rhône). Hier wird sie von der Polizei herauseskortiert.

Dass auch die gut organisierten französischen Bauern zu öffentlichkeitswirksamer Mobilisierung und entsprechenden Maßnahmen fähig sind, haben sie wiederholt bewiesen.

Hier 2022 bei der Blockade des Zugangs zu einer Raffinerie bei Toulouse: „Wer Elend sät, wird Zorn ernten“. Schon damals ging es um die hohen Benzinpreise.  9]

Angesichts der aktuellen Krise glaubt eine deutliche Mehrheit der französischen Bevölkerung, dass es zu einer Neuauflage der Gilets-Jaunes-Bewegung von 2018 kommen könnte, die mit der Blockade von ronds points das öffentliche Leben des Landes monatelang massiv beeinträchtigt hatten.[10] In den sozialen Medien kursieren offenbar schon Aufrufe für einen entsprechenden Aktionstag am 17. Oktober.

Und Vorboten gibt es offenbar schon:

Am 24.9. wurden an der Tankstelle des Intermarché in Mourmelon alle Schläuche der Zapfsäulen durchtrennt…[11] Die Regierung nimmt die Drohungen einer erneuten Bewegung sehr ernst, wie das Fernsehinterview mit Präsident Macron am 24. 9. gezeigt hat.

Vorschläge und Forderungen

Vorschläge und Forderungen, wie der derzeitigen crise des carburants zu begegnen ist, gibt es genug – gerade auch angesichts der 2027 anstehenden Präsidentschaftswahlen. Da erwartet man ja zu Recht von den Kandidatinnen und Kandidaten – und davon gibt es eine ganze Menge- entsprechende Positionierungen.

Es sind vor allem drei weitgehende Maßnahmen, die da gefordert und diskutiert werden[12]:

  • Eine mehr oder weniger deutliche generelle Absenkung der Steuern und Abgaben auf Benzin: Der rechtsradikale RN mit Spitzenkandidatin Le Pen (dass sie verurteilt ist und Fußfessel trägt, spielt nach unserer Beobachtung im Wahlkampf überhaupt keine Rolle) will die Steuer auf Benzin radikal absenken und damit eine Verbilligung von 30 Cent erreichen. Ähnlich der Kandidat der Kommunisten (PCF) Roussel. Die Rechte (LR, Ratailleau) will die Abgaben um 15-17 Cent pro Liter senken.
  • Eine staatlich festgelegte generelle Begrenzung der Preise:  Das fordert zum Beispiel LFI (La France Insoumise) des Präsidentschaftskandidaten Melenchon. Die Obergrenze soll bei 1.70 Euro liegen. Die Gewerkschaften CGT und FO fordern sogar einen Preisdeckel von 1.50 Euro.
  • Eine Übergewinnsteuer, die vor allem Total, aber auch Betreiber von Raffinerien betreffen, die derzeit offenbar besonders hohe Gewinne erzielen. Das fordert zum Beispiel Raphael Glucksmann, der gerade an aussichtsreicher Position sich um die Kandidatur für die sozialdemokratische Linke bemüht.

Bei diesen Vorschlägen stellen sich allerdings die Fragen der Finanzierung und der Gerechtigkeit: Ist es gerecht, dass von diesen Maßnahmen, die von allen Steuerzahlern getragen werden, auch solche Autofahrer profitieren, die eine Unterstützung überhaupt nicht benötigen und/oder verdienen?  Und welche Konsequenzen haben die milliardenschweren Kosten solcher Maßnahmen für den Staatshaushalt? Nach Angaben des französischen Finanzministers Roland Lescure (Radiointerview vom 21. September) würde eine generelle Senkung der Benzinsteuer um 20 Cent den Staat, aufs Jahr gerechnet, 10 Mrd Euro kosten.  Dabei ist Frankreich ja jetzt schon massiv verschuldet: Die Schuldenquote liegt 2026 bei knapp unter 120% des BSP, einem Rekordwert,  und wird im nächsten Jahr weiter ansteigen; das ja nun wahrlich nicht ehrgeizige Ziel, das Defizit im Staatshaushalt von 5,1 auf 5,0 % des Bruttosozialprodukts zu senken (der EU-Richtwert liegt bei 3%) wird sowieso schon verfehlt: die voraussichtliche Verschuldungsquote soll nach Regierungsangaben bei 5,4% liegen; und Frankreich muss für neue Schulden inzwischen schon höhere Zinsen bezahlen als Italien, Spanien oder Griechenland, die traditionellen Vertreter des sogenannten Club Med.[13] Die Rechts- und Linksradikalen wollen den Haushalt entlasten durch Kürzung der Beiträge an die EU (natürlich ohne Einbußen für die französische Landwirtschaft, die wesentlich von den Brüsseler Agrarsubventionen profitiert). Melenchon will außerdem einen Teil der französischen Staatsschulden schlicht streichen. Die politische Linke, auch die gemäßigte, sozialdemokratische, will die von ihr geforderten Erleichterungen durch die Einführung einer Reichensteuer (taxe Zucman) finanzieren. Sogar der einflussreiche französische Rechnungshof (Cour des comptes), präsidiert von einer ehemaligen Ministerin Macrons, setzt sich schon seit längerem für eine Besteuerung größter Vermögen ein, die bisher durch steuerliche Optimierung oft jede Steuerzahlung vermeiden.[14]  Für die aktuelle Regierung Lecornu, der eine parlamentarische Mehrheit fehlt, scheiden solche Maßnahmen allerdings aus.[15]

Was die Regierung tut/tun will

Es bleiben also für die Regierung Lecornu nur gezielte Maßnahmen für besonders betroffene Berufsgruppen.[16] Solche Maßnahmen gibt es schon bisher, sie sollen aber deutlich ausgeweitet werden. Auf diese Weise will man den colère populaire dämpfen und gleichzeitig die Ausweitung der staatlichen Ausgaben einigermaßen begrenzen. Präsident Macron hat dieses Modell in seinem TV- Interview am 24.9. ausdrücklich verteidigt – auch als Alternative zur deutschen Gießkannensubventionierung, die übrigens Kanzler Merz kurz zuvor noch vehement abgelehnt hatte…

Konkret gibt es in Frankreich schon gezielte Hilfen für Wirtschaftszweige, die besonders von den Benzinpreissteigerungen betroffen sind: Fischerei, Landwirtschaft, Transportgewerbe und Unternehmen des Baus und der öffentlichen Arbeiten (BTP). Dazu sollen die Hilfen für „grands rouleurs“, also beruflich bedingte Vielfahrer mehr als verdoppelt werden. Zu ihnen gehören zum Beispiel auch im ländlichen Raum arbeitende Krankenschwestern… Insgesamt belaufen sich die Kosten dafür auf etwa 1,4 Mrd Euro. Aber, wie es von Regierungsseite heißt: Man müsse bereit sein, rechtzeitig einige hundert Millionen Euros auszugeben als später mehrere Milliarden…  

Bemerkenswert finde ich übrigens, dass Macron in seinem Fernsehinterview mit großer Eindringlichkeit auf die eigentlichen Ursachen der aktuellen Krise hingewiesen hat- dies auch im Hinblick auf verbreitete Schuldzuweisungen an Regierung und Präsident als die angeblichen Verantwortlichen für die Preissteigerungen. [17] In Wirklichkeit sind das ja Putin, Netanyahu und Trump mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine [18] und dem israelisch-amerikanischen Angriffskrieg gegen den Iran: Beide übrigens ohne jede völkerrechtliche Grundlage und beide in der illusionären Erwartung, die Kriegsziele in kurzer Zeit erreichen zu können. Wir in Europa sind immerhin in der Lage, die aus diesen unverantwortlichen Kriegsabenteuern resultierenden Belastungen noch einigermaßen abfedern zu können. Für sehr viele Länder und Menschen weltweit gilt das nicht…


[1] Lesezeit: 13 Minuten

Zum Titel des Beitrags siehe:Isabelle Chaperon, Le dilemme des prix à la pompe. In: Le Monde vom 22. September

[2] Quelle: Carbu.com  Aus: https://bonpote.com/bloquer-les-prix-baisser-la-tva-nationaliser-total-quelles-solutions-face-a-la-flambee-des-prix-du-carburant/

[3] https://www.lemonde.fr/economie/article/2026/09/19/carburants-la-grande-valse-des-propositions-pour-freiner-l-envolee-des-prix-entre-blocage-et-baisse-des-taxes_6777214_3235.html

[4]  https://www.benzinpreis-aktuell.de/e10-entwicklung : In Deutschland liegt der aktuelle Durchschnittspreis bei 2.23

In Frankreich liegt der Durchschnittspreis für 1 Liter E 10 am 21. September bei 2.17, für Super (SP98) bei 2.27  und für Diesel (gazole) bei 2.41. (Le Monde vom 24.9.2026)

[5] Der Erfolg der Aktion ist so groß, dass es an manchen Total-Tankstellen Engpässe oder sogar völliger Leerstand gibt. Die große Total-Tankstelle an der Ausfahrt von Saint Tropez war letzte Woche sogar völlig geschlossen. Siehe auch: https://france3-regions.franceinfo.fr/normandie/seine-maritime/rouen/explosion-du-prix-des-carburants-les-stations-total-sont-prises-d-assaut-certaines-sont-deja-en-rupture-de-stock-3420518.html

[5a] Dass Diesel auch bei Total deutlich teurer ist als Benzin hat verschiedene Gründe: Total raffiniert zwar Benzin, aber kein Diesel, muss es also auch auf dem Weltmarkt einkaufen. Im Juli hat Russland seine Ausfuhr von Diesel gestoppt. Seitdem kommen 50% der europäischen Diesel-Importe aus den USA. Jetzt hat Trump am Rande der UN-Vollversammlung gedroht, den Export von Diesel zu stoppen, um die Preise in den USA vor den Midterms-Wahlen zu senken. Die Importe aus Amerika sind aber kurzfristig nicht zu ersetzen. Da gibt es schon Horrorszenarien von europäischen Dieselpreisen bis weit über 3 Euro pro Liter. (zdf heute, 24.9.)

[6] https://www.ledauphine.com/economie/2026/09/23/prix-des-carburants-le-ministre-serge-papin-n-a-pas-envie-d-embeter-total-sur-ses-marges

[6a] https://www.la-croix.com/economie/crise-des-carburants-totalenergies-et-ses-prix-plafonnes-taxes-de-concurrence-deloyale-20260921?utm_term=actu_opening&utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NEWSLETTER__CRX_ESSENTIEL_SOIR_EDITO&utm_content=1274456583~DM150867~NL_CRX_EssentielSoir_newsletter-essentiel-soir-v2-2026-09-21-18-22-38-mp8687~Optin_CRXSoir~20260921

[7]  SYLVAIN THOMAS/AFP

https://www.lemonde.fr/economie/article/2026/09/17/pour-calmer-la-colere-des-pecheurs-le-gouvernement-prend-des-engagements-sur-les-prix-des-carburants_6776476_3234.html

[8] https://www.leparisien.fr/economie/blocage-des-ports-les-aides-pour-les-pecheurs-suivront-la-variation-des-cours-du-carburant-promet-la-ministre-17-09-2026-3LPMFQFIDRGJ3FANPQVC33TKCE.php?ts=1790301477642  Le Parisien vom 17. September 2026

Nachfolgendes Bild aus: https://www.lemonde.fr/economie/article/2026/09/16/petrole-gaz-electricite-une-hausse-des-prix-tous-azimuts-qui-fragilise-menages-et-entreprises_6774887_3234.html?utm_source=chatgpt.com

[9] Bild aus: https://www.leparisien.fr/economie/prix-du-gasoil-des-agriculteurs-bloquent-une-raffinerie-pres-de-toulouse-17-02-2022-FH2XK57ATFDF3EJLOWY5V6OYGM.php AFP/Lionel Bonaventure

https://www.lindependant.fr/2026/09/15/blocage-a-port-la-nouvelle-pecheurs-et-marins-protestent-contre-le-prix-du-gazole-et-les-contraintes-qui-menacent-leurs-professions-13552022.php

[10] Carburants : une très large majorité de Français croit au retour des « gilets jaunes » Le Figaro vom 21.9.2026

[11] https://www.sudouest.fr/gironde/bordeaux/prix-des-carburants-il-va-falloir-y-aller-vers-un-retour-du-mouvement-des-gilets-jaunes-30681058.php  s.a. Mouvement du 17 octobre : la colère des Gilets Jaunes en 2018 cherche un nouveau souffle à La Réunion – Outre-mer La 1ère

https://france3-regions.franceinfo.fr/grand-est/marne/une-station-service-vandalisee-dans-la-nuit-tous-les-flexibles-des-pompes-ont-ete-sectionnes-3423146.html?shem=dsdf,sharefoc,agadiscoversdl,,sh/x/discover/m1/4

[12] Eine übersichtliche Darstellung: https://bonpote.com/bloquer-les-prix-baisser-la-tva-nationaliser-total-quelles-solutions-face-a-la-flambee-des-prix-du-carburant/ (18..9.26)

s.a. Blocage des prix, baisse des taxes… Quelles sont les propositions des candidats à la présidentielle sur les carburants ? In: Le Figaro, 17.9.2026

[13] https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/finanzministerium-frankreichs-schuldenquote-steigt-2026-auf-rekordwert/ar-AA2cyW5j

[14] „par une augmentation de la fiscalité sur les seuls ménages dotés de hautes patrimoines“ könnten zusätzlich etwa 5 Milliarden Euro in die Staatskassen fließen. Durch „une véritable taxe sur les holdings patrimoniales, ces sortes de coffres forts dans lesquels les riches particuliers placent souvent une partie de leurs actifs à l’abri du fisc“ könnten weitere erhebliche Steuereinnahmen erzielt werden. Le Monde vom 24.9.2026: La Cour des Comptes relance l’idée d’un nouvel impôt sur la fortune.

[15] Aus Sicht der Regierung gibt es noch ein weiteres Argument gegen einen staatlich festgelegten allgemeinen Preisdeckel: „sur Public Sénat, ce mercredi matin, Sébastien Martin, ministre de l’Industrie, a exclu l’idée d’un plafonnement généralisé :  en France, Total vend à perte. Si nous [bloquons les prix pour tout le monde], la petite station-service qui est en milieu rural, qui ne fait pratiquement pas de marge, et à qui vous allez dire „demain, vous vendez à perte“, qu’est-ce qu’elle fait ? Elle s’arrête. Interrogé sur une éventuelle taxation des profits de TotalEnergies, Serge Papin a ajouté ne pas avoir  envie de menacer Total .

https://www.ledauphine.com/economie/2026/09/23/prix-des-carburants-le-ministre-serge-papin-n-a-pas-envie-d-embeter-total-sur-ses-marges

[16] https://www.lemonde.fr/planete/live/2026/09/22/en-direct-carburants-le-gouvernement-annonce-de-nouvelles-aides-pour-les-francais-les-plus-touches_6780209_3244.html

Le Monde vom 24. September 2024: Lecornu tente de conjurer une crise sociale.

https://fr.euronews.com/2026/09/22/carburants-le-gouvernement-francais-annonce-de-nouvelles-aides-pour-faire-face-a-la-crise

[17] Siehe Le Figaro vom 25.9.: Carburants: Macron ne veut pas payer la facture politique. Le Chef de l’État estime que les Francais ne font pas suffisamment le lien entre la flambée des prix à la pompe et les conflits internationaux. In Regierungskreisen spreche man diesbezüglich von einer déréalisation der öffentlichen Meinung.

18 In den französischen Medien und Debatten spielt dabei auch eine Rolle, dass die ukrainischen Angriffe auf die russische Energie-Infrastruktur (so verständlich und militärisch sinnvoll sie auch sein mögen) ebenfalls zur Verschärfung der internationalen Energiekrise beitragen. In dem Fernsehinterview vom 24.9. wurde Macron sehr heftig darauf angesprochen, verteidigte aber das ukrainische Vorgehen und die französische Unterstützung der Ukraine.

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