Das musée Fabre in Montpellier: Soulages, Courbet, Houdon und …

 Im April 2021 habe ich in diesen Blog einen Beitrag über den Maler Pierre Soulages in Rodez und Conques eingestellt:

:https://paris-blog.org/2021/04/01/der-maler-pierre-soulages-in-rodez-und-in-conques/

In Rodez, der Heimatstadt des Malers, gibt es ein speziell ihm gewidmetes Museum, das den größten Bestand der Werke Soulages‘ besitzt; in Conques hat er das bedeutende, auf dem Jacobsweg nach Santiago de Compostella gelegene Kloster mit wunderbaren Glasfenstern ausgestattet. 

Es gibt aber noch einen dritten für Soulages-Freunde wichtigen Ort, nämlich das Museum Fabre in Montpellier. 2005 haben Ihm Soulages und seine Frau 20 Bilder geschenkt, wozu später noch weitere Leihgaben kamen. Inzwischen besitzt das Museum insgesamt 34 Werke von Soulages, die sein Schaffen von 1951 an repräsentieren. Im Folgenden soll eine kleine Auswahl dieser Sammlung vorgestellt werden.

Daneben werden in dem nachfolgenden Text auch zwei andere Künstler berücksichtigt, die im Museum Fabre (und auf diesem Blog) eine wichtige Rolle spielen und die dazu auch noch enge Beziehungen zu Deutschland hatten, nämlich der Maler Gustave Courbet und der Bildhauer Jean-Antoine Houdon. Zum Schluss wird dann noch ein Blick auf ein interessantes Stück des napoleonischen Kunstraubs in Kassel geworfen, das nach einem Zwischenaufenthalt in Malmaison schließlich nach Montpellier gelangt ist….


Soulages

Das Museum Fabre in Montpellier war für Soulages das erste Museum, in dem er begann, sich intensiv Bilder anzusehen. Es seien vor allem die Portraits von Courbet gewesen, die ihn besonders beeindruckt hätten, aber auch Bilder von Zurbaran und Veronese. Um sie zu betrachten, sei er so oft wie möglich in das Museum gegangen.[1]

Gang zu den Soulages-Sälen

Die enge Beziehung des Künstlers zum Museum Fabre wird deutlich in seiner Schenkung und in der hervorgehobenen Stellung, die die Sammlung Soulages in dem Museum einnimmt: Sie ist nämlich in einem modernen Anbau in eigenen Räumen auf 600 qm2 ausgestellt (2. Stock, Säle 46 und 47). Die Arbeiten des Künstlers, vor allem die großen Formate der sogenannten outrenoir-Phase kommen hier optimal zur Geltung.

Manche dieser Bilder erscheinen zunächst einfach nur schwarz, beim näheren Betrachten gewinnen sie aber an Leben. Wie alle Farben wirkt auch, wie Soulages betonte, das Schwarz durch seine physikalischen Eigenschaften: „Transparenz, Trübung, Glanz, Dumpfheit, Textur, Form, Ausmaße usw.“

Durch Rillen wird die Oberfläche der großformatigen Bilder zusätzlich dynamisiert.[2]

Die großen Formate sind teilweise frei im Raum aufgehängt, wie es Soulages besonders liebte.

Man kann um sie herumgehen und auch die Rückseiten betrachten, auf denen die Rahmen, teilweise auch die Struktur der Vorderseiten zu erkennen sind.

Neben späten outrenoir- Bildern gibt es auch Beispiele früherer Arbeitsphasen des Künstlers. So eines seiner ersten großen Formate, die ein Kunstkritiker auch als „Makrographiken“ bezeichnet hat.[3]

Peinture 162×434 cm   27. März 1961

Hier ein Bild -und danach ein Ausschnitt-   bei dem Soulages wie bei vielen frühen Arbeiten die Nussbeize verwendet hat. 

Peinture 130×97 cm   28. September 1977

Besonders stolz war das Museum, als wir es im Juni 2021 besuchten, das folgende, einen Tag vor seinem 40. Geburtstag entstandene Bild präsentieren zu können:

Peinture 186×143 cm  23.12.1959

Es markiert nämlich einen Wendepunkt im Werk von Soulages, der hier seine neue Maltechnik der „raclage“ (Schabetechnik) meisterhaft verwendet hat, wie im nachfolgenden Ausschnitt  zu erkennen ist.

Der Stolz beruhte dazu auch darauf, dass das Bild, das am 15. November 2018 bei Christie’s in New York für einen Rekordpreis von einem privaten Sammler ersteigert wurde, bis Mitte 2021 im Museum Fabre ausgestellt werden darf/ durfte.[4]

Immerhin bleibt dem Museum, wenn Peinture 186×143 cm  23.12.1959 in einer privaten Sammlung oder einem Tresor verschwunden sein wird, noch das nachfolgende verwandte Bild erhalten:

Peinture 81×65 cm   21. September 1961

Dass Bilder von Soulages auch im Kontext mit anderen Werken ihren Platz haben können, zeigt das Museum übrigens in einem Saal mit Plastiken von Germaine Richier, einer Bildhauerin, die in den 1920-er Jahren in Montpellier studiert hatte und dort 1959 starb.

Germaine Richier, Loretto I vor einem Gemälde von Soulages in Saal 45

Courbet 

Wir wissen von Soulages, wie wichtig für ihn die Bilder Courbets im musée Fabre gewesen sind. Und in der Tat verfügt das Museum ja über einen großen Bestand von Werken Courbets. Dazu gehört auch sein Selbstportrait mit Pfeife, auf das Soulages sich auch direkt bezogen hat.[5]

Es handelt sich um ein undatiertes Selbstportrait, Ausdruck eines „romantischen Narzismus“. [6] 1850 erregte  es die Aufmerksamkeit von Louis Napoleon, dem späteren Kaiser Napoleon III. , der es kaufen wollte, was Courbet aber ablehnte. Erworben wurde es drei Jahre später von Alfred  Bruyas, dem Sammler und Mäzen Courbets.  Dieser war darüber glücklich, denn so sei das Bild „den Barbaren“ entkommen, wie er in einem Brief vom 3. Mai 1853 an „mon cher ami“ Bruyas schrieb.

1854 besuchte Courbet Bruyas in Montpellier. Dort entstand auch das Bild Bonjour Monsieur Courbet, ursprünglich betitelt La Rencontre, die Begegnung. Dargestellt ist der Maler mit seinen Malerutensilien auf dem Rücken, der auf dem Weg nach Montpellier von Bruyas begrüßt wird.[7]

Mit stolz erhobenem Haupt, den Stock voraus, tritt der damals 34-jährige Courbet seinem Mäzen, aber gleichzeitig auch seinem Publikum -und seinem Schicksal- entgegen. Courbet inszeniert sich als Bohemien, als „artiste bohème“. Er kommt nicht mit der bequemen Kutsche, die im Hintergrund zu sehen ist, sondern als Wanderer.  Bruyas dagegen, der sich auch gerne „Le Médicis“ nannte, wird als Inkarnation des Bourgeois dargestellt, mit dickem Siegelring am Finger, beflissen-untertänigem Diener und folgsamem Hund. Courbet ist hier aber nicht der Kritiker sozialer Verhältnisse und schon gar nicht Revolutionär: Er und Bruyas begegnen sich auf gleicher Höhe: Der eine hat das Geld, der andere die Kunst, und beides kommt hier in Montpellier auf glückliche Weise zusammen.[8]

Während seines Aufenthaltes in Montpellier lernte der aus dem Jura stammende Courbet das Meer kennen. In Palavas, dem Strand von Montepellier, begrüßt der Maler auf diesem Bild mit großer Geste das Meer, das dann zu einem seiner bevorzugten Motive wurde.[9] Courbet schrieb damals begeistert an Jules Vallès, der 10 Jahre später während der Pariser Commune einer seiner Mitstreiter wurde, die Stimme des Meeres sei großartig, aber sie erreiche nicht die des Ruhms, die seinen Namen in der ganzen Welt verkünden werde.[10]  Mit einem hohen Maß an Selbst- und Sendungsbewusstsein war schon der junge Courbet ausgestattet….

Jean-Antoine Houdon

Houdon ist einer der bedeutendsten französischen Bildhauer des 18. Jahrhunderts.  Man hat ihn auch den Bildhauer der Aufklärung genannt[11]: Sein künstlerisches Potential wurde gerade an den thüringischen Höfen früh erkannt, wo er bedeutende Aufträge erhielt. So besitzt das herzogliche Museum von Gotha heute die weltweit größte Sammlung seiner Werke  außerhalb Frankreichs. [12] Houdn hat erheblich dazu beigetragen, den Kult  der „großen Männer“ seiner Zeit zu befördern. Er fertigte Büsten großer Aufklärer wie Diderot, Condorcet, ja sogar  Benjamin Franklin, George Washington an; allerdings auch Büsten der russischen Zarin Katharina II., Ludwigs XVI. und Napoleons I. Mit der Feststellung, er sei der „erste Bildhauer der Welt“, hatte Thomas Jefferson, damals Pariser Gesandter der um die Unabhängigkeit ringenden Amerikaner, Houdon an George Washington empfohlen. Vor allem waren es aber Rousseau und Voltaire, deren Bild Houdon für die Zeitgenossen und die Nachwelt geprägt hat.

Von Voltaire fertigte er eine ganze Reihe von Büsten an, von denen eine aus dem Jahr 1778 im Museum zu sehen ist – neben einer Büste Rousseaus à l’antique.

Der Tod Voltaires veranlasste Houdon zu einer Vielzahl weiterer Darstellungen des Philosophen. Einen Ehrenplatz im Museum nimmt das zwischen 1780 und 1790 entstandene Terrakotta-Modell  des sitzenden Voltaire ein.

Houdon stellt ihn als alten, melancholisch gewordenen Mann dar, so wie er ihn 1778 getroffen hatte. Um sein Haar trägt er in antiker Manier ein Band – Zeichen seiner Würde.  Die wird auch durch die ausladende Kleidung und den freundlichen, schon leicht entrückten Blick von seinem Podest herunter auf die Betrachter unterstrichen.

Die Marmorversion dieser Plastik befindet sich im Foyer der Comédie Française in Paris. Houdon war es dann ja auch, der die Statue Voltaires für das Pantheon geschaffen hat – eine einzigartige Ehre für den Bildhauer wie für Voltaire. Und für Houdon war es auch eine Ehre, die Totenmaske von Rousseau anfertigen zu dürfen.[13]

Franz Grillparzer hat 1836 bei seiner Reise nach London und Paris auch Houdons Voltaire in der Comédie Française gesehen. Er schreibt dazu (Tagebuch aus dem Jahr 1836):

„Man hat ihn mit Recht in einen Imperatorsessel gesetzt, denn er hat die Welt beherrscht und gemacht, der einflussreichste Mensch aller Zeiten…. er war der Pflug, der die Erde aufriss, in die die Zeit ihren Samen legte.“ Welch eine Hommage – und welch ein hoffnungsvoller Blick auf ein erhofftes Zeitalter der Aufklärung und Vernunft…

Im musée Fabre ist auch die 1783 entstandene „Frileuse“ (Der Winter) ausgestellt, eine der berühmtesten Skulpturen des 18. Jahrhunderts.

(c) Musée Fabre, Montpellier Agglommération – photographie Fréderic Jaulmes

Dargestellt ist ein junges Mädchen, nur mit einem um Kopf und Oberkörper geschlungenen Tuch bekleidet, dessen Ende die Scham gerade bedeckt und das am Rücken kurz über dem Po aufhört. Die Arme sind über der Brust verschränkt, die angewinkelten Beine schamhaft zusammengepresst, der Blick ist gesenkt. Houdons Zeitgenossen haben sich über Pose und Drapierung der „Frileuse“ erregt. Tout Paris fand die junge Schöne, die vorgab, eine Personifikation des Winters zu sein – doch zugleich und im Wortsinn unverhüllt ein „gefallenes“ Mädchen darstellte, das seine Unschuld verloren hatte –, entschieden zu anstößig. Die Beigabe einer antiken Vase, die durch das darin gefrorene Wasser zerbrochen ist, ließ an dieser Sichtweise keinen Zweifel. Der zerbrochene Krug, man kennt das aus Kleists gleichnamigem Lustspiel, steht für verlorene Unschuld. Houdons Fingerzeig war überdeutlich, in der später entstandenen Bronzefassung verzichtete er auf den Krug. Die Empfindung des Frierens, der Schutzlosigkeit und des sich ausgeliefert Fühlens angesichts einer feindlichen Umwelt sind jedenfalls -mit oder ohne zerbrochenem Krug- mit großer Eindringlichkeit gestaltet. [14]

La souricière (Die Mausefalle) von Gerrit Dou

Gerrit Dou, ein bedeutender Genremaler des holländischen „goldenen“ 17.  Jahrhunderts  und Schüler Rembrandts, hat dieses kleine Bild gemalt, das in der Abteilung „Peinture nordique“ des Museums ausgestellt ist. Ein kleiner Junge -vielleicht der Sohn des Malers – zeigt – vermutlich seiner Mutter- eine Mausefalle. Eine Maus, vom Speck -oder vom leckeren holländischen Käse- angelockt, ist darin gefangen.  In der anderen Hand hält er Palette und Pinsel, wird damit also als junger Maler gekennzeichnet.

 Auf den ersten Blick handelt es sich um eine einfache Küchenszene- das Bild wurde auch in diesem Sinn als schlichte „scène de cuisine“ tituliert- ein Interieur, wie es in der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts sehr beliebt war. Aber wie bei vielen holländischen Darstellungen von Alltagsszenen liegt auch eine symbolische Bedeutung der Darstellung nahe. Die bezieht sich auf die Mausefalle, die ja inzwischen auch dem Bild seinen Namen gegeben hat. Deren Hintersinn ist allerdings nicht eindeutig.  Nach dem kurzen Begleittext des Museums kann es sich bei der Mausefalle in der Hand des jungen Malers um ein Symbol des beherrschten Instinktes handeln oder auch – für mich etwas weit hergeholt- um ein „Symbol des trügerischen Illusionismus der Kunst“, die eben eine Wirklichkeit vortäuscht, die es gar nicht gibt.[15] In der holländischen Genremalerei hat die Mausefalle aber oft auch eine erotische Bedeutung:  Da dient sie in der Nähe oder  der Hand einer jungen Frau als Anspielung auf ihre erotischen Ambitionen. Es gibt ein anderes Interieur von Dou, bei dem die Mausefalle ganz eindeutig so zu verstehen ist.[16]

File:'The Wine Cellar' ('An Allegory of Winter') by Gerard Dou.jpg

Gerrit Dou, Der Weinkeller

Im Hintergrund des Bildes wärmt sich ein alter Mann am Kamin. Es hat deshalb auch den Untertitel „Allegorie des Winters“. Im Vordergrund sieht man aber ein junges Paar in einer typischen Verführungsszene, deren erotische Ingredienzen aus der holländischen Malerei dieser Zeit wohlbekannt sind: Das ist vor allem der Wein, der in vielen Verführungsszenen dieser Zeit eine entscheidende Rolle spielt und der hier -überdeutlich- auch noch mit dem Zapfhahn in die bereit gehaltene Kanne eingefüllt wird. Auch die Haltung und Aufmachung der jungen Frau und die hoch lodernde Kerze zeigen deutlich, worum es hier geht. Dazu kommt dann noch- gewissermaßen als Quintessenz- die Mausefalle am linken unteren Bildrand. Aber die Vergänglichkeit – typisch für die Malerei dieser Zeit- ist eben auch präsent.

Auch der Mausefalle auf dem Bild in Montpellier hat man – mit dem zusätzlichen Hinweis auf das von der Frau geschabte „phallische Gemüse“ – eine erotische Botschaft zugeschrieben[17] – ohne allerdings zu erläutern, worin die in diesem Falle denn genau bestehen könnte. Aber vielleicht geht es dabei ja – im konkreten Sinne der vom Museum angebotenen Deutung- um die „Beherrschung der Instinkte“ als Voraussetzung künstlerischer Meisterschaft.

Das Bild ist aber vor allem wegen seiner Provenienz besonders  interessant. 1750 wurde es vom  Landgrafen von Hessen-Kassel erworben. Auf der kleinen Informationstafel, die neben dem Gemälde angebracht ist, wird dann als nächste Besitzerin Joséphine de Beauharnais, also die  erste Gemahlin Napoleons I.,  angegeben. Wie das Gemälde von Kassel in das Schloss Josephines nach Malmaison gelangte, wird allerdings nicht mitgeteilt.  Es handelt sich um den sogenannten „Lagrange’schen Kunstraub“, eine abenteuerliche Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden.[18]

Als Kurfürst Wilhelm von Hessen-Kassel  im September 1806 den heraufziehenden Krieg kommen sah, brachte er sich in Sicherheit, gleichzeitig aber auch –wie er hoffte- die „werthvollsten Kunstschätze seiner herrlichen Kasseler Galerie“: Denn es gab ja schon hinreichend Anzeichen dafür, dass mit siegreichen Franzosen auch die „Kunstsammler“ einrücken würden. So traf er eine Auswahl von 48 Gemälden, die er  zusammen mit dem Staatsschatz in 42 Kisten verstauen und mit Hilfe von Tagelöhnern und Bauern in das nördlich von Kassel gelegene Jagdschloss Sababurg  transportieren ließ. Dort wurden sie in einem ehemaligen Verließ so versteckt und die schmale Tür so vermauert, dass kein Unterschied  zu den umliegenden Steinen zu erkennen war. Der Maurermeister verwendete die gleichen Steine wie in der umliegenden Wand, staubte sie ein und zündete ein Feuer an, um die Fugen zu trocknen und die Steine mit Ruß ›altern‹ zu lassen. Aber alle Mühe war vergebens. Denn der französische Gouverneur von Kassel, General Joseph Lagrange, hatte Wind von der Sache bekommen und nach entsprechenden drakonischen Strafandrohungen  von dem Versteck erfahren und die 48 Bilder konfisziert. Vermutlich um sich beim kaiserlichen Hof einzuschmeicheln, ließ er sie nach Mainz transportieren, wo sich gerade Kaiserin Josephine aufhielt. Die begutachtete die 36 dort eingetroffenen Bilder -12 waren auf dem Weg abhanden gekommen – und entschied, dass sie in ihrem Schloss Malmaison ausgestellt werden sollten.

Nach ihrem Tod erwarb der russische Zar Alexander den größten Teil von Josephines Kasseler Gemäldesammlung – diese Bilder sind noch heute in Sankt Petersburg zu sehen. Einen Teil des Langrange’schen Kunstraubs hatte Josephine aber schon vorher verschenkt oder verkauft.  Diese Gemälde sind heute in alle vier Winde zerstreut oder verschollen. Aber eines hat über den in Montpellier geborenen Kunstsammler Antoine Valledau seinen Weg ins musée Fabre gefunden….


Anmerkungen

[1] « Le premier musée où j’ai commencé à regarder vraiment de près les tableaux, c’est le musée Fabre à Montpellier. Il y a là des couleurs qui m’ont fortement impressionné, Courbet, des portraits surtout, L’Homme à la pipe et L’Autoportrait au col rayé […], je me souviens de Zurbaran, Véronèse. J’allais le voir le plus souvent possible. » Soulages à Montpellier au Musée Fabre (enrevenantdelexpo.com) 

[2] Siehe: Charles Juliet, Gespräche mit Pierre Soulages, aus dem Französischen von Werner Meyer. Zitiert in: https://www.galerie-boisseree.com/images/artists/Soulages/Soulages_2014.pdf

[3] Siehe  https://fabre.montpellier3m.fr/Soulages-a-Montpellier

[4] https://www.montpellier3m.fr/actualite/pret-dune-oeuvre-de-pierre-soulages-au-musee-fabre

[5] Bild aus: https://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:Courbet_Autoportrait.jpg

[6] Musée Fabre, L’homme à la pipe 

[7] Bild aus: https://snobinart.fr/culture/arte-va-diffuser-un-film-sur-gustave-courbet-et-montpellier/

[8]  Siehe: https://www.beauxarts.com/grand-format/bonjour-monsieur-courbet-ou-les-dessous-dune-rencontre/

[9] Bild aus: https://fr.wikipedia.org/wiki/Le_Bord_de_mer_%C3%A0_Palavas

[10] „O mer, ta voix est formidable, mais elle parviendrait pas à couvrir celle de la Renommée criant mon nom au monde toute entier“.  Die Allegorie des Ruhms wird traditionsgemäß mit Trompete dargestellt. Zit. in: Les Chefs-d’Œuvre du Musée de Montpellier. Musée de l’Orangerie 1939. Mit einem Vorwort von Paul Valéry

Zu Courbet und Vallès in der Commune siehe den Blog-Beitrag: https://paris-blog.org/2021/06/14/150-jahre-abriss-der-vendome-saule-durch-die-commune-teil-2-der-fall-der-saule-und-der-fall-courbets/

[11] Siehe: Katalog der Ausstellung  Houdon, sculpteur des Lumières : 1741-1828, Musée national du château de Versailles 2004  

[12] https://www.yumpu.com/de/document/read/21192596/jean-antoine-houdon-schatzkammer-thuringen

[13] Zu Houdons Büsten von Voltaire und Rousseau siehe auch: https://paris-blog.org/2020/09/10/die-rousseau-sammlung-des-museums-jacquemard-andre-im-ehemaligen-koniglichen-kloster-chaalis/  

[14] https://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/kultur/kunst/expo/houdon/winter.htm

Text in Anlehnung an:  https://www.tagesspiegel.de/kultur/ausstellungen/wille-trifft-wahnsinn-die-aufregenden-skulpturen-von-jean-antoine-houdon/1630972.html  und https://www.welt.de/welt_print/kultur/article5609058/Verfuehrerische-Scham.html Beide Texte beziehen sich auf eine wunderbare, 2009 im Liebieghaus in Frankfurt gezeigte Houdon-Ausstellung

Auch das etwas konventionellere und nicht anstößige Gegenstück der Frileuse, der Sommer, ist im musée Fabre zu sehen.

[15] „symbole de l’instinct maîtrisé ou de l’illusionnisme trompeur de l’art“

[16] Gerrit Dou, Der Weinkeller: https://en.m.wikipedia.org/wiki/File:%27The_Wine_Cellar%27_(%27An_Allegory_of_Winter%27)_by_Gerard_Dou.jpg 

[17] https://www.paperblog.fr/7388241/la-souriciere/

Der erotische Bedeutungsgehalt der Mausefalle war übrigens nicht auf das 17. Jahrhundert beschränkt. Ich erinnere mich noch gut an „Pigalle“, den Schlager Bill Ramsays von 1961: Pigalle, Pigalle/ Das ist die große Mausefalle/ Mitten in Paris/ Pigalle, Pigalle/ Der Speck in dieser Mausefalle schmeckt so zuckersüß… Das Lied war damals Nummer 1-Hit in Westdeutschland und hat auch -neben dem Wunsch, unbedingt Notre-Dame sehen zu wollen- dazu beigetragen, dass ich damals -Unterprimaner- mit einem Freund auf abenteuerliche Weise nach Paris getrampt bin…. https://de.wikipedia.org/wiki/Pigalle_(Die_gro%C3%9Fe_Mausefalle ) und https://www.youtube.com/watch?v=hR2FnLodERM

[18] Der nachfolgende Text ist im Wesentlichen übernommen aus dem Blog-Beitrag über den Kunstraub Napoleons in Deutschland: https://paris-blog.org/2021/05/05/vivant-denon-der-kunstrauber-napoleons-und-sein-musee-napoleon-louvre-teil-2-die-raubkampagnen-denons-in-deutschland-soll-ich-etwa-nichts-nehmen/

siehe zu den Grundlagen vor allem: https://www.academia.edu/20316260/Der_Lagrangesche_Kunstraub_von_1806_in_Kassel_historischer_Kontext_und_juristische_Aspekte

In dem in Anmerkung 10 zitierten Katalog der Meisterwerke des musée Fabre von 1939 wird die Provenienz des Bildes etwas genauer verfolgt. Da heißt es lakonisch: auf Seite 82: „Envoyé en 1806 à l’Impératrice Joséphine, pour Malmaison, par le comte Lagrange, le gouverneur de Cassel“. Als nächster Eintrag wird mitgeteilt, das Bild sei von Valedeau den „héritiers Grandpré“ abgekauft worden. Wie und wann das Bild in den Besitz der „Erben Grandpré“ gelangte, bleibt allerdings offen.

Weitere geplante Beiträge:

Das Reiterstandbild Heinrichs IV. auf dem Pont NeufDie alte Eiche (Le Gros Chêne) von Allouville-Bellefosse in der Normandie. Ein Gastbeitrag von Zora del Buono

Das Pantheon der großen (und der weniger großen) Männer und der wenigen großen Frauen, Teil 2: Der Kult der großen Männer

Auf der Autoroute de l’Est von Saarbrücken nach Paris: Eine Fahrt durch die deutsch-französische Geschichte, Teil 1: Von Saarbrücken über Verduh zur Voie Sacrée

Auf der Autoroute de l’Est von Saarbrücken nach Paris: Eine Fahrt durch die deutsch-französische Geschichte, Teil 2: Von der Voie Sacrée über Reims nach Meaux/Paris

150 Jahre Abriss der Vendôme-Säule durch die Commune. Teil 2: Der Fall der Säule und der Fall Courbet(s)

Im Geröll, in einer Wolke von Staub,

lag der Imperator, mit Toga und Lorbeerkranz.

Sein Betrug an der Revolution

war gesühnt worden.

Peter Weiß, Die Ästhetik des Widerstands[1]

Place Vendôme, Paris, 16. Mai 1871:  „Alles begann mit ganz profanen Handgriffen, denn selbst die Weltgeschichte muss so organisiert werden, dass sie Sinn ergibt. Am frühen Morgen bis in den Vormittag hinein klappern die Fuhrwerke der Pferdedroschker und karren Stroh und Mist heran, mit denen der Platz um die Colonne ausgestreut wird. Man will die Pflastersteine nicht beschädigen, was der unregelmäßige Sturz des Bauwerks unweigerlich verursachen würde. Es gilt, behutsam und überlegt vorzugehen, auch wenn die Zeiten nicht danach sind.“[2]

Aus Sicherheitsgründen ist der Platz abgesperrt. Für die, die ihn betreten dürfen, Vertreter der Commune,  Einheiten der Nationalgarde und natürlich die mit dem Abriss betrauten Personen, Ingenieure und Handwerker, werden Passierscheine ausgestellt[3]:

Um 15.30 beginnt die offizielle Zeremonie: Das 172. und das 190. Bataillon der Nationalgarde stimmen den Chant du Départ, ein Revolutions- und Kriegslied aus dem Jahr 1794, und die Marseillaise an. Die galt im Zweiten Kaiserreich Napoleons III. als subversiv und war verboten, während die Commune sie demonstrativ in revolutionärer Absicht reaktiviert hatte.[4]  Dazu wurde ein zu diesem Anlass entstandener Vierzeiler, adressiert an die Napoleon-Statue auf der Spitze der Säule, skandiert:

Tireur juché sur cette échasse,

Si le sang que tu fis verser,

Pouvait tenir sur cette place,

Tu le boirais sans te baisser.

… könnte das von ihm vergossene Blut auf diesem Platz gesammelt werden, könne er es trinken ohne sich bücken zu müssen….   [4a] 

Und es werden erste Erinnerungsfotos gemacht wie dieses: Nationalgardisten und Kommunard/innen in Festtagskleidung, die für ein Gruppenfoto  posieren und sich stolz portraitieren lassen.

Prosper Lissagaray,  aktiv an den Kämpfen der Commune beteiligt und Augenzeuge,  berichtet:

 „Ein an die Spitze der Säule geknüpftes Tau rollte sich um eine Winde, die am Eingang der Straße (der Rue de la Paix, W.J.) befestigt ist. Der Platz ist von Nationalgardisten erfüllt, die Fenster, die Dächer sind von Neugierigen besetzt.  (…)  die Winde dreht sich, die Scheibe zerbricht, ein Mensch wird verwundet. Schon spricht man von Verrat, aber eine zweite Winde ist in Bälde hergestellt. Um 5 ¼ Uhr erscheint ein Offizier auf der Balustrade, schwenkt lange eine dreifarbige Fahne und befestigt sie am Gitter. Um 5 ½ Uhr dreht sich die Winde aufs Neue. Einige Minuten später bewegt sich die Säulenspitze langsam. Der Schaft neigt sich allmählich, zerbricht plötzlich in der Luft in blitzähnlichem Zickzack und fällt mit dumpfem Dröhnen. Der Kopf Bonapartes rollt auf den Boden, sein verruchter Arm liegt vom Rumpf abgelöst da.“ [5]

 Und weiter Lissagaray:

„Ein ungeheures Jauchzen wie aus dem Munde eines befreiten Volks steigt aus tausend Kehlen auf. Man erklettert die Trümmer, und von begeisterten Zurufen begrüßt flattert die rothe Fahne auf dem gereinigten Sockel, der an jenem Tag der Altar des Menschengeschlechts wurde.“ [6]

…und dann werden Erinnerungsfotos mit der umgestürzten Napoleon-Figur  gemacht:  

Hier posieren Nationalgardisten stolz mit ihren Gewehren.[7]

Commune de Paris (1871). La statue de Napoléon, par Antoine-Denis Chaudet (1763-1810), renversée, place Vendôme, à Paris (Ier arr.), le 16 mai 1871

Für dieses Foto haben sich hinter der am Boden liegenden Statue Honoratioren der Commune versammelt.[8]  Es ist auch deshalb so interessant –und höchst umstritten- weil darauf eventuell  Gustave Courbet zu sehen ist. Courbet hat wie noch genauer dargelegt werden wird, bei dem Sturz der Vendôme-Säule eine gewisse Rolle gespielt. Er wurde sogar, als angeblicher Verantwortlicher für den Säulensturz,  nach der Niederschlagung der Commune dazu verurteilt, für die Kosten der Neuaufrichtung der Säule aufzukommen. Dazu würde es natürlich gut passen, dass er sich zusammen mit den Honoratioren  hier stolz hätte portraitieren lassen.  Meist ist es der Mann in der zweiten Reihe Mitte/rechts mit dem dichten  Bartwuchs, manchmal auch der Mann mit dem Zylinder links daneben, in dem (möglicherweise) Courbet gesehen wird, aber sicher ist das keinen Falls. Die Quellenlage lässt hier offenbar keine eindeutige Antwort zu.[9]  Gegner Courbets und der Commune haben aber diese Version besonders gerne als Untermauerung der Schuld Courbets  verbreitet.

Der Tag endete damit, dass die „démolisseurs“ zum Hôtel de Ville zogen und ankündigten, dass die Place Vendôme künftig den Namen „place internationale“ tragen solle.[10]

Courbets Vendôme-Initiative

Wie es zu der Entscheidung kam, die Vendôme-Säule niederzureißen und welche Rolle Courbet dabei spielte, wird im Folgenden skizziert.

Courbet war am 4. September 1870,  unmittelbar nach der der Niederlage Napoleons III. bei Sedan, dessen Gefangennahme und dem Ende des Second Empire vom Präsidenten der neu gebildeten Regierung der nationalen Verteidigung  gebeten worden, Vorsitzender einer Kommission von Künstlern zu werden (zu denen u.a. auch Honoré Daumier gehörte). Deren Aufgabe sollte es sein, die vom Krieg bedrohten Kunstwerke zu schützen. Courbet verdankte diese ehrenvolle Nominierung sicherlich seiner großen Popularität und seinem entschiedenen Eintreten für die republikanischen Ideen. Und Courbet nahm diese Aufgabe durchaus ernst: Am 11. September engagierte er sich für die Sicherung der bedrohten Schätze der Porzellanmanufaktur in Sèvres. Er erwirkte einen Kredit für die Herstellung von Schutzbehältern und ein Dekret zur Requisition von ehemaligen Bergwerksstollen, die inzwischen für die Champignonzucht verwendet wurden.[11] Dort sollten die Kunstschätze gesichert  und gleichzeitig Schutzräume für die Bevölkerung im Falle von Artilleriebeschuss geschaffen werden.

Am 14. September 1870 richtete Courbet in seiner neuen Funktion eine Petition zur Zukunft der Colonne Vendôme an die provisorische Regierung, in der er darum bat, „à déboulonner cette colonne“ (diese Säule abzuschrauben[12]). 

Dass die Vendôme-Säule mit dem Kaiser und Kriegshelden Napoleon an der Spitze im Widerspruch stand zu den Idealen der Französischen Revolution, war  nicht erst und allein Courbet aufgefallen. Schon in der Zweiten Republik, also zwischen der Revolution von 1848 und dem Staatstreich Napoleons 1851, hatte der Philosoph Auguste Comte vorgeschlagen, Napoleon an der Spitze der Säule, europäisch verbindend, durch Karl den Großen zu ersetzen.  Und Courbet hatte schon vorher wie der Dichter Lamartine gegen die Initiative des „Bürgerkönigs“ Louis Philippe protestiert, wieder eine Napoleon-Figur auf die Spitze der Vendôme- Säule zu stellen. Am 14. September 1871, am Beginn der von ihm mit großen Erwartungen begleiteten und ihn zu einer offiziellen kunstpolitischen Instanz befördernden Dritten Republik,  nun also der „Déboulonnement“-Antrag:   Es sei an der Zeit, dass  Paris, die „métropole humaine“, sich von diesem „monument oppressif“ reinige. [13] Die Vendôme-Säule sei ein Bauwerk ohne jeden künstlerischen Wert, das die dem Kaisertum eigenen Ideen des Krieges und der Eroberung propagiere. Es stehe deshalb im Widerspruch zu dem Geist der Republik und zu der universellen Brüderlichkeit, die von nun an die Beziehungen zwischen den Völkern bestimmen solle. Es verletze damit auch die Gefühle anderer Völker und mache in deren Augen Frankreich lächerlich bzw. hassenswert. Nach ihrer Demontage solle das Metall der Säule zur Münze  (Hôtel de la Monnaie)  gebracht werden. Außerdem beantragte Courbet, dass  Straßennamen, die die einen an Siege, andere aber an Niederlagen erinnerten, ersetzt werden sollten durch die Namen von Wohltätern der Menschheit.[14]

Courbets Denkmalsturz- Petition entsprach nicht nur alter revolutionärer Tradition, sondern auch  der offiziellen Politik der Regierung der nationalen Verteidigung: Die hatte beispielsweise ein Relief am Triumphbogen des Carousels entfernen lassen, das Napoleon III. darstellte, es hatte eine Statue des Prinzen Eugen ersetzt durch eine andere Voltaires und eine Statue Napoleons III. von der Brücke von Neuilly in die Seine werfen lassen. So wurde denn auch Courbets Initiative zum Sturz der Vendôme-Säule von zwei führenden Regierungsmitgliedern, Jules Ferry und Jules Simon, begrüßt.  Dass Jules Simon allerdings die Bronze der Vendôme-Säule für eine Straßburg-Statue auf der Place de la Concorde verwenden wollte, veranlasste Courbet, seine Vorstellungen zur Zukunft der Säule am 5. Oktober in einer Eingabe an die Regierung zu präzisieren. Er habe durchaus nicht gefordert, die Säule zu zerstören, sondern sie von ihrem Platz zu entfernen. Sie passe als Monument der Eroberung, des Raubs und des Mordens nicht zu der „rue de la Paix“, an der sie stehe, und auch nicht zu dem Platz mit seinen Seidenroben, Spitzen, Tüchern  und  Diamanten. Er sei damit einverstanden, die Reliefs in einem  historischen Museum oder im Hof des Hôtel des Invalides auszustellen: Die Kriegsveteranen dort hätten die Kanonen mit ihren Gliedern bezahlt und die Reliefs könnten sie an das erinnern, was man ihre Siege nenne, was aber in Wirklichkeit ihre Leiden seien. Eine Straßburg-Statue aus Stein gäbe es schon auf der Place de la Concorde; die Bronze für eine weitere Statue benötige man dringender für Kanonen.

Das wieder zur Republik, der dritten, gewordene Frankreich befand sich ja immer noch in einem- wenn auch –nach der entscheidenden Niederlage von Sedan-  wenig aussichtsreichen Krieg  gegen Preußen und seine Verbündeten. Dies veranlasste Courbet,  am 29.Oktober einen offenen Brief an die deutsche Armee und die deutschen Künstler, die „chers amis d’outre-Rhin“, zu richten. Er erinnerte an seine Aufenthalte in Deutschland –in Frankfurt und München-  an die er die besten Erinnerungen habe. Mit den deutschen Künstlern, die er dort getroffen habe, habe es viele Übereinstimmungen in künstlerischen und politischen Fragen gegeben.  „In Eurer Mitte fühlte ich mich zu Hause, wie bei meinen Brüdern. Wir stießen damals an auf Frankreich und eine künftige europäische Republik.“  Noch im letzten Jahr hätten die Münchner Freunde geschworen, sich niemals Preußen zu unterwerfen, was aber jetzt geschehen sei. Nachdem sie aber ihre Rechnung mit Bonaparte beglichen hätten, was hätten sie noch mit der Republik zu schaffen? „Ihr wollt die Republik in Ketten legen.“ Damit würden sie sich selbst einen Strick um den Hals legen.

Ganz in diesem Sinne hatte der aus seinem Exil in Guernsey zurückgekehrte Victor Hugo einen Appel aux Allemands gerichtet, in dem er sie als Freund aufforderte, den Bruderkrieg zwischen den beiden Nationen, die Europa gemacht hätten, zu beenden. Gustave Courbet hatte dazu aber auch noch einen konkreten Vorschlag:

„Überlasst uns Eure Krupp-Kanonen, wir schmelzen sie mit unseren zusammen ein“.  Die letzte Kanone, Mündung mit phrygischer Mütze nach oben („gueule en l’air, coiffé du bonnet phrygien“), solle auf der place Vendôme auf den Säulen-  Sockel  gestellt werden. Dieses gewaltige gemeinsame Monument werde „Eure und unsere Säule sein, die Säule der Völker, die Säule Deutschlands und Frankreichs à jamais fédérées“. Es komme darauf an, hatte er schon zu Beginn des Krieges geäußert, auf den Chauvinismus zu verzichten und die „États-Unis d’Europe“ zu schaffen.[15]

Courbet war also zu Beginn der Dritten Republik ein populärer, hoch angesehener Künstler, der sich nun auch im öffentlichen Leben engagierte, der, wie er seinen Eltern stolz mitteilte, „président des arts de la capitale“ war, eine Art Kultusminister der Commune, [16] und  der unüberhörbar für die Ideen der künstlerischen und politischen Freiheit und für die europäische Verständigung auf der Grundlage der deutsch-französischen Freundschaft eintrat. Er befand sich auf dem Zenith seines Lebens.

Courbet, Proudhon und die Commune

Und dann die Commune: Am 17. Januar war Aldolphe Thiers von der in Bordeaux tagenden Nationalversammlung zum Ministerpräsidenten gewählt worden, am 26. Februar unterzeichnete Thiers den Vorfrieden von Versailles und deutsche Truppen rückten für einige Tage in den Westen der Hauptstadt ein. Auslöser des Aufstandes war dann am 18. März der –gescheiterte-  Versuch von Thiers, die  in Montmartre stationierten Kanonen gewaltsam in die Hände der Versailler Regierungstruppen zu bringen. Eine dieser teilweise durch öffentliche Sammlungen finanzierten Kanonen trug übrigens den Namen Courbet: Sie war durch den Erlös eines Bildes finanziert worden, das Courbet –auch wenn er Pazifist war-  für eine Lotterie zur Verfügung gestellt hatte. Dass aber die Republik sich dem kaiserlichen Deutschland unterwarf, wollten er und weite Teil der Pariser Bevölkerung nicht hinnehmen.

Auch unter der Commune behielt Courbet seine Funktion als Präsident der  „Commission des artistes“. Als solcher veröffentlichte er am 6. April 1871 im Journal officiel der Commune einen Brief an die Künstler von Paris. Darin begrüßte er begeistert die Commune: Paris habe Frankreich von der Entehrung und der Erniedrigung gerettet. Heute sei Paris frei und gehöre nur sich selbst. Die Künstler hätten nun die Aufgabe, zur moralischen Aufrichtung des Landes und zur Wiederherstellung der Künste beizutragen. Deshalb müssten auch möglichst rasch die Museen wieder geöffnet werden. Und abschließend: „Ah Paris, die große Stadt Paris hat den Staub von jeglichem Feudalismus abgeschüttelt. … Die Revolution ist umso gerechter, als sie vom Volk ausgeht. Seine Apostel sind Arbeiter, sein Christus ist Proudhon.“[17]

Prouhhon als „Christus“ der Commune? Das war jedenfalls die Vorstellung und Hoffnung Courbets. Proudhon und Courbet, Landsleute aus der Franche-Comté, waren seit 1847 eng befreundet und es gab einen regen intellektuellen und künstlerischen Austausch zwischen den beiden. Das wird auch im Werk Courbets deutlich. 1854/55 malte er sein monumentales Bild „L’Atelier du Peintre“, eine –wie es im Untertitel heißt- „wirkliche Allegorie, die sieben Jahre meines Künstlerlebens zusammenfasst.“ Courbet hat das Bild so beschrieben:

„Alle Welt kommt in mein Atelier, um sich malen zu lassen. Rechts die Teilhabenden, das heißt die Freunde, Mitarbeiter und Liebhaber der Welt der Kunst. Links dagegen die andere Hälfte der Welt, das alltägliche Leben, das Elend, die Armut, der Reichtum, die Ausgebeuteten, die Ausbeuter, die Menschen, die vom Tode leben”.[18]

Zu den Freunden, Mitarbeitern und Liebhabern der Kunst auf der rechten Seite des Bildes gehört natürlich auch Proudhon, portraitiert als dritter  von links in der Männergruppe an der Wand des Ateliers  hinter dem Modell. (Ganz rechts übrigens, in seine Lektüre versunken, Baudelaire, der Freund, mit dem Courbet die Ablehnung und Verachtung der herrschenden Konventionen teilte.[19]

1865 malte Courbet außerdem ein Portrait Proudhons nach dessen überraschendem Tod. Es zeigt Proudhon, umgeben von seinen kleinen Töchtern,  im  Hof der Wohnung in der Rue d’Enfer in Paris. In der endgültigen Fassung des Bildes fehlt Madame Proudhon, die dann ihr eigenes Porträt erhielt. „In seiner Bescheidenheit hielt es Proudhon der Mühe nicht wert, sein Porträt malen zu lassen“, schrieb Courbet, „für mich aber ist dies extrem wichtig, denn er ist der einzige Mensch, der sowohl mein Land als auch das, was ich denke, repräsentierte.“[20]  In einem Brief schrieb Courbet unter dem Eindruck von Proudhons Tod: 

„Das 19. Jahrhundert hat seinen Piloten verloren, und den Mann, der es hervorgebracht hat. Wir bleiben ohne Kompass zurück, und die Menschheit und die Revolution, die ohne seine Autorität dahintreiben, werden von neuem in die Hände der Soldaten und der Barbaren fallen.“[21]

Wie sehr die Ideen Proudhons Courbets Denken und Handeln prägte, zeigt sich besonders deutlich in der Zeit der Commune: Courbet trat hier für die Idee der Selbstverwaltung in allen Bereichen ein. Als „Président de la Fédération des artistes“ konnte er  immerhin im Bereich der Kunst entsprechende Weichenstellungen vornehmen: Wahl von Delegierten aus allen Arrondissements, die dann die Direktoren der Museen und die Konservatoren berufen; Wahl der Professoren der École des Beaux Arts durch die Studenten. Am 16. April wurde Courbet dann als Delegierter des 6. Arrondissements zum Mitglied der Commune gewählt. In seiner Bewerbung hatte er sich ausdrücklich zu „mon camarade Proudhon“ bekannt und wie dieser „alle Formen autoritärer Regierung und göttlichen Rechts“ abgelehnt. Stattdessen solle der Mensch sich selbst regieren, entsprechend seinen Bedürfnissen und seinen eigenen Vorstellungen.

Mit solchen Vorstellungen befand sich allerdings Courbet innerhalb der Commune in einer Minderheit gegenüber der jacobinischen Mehrheit,  erst recht, als am 30. April ein Comité du salut public geschaffen wurde. Diesen Wohlfahrtsausschuss betrachtete eine Minderheitenfraktion, der auch Vallès angehörte, als eine „diktatorische Institution“, die mit dem demokratischen Prinzip der Commune unvereinbar sei. Von den „ultras de la Commune“, die diesen Ausschuss trugen, sagte Courbet, sie spielten die Rollen des abscheulichen Repertoires von 1793 – also der Zeit des terreur…[22]

An dem Beschluss der Commune vom 12. April 1871, die Vendôme-Säule niederzulegen, war Courbet nicht beteiligt – und er konnte da auch gar nicht beteiligt sein, weil er erst am 16. April zum Stadtrat gewählt und damit Mitglied der Commune wurde.

Das Dekret zur Colonne Vendôme hatte nur einen Artikel: „Die Säule des Vendôme-Platzes“ wird zerstört (La colonne de la place Vendôme sera démolie“).  Als Begründung wurde angeführt, die kaiserliche Säule sei ein Monument der Barbarei, ein Symbol der nackten Gewalt und des falschen Ruhms, eine Bejahung des Militarismus, eine Negation des internationalen Rechts, eine permanente Beleidigung der Besiegten durch die Sieger und ein beständiger Anschlag auf eines der drei großen Prinzipien der französischen Republik, die Brüderlichkeit.[23]

Die Kommunarden blieben damit nicht bei der republikanischen und liberalen napoleonischen Antilegende stehen, die ambivalent verfahren war, weil sie die gloire française als napoleonische Errungenschaft hochhielt und daher nie gegen die Säule als deren substantielle Repräsentation zu Felde gezogen war. „Statt dessen betrieben die Denkmalstürzer eine definitive Umwertung“: Die alten Werte dieser gloire waren für sie Ausdruck des Militarismus und ein Verrat an den revolutionären Idealen. [23a]

Vorgesehen war der Abriss für den 5. Mai, dem Todestag Bonapartes, er verzögerte sich aber bis zum 16. Mai.

Die Reaktionen auf den Fall der Säule waren sehr unterschiedlich. Victor Hugo prangerte die Zerstörung der Colonne als „acte de lèse-nation“ und „crime de lèse-civilisation“ an und forderte ihre Restaurierung. Von konservativer und reaktionärer Seite war die Kritik natürlich besonders heftig: Die Niederreißung der Säule sei ein Angriff auf die französische Ehre und spiele nur den äußeren Feinden in die Hände. So wurde sogar der zynische Rat laut, doch gleich dem deutschen Kaiser ein Denkmal in Paris zu errichten. Ganz anders natürlich die radikale Linke: Sie feierte den Denkmalsturz als Akt der Befreiung, als sinnfälligen Bruch mit dem Militarismus und als Abkehr von der napoleonischen dictature.

Gleichzeitig wurden schon Pläne für eine positive monumentale Aneignung des durch den Sturz frei gewordenen Vendôme-Platzes entwickelt. Gefordert wurde die Errichtung eines Denkmals zur Erinnerung an die ruhmreichen Märtyrer der Commune und der Nationalgarden, die für die Republik gestorben seien. Ihre Namen sollten -ähnlich wie die der Opfer der Juli-Revolution auf der Bastille-Säule- inschriftlich erwähnt und so an die Nachwelt weitergegeben werden.

Auch Courbet stellte solche Überlegungen an: Auch wenn der Beschluss nun weiter ging als sein ursprünglicher Vorschlag: Gegen die Zerstörung der Säule hatte er keine Einwände, wie das Protokoll der Commune-Sitzung im Journal officiel von 27. April zeigt: „Courbet beantragt die Ausführung des Dekrets der Commune zur Zerstörung der Vendôme-Säule“. Man könne allerdings vielleicht die Säulenbasis erhalten, weil es dort Reliefs zur Geschichte der Republik gäbe. Und einen Vorschlag für die Zukunft hatte auch er: nämlich -auch dies eine Anlehnung an die von einem Genius der Freiheit gekrönte Bastille-Säule- auf der Basis der zerstörten Vendôme-Säule einen Genius der Revolution des 18. März, also der Commune, aufzustellen. [24]

Die Rache der siegreichen Republik

Courbet gelang es, während der semaine sanglante der blutigen Rache der siegreichen Versaillais zu entkommen. Am 7. Juni wurde er aber verhaftet, zunächst  in die Conciergerie gebracht und von dort nach Versailles in die Pferdeställe, wo gefangene Kommunarden unter unsäglichen Bedingungen zusammengepfercht waren. Courbet  -bis dahin nicht als Zeichner hervorgetreten- konnte immerhin einige Zeichnungen anfertigen, seltene Zeugnisse der damaligen Repression.[25]

Am 14. August wurde ihm in Versailles der Prozess gemacht und am 2. September das Urteil gesprochen: Sechs Monate Gefängnis, dazu eine Geldbuße von 500 Francs und die Übernahme der Gerichtskosten; verglichen mit den gegen seine Mitangeklagten verhängten Strafen (Tod, lebenslange Zwangsarbeit, Verbannung nach Neu-Kaledonien) eine äußerst milde Strafe. Zu verdanken hatte er dies einer sehr geschickten Verteidigung, die Courbets Engagement während der Commune als ein rein auf die Kunst beschränktes darstellte und seine Bemühungen zum Schutz und zur Rettung von Kunstwerken in dieser Zeit herausstellte. Besonders engagiert hatte sich Courbet auch bei der Rettung der Kunstsammlung von Adolphe Thiers, als dessen Stadtpalais zusammen mit der Colonne Vendôme zerstört wurde. So wurde er lediglich verurteilt, weil er als Mitglied der Commune die Zerstörung der Vendôme-Säule provoziert habe.[26]

Seine Strafe verbüßte Courbet in der Haftanstalt Sainte-Pélagie in Paris, das seit der Französischen Revolution speziell für politische Gefangene bestimmt war.

Courbet portraitiert sich hier im braunen Dress der politischen Gefangenen. Allein der als Krawatte gebundene rote Schal sticht farblich hervor. Man kann dies als Bekenntnis zu seinem Engagement in der Commune verstehen.[27] Entstanden ist das Bild vermutlich in der Klinik des Doktor Duval, in der Courbet sich schon während der Abbüßung seiner Strafe einer Operation unterzog.

Wieder auf freiem Fuß reist Courbet am 20. Mai 1872 zurück in seine Heimatstadt Ornans, wo es ja ein stattliches landwirtschaftliches Gut der Familie gab. Allerdings hatte Courbets politisches Engagement auch dort Wellen geschlagen. So hatte der bonapartistische Bürgermeister der Stadt die Figur des Fischerjungen (le pêcheur de chavots), die Courbet 1862 der Stadt für den Brunnen auf der „Place des Îles Basses“ (heute: Place Courbet) geschenkt hatte, entfernen lassen.

Erst 1881, anlässlich der Rehabilitierung Courbets, wurde ein neuer Abguss der Figur angefertigt und wieder installiert. Und auch sonst war Courbets Situtation nicht so unbeschwert, wie er es zunächst einschätzte: Für das offizielle Frankreich war er eine Unperson geworden[28]: Zwei seiner Bilder wurden –entgegen der Satzungen- für den Salon von 1872 zurückgewiesen, was sogar den prominenten Puvis de Chavannes zum Rücktritt vom Komitee des Salons veranlasste.

Andererseits gab es aber auch eine große Nachfrage nach Bildern des Künstlers mit entsprechenden Wertsteigerungen. Großmäulig dröhnte Courbet, die Commune werde ihn noch zum Millionär machen.[29] Diese Nachfrage wurde durch die mediale Präsenz noch begünstigt, die Courbet seit jeher hatte, die durch sein Engagement in der Commune und den Prozess vor dem Militärgericht aber noch einmal verstärkt wurde. Besonders für Karikaturisten war Courbet ja ein ideales Objekt.

Hier eine Karikatur noch aus der Zeit der Commune, erkennbar an der „revolutionären“ Datumsangabe, auf dem Titelblatt  einer damals weit verbreiteten Zeitschrift:

Courbet ist  dabei,  alle Säulen von Paris umzustürzen, also auch die Pissoirs….

Bissiger, ja bösartig, werden dann die Karikaturen nach der Niederschlagung der Commune:

Hier wird Courbet, typischer Weise übertrieben beleibt und mit roter Commune-Schärpe um den Bauch, auf die Vendôme-Säule gestützt in Herrscherpose dargestellt. Und die „Pariser Bronze-Männer“, unverkennbar Henri Quatre und Louis Quatorze, bitten „untertänigst“ darum, nicht eingeschmolzen zu werden.[30]  Im Hintergrund werden auch Engelsfiguren zum Einschmelzen gebracht – dabei hatte Courbet, überzeugter Antiklerikaler,  als Kunstbeauftragter der Commune verhindert, dass aus der Kirche Saint Sulpice Gegenstände entfernt wurden- Teil seines allgemeinen Engagements für die Bewahrung der Kunst.

Auch die nachfolgend abgebildete Karikatur thematisiert Courbets (angebliche) Verantwortung für den Abriss der Vendôme-Säule.[31]

In einer Sternzeichen-Serie wird Courbet – lächerlich kostümiert- als Stier dargestellt. Er balanciert  mit der Vendôme- Säule und dem Palais des Adolphe Thiers an der Place St. Georges, mit dessen Zerstörung er ja nicht das Geringste zu tun hatte – ganz im Gegenteil. Aber darauf kommt es in der Kampagne gegen Courbet auch gar nicht mehr an. Ironisch wird in der Unterschrift vor der sehr gefährlichen Balance-Übung gewarnt: Achtung vor „Courbet—ures“- ein Wortspiel mit courbatures/Muskelkater. Courbet, so die Aussage, habe sich also übernommen.

Ganz direkt wird diese Botschaft in der nachfolgend abgebildeten Karikatur von Cham aus Le Monde illustré vom 6. April 1872 zum Ausdruck gebracht. Da sitzt Courbet bei Regen und Wind vor seiner auf dem Sockel der Vendôme-Säule aufgestellten Staffelei.[32]

Gustav Courbet, so die Erläuterung, sei gezwungen, jeden Tag dort hinzukommen, um Bilder für die Rekonstruktion der Säule zu malen. Dies bezieht sich auf einen Vorschlag, den Courbet unvorsichtiger Weise im Vorfeld seines Prozesses vor dem Militärgericht selbst gemacht hatte – ohne dass dies allerdings zunächst irgendwelche Konsequenzen nach sich zog. [33]. 

Aber dann kam der Absturz: Am 24. Mai 1873 wurde die bisherige republikanische Regierung abgewählt, in der es noch wichtige, Courbet wohlgesonnene Vertreter der provisorischen Regierung von 1871 gab. Damit war es unter dem neuen reaktionären Staatspräsidenten Mac Mahon aus. Courbet wurde erneut wegen der Zerstörung der Vendôme-Säule angeklagt. Es ging nun darum, dass er die Kosten für ihre Wiederaufrichtung zu übernehmen habe.

Auch dies wieder ein gefundenes Fressen für Karikaturisten.

Hier sieht man Courbet vor dem Hintergrund der fallenden Säule. Er,  der einmal  dazu berufen gewesen sei, die Vendôme-Säule zu zerstören, muss  nun, erniedrigt vor den Augen der hier auch noch durch eine Frau repräsentierten Öffentlichkeit,  Steine klopfen.[34] Courbets Palette liegt am Boden, und damit auch er als Maler. Er ist zum Steineklopfer (casseur de pierres) geworden, sein Lebensinhalt besteht nun darin, die Vendôme-Säule wieder aufzubauen.  Wenn Courbet im Begleittext der Karikatur als Steineklopfer bezeichnet wird, bezieht sich das auf sein  berühmtes  Bild „Die Steineklopfer“, das als ein wegweisendes Werk des Realismus gilt.[35] Jetzt malt Courbet nicht mehr die Steineklopfer, er ist nun selbst einer  geworden.

Die Summe, die Courbet bezahlen sollte,  323 091,68  Francs, war so immens, dass er sie unmöglich aufbringen konnte, zumal sein gesamter Besitz einschließlich seiner Bilder vom Staat beschlagnahmt worden war. So blieb ihm nur das Exil in der Schweiz. Ein halbes Jahr vor seinem Tod erreichte ihn die Nachricht seiner endgültigen Verurteilung. Die erste Jahresrate von 5000 Franc hat er wohl nicht mehr gezahlt: Am 31. Dezember 1877 starb er in seinem Schweizer Exil und wurde dort begraben. 1919 durfte dann das Grab auf Wunsch der Familie nach Ornans verlegt werden. Der „verlorene Sohn“ der Stadt kehrte damit wieder in seine Heimatstadt zurück.

Inschrift auf dem Grabstein Courbets auf dem Friedhof von Ornans [36]

Und seit 2011 gibt es in Ornans ein an der Loue gelegenes erweitertes und modernisiertes Musée Courbet. Ein Teil des Museums ist das alte Hôtel Hébert, das Geburtshaus Courbets, wo der Künstler auch einen Teil seiner Jugend verbracht hatte[37]. Aus dem verfemten Künstler ist jetzt das Markenzeichen der Stadt geworden….

PS. Die wieder aufgerichtete Vendôme- Säule wurde am 28. Dezember 1875  feierlich eingeweiht und steht seitdem unangefochten in der Mitte des noblen Platzes.

Literatur

Paul d’Abrest: Courbet und die Vendôme-Säule. In: Die Gartenlaube. Heft 9, 1878, S. 148–150   https://de.wikisource.org/wiki/Courbet_und_die_Vend%C3%B4me-S%C3%A4ule  

Jules-Antoine Castagnary, Gustave Courbet et la colonne Vendôme. Plaidoyer pour un ami mort. Paris 1883 https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k109100z?rk=21459;2

Stéphane Guégan/Michèle Haddad, l’ABCdaire de Courbet et le réalisme. Paris 2019

Werner Jpf,amm. Das Atelier. Courbets Jahrhundertbild. München: C.H.Beck 2010

Marie Louise Kaschnitz, Gustave Courbet. Roman eines Malerlebens. FFM/Leipzig 1993

Prosper Lissagaray, Geschichte der Commune von 1871. Edition suhrkamp 577. Ffm 1971

Louise Michel, Die Pariser Commune. Wien: Mandelbaum 2021-04-28

Thankmar Freiherr von Münchhausen, 72 Tage. München: dva 2015

Alfred Normand/Charles Normand, La colonne Vendôme. Bulletin de la Société des amis des monuments parsiens. 1.1.1897  https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k6125169w/f125.item.zoom

Michel Ragon, Gustave Courbet. Peintre de la liberté. Paris: fayard 2004

Helke Rausch, Kultfigur und Nation. Öffentliche Denkmäler in Paris, Berlin und London 1848-1914. München: R. Oldenbourg 2006

Dieter Redlich, Die Pariser Commune  und der französisch-deutsche Krieg 1870/71.  Odlib-Verlag 2020.  Darin vor allem Kapitel II.9: Kultur, Courbet und Commune, S 257ff

Bernd Schuchter, Gustave Courbet und der Blick der Verzweifelten. Wien 2021

Helmut Swoboda (Hrsg), Die Pariser Commune 1871. München 1971

Anmerkungen


[1] Peter Weiss, Die Ästhetik des Widerstands. Zit. in Redlich, Die Pariser Commune, S. 257

[2] Schuchter, Gustave Courbet, S. 9  Es geht bei den Schutzmaßnahmen allerdings nicht zuerst um die Pflastersteine, sondern um die Abwasserleitungen darunter.

[3] Nachfolgende Abbildung und die Informationen zum Ablauf der Zeremonie aus: https://raspou.team/1871/destrction-de-la-colonne-vendome/ 

[4] Helke Rausch, Kultfigur und Nation, S. 263

[4a]  Zitiert von Louise Michel in ihrem Commune-Buch (Paris: Ink Book 2012)

[5] Prosper Lissagaray, Geschichte der Commune, S. 279/280  Bild aus: Colonne-vendôme-Illustration – La Chute de la colonne Vendôme — Wikipédia (wikipedia.org) luciendescaves.fr/xmedia/Commune/Colonne-vendome.jpg, Domaine public

[6]  Lissagaray, Geschichte der Commune, S. 280   Nachfolgendes Bild aus: https://raspou.team/1871/destrction-de-la-colonne-vendome/ 

[7] Foto von Eugène Disderi Mai 1871. (La colonne Vendôme renversée durant la Commune de Paris)

[8] Foto aus https://www.paris.fr/pages/les-150-ans-de-la-commune-les-lieux-emblematiques-2-5-16972

[9] 2009 wurde das Bild im Rahmen der Ausstellung „Controverses“ in der BNF gezeigt. Dazu wurde auch ein kleiner Film präsentiert, in dem der Kunsthistoriker Bertrand Tillier der Frage nachgeht, ob auf diesem Bild auch Courbet zu sehen sei. Für Tillier kommt dafür –wenn überhaupt- der Bärtige in der zweiten Reihe in Frage. Für https://macommunedeparis.files.wordpress.com/2016/10/courbetplacevendome.png ist es der Zylinder Mann daneben. Nach Marie-Louise Kaschnitz „sah man den Maler unter den Zuschauern, einen Strohhut auf dem Kopf….“ (S. 143)  Nach der derzeit maßgeblichen Biographie von Ragon ist jedenfalls ungewiss, ob Courbet beim Abriss der Säule anwesend war. „Assista-t-il aux opérations? Nous n’en savons rien.“ (S. 382)

[10] Helke Rausch, Kultfigur und Nation, S. 263

[11] Siehe dazu auch den Blog-Beitrag über die Bergwerke und Steinbrüche von Paris

[12] So die Übersetzung Thankmar von Münchhausens, Die Pariser Kommune 1871, S. 309

[13] Ragon, Gustave Courbet, S. 365.

[14] Der Wortlaut der Petition bei Ragon, Gustave Courbet, S. 363/364

[15] Der Wortlaut ist zitiert bei Ragon, Gustave Courbet, S. 367/368 und S. 361  Der Spiegel  spricht von einer „bizarren Denkmals-Verwandlung“, die Courbet ausgeheckt habe…  https://www.spiegel.de/kultur/zur-kanaille-gemacht-a-19f410ac-0002-0001-0000-000040606932

[16] Zit. bei Ragon, Gustave Courbet, S. 361

[17] Zit. bei Ragon, S. 372/3

[18] Zit: https://www.musee-orsay.fr/de/kollektionen/werkbeschreibungen/suche/commentaire_id/das-atelier-des-malers-9027.html  Bild aus: http://deartibussequanis.fr/xix/courbet_atelier.php Dort auch eine ausführliche Beschreibung und Interpretation des Bildes. Siehe auch: Werner Hofmann, Das Atelier. Courbets Jahrhundertsbild, München 2010, Verlag C.H.Beck

[19] Siehe: Gustave Courbet: Et ses compagnons de route, Alfred Bruyas et Charles Baudelaire – Essai d’analyse relationnelle. Paris: Harmattan 2013

[20] https://www.welt.de/print/die_welt/literatur/article194968913/Ich-wuerde-mich-hueten-mich-von-ihm-malen-zu-lassen.html Bild aus: Pierre-Joseph Proudhon et ses enfants en 1853 | Paris Musées

[21] Zit bei Hofmann, Das Atelier, S. 56

[22] Zit. bei Ragon, S. 380 und 383

[23] La Commune de Paris considère que la colonne impériale de la Place Vendôme est un monument de barbarie, un symbole de force brute et de fausse gloire, une affirmation du militarisme, une insulte permanente des vainqueurs aux vaincus, un attentat perpétuel à l’un des trois grands principes de la République : la fraternité ! »  

 Siehe Redlich, Die Pariser Commune, S. 259/300. Originaltext zitiert  bei Ragon, S. 275 und  https://fr.wikipedia.org/wiki/La_Chute_de_la_colonne_Vend%C3%B4me

[23a] siehe Rausch, Kultfigur und Nation, S. 263. Rausch verurteilt allerdings ausdrücklich den Beschluss der Commune und spricht von „einer tiradenartigen Reihung programmatischer Verwerfungen“ – eine -vorsichtig augedrückt- merkwürdige Formulierung….. Und die napoleonische gloire als Ausdruck des Militarismus zu verstehen, ist für ihn eine Diffamierung. Auf Rausch S. 265f beziehe ich mich auch bei der nachfolgenden Darstellung der Reaktionen auf den Säulensturz.

[24] Courbet demande que l’on exécute le décret de la Commune sur la démolition de la colonne Vendôme. On pourrait peut-être laisser subsister le soubassement de ce monument, dont les bas-reliefs ont trait à l’histoire de la République; on remplacerait la colonne par un génie représentant la Révolution du 18 mars. Aus: https://macommunedeparis.com/2016/10/28/gustave-courbet-dans-les-proces-verbaux-de-la-commune/ 

[25] Bild aus: https://histoire-image.org/de/etudes/repression-commune Dort auch eine Erläuterung des Kunsthistorikers Bertrand Tillier.

[26] Siehe Ragon, S. 400 Rausch schreibt dagegen, offenbar in Verkennung der üblichen Urteilspraxis: „Courbets Rückzug auf eine gänzlich entpolitisierte Argumentation vor dem Militärgericht verfing nicht.“ (Anm. 34, S. 268). Doch! Allerdings sicherlich auch begünstigt dadurch, dass sein Verteidiger jeglicher Commune-Affinität völlig unverdächtig war. Die Verteidigungsstrategie war durchaus erfolgreich, man kann sie aber als moralisch/politisch fragwürdig bezeichnen, ja, wie Manet kritisierte, als feige. Manet hatte den Prozess verfolgt und schrieb am 22. August 1871 an einen Freund: „Vous me parlez de Courbet. Il s’est conduit comme un lâche devant le Conseil de guerre et n’est digne maintenant d’aucun intérêt.“ (Zit. Ragon, S. 399)

[27] Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Gustave_Courbet_-_Self-Portrait_at_Sainte-P%C3%A9lagie_-_WGA05498.jpg  Erläuterungen dazu: Fabrice Masanés,  Courbet à Sainte-Pélagie  Histoire par l’image.   http://histoire-image.org/de/etudes/courbet-sainte-pelagie

[28] S. Werner Hofmann, Das Atelier, S. 94

[29] Siehe Ragon, S. 415

[30] Bild aus: https://www.parismuseescollections.paris.fr/de/node/728154#infos-principales  

[31] Bild aus:  https://collections.vam.ac.uk/item/O1029409/les-signes-du-zodiaque-par-print-xiat-h/ 

[32] https://macommunedeparis.com/2016/10/13/gustave-courbet-place-vendome/  

[33] Siehe Ragon S. 391/392

[34] Bild aus: https://collections.vam.ac.uk/item/O187491/souvenirs-de-la-commune-par-print-scherer-leonce/souvenirs-de-la-commune-par-print-sch%C3%A9rer-l%C3%A9once/

[35] https://fr.wikipedia.org/wiki/Les_Casseurs_de_pierres#/media/Fichier:Gustave_Courbet_018.jpg (Reproduktion. Das in der Galerie alter Meister in Dresden ausgestellte Bild wurde beim Bombardement der Stadt im Februar 1945 zerstört). 

[36] Das Geburtsdatum Courbets ist auf dem nachfolgend abgebildeten originalen Grabstein aus der Schweiz falsch angegeben: 10. August statt 10. Juni 1819. Wie gut, dass man das nicht verändert hat!

[37] Bild aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Mus%C3%A9e_Courbet#/media/Datei:Mus%C3%A9e_Courbet_Ansicht.jpg

Weitere geplante Beiträge:

  • Das Reiterstandbild Heinrichs IV. auf dem Pont Neuf
  • Die alte Eiche (Le Gros Chêne) von Allouville-Bellefosse in der Normandie. Ein Gastbeitrag von Zora del Buono
  • Das Pantheon der großen (und der weniger großen) Männer und der wenigen großen Frauen, Teil 2: Der Kult der großen Männer
  • Auf der Autoroute de l’Est von Saarbrücken nach Paris: Eine Fahrt durch die deutsch-französische Geschichte
  • März 2021: Der Blog feiert seinen 5. Geburtstag

    Vor 5 Jahren, im März 2016, habe ich den ersten Beitrag in diesen Blog eingestellt. Es waren Fotos, aufgenommen von der kleinen Terrasse unserer damals neuen Wohnung im 11. Arrondissement in Paris. Ohne dass mir das damals bewusst war, hatte dieser Beitrag eine programmatische Dimension:

    • Der Blick auf die Fundamente der Guillotine in unserer Straße steht für den historischen Bezug, der für diesen Blog konstitutiv ist.
    • Der Blick über die Dächer von Paris fällt auch auf herausragende Bauten wie Notre-Dame, Saint-Paul oder die Julisäule auf der Place de la Bastille, die in späteren Beiträgen öfters eine Rolle spielen. Und die „toits de Paris“ gehören vielleicht bald zum UNESCO-Weltkulturerbe …
    • Große Ereignisse werden auch von unserer Terrasse aus ein Stück weit erfahrbar, wie die Feiern des 14. Juli oder das Confinement anlässlich der Covid-19-Pandemie; aber auch Paris-typisches Alltagsleben kommt ins Blickfeld wie die häufigen Arbeiten an den reparaturanfälligen Zinkdächern oder den maroden Wasser- Strom- und Gasleitungen unter den Trottoirs.
    • Anhand der Stare vor unserem Fenster werden unterschiedliche Sichtweisen von Deutschen und Franzosen sichtbar, deren Beziehungen und Geschichte ein besonderer Schwerpunkt dieses Blogs sind.
    • Und nicht zuletzt: In diesem Blog geht es zwar nicht um uns und unser „neues“ Leben in Paris; aber es wird auch nicht der persönliche Bezug zu den hier behandelten Themen verleugnet, sowohl was ihre Auswahl als auch ihre Darstellung angeht. In den Blicken von unserer Terrasse ist diese persönliche Perspektive im wahrsten Sinne des Wortes augenscheinlich, aber sie ist auch danach immer präsent.

    Dass diesem ersten Bericht schnell weitere folgten, beruht darauf, dass ich schon in den Jahren davor per e-mail Berichte aus Paris an Freunde und Bekannte in der alten Heimat verschickt hatte, um den Kontakt aufrecht zu erhalten. Für diese – seit 5 Jahren im Blog-Format verbreiteten-  Berichte gab und gibt es aber ein mindestens ebenso wichtiges weiteres und ganz persönliches Motiv: Die Stadt Paris ist zwar nicht mehr die Hauptstadt der Welt, als die sie lange galt, aber sie ist doch eine Stadt mit einer derartigen unübersehbaren Fülle von Attraktionen und  Angeboten, dass man sich leicht darin verlieren kann. Wenn Ulrich Wickert einem seiner Bücher den Titel „Alles über Paris“ gab, kann man das nur als Ausdruck von Ironie verstehen, dafür kannte Wickert Paris ja viel zu gut.

    Der Blog half und hilft mir dabei, meinen Ort in dieser Stadt zu finden und mich in diesem Großstadtdschungel zu orientieren. Es gibt immer eine Reihe von kleinen Projekten, die mich beschäftigen, zu denen ich – teilweise auch über längere Zeit hinweg- Material sammle und für die ich gezielt die Stadt erkunde. Dazu kommen dann ganz aktuelle Themen, die ich aufgreife. Da geht es zum Beispiel um Ausstellungen, die ich aber auch über den Tag hinaus für wichtig und interessant halte. Und es kommen dann auch noch Texte hinzu, die sich aus Reisen in Frankreich ergeben.  Denn der Blog ist zwar vor allem ein Paris-Blog, aber auch ein Frankreich-Blog, und Frankreich und Paris sind ja auch kaum voneinander zu trennen: Man denke nur an  Lebensgeschichten wie die von  Ledoux, Camille Claudel oder Anna  Seghers….

    Besonders freue ich mich, wenn ich –oft durch persönliche Kontakte, aber auch durch Zufall- auf ganz überraschende und spannende deutsch-französische Geschichten stoße. Schöne Beispiele dafür sind die Frankfurter Krokodile, die  im Austausch mit angeblichen Menschenfressern aus  Neukaledonien zur  Kolonialausstellung von  1931 nach Paris geliefert wurden……    oder die Beziehung des schlesischen Kohle- und Stahlbarons Guido Henckel von Donnersmarck mit einer russisch-französischen Halbweltdame, der er einen Märchenpalast auf den Champs-Elysée errichtete…. oder die fast unglaubliche, aber wahre Geschichte des Marcel Fieyre,  dem es im Winter 1942/1943  mit Hilfe eines deutschen Antifaschisten gelang, sich von einem Kriegsgefangenenlager im Norden Deutschlands  bis in die Corrèze durchzuschlagen, wo er ein prominentes Mitglied des dortigen Widerstands wurde….   oder die Stolpersteine in der Frankfurter Westendstraße…     oder, oder, oder ….  In der Rubrik deutsch-französische Geschichte(n) sind diese und andere solcher Berichte versammelt.

    Im Gegensatz zu dem Einstiegsbericht auf diesem Blog bestehen die Beiträge aus einer Mischung von Texten und meist selbst gemachten Fotos. Und sie haben zwei Besonderheiten: das ist einmal ihr Umfang, meist –im ursprünglichen Word-Format- um die 20 Seiten. Und es sind die Verweise auf die benutzten Quellen und Materialien.  Allerdings handelt es sich nicht um Texte mit wissenschaftlichem Anspruch. Aber sie sollen doch mehr bieten als die gängigen Reiseführer und die gewählten Themen nicht nur „antippen“,  und sie sollen Lust zu „mehr“ machen,  zu intensiverer Beschäftigung oder eigener Anschauung, und dazu entsprechende Hinweise geben.

    Inzwischen sind insgesamt 125 Berichte zusammen gekommen, also genau 25 pro Jahr (eine Frequenz, die allerdings keinen Falls Maßstab für die Zukunft sein kann und soll…)  Eine in zeitlicher Reihenfolge geordnete Übersicht über alle Berichte findet sich auf:

     https://paris-blog.org/2020/04/25/alle-blog-beitraege-im-ueberblick-maerz-2016-bis/  

    Was die Resonanz angeht, so ist der Blog natürlich weit entfernt von den Hunderttausenden oder gar Millionen „followern“, von denen man von youtube, twitter- oder instagram- Adressen hört. Aber dafür ist der Blog zu spezialisiert, und der Umfang der Beiträge übersteigt das in sozialen Medien Übliche bei weitem.  Trotzdem kommen aber im Jahr  dann doch –und das mit deutlich steigender Tendenz- mehrere zig-Tausende Besucher und Zugriffe zusammen, wobei allerdings nicht nachvollziehbar ist, inwieweit es sich um interessierte Leserinnen und Leser handelt oder um vielleicht schnell enttäuschte Surfer, die beim Stöbern im Netz zufällig auf den Blog gestoßen sind.

    Die Besucher stammen überwiegend aus Deutschland, aber auch –in dieser Reihenfolge- aus Frankreich, der Schweiz, den USA und Österreich. 2020 kamen sie insgesamt aus 102 Ländern.

    Welche Berichte am meisten nachgefragt sind, kann ich nur bedingt erkennen, weil der weitaus größte Teil der Zugriffe sich hinter der allgemeinen Bezeichnung „Startseite/Archivseiten“ verbirgt. Zum Teil werden aber auch die aufgerufenen Berichte direkt angegeben. Das waren 2020 in dieser Reihenfolge:

    • Der 11. November: Ein französischer Feiertag im Wandel
    • Die Aufnahme des Schriftstellers Maurice Genevoix ins Pantheon
    • Die Freiheitsstatue von New York und ihre Schwestern (3): Die Freiheitsstatuen von Paris
    • Das Labyrinth von Chartres
    • Mit Heinrich Heine in Paris
    • La Goutte d’Or oder Klein-Afrika in Paris
    • Die Fontänen im Park von Versailles (1): Feier des Sonnenkönigs und Machtdemonstration

    …. also, dem Angebot des Blogs entsprechend, eine „bunte“ Mischung.

    Und natürlich freue ich mich auch über Zuschriften: Zum Beispiel erhalte ich ab und zu Hinweise auf –vor allem- sprachliche Fehler in den Texten, für die ich dankbar bin. Das kann ich dann –ein Vorteil des Blog-Formats- umgehend berücksichtigen. Oder es gibt Nachfragen wegen geplanter Paris-Besuche wie die eines Schweizers, mit dem ich den Faubourg Saint-Antoine erkundet habe: Auf den Spuren seiner Vorfahren, die dort das Tischlerhandwerk erlernten, bevor sie in der Schweiz eine ébénesterie (Kunsttischlerei)  nach Pariser Vorbild aufbauten.

    Über persönliche  feed-backs, die über einen simplen  ‚Gefällt mir‘-Klick hinausgehen, freue ich mich natürlich auch.  Dafür zwei Beispiele, eines aus Deutschland, eines aus Frankreich:

    Ich bin mittlerweile  schon seit Jahren eine begeisterte Leserin deines Blogs. Herzlichen Dank für die vielen Informationen, die Liebe zu unserem wunderbaren Nachbarland und den französischen und europäischen Geist, den dein Blog atmet.

    Ich finde Ihren Blog sehr gut. Ich kenne viele Blogs über Frankreich, aber alle diejenigen,  die ich bis jetzt fand, waren so schlecht, dass ich bislang dachte, die deutschen Blogger wären alle zur Médiocrité verurteilt worden. Jetzt weiss ich, es ist nicht der Fall.

    Eine besondere Anerkennung ist natürlich auch, dass das Deutsch-Französische Institut in Ludwigsburg den Blog in sein Literaturverzeichnis aufgenommen hat.

    Derzeit leidet allerdings auch der Blog unter den Pandemie-bedingten Einschränkungen.  Seit einem langen halben  Jahr waren wir nun nicht mehr in Paris. Die derzeitigen Berichte schöpfen aus dem Fundus von Materialien, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Eine Hilfe  war außerdem  die nahe Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt, die allerdings jetzt auch geschlossen ist.  Aber wir hoffen doch sehr, bald wieder unbeschwert nach Paris fahren und dort wieder das reiche kulturelle und soziale Leben führen zu können wie vor der Pandemie. Die Liste der Pariser Berichts-Projekte, die ich nur vor Ort bearbeiten kann, ist jedenfalls  lang…

    Ich werde mich also bemühen, den Blog auch in Zukunft mit interessanten und  qualitätsvollen Beiträgen anzureichern und freue mich über Interesse, Kritik, Lob und Anregungen.

    In diesem Sinne wünsche ich dem Blog fünf weitere gute Jahre.

    Wolf Jöckel

    Vielen Dank für die freundlichen Glückwünsche zum 5. Geburtstag des Blogs! Ich freue mich natürlich sehr über die lobenden Worte – gerade in diesen ziemlich tristen Zeiten- und werde mich bemühen, ihnen auch in Zukunft gerecht zu werden.

    Dann hoffen wir also: ad multos annos!

    Wolf Jöckel

    (Fast) Alle Blog-Beiträge im Überblick: März 2016 bis ….

    319. Die Cevennen: Ort der Zuflucht für Verfolgte des Naziregimes und einer deutsch französischen Résistance Eingestellt am 30.10.2026 https://paris-blog.org/2026/10/30/die-cevennen-ort-der-zuflucht-fur-verfolgte-des-naziregimes-und-einer-deutsch-franzosischen-resistance/

    318. Leonora Carrington. Eine Malerin des Surrealismus, vor mit und nach Max Ernst. Eingestellt am 24.10.2026 https://paris-blog.org/2026/10/24/leonora-carrington-eine-malerin-des-surrealismus-vor-mit-und-nach-max-ernst/

    317. Lolo oder ein Anschlag auf die Kunst. Montmartre 1910. Von Ulrich Schläger. Eingestellt am 14.10.2026 https://paris-blog.org/2026/10/14/lolo-oder-ein-anschlag-auf-die-kunst-montmartre-1910-von-ulrich-schlager/

    316. Bilder des Monats Oktober 2026: Oktober 2026. Die Schülerbewegung (mouvement lycéen demonstriert. Eingestellt am 7.10.2026 https://paris-blog.org/2026/10/07/bilder-des-monats-oktober-2026-die-schulerbewegung-mouvement-lyceen-demonstriert/

    315. Provoncalische Votivbilder. Naive Malerei, Zeutnisse der Volksfrömmigkeit und historisches Quellenmaterial. Eingestellt am 6.10.2026 https://paris-blog.org/2026/10/06/provencalische-votivbilder-naive-malerei-zeugnisse-der-volksfrommigkeit-und-historisches-quellenmaterial/

    314. Das Dilemma der französischen Benzinpreise. Eingestellt am 26.9.2026 https://paris-blog.org/2026/09/26/benzinpreise-in-frankreich-rekord-preise-und-gewinne-rabatte-gilets-jaunes-revival-masnahmen/

    313. Sea, Pop and sun. Ein wehmütiger Blick zurück. Die Jahresausstellung 2026 in der Villa Carmignac auf Porquerolles. Eingestellt am 20.9.2026 https://paris-blog.org/2026/09/20/sea-pop-sun-ein-wehmutiger-blick-zuruck-die-jahresausstellung-2026-in-der-villa-carmignac-auf-porquerolles/

    312. Bilder de Monats September 2026: Eine koloniale Art-Deco-Fassade im 8. Arrondissement Eingestellt am 14.9.2026 https://paris-blog.org/2026/09/14/bilder-des-monats-september-2026-eine-koloniale-art-deco-fassade-im-8-arrondissement/

    311. Mme de Sévigné, Stationen ihres Lebens 3: Grignan/Provence. Mit einem Exkurs über ihre Haltung zu den Hugenottenverfolgungen. Eingestellt am 5.9.2026 https://paris-blog.org/2026/09/05/mme-de-sevigne-stationen-ihres-lebens-3-grignan-provence-mit-einem-exkurs-uber-ihre-haltung-zu-den-hugenottenverfolgungen/

    310. Die Metro-Stationen La Fayette und Cadet: Die verblasste Feier französisch-amerikanischer Freundschaft. Mit einem Erfahrungsbericht zur KI-Verwendung Eingestellt am 29.8.2026 https://paris-blog.org/2026/08/29/die-metrostationen-la-fayette-und-cadet-die-verblasste-feier-franzosisch-amerikanischer-freundschaft-mit-einem-erfahrungsbericht-zur-ki-verwendung/

    309. Mme de Sévigné:  Stationen ihres Lebens (2): Bretagne, Burgund Eigestellt am 22.8. 2026 https://paris-blog.org/2026/08/22/mme-de-sevigne-stationen-ihres-lebens-2-bretagne-burgund/

    308. Die D-Day-Landungsstrände in der Normandie: Seit Juli 2026 Weltkulturerbe Eingestellt am https://paris-blog.org/2026/08/15/die-d-day-landungsstrande-in-der-normandie-seit-juli-2026-weltkulturerbe/

    307. Bild des Tages: éclipse solaire – „Unsere“ Sonnenfinsternis, Paris 12.8. Eingestlle am 12.8.2026 https://paris-blog.org/2026/08/12/bild-des-tages-eclipse-solaire-unsere-sonnenfinsternis-paris-12-8/

    306. 400 Jahre Mme de Sévigné: Stationen ihres Lebens (Teil 1: Paris) Eingestellt am 7.8.2026 https://paris-blog.org/2026/08/07/400-jahre-mme-de-sevigne-stationen-ihres-lebens-teil-1-paris/

    305. Bilder des Monats August 2026: Das Gemälde zum Ausbruch des 1. Weltkriegs im Pariser Gare de l’Est Eingestellt am 1.8.2026 https://paris-blog.org/2026/08/01/bilder-des-monats-august-2026-das-gemalde-zum-ausbruch-des-1-weltkriegs-im-pariser-gare-de-lest/

    304. Andrea Reidt, Paula in Paris. Paula Modersohn-Becker in der Welthauptstadt der Kunst Eingestellt am 24. Juli 2026 https://paris-blog.org/2026/07/24/andrea-reidt-paula-in-paris-paula-modersohn-becker-in-der-welthauptstadt-der-kunst/

    303. Le Souffle, die monumentale und filigrane Fächerkoralle von Saint-Eustache Eingestellt am 18.7.2026 https://paris-blog.org/2026/07/18/le-souffle-die-monumentale-und-filigrane-facherkoralle-von-saint-eustache/

    302. Bilder des Monats Juli 2026: Die Flugzeugparade des 14. Juli Eingestellt am 14.7.2026 https://paris-blog.org/2026/07/14/bilder-des-monats-juli-2026-die-flugzeugparade-des-14-juli/

    301. Paris im Hitzestress: Ab ins Wasser! Eingestellt am 12.7.2026 https://paris-blog.org/2026/07/12/paris-im-hitzestress-ab-ins-wasser/

    300. Wenn einer eine Reise tut (2): Bahnabenteuer zwischen Paris und Frankfurt und zurück… Eingestellt am 2.7.2026 https://paris-blog.org/2026/07/02/wenn-einer-eine-reise-tut-2-bahnabenteuer-von-paris-nach-frankfurt-und-zuruck/

    299. Calder: traumhaftes Gleichgewicht- rêver en équilibre. Eine Ausstellung in der Fondation Louis-Vuitton. Eingestellt am 26.6.2026 https://paris-blog.org/2026/06/26/calder-traumhaftes-gleichgewicht-rever-en-equilibre-eine-ausstellung-in-der-fondation-louis-vuitton/

    298. Bilder des Monats Juni 2026: Durchgang frei! La Caverne du Pont-Neuf ist eröffnet. Eingestellt am 20.6. 2026 https://paris-blog.org/2026/06/20/bilder-des-monats-juni-2026-die-caverne-du-pont-neuf-ist-eroffnet/

    297. 63 Orte. Eine Topografie deutsch-französischer Geschichte. Eine Buchrezension von Wilfried Loth. Eingestellt am 10.6.2026 https://paris-blog.org/2026/06/10/63-orte-eine-topographie-deutsch-franzosischer-geschichte-eine-buchrezension-von-wilfried-loth/

    296. Der späte und doch ganz junge Matisse: Eine Ausstellung im Pariser Grand Palais. Eingestellt am 4.6.2026 https://paris-blog.org/2026/06/04/der-spate-und-doch-ganz-junge-matisse-eine-ausstellung-im-pariser-grand-palais/

    295. Bilder des Monats Mai 2026: Der preisgekrönte neue Bahnhof von Villejuif-Gustave Roussel. Eingestellt am 30.5.2026 https://paris-blog.org/2026/05/30/bilder-des-monats-mai-2026-der-preisgekronte-neue-bahnhof-von-villlejuif-gustave-roussy-auf-der-metro-linie-14/

    294. Bald ist es soweit: La Caverne du Pont Neuf   Eingestellt am 23.5.2026 https://paris-blog.org/2026/05/23/bald-ist-es-so-weit-la-caverne-du-pont-neuf/ aaa

    293. 10 Jahre Paris- und Frankreich-Blog! Eingestellt am 15.5. 2026 https://paris-blog.org/2026/05/15/10-jahre-paris-und-frankreich-blog/

    292.“Unser Étretat“, eine etwas nostalgische Bilderserie. Eingestellt am 9.5.2026 https://paris-blog.org/2026/05/09/unser-etretat-eine-etwas-nostalgische-bilderserie/ aaa

    291. Faszination Étretat: Eine Ausstellung im Städel-Museum in Frankfurt Eingestellt am 6.5.2026 https://paris-blog.org/2026/05/06/faszination-etretat-eine-ausstellung-im-stadel-museum-in-frankfurt/ aaa

    290. Bilder des Monats April 2026: 400 Jahre Jardin des Plantes Eingestellt am 22.4.2026 https://paris-blog.org/2026/04/22/bilder-des-monats-april-2026-400-jahre-jardin-des-plantes/

    289. Halle au Blé- Bourse de Commerce- Pinault Collection: Verwandlung und Kontinuität (Teil 2) von Ulrich Schläger  Eingestellt am 11.4.2026 https://paris-blog.org/2026/04/11/halle-au-ble-bourse-de-commerce-pinault-collection-verwandlung-und-kontinuitat-teil-2-von-ulrich-schlager/

    288.  Halle au Blé- Bourse de Commerce- Pinault Collection: Verwandlung und Kontinuität (Teil 1) von Ulrich Schläger  Eingestellt am 6.4.2026 https://paris-blog.org/2026/04/06/halle-au-ble-bourse-de-commerce-pinault-collection-verwandlung-und-kontinuitat-teil-1-von-ulrich-schlager/

    287.  Jacques Louis David, ein politischer Maler par excellence. Von Sonia Branca-Rosoff und Wolf Jöckel Eingestellt am 28.3.2026 https://paris-blog.org/2026/03/28/jacques-louis-david-ein-politischer-maler-par-excellence-von-sonia-branca-rosoff-und-wolf-jockel/

    286. Bild des Monats März 2026: Das gespaltene Paris, West versus Ost Eingestellt am 20.3.2026 https://paris-blog.org/2026/03/20/bild-des-monats-marz-2026-das-gespaltene-paris-west-versus-ost/

    285. Zu viel Glanz: Das Schloss Vaux-le-Vicomte des Nicolas Fouquet und die Rache des Sonnenkönigs. Eingestellt am 8.3.2026   https://paris-blog.org/2026/03/08/zuviel-glanz-das-schloss-vaux-le-vicomte-des-nicolas-fouquet-und-die-rache-des-sonnenkonigs-teil-2/

    284.  Zu viel Glanz: Das Schloss Vaux-le-Vicomte des Nicolas Fouquet und die Rache des Sonnenkönigs.  Eingestellt am 28.2.2026   https://paris-blog.org/2026/02/28/zuviel-glanz-das-schloss-vaux-le-vicomte-des-nicolas-fouquet-und-die-rache-des-sonnenkonigs-teil-1/

    283. Bild des Monats Februar 2026: Das Grab von Antoine-Augustin Parmentier auf dem Pèere Lachaise. Eingestellt am 21.2.2026  https://paris-blog.org/2026/02/21/bild-des-monats-februar-2026-das-grab-von-antoine-augustin-parmentier-auf-dem-pere-lachaise/

    282. „Der größte Teppich der Welt“. Die Prunkteppiche Ludwigs XIV. für die  Grande Galerie du Louvre. Eingestellt am 14.2.2026  https://paris-blog.org/2026/02/14/der-groste-teppich-der-welt-die-prunkteppiche-ludwigs-xiv-fur-die-grande-galerie-des-louvre/

    281. Grotesco: Eva Jospins Traumwelten im Grand Palais. Eingestellt am 7. 2. 2026   https://paris-blog.org/2026/02/07/eva-jospin-grottesco-eine-ausstellung-im-grand-palais/

    280. Umstrittene Fenster: Die Entwürfe der neuen Notre-Dame-Fenster, ausgestellt im Grand Palais. Eingestellt am 27. Januar 2026 https://paris-blog.org/2026/01/27/umstrittene-fenster-die-entwurfe-der-neuen-notre-dame-fenster-ausgestellt-im-grand-palais/

    279. Rue de la Femme sans Teste oder die Angst der Männer vor starken Frauen. Von Ulrich Schläger. Eingestellt am 23. Januar 2026   https://paris-blog.org/2026/01/23/rue-de-la-femme-sans-teste-oder-die-angst-der-manner-vor-starken-frauen-von-ulrich-schlager/

    278. Die Gerhard Richter-Ausstellung in Paris, eine Schau der Superlative. Eingestellt am 10. Januar 2026  https://paris-blog.org/2026/01/10/die-gerhard-richter-ausstellung-in-paris-eine-schau-der-superlative/

    277.  Bild des Monats Januar 2026: Galettes des Rois. Eingestellt am 6. Januar 2026  https://paris-blog.org/2026/01/06/bild-des-monats-januar-2026-galettes-des-rois/ aaa

    276. Gruß zum neuen Jahr 2026. Eingestellt am 1.1.2026  https://paris-blog.org/2026/01/01/grus-zum-neuen-jahr-2026/

    275. Der „Aufenthaltszug“: abenteuerliche Erfahrungen mit der Bahn zwischen Paris und Frankfurt. Eingestellt am 26.12.2025  https://paris-blog.org/2025/12/26/der-aufenthaltszug-abenteuerliche-erfahrungen-mit-der-bahn-zwischen-paris-und-frankfurt/

    274. Napoleon und David, Trump und Infantino. Eingestellt am 13.12.2025  https://paris-blog.org/2025/12/13/napoleon-und-david-trump-und-infantino/

    273. Bild des Monats Dezember 2025: Der Super-Vollmond über den Dächern von Paris. Eingestellt am 8. Dezember 2925  https://paris-blog.org/2025/12/08/bild-des-monats-dezember-2025-vollmond/

    272. Paris in der Vorweihnachtszeit: Illuminationen und Dekorationen. Eingestellt am 7. Dezember 2025 https://paris-blog.org/2025/12/07/paris-in-der-vorweihnachtszeit-illuminationen-und-dekorationen/

    271. Jean Nouvels neue Fondation Cartier – ein weiteres grandioses Zentrum zeitgenössischer Kunst in Paris. Eingestellt 1. Dezember 2025   https://paris-blog.org/2025/12/01/jean-nouvels-neue-fondation-cartier-ein-weiteres-grandioses-zentrum-zeitgenossischer-kunst-in-paris/

    270. Georges de La Tour. La Tour, ein Licht in unserer Dunkelheit. Ein Gastbeitrag von Sonia Branca-Rosoff. Eingestellt am 20. November 2025   https://paris-blog.org/2025/11/20/georges-de-la-tour-la-tour-ein-licht-in-unserer-dunkelheit-ein-gastbeitrag-von-sonia-branca-rosoff/

    269. Das Pariser Terrorismus-Museum (MMT) stellt sich vor: Eine Fotoausstellung am Gitter des Pariser Rathauses. Eingestellt am 12. November 2025  https://paris-blog.org/2025/11/12/das-pariser-terrorismus-museum-mmt-stellt-sich-vor-eine-fotoausstellung-am-gitter-des-pariser-rathauses/

    268. 10 Jahre danach: Der Garten der Erinnerung an die Opfer der terroristischen Attentate vom 13. November 2015 vor der Kirche Saint-Gervais. Eingestellt am 8. November 2025   https://paris-blog.org/2025/11/08/10-jahre-danach-der-garten-der-erinnerung-an-die-opfer-der-terroristischen-attentate-vom-13-november-2015-vor-der-kirche-saint-gervais/

    267. Bild des Monats November 2025: Chrysanthemen-Grabschmuck an Allerheiligen, Eingestellt am 1. November 2025  https://paris-blog.org/2025/11/01/bild-des-monats-november-2025-chrysanthemen-grabschmuck-an-allerheiligen/

    266. Drancy,  das „Vorzimmer des Todes“: Durchgangslager auf dem Weg nach Auschwitz. Eingestellt am 25.10.2025   https://paris-blog.org/2025/10/25/drancy-das-vorzimmer-des-todes-durchgangslager-auf-dem-weg-nach-auschwitz/

    265. 424 Stufen: Die Türme von Notre-Dame laden wieder zum Aufstieg ein. Eingestellt am 18.10. 2025  https://paris-blog.org/2025/10/18/424-stufen-die-turme-von-notre-dame-laden-wieder-zum-aufstieg-ein/

    264. Die neuen städtischen Wälder (fôrets urbaines) von Paris. Eingestellt am 12. Oktober 2025  https://paris-blog.org/2025/10/12/die-neuen-stadtischen-walder-forets-urbaines-von-paris/

    263. Bild des Monats Oktober 2025: Pariser Honig/miel de Paris. Eingestellt am 3.10.2025  https://paris-blog.org/2025/10/03/bild-des-monats-oktober-2025-pariser-honig-miel-de-paris/

    262. Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely im Grand Palais (Juni 2025 bis Januar 2026). Eingestellt am 27.9.2025  https://paris-blog.org/2025/09/27/niki-de-saint-phalle-und-jean-tinguely-im-grand-palais-juni-2025-bis-januar-2026/

    261. Bild des Monats September 2025: Bloquons tout! Eingestellt am 12.9.2025   https://paris-blog.org/2025/09/12/bild-des-monats-september-2025-bloquons-tout/

    260. Der Skulpturenpark von Chaumont-sur-Loire. Eingestellt am 6. September 2025   https://paris-blog.org/2025/09/06/der-skulpturenpark-von-chaumont-sur-loire/

    259.  Das Théâtre des Champs-Élysées oder die Hervorbringung einer Inkunabel der ‚Nationalen Moderne‘. Von Ulrich Schläger. Eingestellt am 30. August 2025   https://paris-blog.org/2025/08/30/das-theatre-des-champs-elysees-oder-die-hervorbringung-einer-inkunabel-der-nationalen-moderne/

    258. Meditation unter der Kuppel: Die wunderbare aquatische und musikalische Installation in der Rotunde der Bourse de Commerce (Juni bis September 2025). Eingestellt am 13. August 2025  https://paris-blog.org/2025/08/13/meditation-unter-der-kuppel-die-wunderbare-aquatische-und-musikalische-installation-in-der-rotunde-der-bourse-de-commerce-juni-bis-september-2025/

    257. Bild des Monats August 2025: Die olympische Flamme zurück in den Tuilerien. Eingestellt am 8. August 2025  https://paris-blog.org/2025/08/08/bild-des-monats-august-2025-die-olympische-flamme-zuruck-in-den-tuilerien/

    256. Traumgärten mit Palmen auf dem Cap d’Antibes. Ein Gastbeitrag von Daniela David. Eingestellt am 1. August 2025   https://paris-blog.org/2025/08/08/bild-des-monats-august-2025-die-olympische-flamme-zuruck-in-den-tuilerien/

    255. Endlich ist es so weit: Baden in der Seine …und der Marne …. (Juli 2025). Eingestellt am 26. Juli 2025   https://paris-blog.org/2025/07/26/endlich-ist-es-so-weit-baden-in-der-seine-und-der-marne/

    254. VERTIGO: Die Jahresausstellung 2025 in der Villa Carmignac auf Porquerolles https://paris-blog.org/2025/07/18/vertigo-die-jahresausstellung-2025-in-der-villa-carmignac-auf-porquerolles/

    253. Die Statuen der Nationalheldin und Nationalheiligen Jeanne d’Arc in Paris. Eingestellt am 11. Juli 2025  https://paris-blog.org/2025/07/11/die-statuen-der-nationalheldin-und-nationalheiligen-jeanne-darc-in-paris/

    252. Bild des Monats Juli 2025: Auf dem Dach der Opéra Bastille. Eingestellt am 1. Juni 2025  https://paris-blog.org/2025/07/01/bild-des-monats-auf-dem-dach-der-opera-bastille/

    251. Abschied vom Centre Pompidou. Die letzte Ausstellung: Fotos von Wolfgang Tillmans in der leergeräumten Bibliothek. Eingestellt am 26. Juni 2025   https://paris-blog.org/2025/06/26/abschied-vom-centre-pompidou-die-letzte-ausstellung-fotos-von-wofgang-tillmans-in-der-leergeraumten-bibliothek/

    250. Das königliche Kloster Brou in Bourg-en-Bresse: Die europäische Geschichte einer außerordentlichen Frau um Macht,  Liebe und Tod. Eingestellt am 18.6. 2025  https://paris-blog.org/2025/06/18/das-konigliche-kloster-brou-in-bourg-en-bresse-die-europaische-geschichte-einer-auserordentlichen-frau-um-macht-liebe-und-tod/

    249. Bild des Monats: Juni 2025 (Cormoran an der Seine). Eingestellt am 8. Juni 2025   https://paris-blog.org/2025/06/08/bild-des-monats-juni-2025-cormoran-an-der-seine/

    248. Le Palais idéal du Facteur Cheval: Das phantastische und grandiose Lebenswerk eines Briefträgers. Eingestellt am 1.6.2025   https://paris-blog.org/2025/06/01/le-palais-ideal-du-facteur-cheval-das-phantastische-und-grandiose-lebenswerk-eines-brieftragers/

    247. Mondlicht in alter Stadt: Ein Paris-Rundgang auf den Spuren von Ernest Hemingway und Hadley Richardson. Ein Beitrag von Andrea Reidt. Fotos von Wolf Jöckel. Eingestellt am 26.5.2025   https://paris-blog.org/2025/05/26/mondlicht-in-alter-stadt-hadley-richardson-und-ernest-hemingway-ein-beitrag-von-andrea-reidt-fotos-von-wolf-jockel/

    246. Die Église Saint-Vincent-de-Paul – Hittorffs Ringen um ein Gesamtkunstwerk durch „die glückliche Allianz“ von Architektur, Malerei und Skulptur. Von Ulrich Schläger. Eingestellt am 15.5.2025  https://paris-blog.org/2025/05/15/die-eglise-saint-vincent-de-paul-hittorffs-ringen-um-ein-gesamtkunstwerk-durch-die-gluckliche-allianz-von-architektur-malerei-und-skulptur-von-ulrich-schlager/

    245. Malmaison: Das „allerliebste Landhaus“ Napoleons und Josephines. Eingestellt am 5.5.2025  https://paris-blog.org/2025/05/05/malmaison-das-allerliebste-landhaus-napoleons-und-josephines/

    244. Bild des Monats Mai 2025:  10 Jahre Pariser Philharmonie. Eingestellt am 1.5.2025  https://paris-blog.org/2025/05/01/bild-des-monats-mai-2025-10-jahre-pariser-philharmonie/

    243. Archäologische Schätze Gazas, wundersam gerettet: Eine Ausstellung im Institut du Monde Arabe (IMA) in Paris (April bis November 2025)  https://paris-blog.org/2025/04/21/archaologische-schatze-gazas-wundersam-gerettet-eine-ausstellung-im-institut-du-monde-arabe-ima-in-paris/

    242. Der Maler Gustave Courbet in Ornans (Franche-Comté), wo er geboren und schließlich beerdigt wurde.  https://paris-blog.org/2025/04/14/der-maler-gustave-courbet-in-ornans-franche-comte-wo-er-geboren-und-schlieslich-beerdigt-wurde/

    241.  Ausflug zum Park von Sceaux – nicht nur- zur Kirschblüte. Eingestellt am 10.4.2025  https://paris-blog.org/2025/04/10/ausflug-zum-park-von-sceaux-nicht-nur-zur-kirschblute/

    240. Das erste Portrait der Jeanne d’Arc- ausgestellt in den Archives Nationales/Hôtel Soubise. Eingestellt am 5.4.2025  https://paris-blog.org/2025/04/05/das-erste-portrait-der-jeanne-darc-in-den-archives-nationales-hotel-soubise/

    239.  Das Bild des Monats (April 2025): Croissant. Eingestellt am 1.4.2025  https://paris-blog.org/2025/04/01/bild-des-monats-april-2025-le-croissant/

    238. Nie wieder, nirgendwo! Die Ausstellung „Entartete“ Kunst im Picasso-Museum Paris. Eingestellt am 21.3.2025 https://paris-blog.org/2025/03/21/nie-wieder-nirgendwo-die-ausstellung-entartete-kunst-im-picasso-museum-paris/

    237. Das älteste Kaufhaus der Welt: Das Pariser Kaufhaus Le Bon Marché und Zola Paradies der Damen. Eingestellt am 15.3.2025  https://paris-blog.org/2025/03/15/das-alteste-kaufhaus-der-welt-das-pariser-kaufhaus-bon-marche-und-zolas-paradies-der-damen/

    236. Das Atelierhaus von Jean Arp und Sophie Taeuber in Meudon bei Paris und die Ausstellung „arp mythique- arp antique“ (Februar bis November 2025) Eingestellt am 3.5.2025 https://paris-blog.org/2025/03/05/das-atelierhaus-von-jean-arp-und-sophie-tauber-in-meudon-bei-paris-und-die-ausstellung-arp-mythique-arp-antique-februar-bis-november-2025/

    235. Bild des Monats März 2025 (en attendant le printemps). Eingestellt am 1.3.2025  https://paris-blog.org/2025/03/01/bild-des-monats-marz-2025-en-attendant-le-printemps/

    234. Dünkirchen, Hochburg des Karnevals in Frankreich. Eingestellt am 25.2.2025  https://paris-blog.org/2025/02/25/dunkirchen-hochburg-des-karnevals-in-frankreich/

    233. Adam, Eva und die segensreiche Schlange. Eine Installation des brasilianischen Künstlers Ernesto Neto im Pariser Kaufhaus Le Bon Marché. Eingestellt am 15.2.2025  https://paris-blog.org/2025/02/15/adam-eva-und-die-segensreiche-schlange-eine-installation-des-brasilianischen-kunstlers-ernesto-neto-im-kaufhaus-bon-marche/

    232. Pariser Metro-Werbung zum Valentinstag 2025. Eingestellt am 12.2.2025  https://paris-blog.org/2025/02/12/pariser-metro-werbung-zum-valentinstag/

    231. „Fort mit dir nach Paris“. Mozarts drei  Aufenthalte in Paris: Vom gehätschelten Wunderkind zum gedemütigten Außenseiter.  Eingestellt am 8.2.2025  https://paris-blog.org/2025/02/08/fort-mit-dir-nach-paris-mozarts-drei-aufenthalte-in-paris-vom-gehatschelten-wunderkind-zum-gedemutigten-ausenseiter/

    230. Bild des Monats: Februar 2025 (Eiffelturm, Wallace-Brunnen und russ. Kathedrale). Eingestellt am 1.2.2025 https://paris-blog.org/2025/02/01/bild-des-monats-februar-2025/

    229. Hittorffs Zirkusbauten: Architektur für die Sinne in antiker Hülle. Von Ulrich Schläger. Eingestellt am 22.1.2025  https://paris-blog.org/2025/01/22/hittorffs-zirkusbauten-architektur-fur-die-sinne-in-antiker-hulle-von-ulrich-schlager/

    228. Notre-Dame öffnet seine Türen: Erste Eindrücke – eine Bilderstrecke. Eingestellt am 17.1.2025 https://paris-blog.org/2025/01/17/notre-dame-offnet-die-turen-erste-eindrucke-eine-bilderstrecke/

    227. Er war nicht nur Lyriker: Eine Jacques Prévert-Ausstellung im musée de Montmartre. (Oktober 2024 bis Februar 2025).  Eingestellt am 10.1.2025  https://paris-blog.org/2025/01/10/er-war-nicht-nur-lyriker-eine-jacques-prevert-ausstellung-im-musee-de-montmartre-18-oktober-2024-16-februar-2025/

    226. Bild des Monats: Januar 2025 (Sainte Chapelle) Eingestellt am 4..1.2025 https://paris-blog.org/2025/01/04/bild-des-monats-januar-2025/

    225. Gruß zum neuen Jahr 2025. Eingestellt  am 31.12.2024  https://paris-blog.org/2024/12/31/grus-zum-neuen-jahr-2/

    224. Der Streit um die Kirchenfenster von Notre-Dame de Paris. La querelle des vitraux 1935ff und 2023ff Eingestellt am 16.12.2024  https://paris-blog.org/2024/12/16/der-streit-um-die-kirchenfenster-von-notre-dame-de-paris-la-querelle-des-vitraux-1935ff-und-2023-ff/

    223. Fünf Jahre nach dem Brand: Notre-Dame in neuem Glanz – une fierté francaise. Eingestellt am 5.12.2024 https://paris-blog.org/2024/12/05/5-jahre-nach-dem-brand-notre-dame-in-neuem-glanz-une-fierte-francaise/

    222. „Rue de Stratford-on-Odéon“ – oder die späte Ehrung der Adrienne Monnier. Ein Gastbeitrag von Klaus Lintemeier Eingestellt am 1.12.2024 https://paris-blog.org/2024/12/01/rue-de-stratford-on-odeon-oder-die-spate-ehrung-der-adrienne-monnier-ein-gastbeitrag-von-klaus-lintemeier/ aaa

    221. Troyes, „die europäische Hauptstadt der Glasmalerei“  Eingestellt am 24.11.2024  https://paris-blog.org/2024/11/24/troyes-die-europaische-hauptstadt-der-glasmalerei/

    220. Das Revolutionsjahr 1793-1794 in Paris:  Eine Ausstellung im Musée Carnavalet, dem Museum der Pariser Stadtgeschichte (Oktober 2024 bis 16. Februar 2025) Eingestellt am 15.11.2024  https://paris-blog.org/2024/11/15/das-revolutionsjahr-1793-1794-in-paris-eine-ausstellung-im-musee-carnavalet-dem-museum-der-pariser-stadtgeschichte-oktober-2024-bis-16-februar-2025/

    219. Gérard Zlotykamien, der Pionier der Street Art (Street-Art in Paris 10) Eingestellt am 26.10.2024 https://paris-blog.org/2024/10/26/gerard-zlotykamien-der-pionier-der-street-art-street-art-in-paris-10/

    218. Fast wie Gott in Frankreich: Ludwigslust, „das Versailles des Nordens“  eingestellt am 13.10.2024 https://paris-blog.org/2024/10/13/fast-wie-gott-in-frankreich-ludwigslust-das-versailles-des-nordens/

    217. Die verlängerte Metro-Linie 14 von Saint-Denis zum Flughafen Orly: technische, architektonische, künstlerische Superlative und städtebauliche und soziale Veränderungen Eingestellt am 1.10.2024  https://paris-blog.org/2024/10/01/die-verlangerte-metro-linie-14-von-saint-denis-zum-flughafen-orly-technische-architektonische-kunstlerische-superlative-und-stadtebauliche-und-soziale-veranderungen/

    216. Infinite woman: Eine Ausstellung der Fondation Carmignac auf der Insel Porquerolles Eingestellt am 21.9.2024 https://paris-blog.org/2024/09/21/infinite-woman-eine-ausstellung-der-fondation-carmignac-auf-der-insel-porquerolles/

    215. Im Reich der Sinne, Illusionen und Sensationen: Hittorffs Vergnügungsbauten – eine Synthese von Klassik und Kirmes. Von Ulrich Schläger Eingestellt am 10.9.2024 https://paris-blog.org/2024/09/10/im-reich-der-sinne-illusionen-und-sensationen-hittorffs-vergnugungsbauten-eine-synthese-von-klassik-und-kirmes-von-ulrich-schlager/

    214. „Versailles“ – ein Natur- und Architekturpanorama Eva Jospins in der Orangerie von Versailles Eingestellt am 30.8.2024 https://paris-blog.org/2024/08/30/versailles-ein-natur-und-architekturpanorama-eva-jospins-in-der-orangerie-von-versailles/

    213. We are here: Eine Street-Art-Ausstellung im Pariser Petit Palais – Juni 2024 bis Januar 2025. (Street-Art in Paris 9) Eingestellt am 10.8.2024  https://paris-blog.org/2024/08/10/we-are-here-eine-street-art-ausstellung-im-pariser-petit-palais-street-art-in-paris-9/

    212. Die Fontaine des Innocents. Ein Kleinod der Renaissance im Zentrum von Paris, frisch renoviert und mit einer Ausstellung im musée Carnavalet gewürdigt. Eingestellt am 1.8.2024  https://paris-blog.org/2024/08/01/die-fontaine-des-innocents-ein-kleinod-der-renaissance-im-zentrum-von-paris-frisch-renoviert-und-mit-einer-ausstellung-im-musee-carnavalet-gewurdigt/

    211.  Das Feuerwerk zum 14. Juli 2024 im Zeichen der olympischen Spiele.  Eingestellt am 15. 7. 2024. https://paris-blog.org/2024/07/15/das-feuerwerk-zum-14-juli-in-paris-im-zeichen-der-olympischen-spiele/

    210. Heinrich Heine und Ludwig Börne, Handwerker, hessische Straßenkehrer und Hausmädchen. Paris als Zentrum deutscher Migration im 19. Jahrhundert. Eingestellt am 10.7. 2024  https://paris-blog.org/2024/07/10/heinrich-heine-und-ludwig-borne-handwerker-hessische-strasenkehrer-und-hausmadchen-paris-als-zentrum-deutscher-migration-im-19-jahrhundert/

    209. Die Mays von Notre-Dame de Paris. Eingestellt am 1. 7.2024   https://paris-blog.org/2024/07/01/die-mays-von-notre-dame-de-paris/

    208.  Die Himmelsleiter von Saint-Eustache (Juni-Sept.2024) Eingestellt am 18.6.2024  https://paris-blog.org/2024/06/18/die-himmelsleiter-von-saint-eustache-juni-sept-2024/

    207. Die Zisterzienser-Abtei von Pontigny, die internationalen Begegnungen (décades) und Heinrich Mann. Eingestellt am 9.6.2024, dem Tag der Wahlen für das Europaparlament. https://paris-blog.org/2024/06/09/die-zisterzienser-abtei-von-pontigny-die-internationalen-begegnungen-decades-und-heinrich-mann/

    206. Paris,  „capitale mondiale du vélo“- die Welt-Hauptstadt des Fahrrad-Fahrens?  Eingestellt am 1.6.2024 https://paris-blog.org/2024/06/01/paris-capitale-mondiale-du-velo-die-welt-hauptstadt-des-fahrrad-fahrens/

    205. Die alte Bibliothèque nationale im Herzen von Paris: Ein Muss für Bücher- und Kunstfreundinnen und -freunde. Eingestellt am 15.5.2024  https://paris-blog.org/2024/05/15/die-alte-bibliotheque-nationale-im-herzen-von-paris-ein-muss-fur-bucher-und-kunstfreundinnen-und-freunde/

    204. Gare du Nord- Hittorffs Triumphbau des Fortschritts. Ein Gastbeitrag von Ulrich Schläger. Eingestellt am 1.5.2024  https://paris-blog.org/2024/05/01/gare-du-nord-hittorffs-triumphbau-des-fortschritts-ein-beitrag-von-ulrich-schlager/

    203.  Die Zeitung Libération feiert ihren 50. Geburtstag. Eine Bilderstrecke. Eingestellt am 16.4.2024 https://paris-blog.org/2024/04/16/die-zeitung-liberation-feiert-ihren-50-geburtstag-eine-bilderstrecke/

    202. Das Reiterstandbild Heinrichs IV. auf dem Pont Neuf. Eingestellt am 20.3.2024  https://paris-blog.org/2024/03/20/das-reiterstandbild-heinrichs-iv-auf-dem-pont-neuf/

    201. Paris mit Enkeln: Im Louvre. Eingestellt am 10.3.2024  https://paris-blog.org/2024/03/10/paris-mit-enkeln-im-louvre-ein-gastbeitrag-von-rotraut-grun-wenkel/

    200.  Hittorff contra Haussmann: Die place de l’Étoile, ein Repräsentations- oder ein Zirkulationsraum? eingestellt am 1.3.2024   https://paris-blog.org/2024/03/01/hittorff-contra-haussmann-die-place-de-letoile-ein-reprasentations-oder-ein-zirkulationsraum/ 

    199. We could be heroes: Eine Installation zur Sklarverei im Pantheon. Oktober 2023 – Februar 2024.       Eingestellt am 16.2.2024   https://paris-blog.org/2024/02/16/we-could-be-heroes-eine-installation-zur-sklaverei-im-pantheon-oktober-2023-februar-2024/ 

    198. Armenier, Kommunist, Mann der Resistance: Missak Manouchian wird ins Pantheon aufgenommen.  Eingestellt an 3.2.2024  https://paris-blog.org/2024/02/03/armenier-kommunist-mann-der-resistance-missak-manouchian-wird-ins-pantheon-aufgenommen-21-2-2024/

    197. Das Museum für Einwanderungsgeschichte in Paris. Die neue Dauerausstellung. Eingestellt am 25.1.2024  https://paris-blog.org/2024/01/25/das-museum-fur-einwanderungsgeschichte-in-paris-die-neue-dauerausstellung/

    196. Der Schatz von Notre-Dame  Eingestellt am 11.1.2024 https://paris-blog.org/2024/01/11/der-schatz-von-notre-dame-de-paris/

    195. Gruß zum neuen Jahr 2024  Eingestellt am 1.1.2024  https://paris-blog.org/2024/01/01/grus-zum-neuen-jahr/

    194. Die Renaissance einer Ikone: Noch ein Jahr bis zur Wiedereröffnung von Notre-Dame de Paris. 8.12.2023/8.12.2024  Eingestellt am 8.12.2023  https://paris-blog.org/2023/12/08/die-renaissance-einer-ikone-noch-ein-jahr-bis-zur-wiedereroffnung-von-notre-dame-de-paris-8-12-2023-8-12-2024/

    193. Endlich spritzt, sprudelt und dreht er sich wieder: Der Strawinsky-Brunnen von Jean Tinguely und Niki de Saint-Phalle am Centre Pompidou. Eingestellt am 2.12.2023  https://paris-blog.org/2023/12/02/endlich-spritzt-sprudelt-und-dreht-er-sich-wieder-der-strawinsky-brunnen-von-jean-tinguely-und-niki-de-saint-phalle-am-centre-pompidou/

    192.  Die Place de la Concorde oder die Inszenierung des Vergessens. Ein Gastbeitrag von Ulrich Schläger.  Eingestellt am 21.11.2023  https://paris-blog.org/2023/11/12/die-place-de-la-concorde-oder-die-inszenierung-des-vergessens/

    191.  Die  napoleonischen Brunnen von Paris. Eingestellt am 1.11.2023  https://paris-blog.org/2023/11/01/die-napoleonischen-brunnen-von-paris/

    190.  Nicolas de Staël: „Maler zwischen Himmel und Meer“: Eine Ausstellung im Musée d’art moderne  de Paris. Eingestellt am 22.10.2023   https://paris-blog.org/2023/10/22/nicolas-de-stael-maler-zwischen-himmel-und-meer-eine-ausstellung-im-musee-dart-moderne-de-paris-sept-2023-bis-jan-2024/

    189.  Der Spot 13: ein Zentrum ephemerer Street-Art im 13. Arrondissement von Paris (Street-Art in Paris 8). Eingestellt am 11.10.2023   https://paris-blog.org/2023/10/11/der-spot-13-ein-zentrum-ephemerer-street-art-im-13-arrondissement-in-paris-street-art-in-paris-8/

    188. Jacob Ignaz Hittorff, der Pariser Stadtbaumeister aus Köln: Auch eine deutsch-französische Geschichte. Von Ulrich Schläger.  Eingestellt am 14.9.2023   https://paris-blog.org/2023/09/14/jakob-ignaz-hittorff-der-pariser-stadtplaner-aus-koln-auch-eine-deutsch-franzosische-geschichte-von-ulrich-schlager/

    187. Der Bahnhof von Bobigny, seit 2023 Erinnerungsort der Deportation von Juden nach Auschwitz. Eingestellt am 1. September 2023  https://paris-blog.org/2023/09/01/der-bahnhof-von-bobigny-seit-2023-erinnerungsort-der-deportation-von-juden-nach-auschwitz/

    186. Das Museum Capodimonte aus Neapel mit Apollo und Marsyas als Gast im Louvre. Eingestellt am 15.8.2023   https://paris-blog.org/2023/08/15/das-museum-capodimonte-aus-neapel-mit-apollo-und-marsyas-als-gast-im-louvre/

    185.  200 Jahre Canal de l’Ourcq. Ein Ausflug in die Randzonen von Paris: Von der wirtschaftlichen Verkehrsader zum angesagten Ort für Wohnen und Freizeit. Eingestellt am 1.8.2023  https://paris-blog.org/2023/08/01/200-jahre-canal-de-lourcq-ein-ausflug-in-die-randzonen-von-paris-von-der-wirtschaftlichen-verkehrsader-zum-angesagten-ort-fur-wohnen-und-freizeit/

    184.  Jean-Michel Folon in der Saline von Arc-et-Senans, UNESCO-Weltkulturerbe im Jura. Eingestellt am 21. Juli 2023  https://paris-blog.org/2023/07/21/jean-michel-folon-in-der-saline-von-arc-et-senans-unesco-weltkulturerbe-im-jura/

    183. La petite Ceinture, die Pariser Ringbahntrasse.  Eine Bilderstrecke von Hermann Kollmar und Herbert Boll Eingestellt am 13.7.2023  https://paris-blog.org/2023/07/13/la-petite-ceinture-die-pariser-ringbahntrasse-eine-bilderstrecke-von-hermann-kollmar-und-herbert-boll/

    182.  Das Pantheon der großen (und weniger großen) Männer und der wenigen großen Frauen. Teil 2 Der Kult der grands hommes. Eingestellt am 2.7.2023  https://paris-blog.org/2023/07/02/das-pantheon-der-grosen-und-weniger-grosen-manner-und-der-wenigen-grosen-frauen-2-der-kult-der-grands-hommes/

    181. Auf den Spuren von Diederich Hermes aus Krefeld, der als Thierry Hermès Gründer einer Dynastie der französischen Luxusindustrie wurde. Eine Buchempfehlung. Eingestellt am 11.6.2023 https://paris-blog.org/2023/06/11/auf-den-spuren-von-diederich-hermes-aus-krefeld-der-als-thierry-hermes-grunder-einer-dynastie-der-franzosischen-luxusindustrie-wurde-eine-buchempfehlung/

    180.  Die Geschichte des Grand Palais: Ein 900 Meter langer Bauzaun-Comic. Eingestellt am 1. Juni 2023  https://paris-blog.org/2023/06/01/die-geschichte-des-grand-palais-ein-900-meter-langer-bauzaun-comic/

    179. In einem Jahr: Die Olympischen Spiele von Paris!  Eingestellt am 15.5.2023 https://paris-blog.org/2023/05/15/in-einem-jahr-die-olympischen-spiele-von-paris/

    178. „Deutschlands schönstes Haus steht an der Seine“. Das Palais Beauharnais Teil 2.  Eingestellt am 1.5.2023  https://paris-blog.org/2023/05/01/deutschlands-schonstes-haus-steht-an-der-seine-das-palais-beauharnais-in-paris-teil-2/

    177.  Das Palais Beauharnais- ein bedeutender Ort der deutsch-französischen Beziehungen und ein Juwel des Empire -Stils. Teil 1: Bau und Geschichte. Eingestellt am 22.4.2023  https://paris-blog.org/2023/04/22/das-palais-beauharnais-in-paris-ein-bedeutender-ort-der-deutsch-franzosischen-beziehungen-und-ein-juwel-des-empire-stils-teil-1-bau-und-geschichte/

    176.  Hans Hartung und die Fondation Hartung- Bergman in Antibes:  Das südfranzösische  Idyll eines außerordentlichen Künstlerpaares.  Eingestellt am 7.4. 2023 https://paris-blog.org/2023/04/07/hans-hartung-und-die-fondation-hartung-bergmann-in-antibes-das-sudfranzosische-idyll-eines-auserordentlichen-kunstlerpaares/

    175. Picasso poppig präsentiert. Die Jubiläumsausstellung im Pariser Picasso-Museum. Eingestellt am 1.4.2023  https://paris-blog.org/2023/04/01/picasso-poppig-prasentiert-die-jubilaumsausstellung-im-pariser-picasso-museum/

    174. Klimawandel, Kriege und andere Katastrophen: Aus Ausstellung „Vor dem Sturm/avant l’orage“ in der Bourse de Commerce in Paris. Eingestellt am 19.3. 2023  https://paris-blog.org/2023/03/19/klimawandel-kriege-und-andere-katastrophen-die-ausstellung-vor-dem-sturm-avant-lorage-in-der-bourse-de-commerce-in-paris/

    173. 60 Jahre Straßenkunst/art urbai in Paris: Eine Ausstellung im hôtel de ville. (Street-art in Paris 7)  Eingestellt am 12.3.2023  https://paris-blog.org/2023/03/12/60-jahre-strasenkunst-art-urbain-in-paris-eine-ausstellung-im-hotel-de-ville-street-art-in-paris-7/

    172.  Deutsch-französische Redewendungen kenntnisreich und amüsant präsentiert. Eine Buchempfelung. Einstellt am 6.3.2023 https://paris-blog.org/2023/03/06/deutsch-franzosische-redewendungen-kenntnisreich-und-amusant-prasentiert-eine-buchempfehlung/

    171.  Zum Tod von Robert Hébras, dem letzten Überlebenden von Oradour-sur-Glane.  Von Marlis Franke.  Eingestellt am 26.2.2023 https://paris-blog.org/2023/02/26/zum-tod-von-robert-hebras-dem-letzten-uberlebenden-von-oradour-sour-glane-von-marlis-franke/

    170.  Der Engel in der rue Turbigo- Hintersinniges am Bau. Ein Gastbeitrag von Ulrich Schläger. Eingestellt am 22.2.2023 https://paris-blog.org/2023/02/22/der-engel-in-der-rue-de-turbigo-hintersinniges-am-bau-ein-gastbeitrag-von-ulrich-schlager/

    169.  Noch eine Rentendemonstration in Paris. 12.2.2023: Straßenfest und Gewalt  https://paris-blog.org/2023/02/12/11-2-2023-noch-eine-rentendemonstration-in-paris-strasenfest-und-gewalt/

    168. Paris, 31.1.2023: Eindrücke von der Demonstration gegen die geplante Rentenreform. Eingestellt am 1.2.2023 https://paris-blog.org/2023/02/01/paris-31-januar-2023-eindrucke-von-der-demonstration-gegen-die-geplante-rentenreform/

    167.  Der Saal der  Hocquetons im Schloss von Versailles: Le Brun, le Nôtre und die Fontänen des verschwundenen Labyrinths. Eingestellt am 15.1.2023  https://paris-blog.org/2023/01/15/der-saal-der-hoquetons-im-schloss-von-versailles-le-brun-le-notre-und-die-fontanen-des-verschwundenen-labyrinths/

    166. Der König der Tiere: Die Menagerie und das Labyrinth Ludwigs XIV. im Park von Versailles. Eingestellt am 1.1.2023 https://paris-blog.org/2023/01/01/der-konig-der-tiere-die-menagerie-und-das-labyrinth-ludwigs-xiv-im-park-von-versailles/

    165.  Berühmt, vergessen und wiederentdeckt: Die Tiermalerin Rosa Bonheur im musée d’Orsay. Eingestellt am 15.12.2022 https://paris-blog.org/2022/12/15/beruhmt-vergessen-und-wiederentdeckt-die-tiermalerin-rosa-bonheur-im-musee-dorsay/

    164.  Das Musèe Cluny in Paris: Das Preziosen-Kabinett des Mittelalters.   Eingestellt am 1.12.2022 https://paris-blog.org/2022/12/01/das-musee-de-cluny-in-paris-das-preziosen-kabinett-des-mittelalters/

    163.  Frankreich und Deutschland: Ein romantisches Wunschbild deutscch-französischer Vereinigung aus den 1840-er Jahren. Eingestellt am 17.11. 2022  https://paris-blog.org/2022/11/17/frankreich-und-deutschland-ein-romantisches-wunschbild-deutsch-franzosischer-vereinigung-aus-den-1840-er-jahren/

    162.  Frank Gehrys Fondation Louis-Vuitton und eine Ausstellung mit überraschenden Bezügen: Der späte Monet und der abstrakte Expressionismus der Amerikanerin Joan Mitchell. Eingestellt am 1.11. 2022 https://paris-blog.org/2022/11/01/frank-gehrys-fondation-louis-vuitton-und-eine-ausstellung-mit-uberraschenden-bezugen-der-spate-monet-und-der-abstrakte-expressionismus-der-amerikanerin-joan-mitchell/

    161. La Défense: Die Skulptur, die dem Geschäftsviertel von Paris ihren Namen gab. Eingestellt am 14.10.2022  https://paris-blog.org/2022/10/14/la-defense-die-skulptur-die-dem-geschaftsviertel-von-paris-ihren-namen-gab/

    160. Zum Tod von Sempé: Sein Wandbild im 3. Arrondissement von Paris. Eingestellt am 1.10.2022  https://paris-blog.org/2022/10/01/zum-tod-von-sempe-sein-wandbild-im-3-arrondissement-von-paris/

    159. Street-Art XXL entlang des Boulevard Vincent Auriol:  Eine Open-Air-Kunstgalerie im 13. Arrondissement von Paris. Eingestellt am 16.9.2022   https://paris-blog.org/2022/09/16/street-art-xxl-entlang-des-boulevard-vincent-auriol-eine-open-air-kunstgalerie-im-13-arrondissement-von-paris/

    158. Max Ernst und seine „Windsbraut“ Leonora Carrington in Saint-Martin- d’Ardèche. Eingestellt am 1. September 2022.  https://paris-blog.org/2022/09/01/max-ernst-und-seine-windsbraut-leonora-carrington-in-saint-martin-dardeche/

    157. Das Château de By von Rosa Bonheur: Ihre Arche Noah im Wald von Fontainebleau. eingestellt am 12.8.2022  https://paris-blog.org/2022/08/12/das-chateau-de-by-von-rosa-bonheur-ihre-arche-noah-im-wald-von-fontainebleau/

    156. Mit Odysseus im Labyrinth: Die Jahresausstellung 2022 der Stiftung Carmignac auf Porquerolles.  Eingestellt am 1.8. 2022  https://paris-blog.org/2022/08/01/mit-odysseus-im-labyrinth-die-jahresausstellung-2022-der-stiftung-carmignac-auf-porquerolles/

    155.  Zeichnungen der Razzia des Vel d’Hiv von Cabu: Eine Ausstellung im Mémorial de la Shoah in Paris. Eingestellt am 17.7.2022  https://paris-blog.org/2022/07/17/zeichnungen-der-razzia-des-vel-dhiv-von-cabu-eine-ausstellung-im-memorial-de-la-shoah-in-paris/

    154. Vor 80 Jahren:  Die große Razzia des Wintervelodroms (Vel d’Hiv), die „Bartholomäusnacht der Pariser Juden“.  Eingestellt am 9.7.2022  https://paris-blog.org/2022/07/09/vor-80-jahren-die-grose-razzia-des-wintervelodroms-vel-dhiv/

    153. Die Ausstellung „Notre – Dame de Paris“ im Collège des Bernardins, einem zisterziensischen Kleinod in Paris. Eingestellet am 15.6.2022 https://paris-blog.org/2022/06/15/die-ausstellung-notre-dame-de-paris-im-college-des-bernardins-einem-zisterziensischen-kleinod-in-paris/

    152. Zum Tod von Miss.Tic, der „princesse du graffiti“. Eingestellt am 1.6.2022  https://paris-blog.org/2022/06/01/zum-tod-von-miss-tic-der-pariser-princesse-du-graffiti/

    151. Der 2. Mai 2022 – am Tag danach: Boulevard Voltaire, Paris 11ème.  Eingestellt am 6.5.2022  https://paris-blog.org/2022/05/06/der-2-mai-2022-boulevard-voltaire-paris-11eme/

    150. Naturparadies aus Menschenhand: Das Europareservat Kühkopf am Rhein. Eingestellt am 1.5.2022  https://paris-blog.org/2022/05/01/naturparadies-aus-menschenhand-das-europareservat-kuhkopf/

    149. Johann Gottfried Tulla, der „Rheindompteur“, in Paris.  Eingestellt am 14.4.2022  https://paris-blog.org/2022/04/14/johann-gottfried-tulla-der-rheindompteur-in-paris/

    148.  Von der „Notre Dame de Dada“ im Köln der 1920-er Jahre über das Exil im „Zauberkreis Paris“ nach Auschwitz: Das dramatische Leben von Luise Straus-Ernst.  Eingestellt am 1.4.2022  https://paris-blog.org/2022/04/01/von-der-notre-dame-de-dada-im-koln-der-1920-er-jahre-uber-das-exil-im-zauberkreis-paris-nach-auschwitz-das-dramatische-leben-von-luise-straus-ernst/

    147.  Die Schatzkammer der Scheichs: Die Ausstellung Al Thani im Hôtel de la marine in Paris. Eingestellt am 14.3.2022 https://paris-blog.org/2022/03/14/die-schatzkammer-der-scheichs-die-ausstellung-al-thani-im-hotel-de-la-marine-in-paris/

    146. Nach 60 Jahren noch immer eine offene Wunde: Die Erinnerung an die Niederschlagung der Demonstrationen vom 17. Oktober 1961 (Ici on noie les Algériens) und vom 8. Februar 1962 (Charonne) Eingestellt am 2.3.2022   https://paris-blog.org/2022/03/02/nach-60-jahren-noch-immer-eine-offene-wunde-die-erinnerung-an-die-niederschlagung-der-demonstrationen-vom-17-oktober-1961-ici-on-noie-les-algeriens-und-vom-8-februar-1962-charonne/

    145.  Roncesvalles/Roncevaux – Der Mythos lebt … Ein Gastbeitrag von Ortwin Ziemer. Eingestellt am 14. Februar 2022 https://paris-blog.org/2022/02/14/roncesvalles-roncevaux-der-mythos-lebt-ein-gastbeitrag-von-ortwin-ziemer/

    144. Der Elefant der Bastille. Eingestellt am 2.2.2022  https://paris-blog.org/2022/02/02/der-elefant-der-bastille/

    143. Monumentalität und Poesie: „Anselm Kiefer: pour Paul Celan“ im Pariser  Grand Palais Éphémère.  Eingestellt am 21.1.2022  https://paris-blog.org/2022/01/21/monumentalitat-und-poesie-anselm-kiefer-pour-paul-celan-im-pariser-grand-palais-ephemere/

    142. Die Marseillaise: Vom Straßburger Kriegslied zur Nationalhymne. Eine Ausstellung im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Straßburg. Eingestellt am 5.1.2022  https://paris-blog.org/2022/01/05/die-marseillaise-vom-strasburger-kriegslied-zur-nationalhymne-eine-ausstellung-im-museum-fur-moderne-und-zeitgenossische-kunst-in-strasburg/

    141.  Sie passte in kein Schema: Die republikanische Heiligsprechung Josephine Bakers. Eingestellt am 26.12.2021   https://paris-blog.org/2021/12/26/sie-passte-in-kein-schema-die-republikanische-heiligsprechung-josephine-bakers/

    140.  Mit der Association Triangle de Weimar (Weimarer Dreieck) auf den Spuren Napoleons in Fontainebleau. Eingestellt am 1.12.2021 https://paris-blog.org/2021/12/01/mit-dem-verein-weimarer-dreieck-auf-den-spuren-napoleons-in-fontainebleau/

    139. Champigny-sur-Marne: Die letzte große Schlacht des deutsch-französischen Krieges 1870/1871 und ein deutsch-französischer Erinnerungsort. Eingestellt am 25.11.2021  https://paris-blog.org/2021/11/25/champigny-sur-marne-die-letzte-grose-schlacht-des-deutsch-franzosischen-krieges-1870-1871-und-ein-deutsch-franzosischer-erinnerungsort/

    138. Das musée Carnavalet, das Museum der Pariser Stadtgeschichte ist wieder eröffnet. Ein erster Rundgang. Eingestellt am 3.11.2011 https://paris-blog.org/2021/11/03/le-musee-carnavalet-das-museum-der-pariser-stadtgeschichte-ist-wieder-eroffnet-ein-erster-rundgang/

    137. Die einzigartige historische Jagdtapete La chasse de Compiègne in Paris und im württembergischen Dätzingen. Eingestellt am 21.10.1021 https://paris-blog.org/2021/10/21/die-einzigartige-historische-jagdtapete-la-chasse-de-compiegne-in-paris-und-im-wurttembergischen-datzingen/

    136. Die alte Eiche/le gros chêne von Allouville-Bellefosse in der Normandie. Ein Gastbeitrag von Zora del Buono. Eingestellt am 1.10.2021  https://paris-blog.org/2021/10/01/die-alte-eiche-le-gros-chene-von-allouville-bellefosse-in-der-normandie-ein-gastbeitrag-von-zora-del-buono/

    135. Christos Pariser Traum: Der verhüllte Triumph Napoleons.  Eingestellt am 3. September 2021 mit Ergänzungen bis zum 18.9. 2021.  https://paris-blog.org/2021/09/03/christos-pariser-traum-der-verhullte-triumph-napoleons/

    134. Nous la Commune: Eine Ausstellung zum 150. Jahrestag der Pariser Commune auf der place de la Bastille. Eingestellt am 16.8.2021 https://paris-blog.org/2021/08/16/nous-la-commune-eine-ausstellung-zum-150-jahrestag-der-pariser-commune-place-de-la-bastille/

    133. Auf der Autoroute de l’Est von Saarbrücken nach Paris. Eine Fahrt durch die deutsch-französische Geschichte  (Teil 2): Von der Voie Sacrée über Reims bis Meaux/Paris. Eingestellt am 21.7.2021  https://paris-blog.org/2021/07/21/auf-der-a-4-autoroute-de-lest-von-saarbrucken-nach-paris-eine-fahrt-durch-die-deutsch-franzosische-geschichte-teil-2-von-der-voie-sacree-uber-reims-bis-meaux-paris/

    132. Auf der Autoroute de l’Est von Saarbrücken nach Paris. Eine Fahrt durch die deutsch-französische Geschichte  (Teil 1): Von Saarbrücken über Verdun zur Voie Sacrée. Eingestellt am 9.7,2021   https://paris-blog.org/2021/07/09/auf-der-a-4-autoroute-de-lest-von-saarbrucken-nach-paris-eine-fahrt-durch-die-deutsch-franzosische-geschichte-teil-1-von-saarbrucken-uber-verdun-bis-zur-voie-sacree/

    131. Das musée Fabre in Montpellier: Soulages, Courbet, Houdon und ….   Eingestellt am 24. 6. 2021     https://paris-blog.org/2021/06/24/das-musee-fabre-in-montpellier-soulages-courbet-houdon-und/

    130. 150 Jahre Abriss der Vendôme-Säule, Teil 2:  Der Fall der Säule und der Fall Courbet(s), Eingestellt am 14.6.2021   https://paris-blog.org/2021/06/14/150-jahre-abriss-der-vendome-saule-durch-die-commune-teil-2-der-fall-der-saule-und-der-fall-courbets/

    129.. 150 Jahre Abriss der Vendôme-Säule, Teil 1: Ein Blick auf ihre bewegte Geschichte. Vive l’empereur! À bas l’empereur!)  Eingestellt am 2.6.2021   https://paris-blog.org/2021/06/02/150-jahre-abriss-der-vendome-saule-durch-die-commune-teil-1-ein-blick-auf-ihre-bewegte-geschichte-vive-lempereur-a-bas-lempereur-auch-ein-beitrag-zum-napoleonjahr-annee-napoleon-20/

    128.. Vivant Denon, der Kunsträuber Napoleons, und sein Musée Napoléon (Louvre) Teil 2: Die „Raubkampagnen“ Denons in Deutschland: Soll ich etwa nichts nehmen? Eingestellt am 5.5.2021, dem 200. Jahrestag des Tods Napoleons. https://paris-blog.org/2021/05/05/vivant-denon-der-kunstrauber-napoleons-und-sein-musee-napoleon-louvre-teil-2-die-raubkampagnen-denons-in-deutschland-soll-ich-etwa-nichts-nehmen/

    127. Vivant Denon, der Kunsträuber Napoleons, und sein Musée Napoléon (Louvre) Teil 1: Die große Ausstellung deutscher Raubkunst 1806/1807. Eingestellt am 1. 5. 2021  https://paris-blog.org/2021/05/01/vivant-denon-der-kunstrauber-napoleons-und-sein-musee-napoleon-louvre-teil-1-die-grose-ausstellung-deutscher-raubkunst-1806-1807/

    126. „Himmlische Freundschaft“. Ein Gastbeitrag von Michaela Wiegel (F.A.S).  Eingestellt am 14. April 2021   https://paris-blog.org/2021/04/14/himmlische-freundschaft-ein-gastbeitrag-von-michaela-wiegel/

    125. Der Maler Pierre Soulages in Rodez und Conques. Eingestellt am 1. April 2021    https://paris-blog.org/2021/04/01/der-maler-pierre-soulages-in-rodez-und-in-conques/

    124. März 2021: Der Blog feiert seinen 5. Geburtstag. Eingestellt am 15.3.2021  https://paris-blog.org/2021/03/15/marz-2021-der-blog-feiert-seinen-5-geburtstag/

    123. Vichy: Der Schatten „Vichys“  über der „Königin der Kurbäder“. Eingestellt am 1.3.2021   https://paris-blog.org/2021/03/01/vichy-der-schatten-vichys-uber-der-konigin-der-kurbader/

    122. Reims, der Champagner und die Deutschen: Die „ungekrönte Königin von Reims“. Ein Gastbeitrag von Pierre Sommet. Eingestellt am 13.2.2021  https://paris-blog.org/2021/02/13/reims-der-champagner-und-die-deutschen-die-ungekronte-konigin-von-reims-ein-gastbeitrag-von-pierre-sommet/

    121. Reims: Die „Königin der Kathedralen“ als Ort deutsch-französischer Feindschaft, Versöhnung und Freundschaft. Eingestellt am 1.2.2021  https://paris-blog.org/2021/02/01/reims-die-konigin-der-kathedralen-als-ort-deutsch-franzosischer-feindschaft-versohnung-und-freundschaft/

    120. Gravelotte bei Metz: Ein einzigartiger Erinnerungsort des deutsch-französischen Kriegs 1870/1871. Eingestellt am 1.1.2021  https://paris-blog.org/2021/01/01/gravelotte-bei-metz-ein-einzigartiger-erinnerungsort-des-deutsch-franzosischen-kriegs-1870-1871/

    119. Séraphine Louis und Wilhelm Uhde: Die wunderbare und tragische Geschiche einer französischen Malerin und ihres deutschen Entdeckers. Eingestellt am 15.12. 2020    https://paris-blog.org/2020/12/15/seraphine-louis-und-wilhelm-uhde-die-wunderbare-und-tragische-geschichte-einer-franzosischen-malerin-und-ihres-deutschen-entdeckers/

    118. Erinnerungsorte an den Holocaust in Paris und Umgebung (1): Einführung   Eingestellt am 1.12.2020 https://paris-blog.org/2020/12/01/erinnerungsorte-an-den-holocaust-in-paris-und-umgebung-1-einfuhrung/

    117. Die Aufnahme des Schriftstellers Maurice Genevoix und der (französischen) Teilnehmer des 1. Weltkriegs (Ceux de 14) ins Pantheon. Eingestellt am 2.11.2020  https://paris-blog.org/2020/11/02/die-aufnahme-des-schriftstellers-maurice-genevoix-und-der-franzosischen-teilnehmer-des-1-weltkriegs-ceux-de-14-ins-pantheon/

    116. Kinderzeichnungen am Bauzaun von Notre-Dame. Eingestellt am 15.10.2020  https://paris-blog.org/2020/10/15/dessine-moi-notre-dame-male-mir-notre-dame-kinderzeichnungen-am-bauzaun/

    115. Das Palais Royal als revolutionärer Freiraum und „Sündenbabel“ in den „wilden Jahren“ zwischen 1780 und 1830. Eingestellt am 1.10.2020 https://paris-blog.org/2020/10/01/das-palais-royal-3-revolutionarer-freiraum-und-sundenbabel-in-den-wilden-jahren-zwischen-1780-und-1830/

    114. Der Garten der tropischen Landwirtschaft im Bois de Vincennes – ein „romantisches“  Überbleibsel der Kolonialausstellung von 1907. Eingestellt am 20.9.2020  https://paris-blog.org/2020/09/20/der-garten-der-tropischen-landwirtschaft-jardin-dagronomie-tropicale-im-bois-de-vincennes-ein-romantisches-uberbleibsel-der-kolonialausstellung-von-1907/

    113. Die Rousseau-Sammlung des Museums Jacquemard-André im ehemaligen königlichen Kloster Chaalis.  Eingestellt am 10.9.2020  https://paris-blog.org/2020/09/10/die-rousseau-sammlung-des-museums-jacquemard-andre-im-ehemaligen-koniglichen-kloster-chaalis/

    112. Der Park Jean-Jacques Rousseau in Ermenonville: Der erste Landschaftspark auf dem europäischen Kontinent und die erste Begräbnisstätte Rousseaus. Eingestellt am 1.9.2020  https://paris-blog.org/2020/09/01/der-park-jean-jacques-rousseau-in-ermenonville-der-erste-landschaftspark-auf-dem-europaeischen-kontinent-und-die-erste-begraebnisstaette-rousseaus/

    111. Der schreitende Mann (L’homme qui marche) von Alberto Giacometti: Eine exquisite Ausstellung an einem exquisiten Pariser Ort. Eingestellt am 19.8.2020  https://paris-blog.org/2020/08/19/lhomme-qui-marche-der-schreitende-mann-von-alberto-giacometti-eine-exquisite-ausstellung-in-einem-exquisiten-pariser-ambiente/

    110. Das Palais Royal (2): Ein Einkaufs- und Unterhaltungszentrum in den „wilden Jahren“ zwischen 1780-1830  Eingestellt am 1.8.2020   https://paris-blog.org/2020/08/01/das-palais-royal-2-ein-einkaufs-und-unterhaltungszentrum-in-den-wilden-jahren-zwischen-1780-1830/

    109. Das Palais Royal (1): Ein Garten der Literatur und eine Oase der Ruhe mitten in Paris Eingestellt am 17.6. 2020  https://paris-blog.org/2020/07/17/das-palais-royal-1-ein-garten-der-literatur-und-eine-oase-der-ruhe-mitten-in-paris/

    108. 109. Wie man eine Revolution feiert: Der 14. Juli in Paris. Eingestellt am 20.6.2020
    https://paris-blog.org/2020/06/20/wie-man-eine-revolution-feiert-der-14-juli-in-paris/

    107. Die Mauer der Generalpächter (2): Die vier erhaltenen Torhäuser von Ledoux. Eingestellt am 15.6. 2020   https://paris-blog.org/2020/06/15/die-mauer-der-generalpaechter-2-die-vier-erhaltenen-barrieren-von-ledoux/

    106. Die Mauer der Generalpächter, Ledoux und Lavoisier. Eingestellt am 1.6.2020 https://paris-blog.org/2020/06/01/ledoux-lavoisier-und-die-mauer-der-generalpaechter/

    105. Der Canal Louis XIV und das Aquädukt von Maintenon   Eingestellt am 19.5.2020, am und zum Geburtstag meines Schwagers Dr. H. D.  https://paris-blog.org/2020/05/19/der-canal-louis-xiv-und-das-aquaedukt-von-maintenon-die-fontaenen-von-versailles-teil-3/ 

    104. Große Männer und Frauen des Marais: Eine Ortsbesichtigung anhand der Portraits des Street-Art- Künstlers C 215 (Teil 2: große Frauen)  Eingestellt am 10. Mai 2020  https://paris-blog.org/2020/05/10/grosse-maenner-und-frauen-des-marais-eine-ortsbesichtigung-anhand-der-portraits-des-street-art-kuenstlers-c-215-teil-2-grosse-frauen/

    103. Zwei besondere Jahrestage: Der 8.und 9. Mai 2020 und das Pantheon-Projekt vom September 2021  Zuerst eingestellt am 1. Mai 2020; ergänzt im September 2021  https://paris-blog.org/2020/05/01/zwei-besondere-jahrestage-der-8-und-9-mai-2020-und-das-pantheon-projekt-vom-18-und-19-september/

    102. Große Männer und Frauen des Marais:  Eine Ortsbesichtigung anhand der Portraits des Street-Art- Künstlers C 215 (Teil 1: große Männer).   Eingestellt am 21. April 2020 https://paris-blog.org/2020/04/20/grosse-maenner-und-frauen-des-marais-eine-ortsbesichtigung-anhand-der-portraits-des-street-art-kuenstlers-c-215-teil-1-grosse-maenner/

    101. Street Art in Paris ( 5 ): Gare du Nord, Quai 36. Eingestellt am 8. April 2020   https://paris-blog.org/2020/04/08/street-art-in-paris-5-gare-du-nord-quai-36/

    100. Der Maler und Bildhauer Otto Freundlich, ein deutsch-französisches Künstlerschicksal: Eine Ausstellung im Museum Montmartre.  Eingestellt am 1. April 2020 https://paris-blog.org/2020/04/01/der-maler-und-bildhauer-otto-freundlich-ein-deutsch-franzoesisches-kuenstlerschicksal-eine-ausstellung-im-museum-montmartre/

    99. Asterix, ein französischer Mythos. Zum Tod von Albert Uderzo. Eingestellt am 27. März 2020 https://paris-blog.org/2020/03/27/asterix-ein-franzoesischer-mythos-zum-tod-von-albert-uderzo/

    98. Sainte Anne/Martinique im CV-19-Modus. Eingestellt am 24. März 2020 https://paris-blog.org/2020/03/24/sainte-anne-martinique-im-cv-19-modus/

    97. La place des victoires/Der Platz der Siege Ludwigs XIV. in Paris: Das Modell eines „königlichen Platzes“. Eingestellt am 12. März 2020 https://paris-blog.org/2020/03/12/la-place-des-victoires-der-platz-der-siege-ludwigs-xiv-in-paris-das-modell-eines-koeniglichen-platzes/

    96. Die Petite Ceinture (2): Die Rückeroberung der stillgelegten Ringbahntrasse. Eingestellt am 1. März 2020 https://paris-blog.org/2020/03/01/die-petite-ceinture-2-die-rueckeroberung-der-stillgelegten-ringbahntrasse/

    95. Die Petite Ceinture (1): Kinder und Kohl statt Kohle und Kanonen. Eingestellt am 20. Februar 2020 https://paris-blog.org/2020/02/20/die-petite-ceinture-teil-1-kinder-und-kohl-statt-kohle-und-kanonen/

    94. Aktionskunst im Rentenstreik: McDo Paris/Place Voltaire (6.2.2020). Eingestellt am 10.2.2020 https://paris-blog.org/2020/02/10/aktionskunst-im-rentenstreik-mcdo-paris-place-voltaire-6-2-2020/

    93. Pariser Erinnerungsorte an den Holocaust: Der Friedhof Père Lachaise. Eingestellt am 27. Januar 2020 https://paris-blog.org/2020/01/27/pariser-erinnerungsorte-an-den-holocaust-der-friedhof-pere-lachaise/

    92. Keine Erinnerungsplakette für den Lutetia-Kreis: Eine verpasste Chance. Eingestellt am 1.1.2020 https://paris-blog.org/2020/01/01/keine-erinnerungsplakette-fuer-den-lutetia-kreis-eine-verpasste-chance/

    91. Camille Claudel: Orte der Erinnerung an eine große Bildhauerin. Eingestellt am 22.12.2019 https://paris-blog.org/2019/12/22/camille-claudel-orte-der-erinnerung-an-eine-grosse-bildhauerin/

    90. Die Nuit Blanche, das Lichter- und Kunstfest von Paris. Eingestellt am 2.12.2019 https://paris-blog.org/2019/12/02/die-nuit-blanche-das-lichter-und-kunstfest-von-paris/

    89. Stop féminicides/Schluss mit den Frauenmorden: Aktuelle Aktionen in Frankreich (November 2019). Eingestellt am 17. November 2019 https://paris-blog.org/2019/11/17/stop-feminicide-schluss-mit-den-frauenmorden-aktuelle-aktionen-in-frankreich/

    88. Aux Belles Poules, ein ehemaliges Pariser Bordell im Quartier St. Denis. Eingestellt am 1.11.2019 https://paris-blog.org/2019/11/01/aux-belles-poules-ein-ehemaliges-pariser-bordell-im-quartier-st-denis/

    87. Von Montreuil nach Sanssouci: Die murs à pêches von Montreuil und die Lepère’schen Mauern im königlichen Weinberg von Sanssouci. Eingestellt am 1.10.2019 https://paris-blog.org/2019/10/01/von-montreuil-nach-sansscouci-die-murs-de-peches-von-montreuil-und-die-lepereschen-mauern-im-koeniglichen-weinberg-von-sanssouci/

    86. 10 Jahre Singen in Paris. Eingestellt am 6. 9. 2019 https://paris-blog.org/2019/09/06/10-jahre-singen-in-paris/

    85. Erinnerungstafeln zu der Zeit von 1939 bis 1945/Enfants de Paris 1939-1945. Eingestellt am 25. August 2019 https://paris-blog.org/2019/08/25/erinnerungstafeln-zu-der-zeit-von-1939-bis-1945-in-paris-enfants-de-paris-1939-1945/

    84. Der Hartmannswillerkopf, das französische Nationaldenkmal und das deutsch-französische Historial zum Ersten Weltkrieg. Eingestellt am 1. August 2019 https://paris-blog.org/2019/08/01/der-hartmannswillerkopf-das-franzoesische-nationaldenkmal-und-das-deutsch-franzoesische-historial-zum-ersten-weltkrieg/

    83. Die Große Saline von Salins-les-Bains und die königliche Saline von Arc-et-Senans (UNESCO-Weltkulturerbe im Jura). Eingestellt am 14. Juli 2019 https://paris-blog.org/2019/07/14/die-grosse-saline-von-salins-les-bains-und-die-koenigliche-saline-von-arc-et-senans-unesco-weltkulturerbe-im-jura/

    82. La Butte aux Cailles, ein kleinstädtisches Idyll in Paris. Eingestellt am 1. Juli 2019 https://paris-blog.org/2019/07/01/la-butte-aux-cailles-ein-kleinstaedtisches-idyll-in-paris/

    81. 6. Juni 1944. Remi Dreyfus:  Aus Feinden werden Freunde. Eingestellt am 7. Juni 2019 https://paris-blog.org/2019/06/07/6-juni-1944-aus-feinden-werden-freunde/

    80. Le chocolat Menier (2): Die Villen der Familie im 8. Arrondissement von Paris und das Grabmal auf dem Père Lachaise. Eingestellt am 1. Juni 2019 https://paris-blog.org/2019/06/01/le-chocolat-menier-2-die-villen-der-familie-im-8-arrondissement-von-paris-und-das-grabmal-auf-dem-pere-lachaise/

    79. Le chocolat Menier (1):Die Schokoladenfabrik in Noisiel an der Marne: repräsentative Fabrikarchitektur und patriarchalischer Kapitalismus im 19. Jahrhundert. Eingestellt am 23. Mai 2019 https://paris-blog.org/2019/05/23/le-chocolat-menier-1-die-schokoladenfabrik-in-noisiel-an-der-marne-repraesentative-fabrikarchitektur-und-patriarchalischer-kapitalismus-im-19-jahrhundert/

    78. Napoleon, de Gaulle und Victor Hugo: Notre-Dame, die Geschichte und das Herz Frankreichs. Eingestellt am 2. Mai 2019 https://paris-blog.org/2019/05/02/napoleon-de-gaulle-und-victor-hugo-notre-dame-die-geschichte-und-das-herz-frankreichs/

    77. Notre-Dame, wie es war und hoffentlich bald wieder sein wird (April 2019). Eingestellt am 16. April 2019 https://paris-blog.org/2019/04/16/notre-dame-wie-es-war-und-hoffentlich-bald-wieder-sein-wird/

    76. La Maison de la Mutualité à Paris/Das Haus der Mutualité in Paris (2): Der Erste Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur von 1935. Eingestellt am 15. April 2019https://paris-blog.org/2019/04/15/das-haus-der-mutualite-in-paris-2-der-erste-schriftstellerkongress-zur-verteidigung-der-kultur-von-1935/

    75. Die Fontänen von Versailles (2): Ausdruck absolutistischen Größenwahns. Eingestellt am 1. April 2019 https://paris-blog.org/2019/04/01/die-fontaenen-von-versailles-2-ausdruck-absolutistischen-groessenwahns/

    74. Das Hotel Lutetia (2): Geschichten und Geschichte. Eingestellt am 1. März 2019 https://paris-blog.org/2019/03/01/das-hotel-lutetia-2-geschichten-und-geschichte/

    73. Fake news, nostalgischer Nationalismus und antideutsche Ressentiments: Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag von Aachen schlägt in Frankreich Wellen. Eingestellt am 12.2.2019 https://paris-blog.org/2019/02/13/fake-news-nostalgischer-nationalismus-und-antideutsche-ressentiments-der-deutsch-franzoesische-freundschaftsvertrag-von-aachen-schlaegt-in-frankreich-wellen/

    72. Street-Art in Paris (4): Monsieur Chat, Miss Tic und Fred le Chevalier.  Eingestellt am 1.Februar 2019 mit späteren Ergänzungen https://paris-blog.org/2019/02/01/street-art-in-paris-4-monsieur-chat-miss-tic-und-fred-le-chevalier/

    71. Das Hotel Lutetia (1): Ein Bauwerk zwischen Art Nouv eau und Art Déco im neuen Glanz. Eingestellt am 1. Januar 2019 https://paris-blog.org/2019/01/01/das-hotel-lutetia-1-ein-bauwerk-zwischen-art-nouveau-und-art-deco-im-neuen-glanz/

    70. Von Lyon nach Dornholzhausen: Die Waldenser, eine französisch-italienisch-deutsche Flüchtlingsgeschichte. Teil 2: Die Waldenser in Hessen-Homburg. Eingestellt am 7. Dezember 2018 https://paris-blog.org/2018/12/07/von-lyon-nach-dornholzhausen-die-waldenser-eine-franzoesisch-italienisch-deutsche-fluechtlingsgeschichte-teil-2-die-waldenser-in-hessen-homburg/

    69. Von Lyon nach Dornholzhausen: Die Waldenser, eine französisch-italienisch-deutsche Flüchtlingsgeschichte. Teil 1: Lyon, Luberon, Piemont. Eingestellt am 2. Dezember 2018 https://paris-blog.org/2018/12/02/von-lyon-nach-dornholzhausen-die-waldenser-eine-franzoesisch-italienisch-deutsche-fluechtlingsgeschichte-teil-1-lyon-luberon-piemont/

    68. „Dadurch, dass ich zum Glück die Kinder habe, ist alles doppelt schwer.“ Anna Seghers im Pariser Exil 1933-1940. Eingestellt am 19.11.2018 https://paris-blog.org/2018/11/19/dadurch-dass-ich-zum-glueck-die-kinder-habe-ist-alles-doppelt-schwer-anna-seghers-im-pariser-exil-1933-1940/

    67. Der 11. November 2018. Paris begeht den 100. Jahrestag des Waffenstillstands. Eingestellt am 11. November 2018 https://paris-blog.org/2018/11/11/paris-11-november-2018-paris-begeht-den-100-jahrestag-des-waffenstillstands-november-2018/

    66. Die Malerei des französischen Kolonialismus. Eine Ausstellung im Musée Branly in Paris (November 2018). Eingestellt am 1. 11. 2018 https://paris-blog.org/2018/11/01/die-malerei-des-franzoesischen-kolonialismus-eine-ausstellung-im-musee-branly-in-paris/

    65. Die Insel Porquerolles: Natur und Kunst. Eingestellt am 15. Oktober 2018https://paris-blog.org/2018/10/15/die-insel-porquerolles-natur-und-kunst/

    64. Street-Art in Paris (3): Der Invader. Eingestellt am 1. Oktober 2018https://paris-blog.org/2018/10/01/street-art-in-paris-3-der-invader/

    63. Das Haus der Mutualité in Paris/La Maison de la Mutualité à Paris (1): Die Geschichte eines Mythos. Eingestellt am 1. September 2018https://paris-blog.org/2018/09/01/das-haus-der-mutualite-in-paris-und-der-internationale-schriftstellerkongress-zur-verteidigung-der-kultur-1935/

    Die Manufacture des Gobelins: Politik und Kunst. Eingestellt am 1. August 2018 https://paris-blog.org/2018/08/01/die-manufacture-des-gobelins-politik-und-kunst/

    62. Das Grabmal Ludwig Börnes auf dem Père Lachaise in Paris: Eine Hommage an den Vorkämpfer der deutsch-französischen Verständigung. Eingestellt am 10. Juli 2018 https://paris-blog.org/2018/07/10/das-grabmal-ludwig-boernes-auf-dem-pere-lachaise-in-paris-eine-hommage-an-den-vorkaempfer-der-deutsch-franzoesischen-verstaendigung/

    61. Auf dem Weg nach Paris: Die Mühle von Valmy, das Fanal einer neuen Epoche. Eingestellt am 19. Juni 2018https://paris-blog.org/2018/06/19/auf-dem-weg-nach-paris-die-muehle-von-valmy-das-fanal-einer-neuen-epoche/

    60. Street-Art in Paris (2): Mosko, Jef Aérosol und Jerôme Mesnager. Eingestellt am 1. Juni 2018https://paris-blog.org/2018/06/01/street-art-in-paris-2-mosko-jef-aerosol-und-jerome-mesnager/

    59. 50 Jahre Mai 1968: Plakate der Revolte: Eine Ausstellung in der École des beaux-arts in Paris (Mai 2018). Eingestellt am 1. Mai 2018https://paris-blog.org/2018/05/01/50-jahre-mai-1968-plakate-der-revolte-eine-ausstellung-im-musee-des-beaux-arts-in-paris/

    58. Die Seineufer in Paris: Der schwere Abschied vom (Alp-) Traum einer autogerechten Stadt. Eingestellt am 19. April 2018 https://paris-blog.org/2018/04/19/die-seineufer-in-paris-der-schwere-abschied-vom-alp-traum-einer-autogerechten-stadt/

    57. Das Pantheon der großen (und weniger großen) Männer und der wenigen großen Frauen (1): Das Pantheon der Frauen.  Eingestellt am 1. April 2018  https://paris-blog.org/2018/04/01/das-pantheon-der-grossen-und-der-weniger-grossen-maenner-und-der-wenigen-grossen-frauen-1-das-pantheon-der-frauen/

    56. Hector Guimard in Paris (2): Die Synagoge in der rue Pavée (4. Arrondissement) und das Grabmal auf dem Père Lachaise (20. Arrondissement). Eingestellt am 1. März 2018 https://paris-blog.org/2018/03/01/hector-guimard-in-paris-2-die-synagoge-in-der-rue-pavee-4-arrondissement-und-das-grabmal-auf-dem-pere-lachaise-20-arrondissement/

    55. Hector Guimard: Jugendstil in Paris/ Art Nouveau à Paris (1). Eingestellt am 1. Februar 2018 https://paris-blog.org/2018/02/01/__trashed-3/

    54. Little India, das indische Viertel von Paris. Eingestellt am 1. Januar 2018 https://paris-blog.org/2018/01/01/little-india-das-indische-viertel-von-paris/

    53. Open your eyes! Street-Art in Paris (1). Eingestellt am 1. Dezember 2017 https://paris-blog.org/2017/12/01/open-your-eyes-street-art-in-paris-1/

    52. Die Erinnerung an Skavenhandel und Sklaverei: Der schwierige Umgang mit einem düsteren Kapitel der französischen Vergangenheit. Eingestellt am 1. November 2017 https://paris-blog.org/2017/11/01/der-schwierige-umgang-mit-einem-duesteren-kapitel-der-franzoesischen-vergangenheit-die-erinnerung-an-sklavenhandel-und-sklaverei/

    51. La Maison Heinrich Heine, das deutsche Haus in der Cité Internationale Universitaire de Paris. Eingestellt am 1. November 2017 https://paris-blog.org/2017/11/01/la-maison-heinrich-heine-das-deutsche-haus-in-der-cite-internationale-universitaire-de-paris/

    50. Mit Heinrich Heine in Paris. Eingestellt am 2. Oktober 2017 https://paris-blog.org/2017/10/02/mit-heinrich-heine-in-paris/

    49. Die Fontänen im Park von Versailles (1): Feier des Sonnenkönigs und Machtdemonstration. Eingestellt am 1. September 2017 https://paris-blog.org/2017/09/01/die-fontaenen-von-versailles-1-die-feier-des-sonnenkoenigs/

    48. Sommer in Paris: Schwimmen im Bassin de la Villette, in der Marne und auf/in der Seine. Eingestellt am 7. August 2017 (ergänzt 2023)  https://paris-blog.org/2017/08/07/sommer-in-paris-schwimmen-im-bassin-de-la-villette-in-der-marne-und-aufin-der-seine/

    47. Musik und Tanz an der Marne: Au pays des Guinguettes. Eingestellt am 6. August 2017 https://paris-blog.org/2017/08/06/musik-und-tanz-an-der-marne-au-pays-des-guinguettes/

    46.a. Die Kirche Saint- Sulpice in Paris, Teil 2 (Der Gnomon, der Kampf mit dem Engel von Delacroix und das Café de la mairie) Eingestellt am 22.Juli 2017 https://paris-blog.org/2017/07/22/die-kirche-saint-sulpice-in-paris-teil-2-der-gnomon-der-kampf-mit-dem-engel-von-delacroix-und-das-cafe-de-la-mairie/

    46. Die Kirche Saint-Sulpice in Paris, Teil 1 (Die Musik, die Krypta, Pigalle und die Säulen von Leptis Magna). Eingestellt am 11. Juli 2017 https://paris-blog.org/2017/07/11/die-kirche-saint-sulpice-in-paris-teil-1-die-musik-die-krypta-pigalle-und-die-saeulen-von-leptis-magna/

    45. Zu Fuß zum Mont-Saint-Michel: La traversée de la baie. Eingestellt am 29. Juni 2017 https://paris-blog.org/2017/06/29/zu-fuss-zum-mont-saint-michel-la-traversee-de-la-baie/

    44. Die Kolonialausstellung von 1931 (Teil 2): Der „menschliche Zoll“ im Jardin d’acclimatation und der Tausch von „teutonischen Krokodilen“ und „Menschenfressern“ zwischen Paris und Frankfurt. Eingestellt am 1. Juni 2017 https://paris-blog.org/2017/06/01/die-kolonialausstellung-von-1931-teil-2-der-menschliche-zoo-im-jardin-dacclimatisation-und-der-tausch-von-teutonischen-krokodilen-und-men-sche/

    43. Das Palais de la Porte Dorée und die Kolonialausstellung von 1931. Eingestellt am 10. Mai 2017 https://paris-blog.org/2017/05/10/das-palais-de-la-porte-doree-und-die-kolonialausstellung-von-1931/

    42. Neues Leben auf alten Steinbrüchen: Der Park Butte-Chaumont und das quartier de la Mouzaïa. Eingestellt am 1. Mai 2017 https://paris-blog.org/2017/05/01/neues-leben-auf-alten-steinbruechen-der-park-buttes-chaumont-und-das-quartier-de-la-mouzaia/

    41. Die Bergwerke und Steinbrüche von Paris. Eingestellt am 20. April 2017 https://paris-blog.org/2017/04/20/die-bergwerke-und-steinbrueche-von-paris/

    40. Pulse von Europe in Paris- Marine le Pen ante portas (April 2017). Eingestellt am 1. April 2017 https://paris-blog.org/2017/04/01/pulse-of-europe-in-paris-marine-le-pen-ante-portas/

    39. Napoleon in den Invalides: Es lebe der Kaiser! Vive l’empéreur (3). Eingestellt am 12. März 2017 https://paris-blog.org/2017/03/12/napoleon-in-den-invalides-es-lebe-der-kaiser-vive-lempereur-3/

    38. Die Freiheitsstatue von New York und ihre Schwestern (Teil 3): Die Freiheitsstatuen von Paris. Eingestellt am 1. März 2017 https://paris-blog.org/2017/03/01/die-freiheitsstatue-von-new-york-und-ihre-schwestern-teil-3-die-freiheitsstatuen-von-paris/

    37. Die Freiheitsstatue von New York und ihre Schwestern in Paris (Teil 2): Bartholdi und Eiffel, die Väter von Miss Liberty. Eingestellt am 23. Februar 2017 https://paris-blog.org/2017/02/23/die-freiheitsstatue-von-new-york-und-ihre-schwestern-in-paris-teil-2-die-vaeter-von-miss-liberty/

    36. Die weinende Freiheitsstatue von New York und ihre Schwestern in Paris (Teil 1). Eingestellt am 1. Februar 2017 https://paris-blog.org/2017/02/01/die-weinende-freiheitsstatue-von-new-york-und-ihre-drei-schwestern-in-paris-teil-1/

    35. Frankreich: Spitzenreiter bei der schulischen Ungleichheit. Eingestellt am 21. Januar 2017https://paris-blog.org/2017/01/22/frankreich-spitzenreiter-bei-der-schulischen-ungleichheit/

    34. Die Cité internationale universitaire in Paris: Ein Ort des Friedens und der Völkerverständigung. Eingestellt am 2. Januar 2017 https://paris-blog.org/2017/01/02/die-cite-internationale-universitaire-in-paris-ein-ort-des-friedens-und-der-voelkerverstaendigung/

    33. Stolpersteine in Frankfurt am Main, eine Buchempfehlung. Eingestellt am 18. Dezember 2016 https://paris-blog.org/2016/12/18/stolpersteine-in-frankfurt-am-main-eine-buchempfehlung/

    32. François Hollande: Abgesang auf einen allzu normalen Präsidenten (Dez. 2016). Eingestellt am 5. Dezember 2016 https://paris-blog.org/2016/12/06/francois-hollande-abgesang-auf-einen-allzu-normalen-praesidenten/

    31. Das Pariser Denkmal für das russische Expeditionskorps im Ersten Weltkrieg, eine russische Kapelle in der Champagne und die Kriegsbilder Zadkines. Eingestellt am 1. Dezember 2016 https://paris-blog.org/2016/12/02/das-pariser-denkmal-fuer-das-russischen-expeditionskorps-im-ersten-weltkrieg-fillon-der-freund-russlands-und-die-kriegsbilder-zadkines/

    30. Das Napoleon-Museum auf der Île d’Aix  (vive l’empereur! Teil 2).  Eingestellt am 16. November 2016 https://paris-blog.org/2016/11/16/das-napoleon-museum-auf-der-ile-daix-vive-lempereur-teil-2/

    29. Der Arc de Triomphe: Die Verherrlichung Napoleons. Eingestellt am 1. November 2016 https://paris-blog.org/2016/11/01/der-arc-de-triomphe-die-verherrlichung-napoleons/

    28. Der 11. November: Ein französischer Feiertag im Wandel. Eingestellt am 1. Oktober 2016 https://paris-blog.org/2016/10/01/der-11-november-ein-franzoesischer-feiertag-im-wandel/

    27. Die Corrèze (Teil 2): touristische Impressionen. Eingestellt am 11. September 2016  https://paris-blog.org/2016/09/11/die-correze-teil-2-touristische-impressionen/

    26. Die Corrèze (Teil 1): Besatzung und Widerstand/occupation et résistance. Eingestellt am 9. September 2016  https://paris-blog.org/2016/09/09/die-correze-teil-1-besatzung-und-widerstand-occupation-et-resistance/

    25. Der Bürgerkrieg in Frankreich 1871: Ein Rundgang auf dem Friedhof Père-Lachaise in Paris auf den Spuren der Commune. Eingestellt am 13. August 2016 https://paris-blog.org/2016/08/13/der-buergerkrieg-in-frankreich-1871-ein-rundgang-auf-dem-friedhof-pere-lachaise-in-paris-auf-den-spuren-der-commune/

    24. Chinatown in Paris (3.,8.,13. Und 20. Arrondissement). Eingestellt am 1. August 2016 https://paris-blog.org/2016/08/01/chinatown-in-paris-3-13-und-20-arrondissement/

    23. Das multikulturelle, aufsässige und kreative Belleville: Modell oder Mythos? Eingestellt am 18. Juli 2016 https://paris-blog.org/2016/07/18/das-multikulturelle-aufsaessige-und-kreative-belleville-modell-oder-mythos/

    22. Der Cimetière de Picpus, ein deutsch-französischer und amerikanischer Erinnerungsort. Eingestellt am 1. Juli 2016 https://paris-blog.org/2016/07/01/der-cimetiere-de-picpus-ein-deutsch-franzoesischer-erinnerungsort/

    21. Die Mauer für den Frieden (le mur pour la paix) auf dem Marsfeld. Eingestellt am 1. Juli 2016 https://paris-blog.org/2016/07/01/die-mauer-fuer-den-frieden-le-mur-pour-la-paix-auf-dem-marsfeld/

    20. Die Stare vor unserem Fenster: deutsch-französische Sichtweisen. Eingestellt am 24. Juni 2016 https://paris-blog.org/2016/06/24/unsere-freunde-die-stare/

    19. Wohnen, wo einmal die Guillotine stand: La Grande et la Petite Roquette. Eingestellt am 14. Juni 2016 https://paris-blog.org/2016/06/14/wohnen-auf-historischem-boden-la-grande-et-la-petite-roquette/

    18. Hochwasser in Paris (2016 und 2018). Eingestellt am 5. Juni 2016 https://paris-blog.org/2016/06/05/hochwasser-in-paris/

    17. Von Frankfurt nach Paris und zurück: Die Stolpersteine in der Westendstraße. Eingestellt am 2. Juni 2016 https://paris-blog.org/2016/06/02/von-frankfurt-nach-paris-und-zurueck-die-stolpersteine-in-der-westendstrasse/

    16. La Goutte d’Or oder Klein-Afrika in Paris. Eingestellt am 30. Mai 2016 https://paris-blog.org/2016/05/30/la-goutte-dor-oder-klein-afrika-in-paris/

    15. Verdun 1916-2016: die neue Gedenkstätte/le nouveau mémorial. Eingestellt am 21. Mai 2016 https://paris-blog.org/2016/05/21/verdun-1916-2016-und-die-neue-gedenkstaette/

    14. Normandie (Teil 2): Schattenseiten der Vergangenheit. Eingestellt am 8. Mai 2016 https://paris-blog.org/2016/05/08/normandie-teil-2-schattenseiten-der-vergangenheit/

    13. Normandie (Teil 1): Die allgegenwärtige Vergangenheit. Eingestellt am 29. April 2016 https://paris-blog.org/2016/04/29/normandie-teil-1-die-allgegenwaertige-vergangenheit/

    12. Exil in Frankreich: Sanary, Les Milles und Marseille. Eingestellt am 18. April 2016  https://paris-blog.org/2016/04/18/exil-in-frankreich-sanary-les-milles-und-marseille/

    11. Das Hôtel Païva, ein deutsch-französisches Märchenschloss auf den Champs-Elysées. Eingestellt am 16. April 2016 https://paris-blog.org/2016/04/16/das-hotel-paiva-ein-deutsch-franzoesisches-maerchenschloss-auf-den-champs-elysees/

    10. Der Elysée-Vertrag, Mythos und Symbol wird 50: ein Anlass zum Feiern (2012). Eingestellt am 13. April 2016 https://paris-blog.org/2016/04/13/der-elysee-vertrag-mythos-und-symbol-wird-50-ein-anlass-zum-feiern/

    9. Le potager du roi in Versailles, der Obst – und Gemüsegarten Ludwigs XIV. Eingestellt am 12. April 2016   https://paris-blog.org/2016/04/12/le-potager-du-roi-in-versailles-der-obst-und-gemuesegarten-ludwigs-xiv/

    8. Nuits debout- Place de la République, April 2016. Eingestellt am 12. April 2016  https://paris-blog.org/2016/04/12/nuit-debout-place-de-la-republique-10-4-2016/

    7. Milly-la-Forêt: Jean Cocteau, Nike de Saint Phalle und Jean Tinguely. Eingestellt am 11. April 2016  https://paris-blog.org/2016/04/11/milly-la-foret-jean-cocteau-niki-de-saint-phalle-und-jean-tinguely/

    6. Schloss und Park von Chantilly- eine Alternative zu Versailles. Eingestellt am 9. April 2016 https://paris-blog.org/2016/04/09/schloss-und-park-von-chantilly-eine-alternative-zu-versailles/

    5. Das Labyrinth von Chartres. Eingestellt am 8. April 2016   https://paris-blog.org/2016/04/08/das-labyrinth-von-chartres/

    4. Der Faubourg Saint-Antoine, Teil 2: Das Viertel der Revolutionäre. Eingestellt am 6. April 2016  https://paris-blog.org/2016/04/06/der-faubourg-saint-antoine-teil-2-das-viertel-der-revolutionaere/

    3. Der Faubourg Saint-Antoine, Teil 1: Das Viertel des Holzhandwerks. Eingestellt am 4. April 2016   https://paris-blog.org/2016/04/04/der-faubourg-saint-antoine/

    2. Frankreich im Ausnahmezustand 1/2016. Eingestellt am 1. April 2016   https://paris-blog.org/2016/04/01/paris-ausnahmezustand/

    Über den Dächern von Paris: Blicke von unserer Terrasse. (März 2016 fff). Eingestellt am 31. März 2016    https://paris-blog.org/2016/03/31/sonnenuntergang-in-paris/

    Der Maler und Bildhauer Otto Freundlich, ein deutsch-französisches Künstlerschicksal: Eine Ausstellung im Museum Montmartre (2020/2021)

    Museen wie auch andere öffentliche Einrichtungen sind derzeit in Frankreich bis auf Weiteres (jusqu‘ à nouvel ordre) geschlossen.

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    Angesichts der geschlossenen Museen lassen es sich Frieda Kahlo,  das Mädchen mit der Perle Vermeers und die Mona Lisa gut gehen. Ein Bild, geschickt am 1. April von unserer Freundin Monique Bauer aus Bordeaux. Merci!)

    Natürlich ist auch das Museum Montmartre geschlossen.

    Aktuelle Anmerkung  Juli 2020: Die Ausstellung ist jetzt wieder geöffnet und bis 31. Januar 2021 verlängert.

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    Plakat in der Métro-Station Jaurès (aufgenommen am 16. Juli 2020)

    Glücklicherweise hatten wir aber die Otto Freundlich-Ausstellung besucht, bevor das Ausgehverbot  verhängt wurde. Ich biete hier also gewissermaßen einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung an. Da sie nach ursprünglicher Planung bis 6. September geöffnet sein soll, gibt es ja vielleicht  doch noch Gelegenheit, sie sich selbst anzusehen.

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    Derzeit wird in dem kleinen, sympathischen musée Montmartre in Paris  eine aus mehreren Gründen sehr sehenswerte Ausstellung gezeigt:

    Otto Freundlich, la révélation de l’abstraction.[1]

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    Das Bild auf dem Ausstellungsplakat ist eine um 1919 entstandene Composition

    Otto Freundlich war, worauf der Name der Ausstellung schon hinweist, ein Pionier der abstrakten Kunst.  Aus Pommern stammend reiste er nach Studien in Berlin und München 1908 nach Paris, wurde in Montmartre  Nachbar Picassos  und  gehörte zur künstlerischen Avantgarde seiner Zeit. Bei Kriegsausbruch 1914 kehrte er nach Deutschland zurück, ließ sich aber  1925 endgültig in Paris nieder.  Während im Deutschland der Weimarer Republik  seine Werke von aufgeschlossenen Museumsleitern gekauft und ausgestellt wurden, hatte  der von den Nazis verfemte Künstler nach 1933 große Existenzschwierigkeiten.  Erst 1937 wurde auf Initiative prominenter Künstler und Freunde eines seiner  Werke  für die staatlichen Kunstsammlungen Frankreichs erworben. Im gleichen Jahr verwendeten die Nazis das Bild einer Plastik Freundlichs für das Plakat der Ausstellung „Entarte Kunst“: Als Maler der Abstraktion, als politisch engagierter Künstler und als Jude passte  er perfekt in das Feindbild der Nazis. Denen wird er – versteckt in einem Bauernhof der Pyrenäen und von Nachbarn denunziert-  von der französischen Gendarmerie ausgeliefert und am 9. März 1943 im Vernichtungslager Majdanek umgebracht.

    Im nachfolgenden Beitrag geht es zunächst  anhand der Ausstellung im Museum Montmarte um die künstlerische  Bedeutung  Freundlichs und sein Leben im Paris der Avantgarde. Dabei wird auch ein Blick auf die von ihm geschaffenen Glasfenster in der Kirche Sacré Coeur geworfen.

    Danach wird es um sein tragisches Schicksal als „feindlicher Ausländer“, als verfolgter Jude und schließlich als Opfer des Holocaust gehen.

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    Im Treppenhaus des Museums: Otto Freundlich war und bleibt ein strahlendes Bild der europäischen Seele (Raoul Ubac)

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    Im 1. Stock des Museums: Die Wahrheit,  Grundlage aller unserer künstlerischer Anstrengungen, ist ewig und wird ihre große Bedeutung für die Zukunft der Menschheit behalten. (Otto Freundlich 1940)

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    An der Wand rechts Abdruck eines Selbstportraits Freundlichs aus dem Jahr 1923

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    Einen hervorgehobenen Platz in der Ausstellung hat das Ölgemälde Composition aus dem Jahr 1911. Es ist das einzige große Gemälde Freundlichs aus der Zeit vor 1914, das erhalten ist. Daneben ist  eine Bleistiftzeichnung aus dem gleichen Jahr ausgestellt: Drei Personen sind dabei, vier anderen beim Aufstehen zu helfen. Nach dem  Ausstellungskatalog  transportiert Freundlich hier eine politische Botschaft: Eine Aufforderung zur Solidarität, um allen Menschen, auch den am meisten Benachteiligten, eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Freundlich habe auf eine „sanfte Revolution“ gehofft, zu der die Kunst auch beitragen sollte. Dieser erhoffte Aufstieg zum Licht sei in dem Ölgemälde mit den Mitteln der Abstraktion dargestellt.[2]

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    Gruppe, Bleistiftzeichnung auf Papier 1911

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    Eindrucksvoll sind die farbigen Kompositionen der 1920-er Jahre wie die hier abgebildete aus den Jahren 1920-1925. Diese Bild soll vom 2. April bis 23. August 2020 im Musée d’art et d’histoire du Judaïsme im Rahmen der Ausstellung Chagall, Modigliani, Soutine… Paris pour École1905 – 1940 präsentiert werden.

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    Kosmischer Regenbogen von 1922  (Pastel sur papier)

    Wie hier spielt  die komische Dimension bei Freundlich eine große Rolle. So auch in diesem Exemplar der Grafik-Serie Die Zeichen von 1919/1920.

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    'Kosmisches_Auge'_by_Otto_Freundlich,_1921-22,_pastel

    Die geometischen Figuren laufen auf ein „kosmisches Auge“, das Freundlich 1920/21 zum Thema eines Gemäldes gemacht hat und das sich auch auf der Komposition findet, die für das Ausstellungsplakat verwendet wurde.

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    Neben der Komposition von 1911 ist die „Hommage aux peuples des couleurs“ von 1935 ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung. Bei diesem Triptychon  handelt  es sich um den Entwurf für ein geplantes Mosaik. Die unterschiedlichen Farben des Bildes sind eine Feier der Unterschiedlichkeit, aus denen aber ein harmonisches Ganzes  entsteht: Ein monumentales Manifest gegen den faschistischen Rassismus und die Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen.

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    Die „hommage aux peuples de couleurs“ war Gegenstand einer Subscription namhafter Künstler und Persönlichkeiten anlässlich des 60. Geburtstages von Otto Feundlich im Jahr 1938. Sie erwarben dieses Bild „das man als das repräsentativste seiner Kunst ansieht“ und boten es dem Musée du Jeu de Paume/Musée national d’art moderne  an mit der Bitte, es seiner Bedeutung entsprechend in die Sammlung aufzunehmen und auszustellen.  Sie wiesen dabei auch auf die Anerkennung hin, die Freundlich vor 1933 in Deutschland erfahren habe,  auf seine Verfemung durch die Nazis und auf die schwierige wirtschaftliche Lage des in Paris lebenden Künstlers, der manchmal Schwierigkeiten habe, überhaupt die Farben für seine Bilder zu erwerben. Er verdiene deshalb dringend der Unterstützung.

    Unterzeichnet war der Aufruf u.a. von Max Ernst, Alfred Döblin, Hans Arp, Georges Braque, Pablo Picasso, Oskar Kokoschka, Fernand Léger, Wassily Kandinsky, Wilhelm Uhde, Jacques Lipchitz und  dem Ehepaar Delaunay.[3]

    Ein Beispiel für die intensiven Freunschaftsbeziehungen Freundlichs zur Pariser Kunstszene ist die nachfolgende Komposition 1937  (Linogravure auf Japanpapier 1937)

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    Sie ist mit der Widmung für meinem Freund und Genossen Hans Arp versehen.

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    Die Glasgemälde Otto Feundlichs

    1914 arbeitete Otto Freundlich fünf Monate lang in dem Restaurations-Atelier der Kirchenfenster der Kathedrale von Chartres – eine Erfahrung, die ihn, wie er in einem Brief an Karl Schmitt-Rottluff schrieb, für immer geprägt hat.

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    Otto Freundlich, Liegende Frau,  Glasgemälde  1924

    In eigenen Arbeiten nahm er die leuchtende Farbigkeit der gotischen Glasmalerei  auf.  Im Musée Montmartre sind Beispiele ausgestellt und ebenso in der Kirche Sacré Coeur in der Franz von Assisi geweihten Kapelle.

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    Wie sehr die Erfahrung mit den gotischen Glasfenstern von Chartres die Arbeit von Freundlich beeinflusst hat, zeigt sich vor allem in einem 1938 gemalten (und hier nicht ganz vollständig wiedergegebenen)  großformatigen Bild mit dem bezeichnenden Titel Die Fensterrose. Wie in den Glasfenstern die Farben im Licht erstrahlen, so auch hier  und in vielen anderen Arbeiten Freundlichs.

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    Die Renoir-Gärten des Museums

    Zu dem Museum gehören auch drei Gärten oberhalb des berühmten Weinbergs von Montmartre. Benannt sind sie nach Auguste Renoir, der hier zwischen 1875 und 1877 gelebt und gearbeitet hat.

    Anlässlich der Ausstellung ist in einem der Gärten Freundlichs Bronzeplastik Ascension von 1929 ausgestellt, ein Werk, das von Picasso besonders geschätzt wurde. Die Gesetze der Schwerkraft sind hier aufgehoben, die lastenden Formen werden in schwebende Balance überführt – auch dies ein Ausdruck von Freundlichs utopischem Ideal.

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    Im Frankfurter Städelmuseum gibt es auch ein Exemplar dieses Werks. [4] Und ein weiteres im Centre Pompidou – prominent aufgestellt direkt am Eingang zur Dauerausstellung.

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    Im Garten des musée Montmartre empfiehlt sich  das schöne Café Renoir (mittwochs bis sonntags geöffnet) für eine Ruhepause nach einem Ausstellungsbesuch.

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    Otto Freundlich in Montmartre

    Man mag, wie der Autor des Artikels in Le Monde, bedauern, dass diese Ausstellung nicht im repräsentativen Musée d’Art Moderne, sondern in dem viel bescheideneren Montmartre-Museum zu sehen ist. Aber das hat durchaus seine Logik: Denn als sich Otto Freundlich 1908 zum ersten Mal in Paris niederließ, hatte er sein erstes Atelier in Montmartre. In seinem Tagebuch von 1931 berichtet er:

    „Eines Tages traf ich Rodolf Levy im Café du Dôme in Paris. Willst du ein Atelier haben, fragte er mich. Ich kenne eines, dessen Miete schon drei Monate im Voraus bezahlt ist. Es befindet sich in Montmartre. (…) Als ich Levy sagte, dass ich bereit sei, sind er, der Kunstkritiker und –händler Wilhelm Uhde und ich hingefahren, haben das Auto abgestellt und sind dann zu Fuß zur place Ravignan hochgegangen – ein ganz kleiner Platz wie in einer kleinen Stadt. Dort befand sich ein Haus, das ehemalige Bateau-Lavoir (…)  Vor der Tür stand ein junger,  etwas gedrungener Mann mit großen leuchtenden schwarzen Augen in einem Blaumann. Ich weiß nicht mehr, ob es Levy oder Uhde war, der mich ihm vorstellte. ‚Das ist Herr Picasso, Ihr neuer Nachbar‘. Danach murmelten sie ein einfaches ‚au revoir‘, verschwanden und ließen mich allein mit Picasso, der mich umgehend zu einem Glas Wein einlud.“[5]

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    Das Bateau-Lavoir war ein ziemlich verwahrlostes Haus in der Rue Ravignac Nr. 13 – heute place Émile Goudeau. Es wurde Waschschiff genannt, weil es den Booten auf der Seine ähnelte,  auf denen die Waschfrauen ihre Arbeit verrichteten. Picasso lebte dort von 1904 bis 1909 und malte dort auch seine ersten kubistischen Werke wie die Demoiselles d’Avignon. Das Atelierhaus Bateau-Lavoir kann daher als Geburtsort des Kubismus bezeichnet werden.[6]  Neben Picasso und Freudlich fanden auch andere Künstler wie Kees van Dongen, Juan Gris, Max Jacob und Amadeo Modigliani hier eine bezahlbare Unterkunft. Und  für sie und andere Vertreter der künstlerischen Avantgarde wie Guillaume Apollinaire, Georges Braque, Henri Matisse und Jean Cocteau war das Haus ein beliebter Treffpunkt.

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    Seit dieser ersten Begegnung im Bateau-Lavoir entwickelte sich eine enge künstlerische Beziehung und Freundschaft zwischen Picasso und Otto Freundlich.  So wird Freundlich 1922 Picasso gegen Kritik an dessen Abkehr vom Kubismus verteidigen („Was wollt Ihr von Picasso?“), und Picasso wird Freundlich auf vielfache Weise –auch materiell- seine Solidarität erweisen.[7]

     

    Das tragische Ende, „un amour trahi“

    1937 wurde in München die Ausstellung „Entartete Kunst“ eröffnet,  eine Propagandashow der nationalsozialistischen „Kultur“-politik, in der vor allem Werke von Vertretern der Klassischen Moderne wie Max Beckmann, Otto Dix, Max Ernst, George Grosz, Paul Klee oder Oskar Kokoschka an den Pranger gestellt wurden.

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    Für das Titelblatt des Ausstellungsführers verwendeten die Ausstellungsmacher das in verzerrter Perspektive wiedergegebene Bild der Plastik Großer Kopf von Otto Freundlich aus dem Jahr 1912. Die Gipsfigur, die an die Steinköpfe der Osterinsel erinnert, wurde 1930 vom Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg aufgekauft,  1937 von den Nazis beschlagnahmt und in München und anderen Städten als eine der „Ausgeburten des Wahnsinns, der Frechheit, des Nichtkönnens und der Entartung“ (Adolf Ziegler, Präsident der Reichskammer der Bildenden Künste) ausgestellt.

    Seitdem sind die Plastik und eine für die Ausstellungstournee  von den Nazis beauftragte Kopie verschollen.

    Otto Freundlich entsprach in geradezu idealer Weise dem nationalsozialistischen Feindbild: Als  Jude, als Pionier der abstrakten Kunst und als politisch engagierter Künstler, der jenseits aller Doktrinen an eine bessere Welt glaubte, zu der die Kunst ihren Beitrag leisten sollte. Ein solcher Beitrag war auch seine in den 1920-er Jahren entwickelte Idee einer die Völker verbindenden „Straße der Skulpturen Paris-Moskau“ (französischer Original-Name: „Une voie de la fraternité et solidarité humaine“). Er begriff sie als einen Weg der Brüderlichkeit und der menschlichen Solidarität, sie sollte ein sichtbares Zeichen für die Abkehr von Krieg und menschlicher Gewalt sowie für das friedliche Zusammenleben von unterschiedlichen Nationen sein. Seit den 1970-er Jahren wird diese Idee Freundlichs wieder aufgegriffen und von einem länderübergriefenden Projekt in Teilstücken umgesetzt. Auch Freundlichs heute polnischer Geburtsort Stolp nimmt daran teil.  Ein wunderbares europäisches Projekt! (8)

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    Otto Freundlich wählte für sein politisches Denken  1919 selbst den Begriff des „kosmischen Kommunismus“.  Damit überschrieben dann auch das Museum Ludwig in Köln und das Kunstmuseum Basel 2017 die große Retrospektive des Werks von Otto Freundlich.[9]

    Mit der nationalsozialistischen Denunziation von 1937 hatte Otto Freundlich endgültig sein Vaterland verloren, wie er in einem Brief an seinen Malerfreund Braque schrieb. Den bat er unter diesen Umständen, ihm dabei behilflich zu sein, die französische Staatsbürgerschaft zu erwerben. Braque unterstützte ihn zwar, aber die französische Staatsbürgerschaft blieb Freundlich verwehrt: Erstes Kapitel einer „amour trahi“, einer verratenen Liebe des Künstles zu Frankreich.[10)

    Das zweite Kapitel folgte nach Kriegsbeginn 1939:  wurde  Freundlich –wie Walter Benjamin und andere antifaschistische Deutsche- als feindlicher Ausländer im Sportstadion Colombe  interniert. Diese Internierung war also nicht  das Werk von Vichy, wie es in der Verlagswerbung für das Buch über „die amour trahi“ Freundlichs zu Frankreich heißt, sondern das des demokratischen Frankreichs der vielgerühmten Dritten Republik! (11)   Danach begann mit einer kurzen Unterbrechung  ein Irrweg durch mehrere Internierungslager (Blois, Francillon-par-Villebarou, Marolles, Fossé, Cepoy). Versuche, nach Amerika zu emigrieren, scheiterten. Im Juni 1940 wurde er entlassen und fand  Unterkunft in einem Hotel im Pyrenäendorf Saint-Paul-de Fenouillet in der „freien“, von Vichy verwalteten Zone Frankreichs. Er stand zwar dort unter polizeilicher Kontrolle, arbeitete aber  den Umständen entsprechend „tant bien que mal“ weiter.  Dort schloss sich ihm  auch Jeanne Kosnick-Kloss/ Hannah Freundlich an, seit 1930 seine Lebensgefährtin. Sie war auch Malerin  und begleitete und bestärkte  ihn auf seinem künstlerischen Weg.  

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    Es ist ein Rätsel, trotzdem will ich fest und friedlich meinem Schicksal entgegensehen, wie ich das immer gemacht habe (Otto Freundlich 1940)  Darunter das Portrait Otto Freundlichs von August Sander (um 1925)

    In seinem Pyrenäen-Exil  rekonstruierte Otto Freundlich –in kleinerem Format- frühere Bilder, die von den Nazis vernichtet worden waren wie 1941 die Komposition mit drei Figuren von 1911

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    Composition de trois figures (1911/1941

    In einem Brief an Picasso vom Mai 1941 bat er seinen Freund um Unterstützung bei der Erhaltung seines Pariser Ateliers „während unserer Abwesenheit“.

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    Picasso, der in dem  von den Deutschen besetzten Paris relativ unbehelligt weiterarbeiten konnte,  bezahlte daraufhin die Miete für das Atelier, um die dort aufbewahrten Werke seines Freundes zu bewahren. Das gelang immerhin.

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    Fotografie des Ateliers von Willy Maywald aus dem Jahr 1948

    Im Dezember 1942 versuchte Otto Freundlich  den laufenden Deportationen von Juden durch Rückzug in das Nachbardorf Saint-Martin-de Fenouillet   zu entkommen, wo ihn eine Bauernfamilie versteckte. Als im Februar 1943 nach einem Anschlag auf deutsche Offiziere eine verstärkte Verhaftungsaktion durch die französische Polizei begann, wurde Otto Freundlich von einem Dorfnachbarn als Jude denunziert  und am 23. Februar 1943 von der französischen Gendarmerie  verhaftet –  letztes Kapitel der amour trahi.   Nach einem Zwischenaufenthalt im Lager Gurs wurde er im März 1943 vom Sammellager Drancy  bei Paris aus als Nr. 33 des Konvois  50  ins Vernichtungslager Majdanek deportiert und ermordet. (12)

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    Otto Freundlichs Name auf der Mauer der Namen im Mémorial de la Shoah: 

    Die Mur des Noms besteht aus insgesamt drei Mauern aus Steinen von Jerusalem, auf denen die Namen von 76 000 Juden, darunter 11 400 Kindern, eingraviert sind, die „im Rahmen des  nationalsozialistischen Plans der Vernichtung der europäischen Juden Juden mit Unterstützung der Regierung von Vichy“ deportiert wurden. Die meisten Menschen,  deren Name auf diesen Mauern verzeichnet ist, wurden zwischen 1942 und 1944 in Auschwitz-Birkenau ermordet, die anderen in Sobibor,  wo Otto Freundich am 9. März 1943 ermordet wurde, in Majdanek und im Rahmen eines Konvois in die baltischen Staaten.  (Aus der Information des Museums Montmartre über das Begleitprogramm zur Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Mémorial de la Shoah)

    Es gibt auch einen Grabstein mit dem Namen Otto Freundlichs. Er befindet sich auf dem Friedhof von Auvers-sur-Oise in unmittelbarer Nachbarschaft des Grabs der Brüder van Gogh. Es ist der Grabstein für Jeanne Kossnick-Kloss. 1958, nachdem endlich die Ehe mit Heinrich Kossnick geschieden worden war, wurde ihre langjährige Beziehung zu Otto Freundlich anerkannt und sie durfte nun auch seinen Namen tragen.    (13)

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    Der künstlerische Nachlass von Otto Freundlich befindet sich heute im Museum von Pontoise bei Paris. Das wird derzeit renoviert – eine gute Gelegenheit, die vom Museum Montmartre genutzt wurde. Da auch Bauarbeiten derzeit in Frankreich unterbrochen sind, kann es gut sein, dass die Renovierungsarbeiten in Pontoise sich verzögern und dass deshalb auch die Ausstellung noch über den 7. September 2020  hinaus zu sehen sein wird….   (siehe Anmerkung oben vom Juli 2020: In der Tat wurde die Ausstellung verlängert, und zwar bis 31. Januar 2021).

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    Aufnahme vom 15.Juli 2020: Für die bis Januar verlängerte Ausstellung wird derzeit intensiv geworben. Der so verfemte und von den Nazis ermordete Otto Freundlich hat es wahrlich verdient, dass seine Bilder jetzt so gewürdigt werden! Eingestellt am 1. 4. 2020

    Nachsatz vom Juli 2021:

    Mit der Würdigung des Werkes von Otto Freundlich hat man sich auch im Deutschland der Nachkriegszeit schwer getan. Das wird in der Ausstellung „Dokumenta. Politik und Kunst“ deutlich, die 2021 im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigt wird. Nach Auffassung der verantwortlichen Kuratorin der Ausstellung, Julia Voss, wurden in der Dokumenta I von 1955 ganz bewusst von den Nazis verfolgte und umgebrachte jüdische Künstler, die zunächst sogar auf Vorauswahllisten gestanden hatten, nicht gezeigt. Dazu gehörte auch Otto Freundlich. Verantwortlicher künstlerischer Leiter bei  der Vorbereitung der Dokumenta I war Werner Haftmann. Der war sehr früh in die NSDAP und die SA eingetreten und wurde nach dem Krieg in Italien als Kriegsverbrecher gesucht. 1954 schrieb Haftmann in seinem Buch „Malerei im 20. Jahrhundert“:  „nicht ein einziger der deutschen modernen Maler war Jude.“  Damit sprach er jüdischen Künstlern jeden künstlerisch-ästhetischen Rang ab. Und es war dann auch nur konsequent, dass Otto Freundlich und andere verfolgte jüdische Maler bei der Dokumenta I nicht berücksichtigt wurden. (14)

    Anmerkungen

    [1] Musée de Montmartre  12, rue Cortot, 18. Arrondissement. Bis 6. September 2020/inzwischen verlängert bis 31.1.2021)

    Das Beitragsbild ist ein in der Ausstellung präsentiertes Glasgemälde Otto Freundlichs

    Einen ausführlichen schönen Beitrag zu der Ausstellung gibt es inzwischen auch auf dem Blog von Hilke Maunders: https://meinfrankreich.com/otto-freundlich/

    [2] Ausstellungskatalog: Composition (1911) et ‚le miracle de l’art‘. S. 23ff

    [3] Der Aufruf ist auch Teil der Ausstellung.

    [4] Siehe: Joachim Heusinger von Waldegg: Otto Freundlich. Ascension. Frankfurt a. M.:  Fischer Verlag, 1987

    [5] Der Auszug aus dem Tagebuch ist in der Ausstellung abgedruckt. (freie) Übersetzung von mir. Wilhelm Uhde,  ein damals in Paris lebender deutscher Kunsthändler, gehörte zu den „Entdeckern“ und frühen Förderern Picassos und –nach Verlagswerbung- auch von Braque, Séraphine und des Zöllners Rousseau.  Siehe Wilhelm Uhde, Von Bismarck zu Picasso. Erinnerungen und Bekenntnisse. Zürich 2010

    [6] https://de.wikipedia.org/wiki/Bateau-Lavoir

    [7] Siehe: Freundlich et Picasso, histoire d’une amitié artistique. In:  Austellungskatalog, S. 29ff

    (8) siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fe_des_Friedens_(Kunstprojekt)      Bild aus: https://www.sr.de/sr/home/der_sr/kommunikation/aktuell/20190809_pm_leo_kornbrust_kuenstler100~_print-1.html

    Es gibt einen Dokumentarfilm von Gabi Heleen Bollinger über das Projekt: Das geht nur langsam (2011):  http://www.leokornbrust.de/sites/kornbrust_dokumentarfilm.php 11

    Zu dem Projekt gehört auch  die deutsch-französische Skulpturenlandschaft, die der saarländische Bildhauer Paul Schneider von 1986 bis 1992 mit 34 Bildhauerinnen und Bildhauern aus 16 Ländern auf den Höhen des Merziger Saargaus gestaltete. https://magazin-forum.de/node/20174#article

    [9] https://info.arte.tv/de/otto-freundlich-der-glaube-eine-besser-welt

    https://www.museum-ludwig.de/de/ausstellungen/rueckblick/2017/otto-freundlich-kosmischer-kommunismus.html

    [10] Ein Abdruck des Briefes ist Teil der Ausstellung.   Der Begriff der „amour trahi“ ist dem Titel folgender Publikation entnommen: Mettay/Maillet, Otto Freundlich et la France, un amour trahi. 2004

    (11)  „L’artiste juif allemand aimait la France, celle de l’effervescence créatrice des annés Montmartre. Mais Vichy l’interne puis le déporte. Amour trahi.“  (https://www.amazon.de/Otto-Freundlich-France-amour-trahi/dp/2908476398)

    (12) Es finden sich in der Literatur unterschiedliche Angaben, in welchem Vernichtungslager Freundlich ermordet wurde: Sobibor und Majdanek.  Ich verwende anders als der Ausstellungskatalog den Namen Majdanek, der sich auch auf den beiden in diesem Beitrag abgebildeten Fotos findet, auf denen der Todesort Freundlichs genannt ist.

    (13) Foto von Elke Wetzig aus Wikimedia: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58189430

    (14) Siehe den Leserbrief von Professor Dr. Hans-Jürgen Hellwig in der FAZ vom 2. Juli 2021 und den ARD-Fernsehbeitrag über die Berliner Ausstellung: https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videos/ttt-20062021-ausstellung-documenta-video-100.html

    Literatur

    Auststellungskatalog: Otto Freundlich 1878-1943. La révélation de l’abstraction. Zweisprachig französisch und englisch. Musée de Montmartre. Éditions Hazan 2020

    Philippe Dagen, Otto Freundlich, aventurier de la couleur. Le Musée Montmartre rend hommage à l’artiste allemand, pionnier de l’abstraction, déporté et assassiné au camp de Sobibor. Le Monde, 10. März 2020

    Klaus Hammer, Otto Freundlichs „Kosmischer Kommunismus“. Das Blättchen vom 19. Juni 2017

    https://retrospektiven.wordpress.com/2017/02/27/otto-freundlich-kosmischer-kommunismus-im-museum-ludwig-koeln/

    Pariser Erinnerungsorte an den Holocaust: Der Friedhof Père Lachaise

    In der nordöstlichen Ecke des Friedhofs Père Lachaise, in der 76. und 97. Division, gibt es eine ganze Reihe von Denkmälern, die an nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager erinnern. Diese Denkmäler sind eindrucksvolle Erinnerungsorte, zumal sie auch mit hohem künstlerischen Anspruch gestaltet sind. ln ihrer Fülle und Vielfalt werden der Schrecken und das Leid ein wenig erfahrbar, an die hier erinnert wird. Und es sind gleichzeitig Orte, die zum Engagement für eine bessere Welt auffordern.

    Die nachfolgenden Bilder sollen nur knapp erläutert werden – sie sprechen, so denke ich, für sich.

    DSC06893 Pere Lachaise Lager (1)

    Die beiden benachbarten Denkmale sind den Opfern der Konzentrationslager Flossenbürg und Mauthausen gewidmet: Die dorthin Deportierten waren zur „Vernchtung durch Arbeit“ bestimmt- Arbeit in den Steinbrüchen. Die aus dem Fels gebrochenen Steine mussten über endlose Treppenstufen nach oben geschleppt werden.

    DSC06893 Pere Lachaise Lager (3)

    DSC06893 Pere Lachaise Lager (8)

    Die 186 Stufen der Treppe des Steinbruchs waren der Leidensweg derer, die sie,  mit schweren Steinen beladen,  unter den Schlägen der SS  hochsteigen mussten.

    DSC06893 Pere Lachaise Lager (2)

    Damit ihr Opfer dazu beiträgt, für immer den Weg in die Unterdrückung zu blockieren und der Menschheit den Weg in eine bessere Zukunft der Freundschaft und des Friedens                                                                 zwischen den Völkern zu öffnen.                                                   Erinnert Euch

    DSC06893 Pere Lachaise Lager (12)

    Unter diesem Stein ruht Asche von 7000 Franzosen, die von den Nazis im Konzentrationslager Neuengamme ermordet wurden. 

    DSC06893 Pere Lachaise Lager (13)

    Mit diesem Stein wird an eine der größten Schiffskatastrophen der Geschichte erinnert, bei der in den letzten Kriegstagen etwa 7000 KZ-Häftlinge vor allem aus dem KZ Neuengamme,  umkamen. Deshalb befindet sich der  Gedenkstein  am Fuß des Denkmals für die Opfer dieses Lagers. Die Nazis wollten Neuengamme vor den anrückenden Briten räumen und verfrachteten die Insassen  auf zwei manövrierunfähig in der Lübecker Bucht liegende Schiffe.  Die wurden damit gewissermaßen zu schwimmenden KZs und zu einem leichten Ziel der Royal Airforce.  Eines der Schiffe war die „Cap Arcona“,  eines der elegantesten Passagierschiffe der Vorkriegszeit. Die britischen Truppen waren zwar vom Schweizer Roten Kreuz informiert, aber diese Information gelangte nicht zu den Bomberpiloten. Die Schiffe mit den KZ-Häftlingen wurden also  für Truppentransporter gehalten und fünf Tage vor Kriegsende versenkt.   Nur wenige Schiffbrüchige, darunter der Komponist des Moorsoldaten-Liedes, Rudi Goguel,  überlebten. [1]

    Auf der anderen Seite des Weges, in der 97. Division, befindet sich dieser Grabstein:

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    Es ist ein Grabstein für zwei Überlebende und gleichzeitig ein Stein zur Erinnerung an Familienmitglieder, die in Auschwitz und Majdanek ermordet wurden und für die es nur „ein Grab in den Lüften“ gibt (Paul Celan, Todesfuge).

    Im Hintergrund sieht man die Erinnerungstafel an die Opfer der Pariser Commune von 1871: Die letzten Kämpfer der Commune wurden an dieser Mauer erschossen.[2]

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    1941 – 1945 Auschwitz-Birkenau    nationalsozialistisches Vernichtungslager

    Als Opfer der antisemitischen Verfolgung der deutschen Besatzer und der Collaborations-Regierung von Vichy

    wurden 76000 Juden, Männer, Frauen und Kinder, aus Frankreich nach Auschwitz deportiert, wo die meisten in Gaskammern umkamen.

    Als Opfer der polizeilichen Repression erlitten 3000 Widerstandskämpfer und Patrioten in Auschwitz Qual und Tod

    Etwas Erde und Asche von Auschwitz ruhen hier zur Erinnerung an ihr Opfer

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    Von 1941 bis 1945 umfasste das Lager Auschwitz III 39 nationalsozialistische Lager, die alle von dem deutschen Chemie-Konzern IG-Farbenindustrie genutzt wurden. 30000 Deportierte, darunter 3500 in Frankreich verhaftete,  Juden vor allem, starben hier an Hunger, Kälte, Erschöpfung, unter Schlägen oder sie wurden von der SS selektiert. Sie wurden in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau vernichtet. Vergessen wir niemals! 

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     1942 Zur Erinnerung an die jüdischen Kinder, die von den Nazis ermordet wurden 1945

    Der du vorbeigehst: Deine Erinnerungs ist ihr einziges Grab

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    Der Begriff „Nacht und Nebel/nuit et brouillard“ bezieht sich auf das Vorgehen der Nazis bei den Deportationen und auf den Film von Alain Resnais‘ (1955), den ersten Dokumentarfilm über das KZ-System.  In Auftrag gegeben wurde der Film von zwei Organisationen früherer französischer Widerstandskämpfer und Deportierter,  getextet von dem KZ-Überlebenden und Dichter Jean Cayrol. Die  Musik schrieb der während der Nazi-Zeit emigrierte Komponist Hanns Eisler. Es gibt auch ein wunderbares Lied von Jean Ferrat zu „Nuit et brouillard“ [3]

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    Replik eines Grabmals aus dem Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsass

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    Dass bei den KZ-Denkmälern auf dem Père Lachaise immer wieder ein Dreieck erscheint, hat seinen Grund darin, dass die Kennzeichnung der Häftlinge mit Hilfe von farbigen Stoffdreiecken erfolgte, die auf die gestreifte Häftlingskleidung genäht waren.

    DSC06893 Pere Lachaise Lager (45)

    Wir haben die Abgründe in uns und bei den anderen ergründet

    Es muss ein außerordentlicher Mensch gewesen sein, der diesen provozierend-nachdenklichen Satz formulieren konnte:  Edmond Michelet war engagierter Christ und  französischer Widerstandskämpfer aus der Corrèze. 1943 wurde er von der Gestapo verhaftet und nach Dachau deportiert, wo er 1945 von amerikanischen Truppen befreit wurde. Nach dem Krieg war er Mitbegründer des Comité International de Dachau und er trat für die europäische Einigung und die deutsch-französische Aussöhnung ein.

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    Père Lachaise Nov 10 011

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    Mahnmal für die Opfer des Konzentrationslagers Sachsenhausen – Oranienburg

    DSC06893 Pere Lachaise Lager (51)

    Wir sind 900 Franzosen

    Inschrift eingraviert im Fort IX von Kaunas von Deportierten des Convois 73

    Der nachfolgend abgebildete Gedenkstein -zwischen den Gedenksteinen für die Konzentrationslager in der 97. Division gelegen- scheint etwas aus dem Rahmen zu fallen. Denn er ist den Opfern des 8. Februar 1962 gewidmet.  An diesem Tag, in der Endphase der von de Gaulle eingeleiteten Verhandlungen über die Unabhängigkeit Algeriens, fand in Paris eine Großdemonstration statt, zu der linke Parteien und Gewerkschaften aufgerufen hatten. Es war eine Reaktion auf die „schwarze Nacht“ vom  17. auf den 18. Oktober 1961, als die Polizei mit äußerster Härte eine Kundgebung von Algeriern für die Unabhängigkeit ihrer Heimat niedergeschlagen hatte. Zahlreiche Demonstranten wurden einfach in die Seine geworfen, um die offiziellen Opferzahlen niedrig zu halten. [4]

    Ici on noie les Algeriens

    Am 24. Oktober 1961 erschien in Le Monde ein Aufruf von Intellektuellen, u.a. Simone de Beauvoir, André Breton, Nathalie Sarraute und Aimé Césaire, in dem es heißt:

    „Mit bewundernswertem Mut und Würde haben algerische Arbeiter gegen die immer unerbittlichere Repression demonstriert, deren Opfer sie sind… Die Polizei reagierte auf die friedliche Demonstration mit ungezügelter Gewalt: Erneut wurden Algerier getötet, weil sie in Freiheit leben wollten. Die Franzosen  würden sich zu Komplizen rassistischer Gewalt machen, deren Schauplatz Paris ist, wenn sie dazu schwiegen…. Wir weigern uns, einen Unterschied zu machen zwischen den vor ihrer Ausweisung im Palais des Congress  eingepferchten Algeriern und den vor ihrer Deportation zusammengetriebenen Juden…“

    DSC06893 Pere Lachaise Lager (19)

    Auch am 8. Februar agierte die Polizei mit äußerster Härte: 9 Gewerkschafter kamen an der „Demo-Meile“ zwischen der Place de la République und der Place de la Nation gelegenen Metro-Station Charonne im 11. Arrondisement ums Leben. Verantwortlicher Polizeichef damals:  Maurice Papon.  Der war  im Zweiten Weltkrieg als Generalsekretär der Präfektur von Bordeaux verantwortlich für die Verhaftung von etwa 1600 Juden, die zwischen 1942 und 1944  zunächst nach Drancy und von dort weiter nach Auschwitz transportiert wurden. Er gehört aber –wie der oberste Polizeichef von Vichy- René Bousquet- zu den sogenannten „vichisto-résistants“ (Jean-Pierre Azema), die sich zunächst in den Dienst der sogenannten Révolution nationale Pétains stellten, dann aber auch Verbindungen zur  Résistance knüpften. So konnte Papon nach 1945 mit ausdrücklicher Billigung von de Gaulle weiter Karriere machen, u.a. als Polizeipräfekt in Algerien, wo er einschlägige Erfahrungen im Umgang mit der algerischen Widerstandsbewegung sammeln konnte, dann als Pariser Polizeichef und zwischen 1978 und 1981 sogar noch in zwei Regierungen als Minister.[5]

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    Das erklärt, warum sich der Gedenkstein für die Opfer des 8. Februar 1962 an dieser Stelle befindet und warum es die „Vaillants et Vaillantes de Drancy“ sind, die hier einen Gedenkstein aufgestellt haben.

    Wenn man mit offenen Augen über den Père Lachaise geht, findet man  auch noch weitere Grabsteine, die an Opfer der nationalsozialistischen Barbarei erinnern. So diesen in der 52. Division, der an den deutschen Antifaschisten Arthur Kühnreich erinnert. Er wurde 1942 in Auschwitz ermordet.

    DSC04066 Pere Lachaise Nazi Opfer 52. Div.

    DSC06893 Pere Lachaise Lager (4)

    Eingestellt am 27.1. 2020, dem 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers  Auschwitz.  Fotos von Frauke und Wolf  Jöckel, aufgenommen auf dem Père Lachaise am 26. 1. 2020

    Anmerkungen:

    [1] Imke Andersen,  Britta Probol, Der Untergang der „Cap Arcona“ . Schleswig-Holstein Magazin, 04.05.2019 https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Tragoedie-am-Kriegsende-Der-Untergang-der-Cap-Arcona,caparcona100.html

    Das Moorsoldatenlied wurde zum ersten Mal 1933 von Gefangenen das Lagers Börgermoor gesungen. Eine Version mit Hannes Wader: https://www.youtube.com/watch?v=wH9I2Lyf6dY

    [2] Siehe dazu den Blog-Bericht: https://paris-blog.org/2016/08/13/der-buergerkrieg-in-frankreich-1871-ein-rundgang-auf-dem-friedhof-pere-lachaise-in-paris-auf-den-spuren-der-commune/

    [3] https://www.youtube.com/watch?v=M19PP181rfc

    .[4] Bild aus: Yves  Faucoup, 17 octobre 1961, le massacre ignoré.  https://blogs.mediapart.fr/yves-faucoup/blog/171015/17-octobre-1961-le-massacre-ignore

    [5]  Papons Karriere endete am 6. Mai 1981, als die satirische Wochenzeitschrift Canard enchaîné seine Rolle bei der Deportation von Juden bekannt machte. 1983 wurde Anklage erhoben und nach dem längsten Prozess der französischen Justizgeschichte wurde Papon 1998 wegen seiner Beteiligung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 10 Jahren Haft verurteilt- von denen er allerdings nur knapp 3 Jahre absitzen musste.

    Weitere Blogbeiträge mit Bezug zum Père Lachaise:

    Der Hartmannswillerkopf, das französische Nationaldenkmal und das deutsch-französische Historial zum Ersten Weltkrieg

    Rund um den 956 Meter hohen, im südlichen Elsass gelegenen Hartmannswillerkopf starben im Ersten Weltkrieg etwa 30 000 deutsche und französische Soldaten.[1] Er wurde deshalb auch der „Menschenfresserberg“ genannt.  Im Vergleich mit den großen Schlachtfeldern der Westfront um Verdun, in der Champagne und an der Somme mögen diese Opferzahlen zwar  gering erscheinen und der Hartmannswillerkopf war ja auch nur ein sogenannter Nebenkriegsschauplatz.  Aber die Kämpfe um diesen Berg waren aufgrund seiner symbolischen und zum Teil auch strategischen Bedeutung, der extrem schwierigen topographischen Gegebenheiten und dem  ganz außergewöhnlichen Einsatz beider Seiten besonders intensiv und spektakulär. Zwischen Dezember 1914 und Januar 1916 gab es eine Welle von Angriffen und Gegenangriffen. Acht Mal wechselte der Gipfel den Besitzer. Auch die Bombardierungen durch die französische und die deutsche Artillerie  waren  heftig: An einem einzigen Tag, dem 21. Dezember 1915, wurden beispielsweise von der französischen Artillerie 250 000 Granaten abgefeuert. So wurde der  umliegende Wald nach und nach in eine Mondlandschaft verwandelt. Keine Seite war aber bereit, dem Gegner den Berg zu überlassen.  General Joffre, bekannt als Vertreter eine bedingungslosen  Offensive „coute que coute“, gab  die Losung aus: „Der Hartmann muss zurückerobert werden“, während der deutsche General Gaede verkündete: „Ich halte Wache über den Rhein“.[2]

    Über 100 Jahre nach den Kämpfen ist ein Besuch des ehemaligen Schlachtfeldes äußerst eindrucksvoll. Immerhin sind dort noch etwa die Hälfte der ursprünglich 6000 Unterstände und 90 Kilometer Schützengräben erhalten, die man zum Teil auf einem ausgeschilderten Geschichtsparcours besichtigen kann. Weiterhin gibt es das  französische Nationaldenkmal aus dem Jahr 1932, den französischen Soldatenfriedhof und schließlich das neue deutsch-französische „Historial“, das 2017 von den Präsidenten Macron und Steinmeier eingeweiht wurde. Insofern  ist der Hartmannswillerkopf nicht nur „ein weltweit einzigartiger Zeuge eines Schlachtfelds aus dem Ersten Weltkrieg im Mittelgebirge“[3], sondern auch ein eindrucksvolles Zeugnis der deutsch-französischen Beziehungen von der „Erbfeindschaft“ zur Freundschaft.

    In einem Faltblatt der Gedenkstätte heißt es dazu (in der deutschen Version):

    „Die 2008 begonnene und 2012 abgeschlossene Restaurierung des nationalen Denkmals am Hartmannsweilerkopf, die Umsetzung bis 2014 eines inszenierten Parcours durch das einstige Schlachtfeld sowie die Konstruktion bis 2015 eines französisch-deutschen Museums verfolgen ein und dasselbe Ziel: Das Fortbestehen der Erinnerungspflicht gegenüber den Soldaten beider Länder, die ihr Leben im Ersten Weltkrieg geopfert und so das Fundament und ein bedeutendes Symbol für die französisch-deutsche Versöhnung gelegt haben- eine französisch-deutsche Freundschaft, die heute Realität ist.“

    Diese Formulierung ist ehrenwert, für mich aber ein Versuch der „Sinngebung des Sinnlosen“. Ich weiß nicht, ob die vielen Toten des Hartmannswillerkopfs tatsächlich alle „ihr Leben geopfert“ haben, was ja impliziert, dass es sich um einen bewussten, freiwilligen Akt für ein höheres Gut handelte- so wie es der nachher vorgestellte heroische  Altar des Nationaldenkmals nahe legt.  Und dass die hier getöteten Soldaten  „ein bedeutendes Symbol für die französisch-deutsche Verständigung gelegt haben“ ist, wie ich finde, nicht  nur grammatisch schief. Das grauenhafte gegenseitige Gemetzel am „Menschenfesserberg“ war sinnlos,  und die beteiligten Soldaten hatten sicherlich alles andere im Kopf als „die französisch-deutsche Versöhnung“. Richtig ist allerdings, und das macht die Gedenkstätte am Hartmannswillerkopf so bedeutsam, dass die grauenhaften Kriege des 20. Jahrhunderts eine wesentliche Grundlage nicht nur für die deutsch-französische Aussöhnung, sondern auch für den europäischen Einigungsprozess waren. Für die Generationen, die den Krieg und die unmittelbare Nachkriegszeit noch erlebt  haben, war das „nie wieder“ eine entscheidende Motivation. Für die nachfolgenden Generationen ist das anders. Das gibt einer Gedenkstätte wie dem Hartmannswillerkopf eine besondere Bedeutung und einen pädagogischen Auftrag.

    1. Das französische Nationaldenkmal  und der französische Soldatenfriedhof

     DSC04745 Hartmannsweilerkopf (3)

    Das „Monument national du Hartmannswillerkopf“ ist – neben Douaumont/Verdun, Dormans an der Marne und Notre-Dame-de-Lorette in Flandern eines der vier nationalen französischen Denkmäler, die an den Ersten Weltkrieg erinnern.  Es besteht aus drei Teilen: Einer Krypta, darüber einem weiten Platz mit einem republikanischen Altar und dahinter einem  Friedhof für etwa 12000 am Hartmannswillerkopf gefallene französische Soldaten.

    Von der Straße, der route des crêtes,  aus führt ein Weg zu dem Nationaldenkmal, der an einen Schützengraben erinnern soll.

    Den Eingang zur Krypta flankieren zwei von Antoine Bourdelle gestaltete „geflügelte Siegesgöttinnen“.[4]

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    Über dem Eingang wurde die nationale Inschrift „Ici reposent des soldats morts pour la France“ mittlerweile durch die neutrale Gravur „1914 Hartmannswillerkopf 1918“ ersetzt. Diese Namensgebung ist bemerkenswert: Der französische Name für den Ort ist „Vieil Armand“, der deutsche „Hartmannsweilerkopf“. „Hartmannswillerkopf“ ist der elsässische Name,  dessen Auswahl  dem neuen Geist dieses Erinnerungsortes entspricht.

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    Im Eingangsbereich zur Krypta werden an den Wänden die verschiedenen französischen Einheiten genannt, die an den Kämpfen um den Hartmannswillerkopf teilgenommen haben. Hier sind es unter anderem eine Skifahrerkompanie und Versorgungseinheiten mit Maultieren, die bei der Heranführung von Nachschub für die auf dem Berg stationierten Truppen eine wichtige Rolle spielten. Heute sind darunter auch Tafeln mit den Namen der deutschen Einheiten aufgestellt.

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    In der Mitte der Krypta befindet sich ein riesiger Grabdeckel mit einer ewigen Flamme und der Aufschrift Patrie/Vaterland. Darunter ruhen mehrere tausend unbekannte Soldaten.  

    DSC04745 Hartmannsweilerkopf (68)

    Darum sind drei Altäre gruppiert, der mittlere für Katholiken, der auf der linken Seite für Protestanten und der rechte für Juden. Als im zweiten Weltkrieg deutsche Soldaten die Anlage sprengen wollten –die dafür notwendigen Löcher für die Sprengsätze waren schon gebohrt- wurden sie darauf hingewiesen, dass unter den hier bestattetem Überresten unbekannter Soldaten es sicherlich auch deutsche Soldaten gäbe. Dem verdankt das Nationaldenkmal seine Erhaltung.

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    Über der Krypta befindet sich ein riesiger republikanischer Altar mit den Wappen großer französischer Städte- ein repräsentativer Ort für heroische Gedenkfeiern im Angesicht der Nekropole am Berghang und dem umkämpften Berggipfel.[5]

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    Auf dem zwischen 1921 und 1926 geschaffenen Friedhof sind etwa 12 000 französische Soldaten bestattet- zum Teil, wenn sie nicht mehr identifizierbar waren,  in  Gemeinschaftsgräbern, sonst in  mit Kreuzen bezeichneten Einzelgräbern mit Angabe des Namens, der Einheit und des Todesdatums des Gefallenen. Manchmal  fehlen auch die Angabe von Einheit und Todesdatum, wenn die nicht mehr festzustellen waren.

    DSC04745 Hartmannsweilerkopf (10)

    Immer allerdings sind die Kreuze mit der  Aufschrift „Mort pour la France“ versehen.

    Die deutschen Opfer des „Todesberges“ hatten natürlich nicht die Ehre, in dieser nationalen Nekropole bestattet zu werden. Die gefallenen „Boches“, deren Überreste nicht in ihre Heimat zurückgebracht wurden,  bestatteten die Franzosen am Rand/außerhalb des in der Nähe gelegenen Ortes Cernay. Insgesamt ruhen dort 7085 deutsche Gefallene des Ersten Weltkriegs.[6] Der Platz für den Friedhof –früher wohl auf freiem Feld, heute in einem hässlichen Industriegebiet- deutet wohl darauf hin, wie tief die Wunden waren, die der Krieg gerissen hatte und wie lebendig die „Erbfeindschaft“ zwischen Deutschland und Frankreich damals noch war.

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    Heute wird der schlichte und würdige Friedhof, wie alle anderen deutschen Gefallenenfriedhöfe, vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge verwaltet.

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    Eine Besonderheit stellen, das sei hier  am Rande erwähnt, die im Weltkrieg gefallenen elsässischen Soldaten dar. Denn die kämpften ja -mit wenigen Ausnahmen-  nicht „pour la France“, sondern für das Deutsche Reich, zu dem Elsass-Lothringen damals seit über 40 Jahren gehörte und in dem sie aufgewachsen waren. Allerdings wurden die Elässer eher nicht an der Westfront eingesetzt, sondern vornehmlich bei den Kämpfen an der Ost- oder Südostfront. Die Gefallenen ehrte man –wie auch sonst in Frankreich üblich- nach dem Krieg mit einem Gefallenendenkmal in der Mitte ihrer Heimatorte. Allerdings war da die sonst übliche Bezeichnung „mort pour la France“ nicht möglich. Also wählte man, wie hier auf dem Denkmal in Uffholtz am Fuß des Berges,  neutrale Bezeichnungen wie „Kriegsopfer“[7]

    9390bd Kriegerdenkmal Uffholtz

    Bemerkenswert ist hier übrigens auch das Verhältnis von Opfern des Ersten und des Zweiten Weltkrieges. Auf den üblichen französischen Denkmälern ist das Verhältnis ja eindeutig: Da sind viele Opfer des Ersten Weltkrieges verzeichnet, der in Frankreich deshalb auch als „la grande guerre“ bezeichnet wird, und relativ wenige Opfer des Zweiten Weltkrieges. In Uffholtz ist es anders: Unter den hier aufgeführten Kriegsopfern werden zwar vielleicht auch einige Elsässer sein, die 1940 für Frankreich kämpften und starben, die meisten aber werden zu denen gehören, die in die deutsche Wehrmacht einzogen wurden und sich damit -oft gegen ihren Willen (malgré nous)-  am nationalsozialistischen Eroberungs- und Vernichtungskrieg beteiligen mussten – Kriegsopfer also in ganz besonderem Maße.

     

    1. Das deutsch-französische Historial

    Bei diesem Geschichtsmuseum handelt es sich um die erste gemeinsame deutsch-französische Einrichtung dieser Art- gemeinsam finanziert,  von einem deutsch-französischen Team ausgewiesener Wissenschaftler (Gerd Krumeich, Nicolas Offenstadt) gemeinsam konzipiert und von den Präsidenten Macron und Steinmeier am 10. November 2017 gemeinsam eingeweiht.

    DSC04745 Hartmannsweilerkopf (56)

    In der Mite des Gebäudes befindet sich ein Raum, in dem eine multimediale Show über „Leben und Sterben auf dem Hartmannswillerkopf“ präsentiert wird.

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    Das ist sehr anschaulich und intensiv, zumal hier deutsche und französische Soldaten zu Wort kommen, die über das berichten, was sie am Hartmannswillerkopf erlebt haben.

    Um diesen Raum herum ist eine Art Schützengraben geführt, in dem zum Beispiel einige Waffen ausgestellt und Ergebnisse der Kriegsarchäologie präsentiert werden.

    DSC04745 Hartmannsweilerkopf (23)

    Und es gibt Vitrinen mit weiteren Ausstellungstücken wie französischen und deutschen Uniformen….

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    …. Karten zum Frontverlauf, die deutlich machen, wie nah deutsche und französische Einheiten beieinander lagen….

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    … und es gibt  zum Beispiel dieses beeindruckende Foto aus einem deutschen Unterstand…  „Hier ruht ein französischer Krieger“ – da war die Verbundenheit der Schicksalsgenossen auf beiden Seiten der Frontlinien stärker als die sogenannte Erbfeindschaft…

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    Alles ist überschaubar,  anschaulich,  klar strukturiert, von der Menge her nicht erdrückend und mit knappen Erläuterungen versehen. Und –im Gegensatz zu manchen anderen Präsentationen zum Ersten oder Zweiten Weltkrieg wie vor allem an den Landungsstränden der Normandie: Hier wird nicht durch die Präsentation blankgeputzter und imposanter Waffen einer Faszination für das Militär Vorschub geleistet.  Im deutsch-französischen Historial wird der pädagogische Auftrag  Ernst genommen und offensichtlich auch angenommen.

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    Das Prunkstück des Historials ist zweifellos der 20 m² große Wandteppich Pietà for the Word War I  an der rückseitigen Wand der Ausstellungshalle.[8]

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    Entworfen wurde er von Thomas Bayrle, lange Jahre Lehrer an der  Frankfurter Städelschule und ausgebildeter Weber,  und hergestellt in der Cité internationale de la tapisserie Aubusson, einem „Ableger“ der Manufacture des Gobelins in Paris, also eine deutsch- französisches Gemeinschaftsarbeit.

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    Es ist die meistreproduzierte Pietà der Welt, die Bayrle zitiert: Michelangelos marmorne Skulptur aus dem Petersdom in Rom.  Hier aber bestehen Maria und Christus aus Hunderten von Totenschädeln, die auch den Teppichfond bilden: ein wunderbares Alterswerk Bayrles, der auch hier das für ihn  typische  ästhetische Element des Seriellen verwendet. Und wie passend ist das: Die  gereihten Schädel erwecken den Eindruck von Massenproduktion und erinnern so  an die Serialität des Todes in der Maschinerie moderner Vernichtungsschlachten. Aber  jeder dieser Totenschädel ist doch auch wieder ganz individuell gestaltet und keiner ist wie der andere.

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    Jeder einzelne der vielen Menschen, die hier starben, war ein Individuum mit seiner eigenen Identität, seiner eigenen Geschichte, seinen eigenen Hoffnungen und Träumen. Und alle zusammen bilden ein grandioses deutsch-französisches Leichentuch, das aber –wie  Heines  Leichentuch der schlesischen Weber-  auch die Hoffnung auf eine neue bessere Zukunft symbolisiert.

    3. Der Gescbichtsparcours durch das Scblachtfeld

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    Unbedingt empfehlenswert ist der am Parkplatz vor dem Historial beginnende Rundweg über das ehemalige Schlachtfeld. Er ist insgesamt 4,5 Kilometer lang, kann aber auch verkürzt werden. Man sollte mindestens zwei Stunden für den verkürzten Weg, für den ganzen Rundweg 3 – 5 Stunden einkalkulieren, je nachdem, wie viel Zeit man sich für die Lektüre der zahlreichen Informationstafeln oder auch eine Rast am Gipfelkreuz oder auf dem Aussichtsfelsen am nördlichen Wendepunkt des Rundwegs nimmt.[9] Der Weg ist gut beschildert. Es geht zwar auf und ab, aber besondere Schwierigkeiten gibt es nicht.

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    Über weite Strecken verläuft der Weg durch ehemalige Schützengräben und Verbindungswege, von denen es  90 Kilometer gibt! Und von den ursprünglich 6000 Stellungen, Bunkern und Schutzräumen für Mannschaften und Munition sind noch die Hälfte erhalten.

    Dass so viele militärische Anlagen noch existieren, hat seinen Grund darin, dass die  Zone des Hartmannswillerkopfs aus Sicherheitsgründen lange Zeit gesperrt war.

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    Im Allgemeinen ist der Zutritt zu den Stellungen aber versperrt, in jedem Fall ist er verboten- auch wegen der vielen Fledermäuse, die dort inzwischen zu Hause sind.

    Überall auf dem Weg stößt man auf ehemalige militärische Anlagen…

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    Stacheldrahtverhaue, inzwischen versteinerte Sperren aus Betonsäcken, die an der vordersten Frontlinie verwendet wurden, um dahinter, von feindlichem Beschuss geschützt, massivere Befestigungen zu errichten…

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    … Reste von Waffen wie hier einem deutschen Minenwerfer….

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    … oder einen gepanzerten französischen Beobachtungsposten auf dem Gipfel. Es handelt sich um den Typ „taupinière/Mauwurfshügel“ in Form einer Halbkugel mit drehbarem Visier. Nach dem Krieg wurden die meisten verschrottet oder in der Maginot-Linie wiederverwertet.

    Manche der Bauwerke aus der Zeit des Krieges sind besonders auffällig.

    Zum Beispiel die Reste einer Seilbahn, mit der die Versorgung der deutschen Truppen an Material, Waffen, Munition und Verpflegung –incl. Wasser!-  erleichtert werden sollte. Auch Soldaten wurden mit diesen Seilbahnen nach oben oder unten verfrachtet.

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    Auffällig auch  diese von Mineuren/Bergleuten mit einigem Stolz erbaute Stellung.

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    Es ist der sogenannte Gewerkschaftsstollen, der den Zugang zu zahlreichen in den Berg gehauenen Unterständen erlaubte.

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    Ab 2016 verwandelten vor allem aus den Kohlegruben des Ruhrgebiets rekrutierte Mineure den Berg in einen „Ameisenbau“. Dadurch konnten Truppen durch den Berg von West nach Ost und umgekehrt verlegt werden. Vor einem geplanten Angriff waren sie während der Artillerievorbereitung geschützt, und die Verteidiger des Gipfelplateaus konnten selbst einen stundenlangen großkalibrigen Artilleriebeschuss überstehen.

    Es gibt auch Bauten, die an das Alltagsleben der Soldaten erinnern, wie eine befestigte Küche mit Kantine oder diese Latrinen.

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    Vieles ist  inzwischen  von der Natur überwuchert.

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    Jetzt ist sie es, die die Mondlandschaft der Kriegszeit zurückerobert hat.

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    Das macht den Rundgang durch diese Mittelgebirgslandschaft zusätzlich lohnend. Dazu kommen wunderbare Ausblicke in die Vogesentäler im Westen und in die Rheinebene im Osten bis hin zum –hier wolkenverhangenen-  Schwarzwald. Die sind besonders eindrucksvoll von dem Aussichtsfelsen im Norden des Rundwegs.

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    Dieser Felsen war strategisch wichtig und dementsprechend besonders umkämpft.

    Bergarbeiter aus dem Ruhrgebiet unterhöhlten den Tunnel, wobei auch Stellungen für Maschinengewehre und Minenwerfer geschaffen wurden. Der Durchgang ist heute noch passierbar.

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    An der Nordseite des Felsens  erinnert  ein imposantes bronzenes Denkmal an das 152. französische Infanterieregiment, das in den Kämpfen um den Hartmannswillerkopf besonders viele Opfer zu beklagen hatte. Das Denkmal wurde 1921 eingeweiht, 1940 bei der Einnahme des Elsass durch die Wehrmacht gesprengt,   nach dem Krieg rekonstruiert und 1954 in Anwesenheit einer Abordnung deutscher und französischer Veteranen erneut eingeweiht.

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    Schön sind auch die Ausblicke vom Gipfel des Hartmannswillerkopfs, da wo der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Markstein steht.

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    Es ist einer von 118 Marksteinen, die in den 1920- er Jahren von dem Bildhauer Moreau-Vauthier gesetzt wurden, um den Verlauf der französisch-deutschen Frontlinie vom Juli 1918 zu markieren.

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    Und auf dem Rückweg zum Parkplatz hat man einen freien Blick auf das Nationaldenkmal und das Gräberfeld.

    Zum Schluss:

    Am 11. November 1918 war der Krieg endlich zu Ende, auch am „Mernschenfresserberg“.

    Der deutsche Hauptmann Gustav Goes berichtet:

    „Freund und Feind stehen auf den Deckungen, winken einander zu, bewirten sich, doch vielen, vielen blutet das Herz. (. ..) Abend wird es. Noch einmal steigt das Feuerwerk der Raketen hoch, in allen Farben schimmern die Höhen, zittert die Ebene. In der Dunkelheit versinken sie. Wie ein Stern schwebt noch eine einsame Leuchtkugel über das zerschossene Haupt des Hartmannsweiler Kopfes, dann zerstiebt auch sie.“

    Der französische Leutnant Jean Marot:

    „Waffenstillstand. Sofort stiegen die Fritz aus ihren Schützengräben und kamen um Tabak und Zigarren gegen Brotlaibe und Dosen mit Rindfleisch einzutauschen. Beobachtungsoffiziere auf dem Molkenrain bemerkten die Vorgänge und schleuderten strenge Befehle gegen die Verbrüderungen. Es half nichts.“

    Weitere Blog-Beiträge mit Bezug zum Ersten Weltkrieg:

     

    Anmerkungen

    [1] Die Angaben zu den Opferzahlen am Hartmannswillerkopf sind  sehr unterschiedlich: Die Zahl 30000 wird zum Beispiel von Wikipedia genannt (https://de.wikipedia.org/wiki/Hartmannswillerkopf). Es ist aber auch  von „schätzungsweise 25000 Mann auf beiden Seiten“ die Rede (https://de.france.fr/de/elsass-lothringen/artikel/der-hartmannswillerkopf), von „rund 10000 Soldaten“, womit aber wohl nur die deutschen Gefallenen gemeint sind (https://www.volksbund.de/kriegsgraeberstaette/cernay.html), in der vom Comité du Monument National du Hartmannswillerkopf herausgegebenen Broschüre Hartmannswillerkopf 1914-1918 (2014) ist sogar von 60 000 französischen und deutschen Soldaten die Rede, die am Hartmannswillerkopf getötet wurden. (Vorwort)

    [2]https://de.france.fr/de/elsass-lothringen/artikel/der-hartmannswillerkopf Zu Joffre siehe auch den Blog-Beitrag über die Mauer für den Frieden auf dem Marsfeld, wo sich auch eine Reiterstatue Joffres befindet: https://wordpress.com/post/paris-blog.org/2035

    [3] Hartmannswillerkopf 1914-1918 a.a.O., Vorwort

    [4]  Hartmannswillerkopf 1914-1918  Aus dem Vorwort von General Cochin,

    [5] Manchmal kann man auch lesen, es handele sich hier um einen „riesigen Sarkophag“, was aber nicht zutrifft. https://www.zdf.de/nachrichten/heute/deutsch-franzoesisches-museum-berg-des-todes-100.html 

    Das passende heroisierende Foto von Sébastien Muré stammt aus der Broschüre Hartmannswillerkopf 1914-1918

    [6] https://www.volksbund.de/kriegsgraeberstaette/cernay.html Der Friedhof befindet sich am südlichen Stadtrand in der rue de la Ferme.

    [7] Bild aus der sehr sehenswerten Bilderserie zu den Kämpfen um den Hartmannswillerkopf: https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/der-1-weltkrieg/der-hartmannsweilerkopf-ein-menschenfresser-im-1-weltkrieg

    380 000 Elsässer kämpften in der kaiserlichen deutschen Armee, während sich zwischen 17 und 25 000 den französischen Truppen anschlossen. (s. Broschüre Hartmannswillerkopf 1914-1918 im Kapitel über den Aussichtsfelsen.

    [8] Siehe dazu Stefan Trinks, Der Tod, der Webstuhl und die Geliebte. Thomas Bayrles Kriegsgräberteppich aus Totenschädelfalten für Frankreich. In: FAZ vom 10.11. 2017. Auf diesen Beitrag stütze ich mich teilweise im Folgenden.

    [9] Soweit es im nachfolgenden Text nähere Erläuterungen zu den Bildern gibt, sind sie den Informationstafeln entnommen bzw. der Broschüre Hartmannswillerkopf 1914-1918, in der Text und Bilder aller Informationstafeln wiedergegeben sind. Dieser Broschüre sind auch die abschließenden Zitate zum Waffenstillstand vom 11. November 1918 entnommen.

    Weitere geplante Beiträge:

    • „Les enfants de Paris“: Pariser Erinnerungstafeln/plaques commémoratives zur Zeit 1939-1945
    • Die Petite Ceinture, die ehemalige Ringbahn um Paris (1): Kinder und Kohl statt Kohle und Kanonen 
    • Die Petite Ceinture (2): Die „Rückeroberung“ der ehemaligen Ringbahntrasse
    • Aux Belles Poules. Ein ehemaliges Bordell im Quartier Saint Denis
    • Von Montreuil nach Sansscouci: Die murs de pêches von Montreuil und die Lepère’schen Mauern im königlichen Weinberg von Sanssouci

    Schloss und Park von Chantilly- eine Alternative zu Versailles

    Natürlich reichen Schloss und Park von Chantilly bei weitem nicht an Versailles heran. Es gibt dort weder einen Spiegelsaal noch die grandiosen Wasserspiele im Park. Aber immerhin: Auch der Park von Chantilly mit seinem großen Kanal wurde, und zwar noch vor dem von Versailles,  vom großen Le Nôtre entworfen und Chantilly war sogar von den vielen Parks, die er entwarf, ihm der liebste. Das kleine Dörfchen im Park diente sogar als Vorbild für den hameau Marie Antoinettes in Versailles. Wenn man also den Besucherschlangen und dem Gedränge von Versailles entgehen und in Ruhe ein prächtiges französisches Schloss mit seinem Park und seinen Kunstschätzen bewundern will, dann ist man in Chantilly richtig. Auch wenn der Ort weiter von Paris entfernt ist als Versailles: Die Fahrtzeiten sind ganz ähnlich, und vom Bahnhof aus gibt es einen  schönen Fußweg direkt zum Schloss.

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    Außerdem hat Chantilly auch einiges zu bieten, was Versailles nicht hat: beispielsweise die riesigen Reitställe (Ecuries), an denen man auf dem Weg vom Bahnhof zum Schloss vorbeikommt und die ich zunächst –wegen ihrer Größe und Pracht-  für das eigentliche Schloss gehalten habe.

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    Oder das Musée Condé, eine außerordentliche Sammlung klassischer Kunst, die die Schlossherren, zunächst der „Große Condé“ im 18. und danach der Duc d’Aumale im 19. Jahrhundert,  zusammengetragen haben: Es ist die zweitgrößte Sammlung klassischer Malerei in Frankreich nach dem Louvre, das allerdings mit den drei Raphaels von Chantilly nicht konkurrieren kann.

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    Zu den drei Raphaels des Musée Condé gehören neben zwei Gemälden der Madonna mit Kind auch die drei Grazien, ein Motiv, das auf Lucas Cranach zurückgeht. Und immerhin hat das Louvre kürzlich dieses Cranach-Bild mit Hilfe einer groß angelegten Spendenkampagne erworben. Wir konnten es allerdings immer noch nicht sehen, weil dieser Teil des Louvres oft wegen der Personaleinsparungen geschlossen ist…  Es gibt auch eine Reihe schöner Portraits im Musée Condé, unter anderem von der Reine Margot, der ersten Frau Henri Quatres.

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    Das ist insofern etwas delikat, weil ja die letzte Liebe des Königs, die blutjunge Charlotte de Montmorency, ausgerechnet in Chantilly zu Hause war- und von der gibt es natürlich auch ein Portrait.

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    Die Ausstellungstücke sind zwar –unverändert seit dem 19. Jahrhundert- etwas chaotisch und überbordend angeordnet, aber das hat auch seinen Reiz und strahlt Authentizität aus.

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    Das Schloss selbst ist zwar viel bescheidener als das von Versailles und stammt –aufgrund der Zerstörungen während der Französischen Revolution- in wesentlichen Teilen erst aus dem 19. Jahrhundert. Aber die alte Schlosskapelle, die Bibliothek, die das allerdings nur in Faksimile ausgestellte wunderbare Stundenbuch des Duc du Berry zu ihren Schätzen zählt,  und die Galerie der Psyche mit einer Serie von 42 exquisiten Glasfenstern aus der Renaissance lohnen alleine schon einen Besuch.

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    Der Park mit seinem großen Kanal und dem „Philosophenweg“, auf dem zur Blütezeit Chantillys La Fontaine, La Bruyère, Mme de Sévigné, Molière und viele andere wandelten, lädt zu einem Spaziergang ein. Den spektakulären, von einer unterirdischen Quelle gespeisten Wasserfall gibt es allerdings nicht mehr.Der ist, wie so vieles in Schloss und Park Chantilly, den Zerstörungen während der Französischen Revolution zum Opfer gefallen.

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    Dafür aber die echte Crème Chantilly, die im hameau serviert wird, einem idealisierten Bauerndörfchen, das  zum ersten Mal in einem französischen Schlosspark  aufgebaut wurde.  Dort konnte sich die adlige Gesellschaft ungezwungen verlustieren. Heute gibt es dort ein kleines Café und bei schönem Wetter kann man auch draußen sitzen.

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    Die Crème Chantilly soll  von Francois Vatel erfunden worden sein: Geschlagene Sahne, die mit Puderzucker gesüßt und mit Vanille aromatisiert wird.  Ursprünglich hieß der Erfinder mal als biederer Schweizer Fritz-Karl Watel. In Frankreich hat er dann aber eine steile Karriere als Prominenten-Koch und Maître de Plaisir gemacht (was bei Wikipedia sehr schön mit: Event-Manager übersetzt wird):  zunächst bei Nicolas Fouquet, dem reichsten Mann Frankreichs, in Vaux-le-Vicomte (was ein anderes grandioses Schloss bei Paris und  eine andere schöne Geschichte ist- das vielleicht in einem späteren Bericht), dann beim großen Condé in Chantilly. Mit Vatel nahm es allerdings ein trauriges Ende: Am 23. April 1671 erschien Ludwig XIV. mit einem großen 3000 Mann und Frau-starken Gefolge in Chantilly. Es sollte feierlich die Versöhnung mit dem Großen Condé besiegelt werden, der an der Adelsfronde gegen den jungen Ludwig teilgenommen hatte. Außerdem hoffte der hoch verschuldete Condé auf ein einträgliches Militär-Kommando. Nach einer gemeinsamen Jagd gab es ein festliches Souper mit Feuerwerk. Und das war auch schon der Beginn des Dramas, über das wir durch einen Brief von Madame de Sévigné an ihre Tochter anschaulich informiert werden (26. April 1671): Das Feuerwerk funktionierte wegen schlechten Wetters nicht recht, und beim Abendessen fehlte an zwei Tischen der Braten, weil das Gefolge des Sonnenkönigs größer war als erwartet. Vatel sah sich in seiner Ehre beschädigt, auch wenn ihn sein Herr wiederholt beruhigte und tröstete. Am nächsten Tag sollte dann wenigstens alles perfekt sein. Da es Karfreitag war, stand auf dem Speiseplan –vor der Créme Chantilly – Fisch. Doch welche Tragik: Als Vatel am frühen Vormittag die Vorräte inspizierte, stellte er fest, dass die bestellten Fisch-Lieferungen nicht eingetroffen waren! Das war zu viel! Vatel  stürzte sich voller Scham in seinen Degen  und machte so seinem Leben ein Ende. Kurze Zeit später trafen aus allen Häfen Frankreichs die Fische in riesigen Mengen ein! Madame de Sévigné soll jedenfalls in einem Gespräch Vatel als ein Vorbild für Verantwortungsbewusstsein gerühmt haben.

    Es erscheint selbstverständlich, dass das Schlossrestaurant den Namen Vatels trägt. Und vielleicht sind auch die vielen Karpfen, die  sich in den Schlossgewässern tummeln, eine Hommage an Vatel: Mit ihnen könnte man jedenfalls sicherlich ohne Mühe ein 3000-köpfiges Gefolge verköstigen.

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    Es gibt im Schlosspark von Chantilly –hinter dem hameau- übrigens auch ein Labyrinth- ein grünes, aus Hainbuchen-Hecken. Kunstvoll angelegt, ohne jeden metaphysischen Anspruch, aber eines, in dem man sich wirklich verirren kann!

    Die Menagerie, die nach dem Vorbild von Versailles eingerichtet wurde, gibt es allerdings nicht mehr.

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    http://www.noblesseetroyautes.com/exposition-la-menagerie-de-chantilly/

    Und es gibt auch einen Film über Vatel, der sogar 2000 als Eröffnungsveranstaltung der Filmfestspiele von Cannes gezeigt wurde. Die Hauptrolle spielt natürlich….. Gerard Dépardieux, was auch –wenn ich mir die respektlose Bemerkung gestatten darf- plausibel macht, dass es –wie Madame Sévigné berichtet- dreier Versuche bedurfte, bis sich Vatel „erfolgreich“ den Degen in die Brust gerammt hatte. Vorher darf  Dépardieu aber seinen Finger in alle Töpfe stecken, und eine schöne Frau (Uma Thurman) für ihn gibt es natürlich auch … Von 3sat, das den Film am 23.12.10 ausstrahlte, wurde der Film als „opulentes Historiendrama“ angekündigt. Selten habe ein Film „das Übermaß an Prunk und Pracht im Umfeld Ludwigs XIV. so sinnlich ansprechend in Szene gesetzt“. Jedenfalls der passende Film zum Schloss!

    Praktische Information: Fahrt mit dem TER Picardi vom Gare du Nord Richtung Creil bis Chantilly-Gouvieux

    25 Minuten Fahrzeit. Die Fahrkarten kann man an jeder Metro-Station kaufen und damit auch gleich zum Gare du Nord fahren. Fahrplan im Internet. (SNCF, Gare du Nord – Creil).  Vom Bahnhof Chantilly-Gouvieux aus noch ein Fußweg zum Schloss (beschildert) durch den Wald, dann entlang der Pferderennbahn bis zu den Ställen und von dort zum Schloss.

    Täglich außer dienstags geöffnet.